DE958729C - Hydrostatische Drehkolbenmaschine zum Antrieb von Fahrzeugen - Google Patents

Hydrostatische Drehkolbenmaschine zum Antrieb von Fahrzeugen

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DE958729C DESCH15908A DESC015908A DE958729C DE 958729 C DE958729 C DE 958729C DE SCH15908 A DESCH15908 A DE SCH15908A DE SC015908 A DESC015908 A DE SC015908A DE 958729 C DE958729 C DE 958729C
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    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
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    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/14Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing
    • B61C9/16Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines hydraulic, including combinations with mechanical gearing using gearing of the hydrostatic type
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Description

  • Hydrostatische Drehkolbenmaschine zum Antrieb von Fahrzeugen Für Fahrzeuge, deren getriebene Räder große Drehmomente entwickeln sollen, ist ein Antrieb dieser Räder durch eine Drehkolbenmaschine technisch vorteilhaft. Zur Erzielung eines wesentlichen Fortschritts in der Technik des Fahrzeugwesens genügen jedoch die allgemeinen, durch einen hydraulischen Antrieb gebotenen Vorzüge an sich noch nicht, wie es der bisherige Stand der Fahrzeugtechnik erweist. Die Erzeugung großer Momentankräfte mittels Drehkolbenmaschinen ist nämlich bei Fahrzeugen dadurch erschwert, daß für die Unterbringung des Antriebs an den geeignetsten Stellen, insbesondere innerhalb eines Rades, nur ein kleiner Raum zur Verfügung steht, so daß eine geringe räumliche Ausdehnung der Drehkolbenmaschine erforderlich ist. Weiterhin wirkt erschwerend, daß die Drehkolbenmaschine bei ihrer Lage innerhalb eines Rades ständig starken Erschütterungen ausgesetzt ist und trotzdem eine zuverlässige Betriebssicherheit erzielt werden muß.
  • Es sind bereits Drehkolbenmaschinen bekanntgeworden, bei denen ein ringförmiger Hohlraum von konzentrischen und seitlichen Begrenzungswänden eines drehbaren und eines festen Teils des Motors gebildet wird und bei denen Drehkolben abwechselnd in den Hohlraum ragen oder feste Kolben überlaufen. Die Drehkolben sind dabei innerhalb des Rotors- gelagert und ragen in ihrer dichtenden Stellung nur mit einem im Verhältnis zu ihrer Längenerstreckung kleinen Teil in den Arbeitsraum. Diese Konstruktionen zeigen einen schmalen Arbeitsraum im Verhältnis zum Gesamtdurchmesser der Maschine. Sie können die Forderungen des Fahrzeugwesens nicht technisch vorteilhaft erfüllen, insbesondere weil sie einen für Fahrzeuge zu großen Raum- und Gewichtsaufwand verlangen oder zu kleine Drehmomente liefern.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, durch eine besonders geartete Ausführung des hydraulischen Antriebs die Drehkolbenmaschine für die Bau- und Betriebsverhältnisse bei Fahrzeugen vorteilhaft verwendbar zu machen. Sie geht aus von einer hydrostatischen Drehkolbenmaschine mit einem ringförmigen Hohlraum, in den Zu- und Ableitungen der Treibflüssigkeit münden und der aus seitlichen und konzentrischen, an ihren Übergangsstellen abgedichteten Begrenzungswänden eines drehbaren und eines ruhenden Teils gebildet ist, und in den mindestens zwei mit dem einen Teil fest verbundene, den Hohlraum symmetrisch und dichtend unterteilende Festkolben ragen, während mehrere mit dem anderen Teil der Drehkolbenmaschine in Verbindung stehende bewegbare Kolben durch Führungselemente abwechselnd in eine den Hohlraum unterteilende und in eine die Festkolben überlaufende Stellung gebracht werden, wobei erfindungsgemäß die ideellen Achsen der an gegenüberliegenden Begrenzungswänden abgestützten bewegbaren Kolben innerhalb des ringförmigen Hohlraums verlaufen.
  • In den Fig. I bis 6 ist beispielsweise eine Ausführungsform veranschaulicht.
  • Die Fig. I gibt einen Längsschnitt durch die Maschine wieder; die Fig. 2 zeigt dazugehörende Querschnitte in zwei verschiedenen Ebenen, und zwar in ihrer oberen Hälfte einen Radialschnitt der Fig. I nach der Linie A-M, in ihrer unteren Hälfte einen Schnitt durch die Mittelebene des Hohlraums der Maschine. Die untere Hälfte der Fig. I gibt einen Längsschnitt nach der Linie M-B in Fig. 2 wieder.
  • In der Fig.3 ist die Ansicht der Führungselemente für die bewegbaren Kolben dargestellt, die sich aus der Fig. I bei Betrachtung des Deckels der Maschine ergibt, wenn dieser vom Inneren der Maschine aus gesehen wird.
  • Die Fig.4 veranschaulicht des näheren die Anordnung einer dichtenden Nadel und deren durch den Flüssigkeitsdruck erzeugte Kraftwirkung auf die Wand eines bewegbaren Kolbens, wenn dieser in eine den Hohlraum dichtend unterteilende Stellung gebracht ist.
  • Die Fig. 5 und 6 geben eine Ausführungsform wieder, welche eine selbsttätige Drosselung des Flüssigkeitsstroms bewirkt in dem Fall, in welchem ein Rad des Fahrzeugs keinen genügenden Bodenwiderstand findet und die Drehkolbenmaschine ohne Drosselung des Flüssigkeitsstroms unzulässig hohe Drehzahlen erreichen würde.
  • In Fig. I ist die Achse eines Fahrzeugrades, die zugleich die Achse der Drehkolbenmaschine bildet, mit I bezeichnet. An dem Flansch 2 der Achse I befinden sich Schraubenbolzen 3 zur Befestigung der Drehkolbenmaschine an dem Fahrzeug. Auf der Achse I der Maschine ist das Gehäuse 4 mittels der Kugellager 5 und 6 drehbar gelagert. An dem Gehäuse ist der Flansch 7 zur Befestigung einer Rad felge angeordnet.
  • In den Fig. I und 2 ist der ringförmige Hohlraum der Maschine zu erkennen, der von der Achse I und dem Gehäuse 4 einerseits und den radial verlaufenden Seitenwänden I3 und I4 bzw. I5 andererseits gebildet wird. Mit 8 sind zwei Festkolben bezeichnet, die mit der Achse I verbunden - sind. Ferner sind sechs bewegbare Kolben 9 angeordnet. Die bewegbaren Kolben bestehen aus der Kolbenwand, welche parallel zur Maschinenachse verläuft und vorübergehend zur Unterteilung des Hohlraums dient, den Armen Io sowie den Zapfen II und I2, die in den gegenüberliegenden Wandungen I3 und 14 des ringförmigen Hohlraums gelagert und mit ihrer Achse parallel zur Maschinenachse ausgerichtet sind. Die Mittellinie der Drehzapfen II und I2 und damit die ideelle Achse des bewegbaren Kolbens 9 verläuft innerhalb des ringförmigen Hohlraumes.
  • Es erweist sich als vorteilhaft, die achsparallelen ideellen Dichtungslinien der Flächen des bewegbaren Kolbens 9 auf dem ideellen Kreiszylinder anzuordnen, dessen Achse mit der Achse des Kolbens zusammenfällt. Durch diese Anordnung, die in Fig. 2 dargestellt ist, wird vermieden, daß auf den bewegbaren Kolben in seiner dichtenden Stellung von den hydraulischen Kräften Drehmomente ausgeübt werden können, die den Kolben aus seiner Dichtstellung im Hohlraum herausdrehen könnten.
  • Die Arme io jedes-bewegbaren Kolbens 9 liegen in seitlichen Vertiefungen der Wandungen des Hohlraums. Die Wandstärke, welche die Arme im Bereich ihres größten Radius besitzen, füllt die Vertiefungen in den Wandungen in der Weise aus, daß beim Überlaufen über einen Festkolben eine Spaltdichtung besteht. Die Arme io haben auf ihren kleineren Radien eine geringere Wandstärke, und in diesem Bereich werden die Arme durch einen Teil der Seitenwand, der mit 15 bezeichnet ist, gegen den Hohlraum hin abgedeckt. Die Lage der Arme io in Vertiefungen der Begrenzungswände erweist sich als zweckmäßig.
  • Auch sind in der beispielsweisen Ausführung nach der Erfindung Vorkehrungen getroffen, um sowohl die Arme io wie auch die Drehzapfen ii und 12 von einseitigem Flüssigkeitsdruck zu entlasten. Dazu sind die Arme io mit Durchbohrungen 16 versehen. Ferner sind, wie Fig. i zeigt, die Drehzapfen i i in Bohrungen gelagert, die nur nach dem Hohlraum der Maschine hin offen sind. Dadurch wird ein Druckausgleich an den Drehzapfen i i erzielt. Die Drehzapfen 12 sind durch die Wand 14 . des Hohlraums hindurchgeführt bis in den Gehäuseraum der Maschine; sie haben außerdem einen Ring größeren. Durchmessers, der in eine entsprechende Aussparung der Wand 14. eingreift. Die beiden Stirnflächen des Ringes besitzen einen Ringquerschnitt, der ebenso groß ist wie der Querschnitt des Drehzapfens. Die Spalträume an den Stirnflächen des Ringes sind durch Bohrungen 46 und 47 einerseits mit dem Hohlraum der Maschine und andererseits mit dem Gehäuseraum verbunden. Diese Anordnung ergibt einen Ausgleich der Druckkräfte auf den Drehzapfen I2.
  • In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung können dreimal soviel bewegbare Kolben wie Festkolben angeordnet werden, wie es die Fig. I und 2 zeigen, weil dabei auf kleinem Bauraum große Momentenkräfte und zugleich günstige Verhältnisse für die Schwenkbewegung der bewegbaren Kolben erzielt werden.
  • Die Drehung der Kolben 9 durch die Bauteile II und I2 wird, wie Fig. 3 zeigt, mittels der Kurbeln I7 bewirkt, welche den Kurbelzapfen I8 tragen. Der Kurbelzapfen I8 greift in eine Führungsbahn I9 ein, die in dem Führungsflansch 2o angeordnet ist. Dieser Führungsflansch 2o ist mit der Achse I der Maschine verbunden, wie es in der Fig. I durch eine gestrichelt gezeichnete Schraube angedeutet ist. Es ist vorteilhaft, entsprechend der in der Fig. I angegebenen Konstruktion, die Führungselemente für die Drehung der Drehkolben außerhalb des Hohlraums der Maschine anzuordnen.
  • In der Fig. 3 ist der Führungsflansch näher dargestellt, und zwar in einer Ansicht vom Inneren der Maschine aus. Der Gehäusedeckel 21, welcher den Führungsflansch 2o umgreift, ist strichpunktiert angedeutet. Er ist mit dem Gehäuse 4 durch Schrauben verbunden, wie es die Fig. I zeigt. Ferner zeigt die Fig. 3 die Lage der im Schnitthervortretenden Zapfen I2 sowie die an die Zapfen I2 angreifenden Kurbeln I7. Es ist erkennbar, welche Stellung den Kurbeln I7 durch die Führungsbahn I9 und die Kurbelzapfen I8 gegeben wird. Die Anordnung von Führungselementen, die aus einer Kurbel mit Kurbelzapfen und einer Führungsbahn für diesen besteht, hat sich als vorteilhaft erwiesen.
  • Beim Überlaufen eines Festkolbens 8 ist die Wand jedes bewegbaren Kolbens 9 durch eine Schwenkbewegung von weniger als 9o° in eine Tasche des den Hohlraum umhüllenden Gehäuseteils eingeführt. An den Stellen des Übergangs von der Gehäusewand zur Wand des bewegbaren Kolbens ist der Taschenraum gegen den ringförmigen Hohlraum der Maschine abgedichtet. Diese Dichtung, die von wesentlicher Bedeutung ist, ergibt sich einerseits durch eine Anlage der Kolbenwand an diejenige des Gehäuses bei der Stelle 22 und andererseits durch die Dichtrolle 23 an der anderen Seite der Taschenöffnung.
  • Der Raum einer Tasche des Gehäuses erfährt beim Einführen und beim Herausführen eines bewegbaren Kolbens eine Änderung seines Flüssigkeitsinhalts. Um das Verdrängen und das Einströmen von Flüssigkeit zu erleichtern, sind Ausgleichskanäle mit den Öffnungen 24 und 25 angeordnet, deren Durchführung 26 durch die Wand I4 im oberen Teil der Fig. 2 und im unteren Teil der Fig. I gestrichelt gezeichnet erkennbar ist. Die aus der Wand I4 in den ringförmigen Hohlraum der Maschine mündende Öffnung 25 wird beim Überlaufen eines bewegbaren Kolbens 9 über einen Festkalben 8 durch die seitliche Begrenzung des Festkolbens dichtend verschlossen, so daß. der Taschenraum nur vorübergehend mit dem ringförmigen Hohlraum in Verbindung steht.
  • Während des Überlaufens eines bewegbaren Kolbens 9 über einen Festkolben 8 wird der Taschenraum in der umhüllenden Gehäusewand mit einem Raum innerhalb der Maschine in Verbindung gesetzt, der geringen Flüssigkeitsdruck hat. Um dies zu erzielen, ist in der Wand 14 der Kanal 26 ' bis zu der zylindrischen Bohrung der Wand 14 geführt. Die Mündung des Kanals 26 liegt somit, wie in Fig. i und 2 gestrichelt gezeichnet, in der Spaltdichtung zwischen der Wand 14 und der Maschinenachse i. Die Mündung ist fast über den gesamten Umfang der Maschinenachse hin abgeschlossen. Nur über einen Teil der Umfangsstrecke hin, während welcher ein bewegbarer Kolben 9 in seiner Gehäusetasche liegt, wird die Mündung des Kanals 26 mit dem Gehäuseraum verbunden. Zu diesem Zweck ist die Achse i an ihrem Ende und in der Nähe der Festkolben 8 mit Nuten 27 versehen, wovon eine in den Fig. i und 2 gestrichelt eingezeichnet -ist. Es ist von bedeutendem Vorteil, ein°_ Druckentlastung der Flüssigkeit in einer Kolbentasche des Gehäuses während derjenigen Kolbenstellung vorzusehen, in welcher ein bewegbarer Kolben einen Festkolben dichtend überläuft. Diese Maßnahme bewirkt, daß der bewegbare Kolben in jedem Fall durch Flüssigkeitsdruck innerhalb des Hohlraums der Maschine in seiner Lage festgehalten wird; ohne daß eine Beanspruchung der Führungselemente für die Kolbendrehung auftritt.
  • In der. den Hohlraum dichtend unterteilenden Stellung des bewegbaren Kolbens, wie sie in Fig. 2 von den Kolben in der Nähe der horizontalen Mittellinie eingenommen wird, ist es zweckmäßig, wenn der Kolben auf die- Dichtungslinie gegen die Maschinenachse i. mit einer geringen äußeren Kraft gedrückt wird. In der Fig. 4 ist beispielsweise eine dementsprechende Anordnung dargestellt. Die Dichtrolle 23 übt bei"Überdruck der Flüssigkeit an einer Seite der Kolbenwand eine Kraft auf den Kolben aus, die in Richtung des Pfeiles 28 verläuft. Zu diesem Zweck ist die zylindrische Außenwand des bewegbaren Kolbens 9 an der Stelle, an welcher die Rolle 23 auf die Kolbenwand drückt, derart abgeflacht, daß die Wand rechtwinklig zur Richtung des Pfeiles 28 verläuft. Durch diese Kraftrichtung wird in jedem Fall, gleichgültig ob der mit p und pp bezeichnete Flüssigkeitsdruck an der einen oder an der anderen Kolbenseite größer ist, ein Moment auf die Kolbenwand ausgeübt, welches die erwünschte Kraft auf die Spaltdichtung an der Maschinenachse ergibt.
  • Die Zu- und Ableitung der Flüssigkeit erfolgt zweckmäßig in radialer Richtung und beiderseits von den Festkolben. Die Fig. i und 2 zeigen eine derartige Anordnung der Flüssigkeitsführung. Die Zuleitung der Flüssigkeit ist durch den Pfeil 29, die Ableitung durch den Pfeil 30 veranschaulicht. In der Fig. 2 liegt der Kanal zu Pfeil 29 im oberen Teil der Maschinenachse, und der Kanal zu Pfeil 30 rechts vom Mittelpunkt der Maschine.
  • Es ist vorteilhaft, in dem Gehäuseraum der Drehkolbenmaschine stets einen Druck aufrechtzuerhalten, der in der Größe des Atmosphärendrucks liegt. Die Maschinenachse kann dann als Achsstummel ausgeführt werden, ohne daß durch Flüssigkeitsdruck axiale Kräfte auf das Gehäuse ausgeübt werden. Um dies zu erreichen, ist bei der Drehkolbenmaschine gemäß Fig. I ein Kanal 31 angeordnet, welcher von dem Gehäuseraum durch den Flansch :2 und eine anschließende Rohrleitung 32 zu einem Behälter führt, in welchem ungefähr Atmosphärendruck besteht. Zweckmäßig ist es, diesen Behälterdruck um ein geringes Maß höher zu halten als den Atmosphärendruck, um den Eintritt von Luft in den Kreislauf der Flüssigkeit ohne weiteres Mittel zu vermeiden. In der Fig. I ist weiterhin ein Kanal 33 wiedergegeben; dieser verbindet die linke und die rechte Seite des Gehäuseraums, um zu erreichen, daß beiderseits des Gehäuseraums stets gleicher Flüssigkeitsdruck besteht.
  • Beim Antrieb eines Fahrzeugs tritt gelegentlich ein Betriebszustand ein, bei welchem eines der angetriebenen Fahrzeugräder keinen genügenden Bodenwiderstand findet. Dies ergibt sich auch bei Betriebszuständen, in denen an sich ein hohes Drehmoment eines jeden Rades erforderlich ist, wobei demgemäß ein hoher Flüssigkeitsdruck besteht. Sofern dann der Bodenwiderstand mehr oder weniger fortfällt, würde das vom Widerstand entlastete Fahrzeugrad unverzüglich eine hohe Drehzahl annehmen. Die Drehkolbenmaschine würde bei einer hohen Drehzahl eine unzulässig beschleunigte Verstellung der bewegbaren Kolben durchführen und dadurch gefährdet. Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die Leitung des Flüssigkeitsstroms einer Drehkalbenmaschine mit einer drosselnden Einrichtung zu versehen, die den Flüssigkeitsstrom beim Überschreiten eines Höchstwertes der Strommenge selbsttätig drosselt.
  • In den Fig. 5 und 6 ist eine Einrichtung dieser Art beispielsweise dargestellt. Die Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt, die Fig. 6 eine Sicht auf die Einrichtung, gesehen auf die obere Seite von Fig. 5. Die Leitung 34 gibt einen Bestandteil der Leitung des Flüssigkeitsstroms für ein Fahrzeugrad wieder. In der Leitung 34 ist ein Stauteller 35 angeordnet, der durch einen Schaft 36 beiderseits gelagert ist. Diese Lagerung befindet.sich in den Deckeln der Zylinder 37; an den Enden des Schaftes 36 sind Scheiben 38 angeordnet. Diese Scheiben 38 werden von Schraubenfedern 39 unter einer derartigen Vorspannung gehalten, daß beim normalen Betrieb des Fahrzeugs keine Änderung der Lage des Stautellers 35 eintritt. Wird dagegen die zulässige Strömungsgeschwindigkeit überschritten, dann bewegt sich der Stauteller 35 in der Strömungsrichtung der Flüssigkeit und führt infolge der dann eintretenden, aus der Fig.5 erkennbaren Verengung des Strömungsquerschnitts, eine Drosselung des Flüssigkeitsstroms herbei. Durch die Wahl einer entsprechenden Größe der Scheiben 38 kann der Vorgang ohne weiteres mit einer erwünschten Dämpfung der Bewegungen geregelt werden.
  • In den Fig. 5 und 6 ist außerdem veranschaulicht, in welcher Weise auch eine willkürliche Drosselung oder Absperrung des Flüssigkeitsstroms durchgeführt werden kann. Der Betrieb eines Fahrzeugs kann dies in einigen Fällen erwünscht erscheinen lassen. Die axial verschiebliche Hülse 40 ist in der Fig. 5 in einer Stellung gezeichnet, in welcher der Flüssigkeitsstrom einen unbehinderten Durchfluß hat. An der Hülse 4o ist ein Zapfen 41 angebracht, an welchem ein Hebel 42 angreift. Dieser Hebel 42 ist in der Fig. 6 gestrichelt angedeutet. Durch eine Welle 43 ist der Hebel 42 mit dem Hebel 44 verbunden. Wenn der Hebel 44 in Richtung des Pfeiles 45 in Fig. 6 geführt wird, bewegt sich die Hülse 4o nach rechts und verengt den Flüssigkeitsdurchlaß innerhalb der Einrichtung, gegebenenfalls bis zur völligen Absperrung.
  • Die Erzielung eines großen Drehmoments bei geringem Bauraum einer Drehkolbenmaschine führt dazu, daß die Technik des Fahrwesens durch größere Beschleunigung des Fahrzeugs; bessere Bremsmöglichkeit, welche ohne weiteres durch Drosselung des Flüssigkeitsstroms erreicht wird, und durch erhöhte Wendigkeit eine gesteigerte Verkehrssicherheit und einen glatteren Ablauf des Verkehrs erreicht. Zugleich ist eine Verbesserung der Geländegängigkeit von Fahrzeugen gegeben, zumal die erfindungsgemäße Drehkolbenmaschine es ohne weiteres ermöglicht, durch das Drehmoment der Drehkolbenmaschine Zugkräfte der Fahrzeugräder zu erzeugen, die größer sind als dem Gewicht eines Fahrzeugs entspricht.
  • Die Anwendung der erfindungsgemäßen Drehkolbenmaschine ist nicht auf Fahrzeuge beschränkt. Für technische Gebiete, die ähnliche betriebliche oder bauliche Bedingungen aufweisen wie Fahrzeuge, ist die Drehkolbenmaschine nach der Erfindung ebenfalls geeignet. Bei anderen Anwendungen der Drehkolbenmaschine kann zweckentsprechend, auch das Gehäuse ruhend und der andere Maschinenteil drehbar ausgeführt werden.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hydrostatische Drehkolbenmaschine zum Antrieb von Fahrzeugen mit einem ringförmigen Hohlraum, in den Zu- und Ableitungen der Treibflüssigkeit münden und der aus seitlichen und konzentrischen, an ihren Übergangsstellen abgedichteten Begrenzungswänden eines drehbaren und eines ruhenden Teiles gebildet ist, wobei in den Hohlraum mindestens zwei mit dem einen Teil fest verbundene, den Hohlraum symmetrisch und dichtend unterteilende Festkolben ragen und mehrere mit dem anderen Teil der. Drehkolbenmaschine in Verbindung stehende bewegbare Kolben durch Führungselemente abwechselnd in eine den Hohlraum unterteilende und in eine die Festkolben überlaufende Stellung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die ideellen Achsen der an gegenüberliegenden Begrenzungswänden (I3, 14) abgestützten bewegbaren Kolben (9) innerhalb des ringförmigen Hohlraums verlaufen.
  2. 2. Fahrzeugantrieb nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die ideellen Dichtungslinien der Flächen eines der bewegbaren Kolben (9) auf dem ideellen Kreiszylinder liegen, dessen Achse mit der Achse des Kolbens zusammenfällt.
  3. 3. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem bewegbaren Kolben und seiner Lagerung verbindende Arme (Io) angeordnet sind, die in Vertiefungen der Begrenzungswände des Hohlraums liegen.
  4. 4. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dreimal soviel bewegbare Kolben wie Festkolben angeordnet sind.
  5. 5. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (I7 bis 2o) für die bewegbaren Kolben außerhalb des Hohlraums angeordnet sind.
  6. 6. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem Drehzapfen eines bewegbaren Kolbens angreifenden Führungselemente aus einer Kurbel (I8) mit einem Kurbelzapfen bestehen und daß der Kurbelzapfen in eine Führungsbahn (I9) eingreift.
  7. 7. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Aufnahme eines bewegbaren Kolbens in der Begrenzungswand angeordneter Taschenraum gegen den ringförmigen Hohlraum der Maschine abgedichtet ist. B.
  8. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Taschenraum durch einen gesteuerten Strömungsausgleichkanal (24) vorübergehend mit dem ringförmigen Hohlraum verbunden ist.
  9. 9. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Taschenraum nach der Einführung des bewegbaren Kolbens in den Taschenraum durch einen Druckausgleichkanal (26) mit einem Raum geringen Flüssigkeitsdrucks verbunden ist. Io.
  10. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Kolben in der den Hohlraum dichtend unterteilenden Lage auf die eine der Dichtungslinien durch eine äußere Kraft gedrückt wird. i i.
  11. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen z bis Io, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu-und Ableitung der Flüssigkeit durch in radialer Richtung verlaufende und beiderseits von einem Festkolben liegende Kanäle erfolgt.
  12. 12. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis II, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Leitung (3I) zu einem außerhalb des Hohlraums liegenden Gehäuseraum in diesem ein Druck von der Größe des Atmosphärendrucks aufrechterhalten wird.
  13. 13. Fahrzeugantrieb nach den Ansprüchen I bis 12, gekennzeichnet durch eine drosselnde Einrichtung im Leitungssystem, die den Flüssigkeitsstrom beim Überschreiten eines Höchstwertes der Strommenge selbsttätig drosselt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 4.5.1 585, 973 47a"; britische Patentschrift Nr. 681 546; USA.-Patentschrift Nr.246i 1i6.
DESCH15908A 1954-07-23 1954-07-23 Hydrostatische Drehkolbenmaschine zum Antrieb von Fahrzeugen Expired DE958729C (de)

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