DE952943C - Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens

Info

Publication number
DE952943C
DE952943C DEH23119A DEH0023119A DE952943C DE 952943 C DE952943 C DE 952943C DE H23119 A DEH23119 A DE H23119A DE H0023119 A DEH0023119 A DE H0023119A DE 952943 C DE952943 C DE 952943C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring
scale
intervals
magnetic
indicator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH23119A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERICH HOFFMANN WERKSTAETTEN FU
Original Assignee
ERICH HOFFMANN WERKSTAETTEN FU
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ERICH HOFFMANN WERKSTAETTEN FU filed Critical ERICH HOFFMANN WERKSTAETTEN FU
Priority to DEH23119A priority Critical patent/DE952943C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE952943C publication Critical patent/DE952943C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B17/00Measuring arrangements characterised by the use of infrasonic, sonic or ultrasonic vibrations

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Messung von Strecken mittels stehender Schallwellen insbesondere Ultraschallwellen, sowie auf Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens.
  • Es ist bekannt, Ultraschallwellen zu Echoletungen aber auch zur Dickenmessung zu verwenden.
  • Während das Echolotverfallren nach dem Reflexionspnnzip arbeitet und die Zeitdauer vom Augenblick des Sendens eines Ultraschallimpulses bis zum Empfangen des reflektierten Schalles ein Maß für die Entfernung ist, arbeitet man bei der Dickenmessung nach dem Resonanzverfahren, wobei die Dicke des durchschallten Werkstückes aus der Messung der Resonanzfrequenz ermittelt wird.
  • So macht sich beispielsweise das Auftreten einer Resonanz zwischen der Schallfrequenz und einer Dickenschwingung des Werkstückes durch einen Anstieg des Anodenstromes im Röhrengenerator bemerkbar. Man hat D ickenmeß geräte entwickelt, bei denen fü.r ein Material mit bekannter Schallgeschwindigkeit die gesuchte Dicke des Werkstückes an einer vor den Bildschirm einer Oszillographenröhre gesetzten Skala abgelesen werden kann.
  • Andere Dickenmesser arbeiten ähnlich wie das Echolotgerät nach dem Refiexionsprinzip, wobei eine Schallwelle in dem auszumessenden Werkstück vom Schallgelber zur gegenüblerliegenden Fläche des Werks.tückes und zurück zum Empfangsquarz läuft, während eine zweite Welle in einem mit Öl gefüllten Metallrohr reflektiert wird.
  • Man erhält dann auf dem Schirm der Kathoden- strahlröhre zwei Empfangszacken, die du.rch Verschieben des Quarzes in der Röhre zur Deckung gebracht werden. Das Maß dieser Verschiebung, das an einer Skala eines Feinsltellgetriebes ablesbar i&t, gibt die Dicke des Werkstückes an.
  • Diese Messungen werden unmittelbar an dem zu messenden Werkstück durchgeführt, dessen Dicke ermittelt werden soll.
  • Demgegenüber richtet sich die Erfindung darauf, den beschallten Körper unmittelbar als Maßstab zu verwenden und die gegebene Naturkonstante der Wellenlänge als kleinste Meßstrecke zu benutzen.
  • Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die bisher aufgetretenen Teilungsfehier an Maßstäben zu vermeiden, durch welche ungenaue Messungen ausgeführt wurden.
  • Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß die Schallwelle in einem Medium, dessen Länge ein Vielfaches vorn 1/2 ist, erzeugt wird und daß Ä/2 oder ein Vielfaches von 1/2 eine Teilungseinheit zwischen einer Anfangs- und einer Endmeßmarke dars.tellt, so daß je ein Maximum oder ein Minimum der stehenden Welle durch die Anfangs- und die Endmeßmarke hindurchgehen und daß die Maxima oder Minima der stehenden Welle zur Herstellung von Teilullgsintervallen einzeln oder zur Einstellung von aus Teilungsintervallen zusammengesetzten Meßstrecken summiert übertragen werden..
  • Für Messungen nach dem metrischen System wird das Urmeter, dessen Anfangs- und Endmeßmarke festliegt, in beispielsweise IOOO Teilungsintervalle aufgeteilt, so daß dann Ai2 genau I mm ist. Falls höhere Genauigkeiten erforderlich sind, wird man die Schallfrequenz höher wählen, so daß beispielsweise 10 1/2 !das Teilungsintervall von I mm ergeben. Dementsprechend muß die Wellenlänge und damit die Eigenfrequenz des Quarzes gewählt werden. Zweckmäßig wird die in dem Medium, beispielsweise einem Meßstab, erzeugte stehende Welle an einem zum Meßstab parallelen, die Anfangs- und Endmeßmarken aufweisenden Vergleichsmaßstab eingestellt, worauf der Vergleichsmaßstab durch den mit Teilungen zu verstehenden Maßstab ersetzt wird, auf weichen die Intervalle der Maxima oder Minima von 2/2 aufgezeichnet werden.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführuwsform des Verfahrens, das die übertragtuig der Teilungsintervalle leicht durchführbar macht, besteht darin, daß das Ultraschallfeld in einem Magnetstab oder -rohr erzeugt wird und daß die mechanischen Schwingungen der Elementarmagruete innerhalb der stehenden Welle induktiv abgetastet werden.
  • Es ist aber auch möglich, das Ultraschallfeld in einem optisch du.rchsichtigen Medium zu erzeuger wobei die kleinste Meßstrecke der periodischen Wiederkehr einer Schal lfeldgröß e, beispielsweise Druck oder Schnelle oder Brechungsindex, entspricht, die aufgesucht oder sichtbar gemacht und übertragen wird. Solche Verfahren sind als Verfahren der sekundären Interferenzen bekannt oder können mittels ebenfalls bekannter spannungsoptischer Verfahren oder mittels des ebenfalls bekannen Ultraschallinterferometers durchgeführt werden. Vorteilhaft werden die Intervalle beim Abtasten der Schallwelle durch Abbildung eines Lichtspaltes fotooptisch auf den Maßstab übertragen.
  • Die Erfindung richtet sich ferner auf Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens, welche die Herstellung von Teilungen mit genauen Intervallen oder die Herstellung von aus Teilungsintervallen zusammengesetzten Meßstrecken bezwecken.
  • Zu diesem Zweck trägt ein magnetisierbarer oder magnetischer Meßstab an einem Ende den Sendequarz, während über dem anderen an Luft angrenzenden Ende eine Erregerspule angeordnet ist, die von einem den Meßstab umgebenden, einen Längsschlitz aufweisenden Magnetmantel getragen wird, der an der Seite des Sendequarzes mit der Halterung desselben verbunden ist, während die andere Seite dem Meßstab auf Spaltbreite gegenübersteht und die lunenseite des Magnetmantels als Füh,rung für einen mit Melßschleife versehenen Indikator ausgebildet ist, der in dem Längsschlitz des Magnetmantels durch ein Verstellgetriebe längs beweglich und mit einem Meßgerät sowie einem Aufzeichnungsgerät verbunden ist, welches die Stellung des Indikators auf den Maßstab überträgt.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Melßschleife auf eine Trägerglasplatte, welche eine Durchlaßö;ffnung für den Meßstab besitzt, konzentrisch zu diesem in einer Stärke von bis zu 1 z aufgedampft. Die Einstellung erfolgt zweckmäßig nach den Knotenpunkten der stehenden Welle, da diese Einstellungen außerordentlich genau sind und in der Größenordnung der Meßschleifendicke liegen. Beim Abtasten der Knotenstellen wird ein über einen Verstärker an die Meßschleife angesclllossenes Röhrenvoltmeter beobachtet, dessen Nullstellung die genaue Einstellung der Meßschleife auf den Knotenpunkt anzeigt.
  • Bei jeder Einstellung wird das Aufzeichnungsgerät betätigt, das erfindungsgemäß eine Blitzlampe mit einer Spaltoptik enthält, die dien durch den Spalt erzeugten Teilungsstrich auf den im Brennpunkt des Objektivs befindlichen Maßstab, auf dessen Meßfläche eine kornlose Fotoemulsion aufgetragen i.st, projiziert. Als Träger der Fot emulsion wird zweckmäßig ein Glasstab verwendet, der nach dem Aufblitzen aller Teilstriche entwickelt oder anderweitig fotochemisch behandelt wird, so daß die Teilstriche als feine Metallstriche oder auch als Ätzungen auf dem Maßstab erscheineu. E,s ist auch möglich, diesen Glasmaßstab zur Vervielfältigung zwecks Herstellung anderer Maßstäbe zu verwenden..
  • Um die Auszählung der Teilstriche leichter durchführen zu können, ist dem Aufzeichnungsgerät ein Zählwerk, vorzugsweise Elektronenzählwerk, zugeschaltet, das zugleich mit der Betätigung des Aufzeichnungsgerätes zählt. So ist es beispielsweise möglich, beii jedem zehnten Teilstrich die Spaltoptik zur Erzeugung eines längeren Teilstriches zu verändern.
  • Die Erfindung richtet sich ferner auf eine Vorrichtung zur Herstellung von aus Teilungsintervallen zusammengesetzten Meß strecken, beispielsweise zur Vornahme von Schlitteneinstellungen an Meßgeräten oder Werkzeugmaschinen. Bisher erfolgten die die.Einstellungen an Hand eines mit sichtbaren Teilungen versehenen Maßstabes. Die genaue Einstellung auf den Teilstrich wurde mit optischen Kontrollmitteln geprüft. Durch die Erfindung sind Schlitteaverstellungen durchführbar, ohne daß Maßstäbe mit Teilstrichen, welche Intervalifehler enthalten, verwendet werden. Zu diesem Zweck wird der Magnet; der Sendequarz und der Indikator innerhalb des Führungsbettes eines Verstellschlittens angeordnet und der Indikator an dem Versteilsehlitten befestigt und mit einem Zählwerk, vorzugsweise Elektronenzählwerk, verbunden, während das Magnetsystem aus seiner. Nullstellung heraus mittels eines mit einem optischen Intervallteiler versehenen Feingetriebes axial verschieblich ist, um durch Verschiebung des Nullpunktes den Dezimalstellenwert nach dem ganzzahligen Vielfachen von 2/2 einstellen zu können.
  • Beim Abtasten des Magnetstabes werden beim Durchfahren eines Maximums oder Minimums je nach der Schaltung Impulse auf das Zählwerk gegeben, so daß die Summe der Impulse, also das ganzzahlige Vielfache der aneinandergereihten 2/2 angezeigt werden. Da 2/2 so eingestellt ist, daß jedes Intervall genau 1 mm beträgt, so ist die Länge der durchfahrenen Meßstrecke lam Zählwerk in Millimeter ablesbar, während der Quotient an der Skala.des optischen Intervallteilers angezeigt wird.
  • Damit beim Abfahren des Magnetstabes mittels der Meßschleife in dieser durch das Schneiden der magnetischen Kraftlinien keine Spannungen induziert werden, sind nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung auf beiden Seiten der Trägerglasplatte zwei genau gleichwertige und elektrisch entgegengesetzt geschaltete Meß schleifen vorgesehen, deren Abstand 2/2 oder ein ungerades Vielfaches von 2/2 beträgt. Zu diesem Zweck hat die Trägerglasplatte, auf welche die Meßschleifen aufgedampft sind, eine Dicke von 2/2 oder einem ungeraden Vielfachen von 2/2, bei Millimeterintervollen also die Dicke von I mm. Während sich die geschnittenen Kraftlinien in ihrer Induktionswirkung in den beiden Meßschleifen genau kom. sensieren, wird die durch die Ultraschallschwin. gungen hervorgerufene Induktionswirkung addiert, da diese Schwingungen entgegengesetzt gerichtet sind. Es ist mit diesen Meßschleifen möglich, Maximamessungen durchzuführen, d. h. die genauen Teilungsintervalle nach den Wellenbäuchen zu bestimmen.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung von Teilungen während des Eichens mit Anvisiermikroskop, Fig. 2 den zu Fig. I gehörenden Maßstab während des Teilens mit Lichtspaltprojektor, Fig. 3 den geteilten Maßstab, Fig. 4 eine Seitensansicht zu Fig. I, jedoch mit an Stelle des Anvisiermikroskopes eingesetztem Lichtspaltproj vektor9 Fig. 5 das Schaltschema des in Fig. 5 dargestellten Röhrenverstärkers, Fig. 6 eine Meßvorrichtung im Längsschnitt, Fig. 7 eine Seitenansicht gemäß Vo,rrichtung nach Fig. 6, Fig. 8 zwei gegenläufige Meßschleifen nach Fig. 6 und Fig. 9 die Teilscheibe des optischen Intervallteilers nach Fig. 6 in Aufsicht.
  • In der Fig. 1 sind der linksseitig gehalterte Magnetstab mit I und sein Magnetmantel mit 2 bezeichnet. An der linken Seite des Magnetstabes ist der Quarz 3 eines Schallsenders gehaltert, dessen Fassung mit 4 bezeichnet ist, die in dem isolierenden Teil 5 befestigt ist, welches mit dem Magnetmantel verbunden ist. Mit dem Quarz 3 steht der Hochfrequenzgenerator 6 durch die Leitung 7 in Verbindung. Der andere Pol 8 ist ebenso wie die gesamte Meßanlage geerdet.
  • Der Magnetmantel und der Magnetstab sind zwischen Spitzen aufgenommen. Die linke Spitze ist mit g bezeichnet, die sich gegen die Druckplatte abstützt. Die rechtsseitigen Spitzen, die sich gegen den Magnetmantel abstützen, sind mit 11 bezeichnet. Der Magnetstab muß rechtsseitig an Luft angrenzen. Er ist rechtsseitig durch die Spitze 12 unterstützt. Zwischen dem Mantel und dem Magnetstab befindet sich der Ringschlitz I3, der zur Herabsetzung des magnetischen Widerstandes nur eine Spaltbreite von etwa 1/io mm aufweist. Als Magnetstab kann ein permanenter Magnet dienen. Zum Wiederaufmagnetisieren dient die mit 14 bezeichnete Erregerspule, die rechtsseitig in dem Magnetmantel angeordnet ist. Diese Erregerspule kann auch in Verbin.dung mit dem Magnetkern I einen Elektromagnet bilden.
  • Der Magnetmantel 2 besitzt in seiner Längsrichtung den Schlitz 15. In dem Magnetmantel 2 ist der Gleitring I6 geführt, dessen Ansatz I7 durch den Schlitz 15 hindurchgreift und außen seitig mit dem- Aufuahmering I8 verbunden ist, in den entweder ein an sich bekanntes Anvisiermikroskop 19 mit der Strichplatte I9' oder ein Lichtspaltprojektor 20 einsetzbar ist.
  • In dem Gleitring I6 ist die Glasplatte 21 rechtwinklig zur Achse des Magnetstabes I befestigt, die mit einer kreisrunden Offnung 22 versehen ist, deren Innendurchmesser gerade so viel größer ist als der Außendurchmesser des Magnetstabes, daß sich der Gleitring noch frei bewegen läßt. Die Glasplatte 21 ist Träger einer in der Stärke von etwa 1 ,U aufgedampften Meßschleife 23, die unmittelbar in der Öffnung 22 liegt. Die beiden Enden der Meßschleife sind mit Kontakten 24 verbunden, an welchen die Leitungsdrähte 25 angeschlossen sind, die zu den Klemmen a, b des Verstärkers- 26 führen, an dessen Ausgang das Zeigergalvano- meter 27 angeschlossen ist. Beide zusammen stellen ein Röhrenvoltmeter dar, wie es in der Meßtechnik vielfach bekannt ist. Mit dem Röhrenvoltmeter ist ein Elektronenzählwerk 28 verbunden, wie es ebenfalls in der Meßtechnik bekannt ist.
  • Der Ansatz 17, welcher den Aufuahmering 18 tragt, ist mit einer Gewindebohrung für die Gewindespindel 29 versehen, die in dem Schlitz 15 an dem Magnetmantel axial unverschieblich, aber drehbar, gelagert ist und an dem Betätigungsknopf 30 verstellt werden kann. Hierbei wird der Gleitring mit dem Indikator 2I, 23 längs des Magnetstabes verschoben, um die in dem Stab 1 durch den Quarz 3 erzeugte stehende Welle3I induktiv abzutasten. Die Wellenlänge und damit die Eigenfrequenz des Quarzes 3 wird, wenn nach dem metrischen System gearbeitet wird, so gewählt, daß das Urmeter, dessen Anfangs- und En.dmeßmarke an dem Vergleichsmaßstab 32 festliegen, genau in I000 Teilungsintervalle aufgeteilt wird, so daß 2/2 genau 1 mm ist.
  • Wenn also am Elektronenzählwerk 28 I000 Impulse beim Abfahren des Magnetstabes zwischen der Anfangs-- und Endmeßmarke des Vergleichsmaß stabes angezeigt werden und zu Beginn der Messung die Anfangsmarke und nach dem Abfahren der Meßstrecke beim tausendsten Intervall die Endmeßmarke genau in der Strichmarke I9' des Anvisiermikroskops steht, so ist das ein Zeichen dafür, daß mit der richtigen Wellenlänge gearbeitet wird. Sodann wird der Vergleichsmaßstab 32 durch den mit Teilungen zu versehenden Glasmaßstab 33 ersetzt. Für die Aufnahme dieser Maßstäbe sind Halter 34 vorgesehen, welche die Lsge des Vergleichsmaßstabes zum Maßstab 33 festlegen. Wird nun das Anvisiermikroskop 19 durch den Lichtspaltprojektor 20 ersetzt, wie dies nach Fig. 2 und 4 der Fall ist, so kann die Teilung durch Abtastung der stehenden Welle im Magnetstab 1 auf den Maßstab 33 übertragen werden, ohne daß Intervailfehler auftreten.
  • Hierzu dient der noch zu beschreibende Lichtspaltprojektor 20, der die Blitzlampe 35, die Sammeloptik 36, die Spaltblende37 mit dem Spalt 38 und das Objektiv 39 enthält. Zur Betätigung der Blitzlampe dient die Batterie 40, deren Stromkreis durch die Taste 41 zum Blitzen geschlossen wird.
  • Die Abbildung des Spaltes 38 erzeugt auf der Fotoemulsion 33' der Trägerplatte 33 den zu übertragenden Teilstrich.
  • Das Blitzen erfolgt dann, wenn der-Zeiger des Galvanometers 27 auf Null steht, falls die Kno¢enpunkte der stehenden Welle abgetastet werden.
  • Werden die Maximasabgetastet, muß der Zeiger den Maximalausschlag aufzeigen. Bei jedem Intervall, dessen Genaneinstellung an dem Meßgerät be obachtet wird, wird von Hand geblitzt. Es ist aber auch möglich, die Schaltungsanordnung derart zu treffen, daß des Blitzen selbsttätig erfolgt. Hierzu wird das Röhrenvoltmeter26, 27 über die pünktiert gezeichneten Leitungen.42 an die Anschlußkontakte des Handschalters 41 gelegt und ersetzt diesen. Die Impulse für das Blitzen können beispielsweise durch Kontakte am Zeigergalvanometer 27 gegeben werden.
  • In der Fig. 2 ist eine Zwischenstellung während des Teilens des Maßstabes und in der Fig. 3 der voll geteilte Maßstab dargestellt.
  • Die Fig. 6 bis 9 zeigen die auf dem gleichen Prinzip aufgebaute Vorrichtung zum Messen von Strecken, und zwar in Anwendung an den Verstellschlitten 43 einer Werkzeugmaschine. Der Gleitring I6, der den Indikator trägt, ist durch den Steg44, der sich in dem Schlitz I5' bewegt, mit dem Schlitten 43 verbunden. Die Längsverstellung erfolgt durch die Spindel 45 des Schlittens, die das Handrad 46 trägt. Die Spindel ist axial unverschieblich in dem Maschinengestell 47 gelagert. Der Magnetstab I und der Magnetmantel 2 sind ebenso wie in der bereits beschriebenen Fig. I zusammengesetzt. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. An Stelle der Halterung des Mantels 2 zwischen Spitzen ist dieser auf dem Längsschlitten 48 mittels Gegenführungen 49 geführt. Der Magnetstab I ist zwischen der Platte 10 und der Spitze I2 gehaltert, die an dem Arm 50 koaxial zum Magnetstab einstellbar angeordnet ist, der mit dem Magnetmantel 2 verbunden ist. Das durch den Indikator abgetastete Msgnetsystem ist durch die Feinstellspindel 51, deren Steigung genau 1 mm beträgt, zwecks Einstellung d.es Dezimalstellenwertes an der Handhabe 52 verstellbar, wodurch die Nulleinstellung vor Beginn der Messung an der Skalenscheibe 53 auf den Dezimalstellenwert eingestellt wird, der optisch auf den Schirm 54 vergrößert projiziert wird, so daß er gut ablesbar ist. Die Skalenscheibe 53 ist durchsichtig. Die eingestellte Zahl der Skala 53' wird durch die Lichtquelle 55, die Optik 56 und den Spiegel 57 auf den Bildschirm 54 projiziert, und von einer beliebigen Nullstellung ausgehend, werden die der Länge des Meßweges entsprechenden Intervalle von Knoten zu Knoten. oder vom Maximum zum Maximum der stehenden Welle 3I an dem Elektronenzählwerk 28 gezählt, an welchem der volle Zahlenwert vor dem Komma der Meßstrecke abgelesen. wird. Der Dezimalstellenwert wird an dem vorherbeschriebenen optischen Intervallteiler an dem Bildschirm 54 abgelesen. Die Trägerglasplatte 2I besitzt, wie dies die Fig. 6 und 8 zeigen., zwei Meßschleifen 23 und 23', die elektrisch gleichwertig und in entgegengesetztem Windungssinn verlaufend, hintereinandergeschaltet sind. Die Trägerg splatte 21 hat eine Dicke von 2/2 oder einem ungeraden Vielfachen von 2/2. Bei Millimeterintervallen beträgt die Dicke der Glasplatte 21 genau I mm. Auf diese Weise lassen s.ich mit dem Indikator 2I, 23, 23' Maximamessungen durchführen, wie dies bereits vorher erläutert ist.
  • Je nachdem, ob die abzufahrenden Meßstrecken sich aus mehreren kleineren Meßstrecken, die aufeinanderfolgen, zusammensetzen oder einzelne Meßstrecken gefahren werden sollen, addiert das Zählwerk 28 die Meßstrecken oder wird jeweils wieder auf Null eingestellt.
  • Die Vorrichtung bietet die Möglichkeit, genaue Verstellwege mittels der einmal geeichten Me,ßvorrichtung einstellen zu können, ohne daß die Teilungen des Meßstabes als solche sichtbar sind.
  • Die bisher auftretenden Intervalifehler, die oftmals die zulässige Fehlergrenze an Präzisionswerkzeugmaschinen überschreiten, werden mit dieser Vorrichtung vermieden.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Messung von Strecken mittels stehender Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallwelle in einem Medium, dessen Länge ein Vielfaches von 2/2 ist, erzeugt wird und daß 2/2 oder ein Vielfaches von 2/2 eine Teilungseinheit zwischen einer Anfangs- und einer End-. meßmarke darstellt, so daß je ein Maximum oder ein Minimum der stehenden Welle durch die Anfangs- und die Endmeßmarke hindurchgehen und daß die Maxima oder Minima der stehenden Welle zur Herstellung von Teilungsintervallen einzeln, oder zur Einstellung von aus Teilungsintervallen zusammengesetzten Meßstrecken summiert übertragen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Medium erzeugte stehende Welle an einem zu ihm parallelen, die Anfangs- und Endmeßmarken aufweisenden Vergleichsmaß stab eingestellt wird, worauf der Vergleichsmaßstab durch den mit Teilungen zu versehenden Maßstab ersetzt wird, auf welchen die Intervalle der Maxima oder Minima von 2/2 aufgezeichnet werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ultraschallfeld in einem Magnetstab oder -rohr erzeugt wird und daß die mechanischen Schwingungen der Elementarmagnete innerhalb der stehenden Schallwelle induktiv abgetastet werden.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ultraschallfeld in einem optisch durchsichtigen Medium erzeugt wird, wobei die kleinste Meßstrecke der periodischen Wiederkehr einer Schlfeldgröße, beispielsweise Druck oder Schnelle oder Brechungsindex, entspricht, die aufgesucht oder sichtbar gemacht und übertragen wird..
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Intervalle beim Abtasten der Schallwelle durch Abbildung eines Lichtspaltes fotooptisch auf den Maßstab übertragen werden.
  6. 6. Vorrichtung zur Herstellung von Teilungen mit genauen Intervallen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetisierbarer oder magnetischer Meßstab an einem Ende den Sendequarz trägt, während über dem anderen an Luft angrenzenden Ende eine Erregerspule angeordnet ist, die von einem den Meßstab umgebenden, einen Längsschlitz aufweisenden Magnetmantel getragen wird, der an der' Seite des Sendequarzes mit der Halterung desselben verbunden ist während die andere Seite dem Meßstab auf Spaltbreite gegenübersteht, und daß die Inne.nseite des Magnetmantels als Führung für einen mit Meßschleife versehenen Indikator ausgebildet ist, der in dem Längsschlitz des Magnetmanteis durch ein Verstellgetriebe längs beweglich und mit einem Meßgerät sowie einem Aufzeichnungsgerät verbunden- ist, welches die Stellung des Indikators auf den zu teilenden Maßstab überträgt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß -die Meßschleife auf eine Trägerglasplatte, welche eine Durchlaßöffnung für den Meßstab besitzt konzentrisch zu diesem in einer Stärke von bis zu I y aufgedampft ist.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsgerät eine Blitzlampe mit einer Spaltoptik enthält, welche den durch den Spalt erzeugten Teilungsstrich auf den im Brennpunkt des Objektivs befindlichen Maßstab, auf dessen Meßfläche eine kornlose Fotoemulsion aufgetragen ist, projiziert.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Glas stab Träger der Fotoemulsion ist.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Aufzeichnungsgerät ein Zählwerk, vorzugsweise Elektronenzählwerk, zugeschaltet ist, das zugleich mit der Betätigung des Aufzeichnungsgerätes zählt.
  11. I 1. Vorrichtung zur Herstellung von aus Teilungsintervallen zusammengesetzten Meßstrecken zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I unter Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet, der Sendequarz und der Indikator innerhalb des Führungsbettes eines Verstellschlittens angeordnet und der Indikator an dem Verstellschlitten befestigt und mit einem Zählwerk, vorzugsweise Elektronenzählwerk, verbunden ist und das Magnetsystem aus seiner Nullstellung heraus mittels eines mit einem optischen Intervallteiler versehenen Feingetriebes axial verschieblich ist, um durch Verschiebung des Nullpunktes den Dezimalstellenwert nach dem ganzzahligen Vielfachen von 2/2 einstellen zu können.
  12. 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und II, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte eine Dicke von A/2 oder einem ungeraden Vielfachen von 2/2 hat und in diesem Abstand zwei genau gleichwertige und elektrisch entgegengesetzt geschaltete Meßschleifen aufgedampft sind.
DEH23119A 1955-02-27 1955-02-27 Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens Expired DE952943C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH23119A DE952943C (de) 1955-02-27 1955-02-27 Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH23119A DE952943C (de) 1955-02-27 1955-02-27 Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE952943C true DE952943C (de) 1956-11-22

Family

ID=7149460

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH23119A Expired DE952943C (de) 1955-02-27 1955-02-27 Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE952943C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095527B (de) * 1957-03-08 1960-12-22 Licentia Gmbh Verfahren zur Herstellung eines Magnetrastermasses
DE1222688B (de) * 1955-11-24 1966-08-11 Ferranti Ltd Electrical & Gene Messvorrichtung zum Bestimmen der Groesse und Richtung der Bewegung eines Objektes relativ zu einem Bezugsobjekt

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222688B (de) * 1955-11-24 1966-08-11 Ferranti Ltd Electrical & Gene Messvorrichtung zum Bestimmen der Groesse und Richtung der Bewegung eines Objektes relativ zu einem Bezugsobjekt
DE1095527B (de) * 1957-03-08 1960-12-22 Licentia Gmbh Verfahren zur Herstellung eines Magnetrastermasses

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1247036B (de) Anordnung zur fotoelektrischen Messung der Lage einer Messmarke
DE952943C (de) Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen, und Vorrichtungen zur Ausuebung des Verfahrens
CH342001A (de) Verfahren zur Herstellung von Teilungen oder zur Messung von Strecken mittels stehender Schallwellen, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens
DE2515574C3 (de) PräzisionsmaBstab aus Metall
DE2159820A1 (de) Automatische Fokussiervornchtung
DE843902C (de) Verfahren zur photoelektrischen Messung der Lage eines Strichs einer Gradteilung und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens
DEH0023119MA (de)
DE870765C (de) Unmittelbares, selbsttaetiges Oberflaechenmessgeraet
DE739515C (de) Anordnung zum Herstellen von Skaleneinteilungen von Zeigermessgeraeten
DE1218169B (de) Vorrichtung zum Pruefen der Wandstaerke von Glasrohren
DE1006166B (de) Verfahren zur Messung von Strecken mittels Schallwellen, insbesondere Ultraschallwellen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens
DE930589C (de) Apparat zur Messung von sehr kleinen Laengen
DE489880C (de) Interferometer
DE1017799B (de) Verfahren und Einrichtung zur exakten Laengenmessung
DE905672C (de) Anordnung zur genauen Bestimmung von Laengenabstaenden, insbesondere zur Fokussierung optischer Geraete
DE928126C (de) Verfahren und Einrichtung zum Messen der Durchmesser von Bohrungen
DE721584C (de) Kontrollvorrichtung zum Feststellen der jeweiligen Ist-Breite von in einem Arbeitsgange geschnittenen photographischen Filmbaendern
DE2165693A1 (de) Optisches drahtdickenmessgeraet
DE1082744B (de) Verfahren zum Messen oder Steuern von Bewegungen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
AT237321B (de) Vorrichtung zum automatischen Ablesen der Stellung eines Zeigers
DE902792C (de) Lichtzeigergeraet
DE871066C (de) Pruefgeraet fuer Zahn-, Schneid- oder aehnliche Raeder und Verfahren zum Pruefen von Zahnraedern od. dgl.
DE1056378B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Messen von Winkeln durch Kreisteilungen oder den Kreisteilungen aehnliche Teilungen
DE936238C (de) Vorrichtung zum Messen der Parallelverschiebung der Ziellinie bei optischen Geraeten
DE1001008B (de) Laengenmessmaschine