DE950463C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid

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DE950463C
DE950463C DEH4638A DEH0004638A DE950463C DE 950463 C DE950463 C DE 950463C DE H4638 A DEH4638 A DE H4638A DE H0004638 A DEH0004638 A DE H0004638A DE 950463 C DE950463 C DE 950463C
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DE
Germany
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aluminum
chlorine
chloride
inorganic chemistry
reaction
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Expired
Application number
DEH4638A
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English (en)
Inventor
Donald Gregory Grant
Douglas Vernon Nelmar Hardy
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NAT RES DEV
National Research Development Corp UK
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NAT RES DEV
National Research Development Corp UK
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/48Halides, with or without other cations besides aluminium
    • C01F7/56Chlorides
    • C01F7/58Preparation of anhydrous aluminium chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid in Form eines weißen Pulvers, das frei fließt und insbesondere zur Verwendung in der Industrie und im Laboratorium geeignet ist.
  • Gemäß der Erfindung soll das Aluminiumchlorid unter Einwirkung von Hitze sublimiert und das Sublimat in einer Kühlkammer so kondensiert werden, daß ein Erstarren an den Wänden der Kammer vermieden wird'. In weiterer Entwicklung der Erfindung soll die Sublimation und die Kondensation mit der Erzeugung des Chlorids selbst verbunden werden. In diesem Fall soll für die Reaktion zwischen dem in fester Form vorliegenden Aluminium und dem Chlor erfolgen, ohne daß das Aluminium im wesentlichen Ausmaß schmilzt, und das Chlorid soll im gebildeten sublimierten Zustand erhalten werden, bis es die Kühlkammer erreicht und, kondensiert. Es ist für die wirksame Durchführung des Verfahrens wesentlich, daß das Aluminium so rein als möglich zur Verwendung kommt, z. B. mit einem Reinheitsgrad von. 9995 %, da das handelsübliche Metall erhebliche Anteile anderer Metallbeimischungen, insbesondere von Eisen und Graphit, enthält, welche das. Herstellungsverfahren stören würden.
  • Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens soll das Chlorid durch eine oder mehrere Düsen in der Weise durchgedrückt werden, daß ein oder mehrere Dampfströme von hoher Geschwindigkeit erzeugt werden. Der oder die Ströme sollen auf den Mittelpunkt der geräumigen Kammeer gerichtet sein, deren. Wandungen z. B. durch Einbringen in kaltes Wasser gekühlt werden mögen, und die so geformt sein sollen, daß 'das feine pulverförmige Aluminiumchlorid, das sich in der Kammer bildet und am Boden absetzt, aus einer Öffnung am Grund der Kammer in einen geeigneten Aufnahmebehälter abfließen kann. Der letztere ist gegen das Eindringen von Feuchtigkeit sowohl in flüssiger als auch in Dampfform zu schützen und hat eine Abzugsöffnung für Abfall-- gase;-Der Aufnahmebehälter soll in gleicher Weise, . einer Entleerungsvorrichtung ausgestattet' sein, durch die das Aluminiumchlorid durch natürlichen Fluß in den Behälter übertreten kann, ohne daß es der Feuchtigkeit der Raumluft ausgesetzt wird. Der nach unten gerichtete Fluß des Pulvers. soll durch geeignete Anordnungen. gefördert werden, durch die der Kammer und dem Behälter eine leichte Schwingung erteilt wird. Andererseits kann man den Behälter vorzugsweise so ausbilden, daß in ihm das Aluminiumchlorid sogleich transportiert werden kann. In beiden Fällen sind Mittel vorzusehen, um die Behälter schnell anzubringen und zu entfernen und durch die das Eintreten von Feuchtigkeit während des Füllvorganges vermieden wird. Wenn das Verfahren mit der Hei#stellung des Chlorids selbst verbunden ist, soll das Aluminium vorteilhaft in Form eines oder mehrerer massiver Stäbe Verwendung finden, die vorzugsweise :in senkrechter Richtung angeordnet sind und nicht allein. dazu dienen, um das erforderliche Metall einzuführen, sondern gleichzeitig die scharfe Reaktionshitze aus der Reaktionszone abzuleiten und auf diese Weise wesentlich dazu beizutragen, das Schmelzen des Metalles zu verhindern. Diese Metallstäbe können aus der Vorrichtung herausragen und durch geeignete Mittel, z. B. Luft oder Wasser, gekühlt werden, um die Wärmeabfuhr zu begünstigen. Das Chlor soll in der Nähe des unteren Endes des Stabes zugeleitet werden und die Vorrichtung zwischen dem oberen Ende des Stabes und dessen Umgebung bis zu der Düse oder den Strahlen hin aufgeheizt werden, um das Chlorid in sublimiertem Zustand zu erhalten. Das sublimierte Chlorid soll äuf seinem Wege zur Düse über heißes Aluminium geführt werden, das eine große Oberfläche aufweist, d. h. also z. B. über Aluminiumfolie oder Drehspäne, um jegliches freies Chlor auszuschalten.
  • Um die Reaktion einzuleiten, sind getrennte Heizvorrichtungen vorzusehen, die in der Gegend des unteren, Endes des Stabes ,zur Wirkung kommen.
  • Eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung in kleinen Abmaßen ist-in der Zeichnung schematisch wiedergegeben.
  • Die dargestellte Vorrichtung besteht aus einem senkrechten Rohr i, in dem ein Aluminiumstab :2 mit geringem Spiel aufgehängt ist und das eine Zutrittsöffnung 3 für den Eintritt des Gases am unteren Ende sowie ein waagerecht verlaufendes Abzweigrohr q. oberhalb des oberen Endes des Stabes aufweist, das in ein zweites senkrechtes Rohr 5 einmündet. Dieses Rohr 5 endet an seinem unteren Ende in einer birnenartigen Kammer 6 und weist eine Düse 7 auf, die nu einem Teil 8 vorgesehen ist, der sich ein wenig oberhalb der Verbindung zwischen Rohr 5 und Kammer 6 befindet. Die Kammer ist in einen Wasserbehälter 9 eingetaucht, ihr unteres Ende mündet in einen flaschenähnlichen Behälter io und ist durch. einen Stopfen i i abgedichtet; der in gleicher Weise ein Gasaustrittsrohr 12 aufnimmt. Als Heizung sind elektrische Widerstandswindungen 13, z. B. aus Chromnickeld:raht, vorgesehen, die sich über die gesamte Länge der Vorrichtung von einem Punkt 1:4 kurz unter dem oberen Ende des Stabes 2 bis zur Verbindung mit der Kammer 6 erstrecken. Ähnliche Windungen 15 sind am unteren Teil des ersten senkrechten Rohres 1 vorgesehen, um das Metall beim Anlaufen der Reaktion aufzuheizen. Soweit Verbindungen vorgesehen sind, wie z. B. die Trennstelle 16 im waagerecht verlaufenden Abzweigrohr 4., durch die ein Auseinandernehmen der Vorrichtung möglich sein soll, sind die Heizwindungen entsprechend zu unterteilen.
  • Um jedesgeschmolzeneAluminium aufzufangen, ist ein poröser, schwer schmelzender Stoff 17 unterhalb des oder der Stäbe vorgesehen, der vorzugsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, so angebracht ist, daß das eintretende Chlor durch den schwer schmelzenden. Stoff hindurchtritt und schnell mit dem darin befindlichen Metall in Reaktion geht, so daß eine Anhäufung von geschmolzenem Metall vermieden wird. Der poröse, schwer schmelzende Stoff mag z. B. aus rohem, unglasiertem Feuerstein oder aus Asbest bestehen, der so gewählt wird, daß das geschmolzene. Metall zurückgehalten wird und eine Berührung zwischen dem geschmolzenen Metall und den Umfassungswänden des Reaktionsrohres i vermieden wird. Unbeheizte Rohrenden innerhalb der Sublimationszone sind mit einem schwer schmelzenden, nicht reagierenden Werkstoff, wie z. B. Asbest oder Glaswolle, gefüllt, um die Bildung von festem Aluminiumchlorid in diesen Teilen zu verhindern. Dies gilt insbesondere für den Teil, wo der Aluminiumstab oder die -stäbe aus dem Apparat herausragen, um die Wärmeabfuhr zu erleichtern. Wie in d@erZeichnung dargestellt, sollen die oberen Enden der beiden Rohre i und 5 oberhalb des waagerecht verlaufenden Zweiges mit Asbestscheiben 18 bzw. ig gefüllt sein. Die Scheiben 18 `werden von einerScheibe2ö auf einemAluminiümstab 2i gehalten, an dem der Stab 2 aufgehängt ist und der aus der Vorrichtung - durch einen Kork oder .einen anderen Stopfen 22 so herausragt, daß die Wärmeabfuhr unterstützt wird, während die Scheiben ig von einer Scheibe 23 getragen werden, die auf einem kurzen Aluminiumbolzen aufgebracht ist, der seinerseits durch einen Kork oder einen anderen Stopfen 24. gehalten wird.
  • In gleicher Weise ist eine Füllung 25 aus Asbest oder Glaswolle im Reaktionsrohr i oberhalb des Stabes :2 und eine entsprechende Füllung 26 im zweiten senkrechten Rohr 5 oberhalb der Düse 7 vorgesehen, um zu verhindern, daß diese durch Fremdstoffe verstopft werden, die durch den Dampfstrom mitgerissen werden könnten. Das Verbindungsrohr zwischen dem Reaktionsrohr und der Kondensationskammer soll zum Teil mit reinem Aluminium in Form von Granalien, Drehspänen, Gaze oder Folie gefüllt sein, um jedes überschüssige Chlor zu binden, das, soweit es nicht gebunden würde, mit dem Aluminiumchloridpulver wandern würde. Hierdurch würde dieses seine frei fließende Eigenschaft verlieren. Eine derartige Aluminiumfüllung ist in Form einer Folienrolle 27 im oberen Teil des Rohres 5 dargestellt.
  • Da es praktisch von größter Bedeutung ist, die Gegenwart von Wasser auszuschließen, empfiehlt es sich, die Gesamtvorrichtung mit trockener Luft oder Stickstoff auszuwaschen, bevor Chlor zugegeben wird, und die Reaktion beginnt. Soweit es wünschenswert ist, die Reaktion zu bremsen, kann man das Chlor mit trockenem Stickstoff verdünnen, obwohl dies in der Regel nicht nötig ist. Nach. der Reaktion wird die Chlorzufuhr abgestellt, und die Vorrichtung wiederum mit Stickstoff ausgewaschen, wobei sie sich abkühlen kann. Für die Zubereitung geringer Mengen, bei denen absolute Reinheit und eine einfache Konstruktion bevorzugt werden, soll die Vorrichtung aus einem hitzebeständigen Glas hergestellt werden. Wahlweise soll der Apparat ganz oder zum Teil aus Kohlenstoff, hitzebeständigem, keramischem Werkstoff oder gesinterter Kieselsäure hergestellt werden, wobei sich diese Stoffe insbesondere für den Bau der Reaktionskammer empfehlen. Mit Rücksicht auf die außerordentlich hohen Temperaturen in der Reaktionszone, die zwischen Rotglut und leuchtenderWeißglut liegen, soll man die Wandung der Reaktionskammer unterhalb der Sicherheitsgrenze für wärmebeständiges Glas halten. Andererseits empfiehlt es sich, schwer schmelzbare Werkstoffe vorzusehen., die einen größeren Sicherheitsfaktor bieten und es gestatten., das Verfahren schnell durchzuführen.
  • So kann man, z. B. in einer einfachen Glasvorrichtung der in der Zeichnung dargestellten Form einen einzigenAluminiumstab verwenden und eine einzige, nach unten gerichtete Düse vorsehen. Der Aluminiumstab 2 möge 33 mm und das Rohr 1 einen lichten Durchmesser von 36 mm aufweisen. Die Düse 7 möge 2 mm Durchmesser haben, und die Kondensationskammer möge 144 mm Durch: messer in ihrem breitesten Teil haben. Die Rohre 4 und 5, die den Reaktionsraum mit der Düse verbinden, haben in diesem Beispiel 24 mm Durchmesser.
  • Es versteht sich, daß gewisse Teile einer derartigen Vorrichtung ohne Schwierigkeiten durch ihre großindustriellen Äquivalente ersetzt werden können., um den Durchsatz zu erhöhen und die Begrenzungen zu überwinden, die beim Arbeiten mit einer Glasvorrichtung gesetzt sind. So kann man beim Arbeiten mit höheren Durchsätzen eine ,größere Anzahl von Aluminiumstäben verwenden, die parallel in einer einzigen Reaktionskammer untergebracht sind, und man kann in gleicher Weise mehrere Düsen 7 vorsehen, durch welche das erzeugte Chlorid hindurch-tritt, während Sicherheit dafür zu schaffen ist, daß der Dampf in geeigneten Strömen oder Strahlen in die Kondensationskammer übertritt.
  • Das hach dem vorstehend beschriebenen Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Aluminiumchlorid ist weiß und hat einen Reinheitsgrad, der gleich oder größer ist als der des verwendeten Aluminiums. Es liegt in Pulverform ,von verhältnismäßig kleinen Einzelteilchen vor, so daß es mühelos fließt, wenn ihm eine leichte Bewegung oder Schwingung erteilt wird. Das Erzeugnis nach der Erfindung sst in hohem Maße für Friedel-Crafts-Reaktionen u. dgl. geeignet, weil es eine hohe Reinheit aufweist und in fein verteilter Form vorliegt, so daß derartige Reaktionen unter gut überwachbaren Bedingungen durchgeführt werden können und auf diese Weise zu im wesentlichen gleichmäßigen Ergebnissen führen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Aluminiumchlorid in frei fließender Form unter Ausschluß jeglicher Feuchtigkeit durch Reaktion von Chlor mit reinem Aluminium und Kondensieren der gebildeten A1 C13 Dämpfe in geräumigen, gekühlten Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß Chlor über von außen erhitzte Stäbe aus Aluminium, das gebildete, dampfförmige Chlorid dann über großoberflächiges Aluminium geleitet und anschließend mittels Düsen, die auf den Mittelpunkt der Kondensationskammern gerichtet sind, in letztere eingeblasen wird..
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die massiven Aluminiumstäbe vorzugsweise an den herausgeführten Enden gekühlt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Ansprüchen I und: 2, gekennzeichnet durch die Anordnung von gegen Chlor und geschmolzenes Aluminium indifferenten Füllkörpern vor und hinter den Aluminiumstäben..
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anordnung solcher indifferenten Körper innerhalb der toten Ecken der Leitungen. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift für anorganische Chemie, 243, 1940, S. 102; S m i th-D'Ans »Lehrbuch für anorganische Chemie«,
  5. 5. Auflage, 1922, S. 6oo; »Manuel Pratique de Chimie organique«, Payort, Paris, 1947, S. 336; »Journal of American Chemical Society«, Jan. 1928, S. 133/134 Gmelin's Handbuch der anorganischen Chemie«, System Nr. 35, Teil B, S. 164 und 182; USA.-Patentschrift Nr. I 76o 962.
DEH4638A 1949-07-21 1950-07-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid Expired DE950463C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1760962A (en) * 1923-03-13 1930-06-03 Sinclair Refining Co Process for the regeneration of aluminum-chloride sludge

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1760962A (en) * 1923-03-13 1930-06-03 Sinclair Refining Co Process for the regeneration of aluminum-chloride sludge

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