DE961307C - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus vorgetrockneten Holzspaenen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus vorgetrockneten Holzspaenen

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DE961307C
DE961307C DEL16393A DEL0016393A DE961307C DE 961307 C DE961307 C DE 961307C DE L16393 A DEL16393 A DE L16393A DE L0016393 A DEL0016393 A DE L0016393A DE 961307 C DE961307 C DE 961307C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/22Cellulose xanthate
    • C08L1/24Viscose
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus vorgetrockneten Holzspänen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus vorgetrockneten Holzspänen, insbesondere zur Herstellung plattenartiger Formkörper. Es ist bekannt, cellulosehaltiges Material vor der weiteren Verarbeitung mit einer Steinkohlenteeremulsion und gelöschtem Kalk zu tränken und nach dem Abbinden der Zusatzstoffe zu verformen. Die zugesetzten Stoffe schützen das getränkte Material gegen äußere Feuchtigkeitseinfiüsse und verhindern das sonst unvermeidliche Sprödewerden der Holzfasern während des Abbindevorganges, der üblicherweise bei Temperaturen zwischen etwa 100 und 2000 durchgeführt ird. Jedoch genügen die auf solche Weise hergestellten Formkörper noch nicht allen Anforderungen, insbesondere in bezug auf Leimfestigkeit.
  • Man hat weiterhin vorgeschlagen, Cellulose haltige Massen mit Viskose als Bindemittel zu versetzen, und zwar auch unter Zusatz vonTeersäuren.
  • Durch diese Teersäuren sollte eine Koagulation der Viskose verhindert und gleichzeitig die Ausfällung von Cellulosehydrat begünstigt werden. Man erhält bei diesem Vorschlag homogene Lösungen, die sich unmittelbar auf Kunststoffe, Fäden, Filme u. dgl. verarbeiten lassen. Zur Herstellung von Formkörpern aus vorgetrockneten Holzspänen eignet sich dagegen dieser Vorschlag nicht.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen in einer Vereinigung der beiden vorgenannten Verfahrensweisen. Erfindungsgemäß sollen dementsprechend vorgetrocknete Holzspäne, die mit einer Steinkohlenteeremulsion und gelöschtem Kalk getränkt sind, mit einer Viskoselösung innig gemischt werden und dann die Masse anschließend verformt werden. Es hat sich herausgestellt, daß dabei die Viskose zwar stark verflüssigt wird, aber keine Ausfällung von Cellulosehydrat eintritt, und daß sich ferner die Leimfestigkeit der Masse nach dem Abbindevorgang wesentlich erhöht.
  • Das Vermischen der Holzspäne mit der Viskoselösung kann nach oder auch gleichzeitig mit dem Tränken der Späne mit Steinkohlenteeremulsion und gelöschtem Kalk erfolgen. Als besonders geeignet hat sich eine Viskoselösung erwiesen, die durch Mischen von Cellulose mit Natronlauge und Wasserstoffsuperoxyd, durch spätere Behandlung der Masse mit Schwefelkohlenstoff und Auflösung des Celluloseexanthogenates in schwacher Natronlauge hergestellt ist.
  • Ausführungsbeispiel 75 g Cellulose wurden in einer Lösung, bestehend aus 225 g I8°/oiger Natronlauge und 100 g 300/obigen Wasserstoffsuperoxyd, getränkt und zwecks Quellen der Masse in einem geschlossenen, kühl gelagerten Behälter etwa I2 Stunden lang aufbewahrt. Danach wurden der Masse 30 g Schwefelkohlenstoff zugegeben. Je nach Abkühlungsverlauf trat die Xanthogenatbildung spontan oder innerhalb einer Zeit bis zu etwa 8 Stunden ein. Sobald die Xanthogenatbildung beendet war, wurde die Masse zur Auflösung des Cellulosexanthogenats mit 68o g einer 50/eigen Natronlauge vermischt und einer Reifezeit von etwa 8o Stunden unterworfen.
  • Das entstandene Produkt war eine annähernd neutrale bis höchstens schwach . alkalische, dünnflüssige Viskose mit guten Eigenschaften als Bindemittel (pH-Wert liegt etwa zwischen 7 und 8).
  • Mit der so gewonnenen Viskose konnten Formkörper wie folgt erzeugt werden: I000 g vorgetrocknete Holzspäne mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 01o wurden in eine Mischvorrichtung eingebracht und mit 200 g schwach alkalischer Steinkohlenteeremulsion und 50 g gelöschtem Kalk benetzt. Nach gründlichem Durchmischen wurde die Masse mit 400 g der verdüsbaren Viskose besprüht und innig vermischt.
  • Das Mischgut wurde dann in Formen gefüllt und bei Temperaturen zwischen 100 bis 2000 bei einem Preßdruck zwischen I bis 25 kg/cm2 dem gewünschten Raumgewicht entsprechend gepreßt.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können z. B. Dämmplatten, Leichtbauplatten, Spanplatten, balkenartige Erzeugnisse, Hohlkörper wie Gefäße und Röhren hergestellt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANsPRÜcHE: I. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus vorgetrockneten Holzspänen, die mit einer Steinkohlenteeremulsion und gelöschtem Kalk getränkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbehandelten Holzspäne mit einer Viskoselösung innig gemischt und die Masse anschließend verformt wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Vermischen von Holzspänen mit der Viskoselösung gleichzeitig in Verbindung mit dem Tränken mit der Teeremulsion erfolgt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Viskoselösung eine Lösung verwendet wird, welche durch Tränken von Cellulose mit Natronlauge und Wasserstoffperoxyd, durch spätere Behandlung der Masse mit Schwefelkohlenstoff und Auflösen des Cellulosexanthogenats in schwacher Natronlauge hergestellt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 278 036, 330 204, 360 946, 47I 047, 6I4 034, 733 646, 838 2t4; USA.-Patentschriften Nr. 2 024 600, 2 273 3I3; britische Patentschrift Nr. I2 324 vom Jahre 1912; schweizerische Patentschrift Nr. I60 380; W a g n e r: TaschenbuWh des chemischen Bautenschutzes, I9t7, Abschnitt J, S. 6gff.; Auszüge deutscher Patentanmeldungen, I. II. 48, Vol. I3, L Io7 847 IVc/2gb.
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