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Registriervorriditung zum Aufzeichnen von Wechselspannungen
Die Erfindung
bezieht sich auf eine Registriervorrichtung zum Aufzeichnen vonWechselspannun. gen
mit drehbar gelagertem, federgefesseltem Weicheisenanker und Magtetgestell aus Weicht
eisen Die für die Aufzeichnung von Meßspannungen, insbesondere von elektrischen
Spannungen, die in lebenden Geweben erzeugt werden, vielfach verwendeten D rehmagnetregistriervorrichtungen
haben gegenüber den Drehspulvorrichtungen neben einigen Nachteilen den großen Vorteil
des relativ einfachen Aufbaues, der sich insbesondere aus dem Fehlen von bewegten
Stromleitern, der einfachen Anpaßbarkeit der Erregerwicklungen an d.en relativ hohen
Innenwi derstand von Röhrenverstärkem sowie schließlich aus ihren guten Frequenzeigenschaften
ergeben. tbl,icherweise werden diese Drehmagnetregistriervorrichtungen neben den
von den vorgeschalteten Röhrenverstärkern mit der verstärkten Meßspannung versorgten
Wicklungen zusätzlich mit gleichstromdurchflosseeen Erregerwicklungen oder mit Dauermagneten
ausgerüstet.
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Soweit gleichstromdurcllflosserle Erregerwicklungen verwendet werden,
war es bei den bisher auf. dem Markt befindlichen Drehmagnetregistriervorrichtungen
üblich, diese Erregerwicklungen ent-
weder aus einem getrennten
Netzteil zu speisen oder den gegebenenfalls durch elektrische Filterung zusätzlich
geglätteten, mittleren Anodenstrom der vollständigen Kraftverstärkerendstufe über
diese Gleichstromerregerwicklungen zu leiten.
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In beiden Fällen ist also die Erzeugung einer gleichlaleibenden (Dauer-)
Erregung und die Erzeugung der für die Ablenkung des Drehankers erforderlichen Wechselerregung
voneinander getrennt Dieser Nachteil wird. dadurch vermieden, daß erfindungsgemäß
unter Vermeidung einer besonderen Erregung durch Gleichstromwicklungen der Dauermagnete,
die einzeln durch je eine Wicklung des Magnetgestelles geleiteten mittleren Anodenströme
der beiden Zweige einer Kraftverstärkerendstufe die gesamte magnetische Dauererregung
und die im Takt der aufzuzeichnenden Meßspannung erfolgenden Schwankungen dieser
Anodenströme die Ablenkungen des Drehankers liefern. Dabei werden also die zur Durchmagnetisierung
des Ankers erforderliche magnetische Durchflutung un.d die für die Ankerablenkuagen
verantwortlichen Wechseldurchflutungen der (oder den) gleichen Wichlung(en) zugeführt.
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In weiterer Durchbildung der Erfindung erweist es sich als besonders
günstig, wenn das Magnetgestell vier Pole aufweist und je zwei gegenüberliegende
Pole gemeinsam vom Anodenstrom je eines Zweiges einer Gegentaktendstufe erregt sind.
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Ferner hat es sich gezeigt, daß der Drehanker vorteilhafterweise
zur Ausrichtung des magnet tischen Flusses aus Weicheisenlamellen, vorzugsweise
mitWalztestur, aufgebaut ist, deren. Flächen parallel zu den magnetischen Kraftlinien
und der.
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Ankerachse verlaufen. Durch diesen Aufbau des Drehankers aus Weicheisenlamellen
wird nämlich die Einstellsicherheit des Drehankers bei veräerlicher Aus steuerung
der Spulen des Magnetgestelles aus Weicheisen. wesentlich verbessert. Dies erscheint
verständlich, da durch die Lamellierung eine Ausrichtung des magnetischen Flusses
im Anker erfolgt, weil die schräge Durchflutung unterbunden wird. Auftretende Differenzen
in den Polstärken benachbarter Pole muß der lamellierte Anker deshalb in höherem
Maße folgen, weil eine Schrägdurchflutung des Ankers ausgeschlossen ist Besonders
vorteilhaft ist es darüber hinaus, wie gesagt, die Ankerlamellen. aus einem Weicheisenmaterial
mit sogenannter Walztestur aufzubauen.
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Dabei wird die gute Wirkung der Lamellierung noch verstärkt durch
die in der Walzrichtung wesentlich verbesserte magnetischen. Eigenschaf.-ten, verglichen
mit denen quer zur Walzrichtung.
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Sofern der Anker eine durchgehende Achse hat, ist es zur einwandfreien
Führung des magnetischen Flusses. selbstverständlich erforderlich, die Ankerlamellen
um die Ankerachse herumzuführen.
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Durch die Ankerlamellierung können naturgemäß insofern Unregelmäßigkeiten
in den Bewe gungsverlauf des Ankers hineinkommen, als dieser die einzelnen Bleche
bei seiner Drehung gegen die Polschuhkanten. »herausrasten« läßt Diese Erscheinung
ist durchaus analog der bekannten Nuten. vibration von Elektromotoren. Sie läßt
sich vollständig vermeiden, indem man die Ankerlamellen mit den ihnen (nahezu) parallel
verlaufenden. Polschuhkanten einen spitzen Winkel einschließen läßt, so daß die
einzelne Lamelle nicht gleichzeitig die gesamte ihr gegenüberstehende Polschuhkante
bei einer Ankerdrehung freigibt oder abdeckt, sondern sanft verlaufend entlang ihrer
eigenen Länge.
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Ein Ausführungsbeispiei der Erfindung ist in den Abb. I und 2 dargestellt.
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Abb. I stellt dabei einen Schnitt parallel zur Symmetrieachse durch
die Registriervorrichtung dar, während Abb. 2 einem Schnitt senkrecht zur Symmetrie
achse etwa in ihrer halben Länge entspricht.
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Diese spezielle Registriervorrichtung ist für den Anschluß an eine
Gegentaktendverstärkerstufe be stimmt und deshalb symmetrisch aufgebaut. Ihr Magnetgestell
I besteht aus gestanzten Weicheisenblechen; deren Form an die Bleche von Kleinmotoren
erinnert. Statt aus Blechen könnte das Magnetgestell natürlich auch aus einem geeigneten
Massivweicheisen hergestellt sein. Die vier Pole des Magnetgestelles I sind von
je einer Spule der beiden jeweils zusammengeschalteten, Spulen.-paare 2t, 2t und
2tut, 2" umgeben, von denen je ein gegenüberliegendes Paar, also das Paar 2', 2'
einerseits und 2tut, 2" andererseits an je einen Zweig des Gegentaktkraftverstärkers
angeschlossen ist. Die Achse des Drehankers 3 trägt den Schreibzeiger4; sie ist
durch die Rückstellfeder 5 bei fehlender Erregung in einer definierten Ruhelage
festgehalten..
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Abb. I zeigt die Schrägstellung der Ankerlamellen gegenüber der Ankerachse;
Abb. 2 läßt die Vorbeileitung des magnetischen Flusses in d.en Lamellen des Ankers
3 um d.ie Achse des Drehankers erkennen.
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PATENTANSPROCHE: I. Registriervorrichtung zum Aufzeichnen von Wechselspannungen
mit drehbar gelagertem, fed;ergefesseltem Weicheisenanker und Magnetgestell aus
Weicheisen, dadurch gekennzeichnet, daß unter Vermeidung einer besonderen Erregung
durch Gleichstromwicklungen oder Dauermagnete die einzeln durch je eine Wicklung
des Magnetgestelles geleiteten mittleren Anodenströme der beiden Zweige einer Kraftverstärkerendstufe
die gesamte magnetische Dauererregung und die im Takt der aufzuzeichnenden Meßspannung
erfolgenden Schwankungen dieser Anodenströme die Ablenkungen. des Drehankers liefern.