DE95326C - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
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- A61F5/01—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
- A61F5/0102—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces specially adapted for correcting deformities of the limbs or for supporting them; Ortheses, e.g. with articulations
- A61F5/0104—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces specially adapted for correcting deformities of the limbs or for supporting them; Ortheses, e.g. with articulations without articulation
- A61F5/0111—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces specially adapted for correcting deformities of the limbs or for supporting them; Ortheses, e.g. with articulations without articulation for the feet or ankles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Die Behandlung des Plattfufses mit Apparaten verfolgte von jeher den Zweck, dem zusammengesunkenen
Fufsgewölbe, durch welches der Plattfufs bedingt wird, eine entsprechende Stütze zu geben. Bei dem Bau
solcher Apparate ging man jedoch meist von der irrigen Vermuthung aus, dafs man
zur Erreichung des erstrebten Zweckes nur die Fufssohle zu heben brauche. Dies geschah
entweder durch Unterschiebung von Einlagen, festen Sohlen oder dergleichen, oder durch die Anbringung von elastischen
Zügen und Bändern. Dabei richtete sich der Angriffspunkt für Zug oder Druck stets gegen
den nach innen und unten am stärksten vorgetretenen Knochentheil. Ebenso verfolgen die
mit besonders geformten Absätzen versehenen Schuhe denselben Zweck. Ferner hat man an
verwickelten Apparaten Plattfufssohlen angebracht, durch welche die Füfse auf nach
aufsen schief abfallende Ebenen gestellt werden.
Alle diese Vorrichtungen haben sich jedoch in der Anwendung nicht bewährt, denn sie
suchen vom Scheitel aus ein Gewölbe zu errichten und erzeugen dort einen Druck, wo
vielmehr eine Druckentlastung und Spannung von den Seiten, her bestehen sollte.
Die Ursache des mangelhaften Baues solcher Vorrichtungen ist auf die Unklarheit über die
Mechanik des Fufsgewölbes sowie auf den Umstand zurückzuführen, dafs die Lehre von
dem Gewölbebau auf die Lehre von den erworbenen Fufsverkrümmungen keine Anwendung
gefunden hatte.
Betrachtet man nämlich das Gerippe eines normalen Fufses, so findet man, dafs der
Scheitel des Fufsgewölbes (der Mittelpunkt des Fufses) an einer Stelle liegt, welche von allen
Unterstützungspunkten gleich weit entfernt ist und von welchem zu diesen Unterstützungspunkten
congruente Bogen gezogen werden können. Diese Stelle befindet sich da, wo das Würfelbein,
das Kahnbein und das dritte Keilbein zusammentreffen. Von diesem Scheitelpunkte aus, der zugleich die stärkste Spannung besitzt,
erfolgt die Niederlegung des Fufsgewölbes nach allen Richtungen hin, und zwar
am stärksten nach der Richtung der grofsen Zehe, am wenigsten stark nach der Richtung
der kleinen Zehe.
Zur naturgemäfsen Behandlung des Plattfufses mufs daher ein richtig gebauter Apparat
im Scheitel nicht Druck, sondern Spannung hervorrufen; ferner mufs der Apparat den
vorderen Abschnitt der grofsen. Zehe dem Scheitel näher bringen als dem vorderen Abschnitt
der kleinen Zehe.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Vorrichtung, welche die vorgenannten Bedingungen
zu erfüllen im Stande ist. Diese ist in beiliegender Zeichnung dargestellt und zeigt
Fig. ι den Apparat an einem Plattfufs in gestreckter Stellung,
Fig. 2 denselben in gebeugter Stellung,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den den Ballen umfassenden Theil,
Fig. 4 eine Seitenansicht des im Vordertheile befindlichen Bleches, ■ . . · :
Fig. 5 die Verbindung von Vorderfufs- und Fersentheil, wenn die Vorrichtung zur Behandlung
des Klumpfufses angewendet werden soll, während die
Fig. 6 eine vereinfachte Verbindung des Vorderfufs- und Fersentheiles veranschaulicht.
Die Vorrichtung besteht aus zwei mit einander verbundenen Theilen, von denen der
eine die Ferse, der andere den Zehenballen umschliefst. Ersterer besteht aus einer entsprechend
gestalteten Lederkappe α, welche an ihrer Hinterseite durch eine Platte b aus Neusilber,
Stahlblech etc. verstärkt ist. Zur Verbindung mit dem anderen Theile ist an der
Verstärkungsplatte der Kappe α eine Stahlschiene c angenietet, welche, der Innenseite des
Fufses entsprechend gestaltet, bei Anlegung des Apparates an der Innenseite des Fufses nach
vorn zu läuft. Zur Befestigung der Ferse in dem Apparat dient ein Ledergurt d, welcher
um das Fufsgelenk herumgeführt wird und an der Aufsenseite der Kappe festgenäht, an der
Innenseite an einem Knopfe e an der Schiene c angeknöpft wird. Kappe α ist innen mit
Flanell gefüttert und am Boden zweckmäfsig mit einem Stück Schafleder belegt. Auch
empfiehlt es sich, dieselbe an dem Rande mit einem Schaf lederstreifen f zu umsäumen.
Als Unterstützungsfläche des vorderen Fufsabschnittes und zur Aufnahme des Zehenballens
dient ein ca. 3 cm breiter Streifen g aus Stahlblech (Fig. 3 und 4), welcher aufsen und innen,
entsprechend den Fufsrändern, ausgehöhlt ist. Am Innenrande des Fufses läuft der Streifen
nach' hinten schnabelförmig aus (h, Fig. 4).
Dieses Stahlblech ist innen mit Kalbleder i belegt, welches die Ränder des Stahlbleches
besonders nach hinten überragt. Aufsen ist das Blech g mit einem Schaflederbelag k versehen,
der an das Kalbleder angenäht ist, so dafs das Stahlblech zwischen diesen beiden
Ledern eingeschlossen ist. Dieses Stück ist zweckmäfsig innen noch mit einem Flanellstück
/ gefüttert. Zur Befestigung an dem Fufse dient ein entsprechend breiter Gummigurt
m, welcher über den Fufsrücken geschlagen und an der Innenseite mit Knöpfen η geschlossen
wird.
Zur Verbindung mit dem Fersenstück ist an dem Fortsatze h des Bleches g eine Schiene 0
angenietet, welche, dem Innenrande des Fufses entsprechend, nach hinten geht. Diese Schiene 0
ist mit der Schiene c durch ein Gelenk verbunden. Dieses Gelenk befindet sich gegenüber
dem Scheitel des Fufsgewölbes, wo nach den Lehren der Mechanik auch das Gelenk des Apparates liegen mufs.
Die Achse des Gelenks sitzt an dem nach innen gelegenen Ende der vorderen Schiene
fest- und trägt an der Aufsenseite ein Sperrrad p. Auf der Schiene c ist um q drehbar
ein zweiarmiger Hebel angeordnet, dessen vorderes Ende, als Sperrklinke r ausgebildet,
in das Sperrrad ρ eingreift. Die Stellung der Zähne des Sperrrades sowie der Sperrklinke,
die durch eine Feder s stets mit ersterem in Eingriff gehalten wird, sind derart angeordnet,
dafs eine Abwärtsbewegung (Beugung) beider Schienen c und 0 mit den daran befindlichen
Theilen möglich ist, während eine Aufwärtsbewegung (Streckung) nur nach Auslösen der
Sperrklinke erfolgen kann.
Zum Gebrauche wird die Vorrichtung entsprechend gestreckt und die beiden Theile in
der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise an den zu behandelnden Plattfufs angelegt. Wird sodann
eine Beugung des Apparates mit dem Fufse ausgeführt, so wird der Scheitel des Fufses
gehoben, entlastet und gespannt, ohne dafs er irgend einen Theil der Vorrichtung selbst berührt.
Dadurch, dafs der Apparat bei der Beugung den Bogen am Innenrande höher spannt als am Aufsenrande, weil die Entfernung
zwischen dem vorderen und hinteren Theile der Vorrichtung aufsen gröfser ist als innen,
wird der innere Fufsrand zugleich stärker gehoben als der äufsere, so dafs auch die Plattfufsstellung
des Fufses in zweckentsprechender Weise corrigirt wird.
Dieser Apparat ist aber auch zur Behandlung des Klumpfufses anwendbar. Bei dem
Klumpfufs ist die Spannung im Gewölbescheitel des Fufses erhöht und kann durch Anlegung dieser Vorrichtung vermindert werden.
Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, bei den beiden Theilen zur Aufnahme der Ferse
und des Zehenballens die Verbindungsschienen c und 0 an die Aufsenseite des Fufses zu verlegen
und das Sperrrad ρ1 und die Sperrklinke r1 (Fig. 5) derart anzuordnen, dafs nach
Anlegung des Apparates wohl eine Aufwärtsbewegung (Streckung) möglich ist, eine Abwärtsbewegung
(Beugung) jedoch nur dann, wenn die um ql drehbare Sperrklinke r1, die
durch die Feder s1 mit dem Sperrrad ρ1 in
Eingriff gehalten wird, ausgehoben ist.
Für einfache und billige Ausführungen kann das bewegliche Gelenk durch folgende Einrichtung
ersetzt werden: Die vordere Schiene 0 ist an der hinteren um t drehbar und besitzt
eine Schraube u, welche je nach Bedarf in das entsprechende der in der Schiene c angeordneten
Löcher ν eingeschraubt wird (Fig. 6).
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Apparat zur Behandlung des Plattfufses, gekennzeichnet durch zwei Theile,' von denen der eine die Ferse, der andere den Zehenballen umschliefst, welche Theile mitan der Innenseite des Fufses liegenden Schienen versehen sind, die ihrerseits durch ein Gelenk mit Sperrrad und Klinke derart verbunden sind, dafs eine Beugung des Fufses mit dem Apparat möglich ist.
Unter Abänderung des durch Anspruch ι geschützten Apparats zwecks Behandlung des Klumpfufses die Anordnung der Schienen an der Aufsenseite des Fufses, sowie die Umkehrung des Gelenks durch Aenderung von Sperrrad und Sperrklinke.
Eine Ausführungsform des unter i. und 2. beanspruchten Apparats, gekennzeichnet durch den Ersatz des Scharniers mit Sperrrad und Sperrklinke dadurch, dafs die eine Schiene an der anderen drehbar und durch eine Schraube in verschiedenen Stellungen feststellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95326C true DE95326C (de) |
Family
ID=366579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95326D Active DE95326C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2014091171A1 (fr) * | 2012-12-14 | 2014-06-19 | Caussé Benoît | Dispositif orthopédique pour un membre inférieur humain, chaussure et prothèse équipées d'un tel dispositif |
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- DE DENDAT95326D patent/DE95326C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2014091171A1 (fr) * | 2012-12-14 | 2014-06-19 | Caussé Benoît | Dispositif orthopédique pour un membre inférieur humain, chaussure et prothèse équipées d'un tel dispositif |
| FR2999417A1 (fr) * | 2012-12-14 | 2014-06-20 | Benoit Causse | Dispositif orthopedique pour un membre inferieur humain et chaussure equipee d'un tel dispositif |
| US10213330B2 (en) | 2012-12-14 | 2019-02-26 | Benoit CAUSSE | Orthopaedic device for a lower limb of a human, footwear and prosthesis provided with such a device |
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