DE964530C - Elektrische Entladungsanordnung zur Erzeugung sehr kurzer elektrischer Schwingungen - Google Patents
Elektrische Entladungsanordnung zur Erzeugung sehr kurzer elektrischer SchwingungenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J25/00—Transit-time tubes, e.g. klystrons, travelling-wave tubes, magnetrons
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- Microwave Tubes (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 23. MAI 1957
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 13i? INTERNAT. KLASSE HOIj; H03b
B 36560 VIII α /21g
Jiri George Linhart, Rugby, Warwickshire (Großbritannien)
ist als Erfinder genannt worden
The British Thomson-Houston Company Limited, London
Elektrische Entladungsanordnung zur Erzeugung sehr kurzer elektrischer Schwingungen
Patenitiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutsdiland vom. 22. Julä 1955 an
Patentanmeldung bekamntgemiactit aim 13. Dezember 1956
Patenterteilung bekanntgeimiaciiit am 9. Mai 1957
Die Priorität der Anmeldung in Großbritannien vom 21. Juli .1954 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft eine elektrische Entladungsanordnung zur Erzeugung von elektrischen
Schwingungen sehr kurzer Wellenlänge.
Schwingungserzeuger zum Betrieb bei kurzen Wellenlängen sind an sich bekannt, wie z. B. das
Hohlraummagnetron, das besonders dann benutzt werden kann, wenn eine hohe Ausgangsleistung
gefordert wird wie z. B. bei Radarsendern.
Während derartige Entladungsanordnungen bis
ίο herunter zu Wellenlängen von wenigen Zentimetern
wirksam arbeiten, entstehen bei noch kürzeren Wellenlängen Schwierigkeiten, besonders bezüglich
der Herstellung der Hohlräume mit einem genügenden Genauigkeitsgrad bei kleinen Abmessungen,
und dieser Umstand begrenzt den nutzbaren Wellenlängenbereich auf wenige Zentimeter.
Es ist bereits bekannt, zur Erzeugung sehr kurzer Wellen mittels des Cerenkov-Effektes die
die Cerenkov-Strahlung auslösenden Elektronen ao durch ein dielektrisches Rohr mit einer Geschwindigkeit
laufen zu lassen, die größer ist als die
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Phasengeschwindigkeit des Lichtes in dem betreffenden Dielektrikum in Richtung der Elektronenbewegung.
Das Hauptziel der Erfindung ist es, unter Ausnutzung dieses Effektes eine verbesserte Entladungsanordnung
zu schaffen, die fähig ist, bei Wellenlängen, die kleiner als ι cm sind, zu
schwingen.
Die elektrische Entladungsanordnung, bei der ίο die von der Kathode emittierten Elektronen auf
ihrem Weg zur Auffangelektrode durch ein langgestrecktes dielektrisches Rohr hindurch gebündelt
geführt werden und bei der die Gleichspannungen der Beschleunigungselektroden derart gewählt sind,
daß die Elektronengeschwindigkeit innerhalb des dielektrischen Rohres größer ist. als die Phasengeschwindigkeit
des Lichtes in dem dielektrischen Rohr in Richtung der Elektronenbewegung, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das
dielektrische Rohr innerhalb eines zu dem dielek-" irischen Rohr koaxialen metallischen Hohlraumresonators
angeordnet ist, dessen axiale Länge im wesentlichen gleich ist der Länge des dielektrischen
Rohres und dessen Stirnwandungen mit öffnungen zum Durchtritt der Elektronen versehen
sind, und daß an sich bekannte Mittel vorgesehen sind, um die erzeugte Schwingungsenergie aus dem
Hohlraumresonator auszukoppeln.
Vorzugsweise ist, wie an sich bekannt, vor der Auffangelektrode ein elektrostatisches Bremsfeld
vorgesehen, um die Geschwindigkeit, mit der die Elektronen auf der Auffangelektrode auftreffen,
herabzusetzen."
Die Anordnung arbeitet nach dem Prinzip, daß Elektronen, die in einem Vakuum mit einer hohen
Geschwindigkeit laufen und sich in einer Richtung parallel zu einer dielektrischen Grenzfläche bewegen,
elektromagnetische Energie ausstrahlen, wenn ihre Geschwindigkeit diejenige des Lichtes in
dem Dielektrikum übertrifft. Die Wellenlänge dieser Strahlung ist etwa gleich dem Abstand der
Elektronen von der dielektrischen Grenze. Wenn das Dielektrikum unbegrenzt ist, dann ist das
Spektrum der ausgesandten Strahlung kontinuierlieh. Wenn jedoch das Dielektrikum begrenzt ist,
wird eine Gruppe von scharfen Spektrallinien erhalten, von denen eine über die andern hervorragt;
diese Linie entspricht den elektromagnetischen Wellen, deren Phasengeschwindigkeit in
der Nähe der Geschwindigkeit der Elektronen liegt. Diese Erscheinung ist von dem sogenannten
»Cerenkov«-Effekt her bekannt.
Um die Erfindung näher zu beschreiben, wird nun auf die Zeichnung Bezug genommen, welche
schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darstellt.
In der Zeichnung sind eine Elektronenquelle A,
z. B. ein Strahlerzeugungssystem, und der von diesem ausgehende Elektronenstrahl B dargestellt.
Eine Spule C ist zur gebündelten Führung des Elektronenstrahls vorgesehen, während ein dielektrischer
Zylinder D eine zentrale, in Längsrichtung verlaufende Bohrung D' aufweist, durch welche der
Elektronenstrahl hindurchgeht. Der Elektronenstrahl trifft am Ende auf eine Auffangelektrode F
auf. Als Hochfrequenzkoppelorgan dient eine Koppelschleife G, die mit einem koaxialen Kabel
verbunden ist. Die ganze Anordnung, mit Aus^
nähme der Spule C, ist in einem evakuierten Behälter H untergebracht.
Es sei darauf hingewiesen, daß zwischen den zwei Stirnwandungen P1 und P2 des Hohlraumresonators
E, die sich auf den positiven Potentialen V1 und V2 befinden (V2^V1), Isolierungen
vorgesehen sind. Dem Strahlerzeugungssystem wird ein Potential V0 erteilt. Die Auffangelektrode
F befindet sich auf einem Potential [V9 - V1),
d. h., sie ist negativ gegenüber dem Potential der Endplatte P2 und übt daher eine bremsende und
defokussierende Wirkung auf den Elektronenstrahl aus, so daß die Geschwindigkeit der Elektronen an
der Auffangelektrode verlangsamt wird.
Beim Betrieb wirdder Strahl B, der von dem Strahlerzeugungssystem
A ausgeht, durch das elektrostatische Feld zwischen der Platte P1 und A, d. h.
durch das der Potentialdifferenz (V1-V0) entsprechende
elektrische Feld, beschleunigt. Der Strahl tritt in die zylindrische Öffnung in dem
dielektrischen Zylinder D ein und erzeugt (durch einen Mechanismus, der identisch mit dem
Cerenkov-Effekt ist) Oberfläclienwellen im Innern
der Bohrung D'. Diese Wellen bündeln ihrerseits den Elektronenstrahl. Eine Wellentype jedoch wird
weit stärker als die übrigen erregt. Dies ist die Welle, deren Phasengeschwindigkeit innerhalb des
dielektrischen Rohres in Richtung des Elektronenstrahls in der Nähe der Geschwindigkeit des eintretenden
Elektronenstrahls liegt. Die Geschwindigkeit, die von den Elektronen infolge der an das
Hochfrequenzfeld abgegebenen Energie eingebüßt wird, während sie die Bohrung des dielektrischen
Zylinders durchlaufen, wird von dem axialen elektrostatischen Feld kompensiert, welches durch
die Potentialdifferenz (V2 - V1) zwischen den beiden
Endplatten P1 und P2 erzeugt wird. Die mit b
bezeichneten Elektronenpakete transformieren die Energie des elektrostatischen Feldes zwischen den
Endplatten P1 und P2 in Kochfrequenzenergie.
Wegen des elektrostatischen Feldes (V2-V1) bleibt
die Geschwindigkeit der Pakete im wesentlichen konstant, bis sie schließlich das elektrostatische
Bremsfeld zwischen P2 und der Auffangelektrode F
erreichen.
Die hochfrequente Energie kann durch das Koppelelement G entnommen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Elektrische Entladungsanordnung zur Erzeugung sehr kurzer elektrischer Schwingungen, bei der die von der Kathode emittierten Elektronen auf ihrem Weg zur Auffangelektrode durch ein langgestrecktes dielektrisches Rohr, hindurch gebündelt geführt werden und bei der die Gleichspannungen der Beschleunigungselektroden derart gewählt sind, daß die Elektronengeschwindigkeit innerhalbdes dielektrischen Rohres größer ist als die Phasengeschwindigkeit des Lichtes in dem dielektrischen Rohr in Richtung der Elektronenbewegung, dadurch gekennzeichnet, daß das dielektrische Rohr innerhalb eines zu dem dielektrischen Rohr koaxialen metallischen Hohlraumresonators angeordnet ist, dessen axiale Länge im wesentlichen gleich ist der Länge des dielektrischen Rohres und dessen Stirnwandungen mit Öffnungen zum Durchtritt der Elektronen versehen sind, und daß an sich bekannte Mittel vorgesehen sind, um die erzeugte Schwingungsenergie aus dem Hohlraumresonator auszukoppeln.In Betracht gezogene Druckschriften:
Annales des Telecommunications, Februar 1953. S. 38ff.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 736/312 12.56 (709 522/243 5.57)
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Non-Patent Citations (1)
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