DE952638C - Verfahren zum Fischen von Stahlbaedern - Google Patents

Verfahren zum Fischen von Stahlbaedern

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DE952638C
DE952638C DEM2791D DEM0002791D DE952638C DE 952638 C DE952638 C DE 952638C DE M2791 D DEM2791 D DE M2791D DE M0002791 D DEM0002791 D DE M0002791D DE 952638 C DE952638 C DE 952638C
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DE
Germany
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DEM2791D
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English (en)
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Dipl-Chem Dr Phil Kurt Meyer
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/04Manufacture of hearth-furnace steel, e.g. Siemens-Martin steel
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/068Decarburising

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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 22. NOVEMBER 1956
M 2791 VI /18 b
Zusatz zum Patent 898
Gegenstand des Patents 898310 ist die Verwendung von auf Saugrosten gesinterten Eisenerzen mit eingebundenem Kalk mit gegebenenfalls weiteren den Schmelzpunkt des Sinters erniedrigenden Flußmitteln als ganzer oder teilweiser Ersatz des Schrottes bei der Stahlerzeugung in Siemens-Martin-Öfen od. dgl.
Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung dieses älteren Vorschlages mit dem Ziel, die nach dem Stande der Technik gleichmäßig und langsam sinkende Kohlenstoffkonzentration des Bades von Anfang an zeitlich möglichst schnell zum Absinken zu bringen bis kurz vor dem gewünschten Endpunkt, worauf dieser Endpunkt durch langsames Auskochen endgültig angestrebt wird.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der zum Prischen von Stahlbädern verwendete Eisenerzsinter in mehreren Anteilen und in verschiedener Zusammensetzung hinsichtlich seines CaO-Gehaltes verwendet wird.
Die nach der Erfindung angestrebte Beschleunigung des Frischvorganges war nach dem Stande der Technik bisher unerwünscht, weil man sie durch
übermäßig große Zugaben von Eisenerz im Anfang des Frischvo'rganges erreichen konnte und es bei dieser Arbeitsweise nicht oder nur sehr unvollkommen möglich war, den gewünschten Endpunkt hinsichtlich des Kohlenstoffgehaltes richtig zu treffen. Nach der Erfindung wird die für eine rasche Entkohlung erforderliche hohe Konzentration an FeO 'dadurch erreicht;, daß der Eisenerzsinter als Frischmittel erstens das Eisenoxyd
ίο in Form von Fe3O4 bereits zum großen Teil als FeO in das Bad einbringt, zweitens sich der in Körnungen unter ;omm befindliche Sinter bedeutend rascher auflöst, drittens sich ein Konzentrationsausgleich innerhalb des Bades viel schneller einstellt und viertens die durch Einsatz von normalem Eisenerz erforderliche Zersetzung der Hydrate, Karbonate usw. beim Sintern bereits vorweggenommen wird.
Stuft man nun die Zusammensetzung des Eisenerzsinters nach der Erfindung so ab, daß die ersten Zugaben möglichst gar keinen oder nur so viel Kalk enthalten, daß die Verunreinigungen des zum Sintern verwendeten Eisenerzes abgebunden sind, so wird von vornherein in der Schlacke eine so hohe Fe 0-Konzentration erzeugt, daß das Gleichgewicht zwischen FeO und C in der Richtung der CO-Bildung sehr stark gestört wird. Erst durch die spätere Zugabe von gegebenenfalls im Kalkgehalt steigenden Sintermengen soll der Silizium- und Phosphorgehalt des Bades herabgesetzt werden. Durch die Zugabe von in ihrer Zusammensetzung gleichmäßigen und genau eingestellten Sintern hat man es jederzeit in der Hand, die zugegebenen FeO-Mengen so zu dosieren, daß ein Überfrischen des Stahlbades ohne Schwierigkeit vermieden wird. Die Wärmewirtschaft des Frischprozesses läßt sich dadurch noch günstig beeinflussen, daß man den Sinter in vorerhitzter Form dem Stahlbad zugibt. Dies kann in einfacher und wirtschaftlicher Weise dadurch erreicht werden, daß der Sinter unmittelbar oder bald nach seiner Herstellung auf dem Sinterband dem Stahl zugesetzt wird, ohne daß er zwischendurch wesentlich abgekühlt wird.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Frischen von Stahlbädern unter Verwendung eines Eisenerzsinters mit eingebundenem Kalk nach Patent 898 310, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinter in mehreren Anteilen in der Weise in das Stahlbad eingebracht wird, daß zuerst ein Sinter mit nur geringem oder gar keinem Kalkgehalt und erst später ein Sinter mit den für die Entfernung des Phosphors und Siliziums notwendigen Kalkmengen verwendet wird. Zusatz zum Patent 898310.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinter unmittelbar oder bald nach seinem Anfall ohne vorherige Abkühlung dem Stahlbad zugesetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Sisco-Kriz : »Elektrostahlverfahren«, Berlin,
1929, S. 187;
Zeitschrift »Stahl und Eisen«, 1931, S. 1165 bis
1167, und 1936, S. 185.
© 609 689 11.56
DEM2791D 1942-09-16 1943-07-28 Verfahren zum Fischen von Stahlbaedern Expired DE952638C (de)

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DEM2794D DE898310C (de) 1942-09-16 1942-09-16 Die Verwendung von auf Saugzugrosten gesinterten Eisenerzen mit eingebundenem Kalk bei der Stahlherstellung
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