DE950330C - Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Mess- oder Anzeigevorrichtung, beispielsweise einer Waage, und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Mess- oder Anzeigevorrichtung, beispielsweise einer Waage, und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE950330C
DE950330C DEC430A DEC0000430A DE950330C DE 950330 C DE950330 C DE 950330C DE C430 A DEC430 A DE C430A DE C0000430 A DEC0000430 A DE C0000430A DE 950330 C DE950330 C DE 950330C
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servomechanism
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DEC430A
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Jean Carton
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
    • G01G1/18Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances
    • G01G1/26Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights
    • G01G1/30Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights wherein the counterweight is in the form of a chain
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated
    • G01G23/36Indicating the weight by electrical means, e.g. using photoelectric cells

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Meß- oder Anzeigevorrichtung, beispielsweise einer Waage, und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Zahlreiche Meßinstrumente beruhen auf der Herstellung eines statischen Gleichgewichts von Kräften, in welche die Reibungskräfte eingehen, wobei das bewegliche Organ des Instruments bei einer gegebenen zu messenden Größe nicht immer an demselben genauen Punkt stehenbleibt, sondern an einem beliebigen Punkt einer Zone, welche zwischen zwei entsprechend der Empfindlichkeit des Instrumentes mehr oder weniger nahe beieinanderldegenden Grenzen liegt und »Empfindlichkeitszonea genannt sei, wobei die Lage dieses Punktes als eine Angabe des Ergelbnisses der Messung angesehen wird.
  • Je sorgfältiger ein Meßgerät ausgeführt ist, um so kleiner sind die Reibungskräfte und um so länger braucht das Meßgerät, um in der das Ergebnis der Messung anzeigenden Stellung stehenzubleiben. In diesem Fall kann man sagen, daß die Ausführung der Messung um so länger dauert, je empfindlicher das Meßgerät ist.
  • Wenn dagegen diese Kräfte größer sind, und zwar entweder wegen eines Konstruktionsfehlers des Gerätes oder dank des Eingreifens einer Bremsvorrichtung, erhält man das statische Gleichgewicht schneller; die Genauigkeit der Messung wird jedoch durch die Unsicherheit der Wirkung dieser Reibungskräfte beeinflußt, welche von einem Augenblick zum andern in unvorhersehbarer oder unter kannter Weise veränderlich sein kann. Diese Reibungskräfte verringern außerdem die Empfindli kieit des Meßgerätes.
  • Es ist bekannt, zur Verbesserung der Empfindlichkeit von Meßeinrichtungen unabhängig von der mechanischen Ausführungsform zusätzliche leichte Erschütterungen einzuführen, die bewirken, daß sich das wirkliche Gleichgewicht dem idealen Gleichgewicht im Bereich der Empfindlichkei tszone nähert. Diese Erschütterungen sind jedoch meistens unregelmäßig und ungleichmäßig und bewirken ebenfalls eine Ungewißheit über die Richtigkeit des Ergebnisses der Messung, d. h. seiner Genauigkeit. Anders ausgedrückt, man würde hierdurch die Empfindlichkeit vergrößern, jedoch auf Kosten der Genauigkeit.
  • Es sind auch sogenannte Kompensationsverfahren bekannt, welche eine schnellere Einstellung des schwingungsfähigen Organs der Meßvorrichtung in die Gleichgewichtsstellung bezwecken. Bei diesen Kompensationsverfahren wird ein Meßinstrument mit einem Relais gekoppelt, wobei ein mit dem beweglichen Organ des Melßinstrumentes verbundenes Teil das Relaissystem steuert, das wiederum einen Servomechanismus in dem einen oder anderen Sinne steuert, so daß eine ziemlich schnelle Einstellung des beweglichen Organs des Instrumentes in die Gleichgewichts stellung stattfindet. Diese Verfahren weisen hinsichtlich der Meßgenauigkeit und der Empfindlichkeit erhebliche Nachteile auf, die um so größer werden, je schneller sich die Ruhelage einstellt.
  • Ferner ist es in der M.eßtechnik üblich, die Grenzausschläge der freien und gedämpften Schwningungen um die Gleichgezvichtsendlage zur Ermittlung der letzteren zu benutzen. Dies erfordert jedoch eine komplizierte Auswertung dieser Sch!wingungsamplitude, ohne daß die in diesen Fällen anzw strebende Genauigkeit erreicht werden kann.
  • Weiterhin sind Meßverfahren bekannt, bei denen Meßsysteme Verwendung finden, bei denen überhaupt kein Gleichgewichtswert definiert ist, sondern bei denen ein Schwingungsvorgang, der unter dem Einfluß von zu messenden Größen stattfindiet, Wirkungen ausübt, die durch geeignete Maßnahmen (z. B. Integration unter Ausnutzung von »Gleichrichterwirkungen«) einemittelbareAnzeige desMeßwertes ermöglicht. So ist z. B. eine solche Meßvorrichtung bekannt, - welche zur Fernsteuerung dient und einen Geber enthält, der erzwungene Schwingungen erzeugt und kontaktdauerabhängige Stromstöße an ein Meßinstrument von der Form eines normalen Aufspulinstrumentes weitergibt, welches viel zu träge ist, um den vom Geber erzeugten rechteckigen Stromimpulsen schnell folgen zu können. Ein solches Instrument führt also die Mittelung eines Stromwertes durch und gestattet die Ablesung des ermittelten Gleichge richtswertes.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Maß- oder Anzeigevornchtung, beispielsweise einer Waage, die ein bewegliches Organ aufweist, welches sich normalerweise nach einem gedämpften Schw«ingungsvorgang in einen Gleichgewichtszustand einstellt, der entsprechend der Meßgenauigkeit der Einrichtung die Meßgröße anzeigen würde. Die vorliegende Erfindung dient zur Vermeidung der Nachteile der bekannten Anordnungen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Organ durch eine zusätzlich zur Einwirkung gebrachte Hilfskraft dauernd in Bewegung gehalten wird, deren Richtung von der Stellung des Organs zu zwei benachbarten abgegrenzten Bereichen seiner Bewegung dadurch bestimmt ist, daß eine Richtungsänderung der Zusatzkraft eingeleitet wird, wenn das bewegliche Organ die Grenze dieser Bereiche, beispielsweise die Lage eines Umsterlerkontaktes, überschreitet, und daß die genannten Bereiche sowie die Richtung und die Größe der Zusatzkraft so bemessen werden, daß das bewegliche Organ, in jeder halben Schwingungsperiode von dem einen zum anderen Bereich übfergehend, ständig in einem Bereich oszilliert, welcher die sich normalerweise einstellende Gleichgewichtslage einschließt.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses erfindungsgemäß en Verfahrens weist beispielsweise einen Servomechanismus auf, der auf das bewegliche Organ des Meßinstrumentes eine Zusatzkraft ausübt, wobei die Zusatzkraft in ihrer Wirkrichtung durch eine andere Vorrichtung umsteuerbar ist, von der ein Teil an dem beweglichen Organ angeordnet ist und die, in Abhängigkeit von der Einstellung des beweglichen Organs betätigt, so mit dem 5 ervomechan ismus zusammenwirlct, daß dessen Wirkrichtung immer dann geändert wird, wenn das Organ von dem einen zum anderen der genannten Bereiche übergeht und daß die mittlere geometrische Lage eines mit dem Servomechanismus verbzundenen Anzeigegliedes den zu messenden Wert angibt.
  • Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen erläutert.
  • Fig. 1 zeigt schematisch eine gemäß der Erifindung ausgerüstete Waage; Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt einer Waage, welche die Dichteänderungen eines Gases zu verfolgen gestattet und gemäß der Erfindung ausgerüstet ist; Fig. 3 ist ein Schnitt längs der LinieIII-III der Fig. 2; Fig. 4 ist eine Seitenansicht einer Einzelheit der auf Fig. 2 und 3 dargestellten Gas waage.
  • Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Waage hat einen Waagebalken 1 und zwei Schalen 2 und 3.
  • Auf die Schale 2 werden bei 5 dargestellte Gewichte gelegt, um dem Gewicht eines Körpers 4 das Gleichgewicht zu halten. Gemäß einer be kannten Vorrichtung trägt der Waagebalken 1 ein bei 9 befestigtes Kettchen 6, dessen Länge nach Belieben verändert werden kann. Das Ketfthen ist an seinem anderen Ende 7 an einer Schnur befertigt, welche sich auf eine Trommel ii aufrollt, die auf einer Achse 12 angebracht ist, welche in der einen Richtung 13 oder in de!r anderen Richtung I4 durch einen von zwei Motoren 15 und I6, deren Wicklungen gegensinnig sind, angetrieben werden kann. Diese Motoren werden durch eine Stromquelle I7 über einen Schalter 18 gespeist, welcher den einen oder den anderen dieser beiden Motoren einschaltet, je nachdem, ob er sich in der Stellung I9 oder der Stellung 20 befindet. Dieser Schalter vvird in der Ruhestellung du.rch eine Feder 21 in der Stellung 19 gehalten und kann durch die Anziehung eines Elektromagneten 22 in die Stellung 20 gebracht werden, wenn dieser durch einen ihn durchfließenden Strom erregt wird. Der von derselben Strnmquelle 17 kommende, durch einen Transformator 23 auf geringere Spannung gebrachte und durch die Zelle 51 gleichgeflchtete Strom durchfließt den Elektromagneten 22, wenn e;n durch zwei Kontakte 24 und 25 gebildeter Schalter geschlossen ist. Der Kontakt 24 ist fest, während der Kontakt 25 m.it dem Waagebalken I der Waage verbunden ist. Schließlich trägt die Achse 12 eine Trnmmel 26, auf welche sich eine Schnur 27 aufrollt, welche mit einem Schreibstift 28 verbunden ist, der sich vor einem sich um eine Achse 30 drehenden Zylinder 29 verstellt.
  • Wenn bei einer d!erartigen Waage das Gewicht 4 kleiner ist als das Gewicht 5, senkt sich der Waagebalken I auf der Seite des Gewichts 5, und der Elektromagnet 22 wird durch die Schließung des Schalters 24, 25 erregt und zieht die bewegliche Zunge des Schalters I8 in die Stellung 20. Der Motor IG ist somit eingeschaltet und treibt die Achse I2 in der Richtung I3 an und ebenso die Trommel II, SO daß ein Zusatzgewicht des Kettchens 6 in das Gleichgewicht eingeführt wird.
  • Dieser Vorgang bewirkt nach einer gewissen Zeit eine Schwenkbewegung des Waagebalkens 1 und eine Unterbrechung des Kontakts 24-25. Da der EleFktro,magnet 22 nun nicht mehr erregt ist, geht die unter der Einwirkung der Feder 21 stehende Zunge IS in die Stellung I9, wodurch der Motor I5 eingeschaltet wird, der die Achse 12 sowie die Trommel II in der Richtung 14 antreibt, so daß das aktive Gewicht des Kettchens 6 verkleinert wird und der umgekehrte Vorgang stattfindet usf.
  • Die den Schwingungen des Waagebalkens I entsprechenden Bewegungen der Achse 12 werden über die Trommel 26 und die Schnur 27 auf den Schreibstift 28 übertragen, der sie auf dem Zylinder 29 aufzeichnet.
  • Der Waagebalken , steht beständig unter der Einwirkung einer äußeren Kraft, welche auf ihn in der einen oder dler anderen Richtung wirkt.
  • Hierdurch erhält man eine beträchtlich gesteigerte Empfindlichkeit der Waage. Die auf dem Registrierzylinder 29 aufgezeichnete Wellenkurve stellt p raktisch eine sehr feine Sinuslinie dar, deren Amplitude und Periode natürlich von der Trägheit des elektrischsen Systems und der Feinheit des Kontakts 24-25 abhängen.
  • Man erhält so leicht Empfindlichkeiten, die ungefähr zehnmal größer sind als die bei derartigen Waagen übliche Empfindlichkeit. Diese Vorrichtung kann weitere praktische Anwendung finden, z. B. bei einer Dichtewaage für Gase, wie aus Fig. 2, 3 und 4 ersichilich ist.
  • In diesen Figuren ist eine Präzisionswaage zur Bestimmung und Aufzeichnung der Dichteände rungen eines Gases dargestellt, welche mit der oben beschriebenen Vorrichtung ausgerüstet ist.
  • Diese Waage umfaßt einen Waagebalken I, der um eine Schneide 47 schwingt und an einem Ende einen geschlossenen Ballon 43 trägt, der sich in einem gas dichten Hohlkörper 3 befindet. Auf der anderen Seite des Waagebalkens I ist ein Volumen 44 angeordnet, welches so bemessen ist, daß es den Einfluß der Temperatur- und Druckschwankungen ausgleicht. Der Hohlkörper 3 besteht hier aus zwei durch eine Dichtung 45 vereinigten Halbkugeln.
  • Er wird durch einen mit einem nachgiebigen Überzug3I überzogenen Stöpsel 46 verschlossen. Man führt Gas in den Hohlkörpe;r3 um den Ballon 43 durch Stutzen 32 ein, vor denen Ablenkschirme 33 angeordnet sind. An dem Volumen 44 ist ein Kontakt aus Gold 25 befestigt, gegen welchen sich ein Platindraht 24 legen kann, welcher an einer Stütze 42 des Waagebalkens I mittels des Winkels 48 befestigt und durch einen nicht dargestellten Stromkreis mit einem System von elektrischen Relais I8 I9, 20 verbunden ist, welches durch einen Elektromagneten 22 gesteuert wird und mittels eines nicht dargestellten Stromkreises einen Motor 15, I6 betätigt, der eine Achse I2 in der einen oder der anderen Richtung antreiben kann. Auf dieser Achse I2 sitzt eine Trommel 11, welche einen durch eine Schraube 49 festgezogenen Be!lag 50 trägt, in dessen Rille 34 sich eine Schnur 7 aufwickelt, die durch ein Kettchen 6 verlängerrt wird, dessen anderes Ende bei g an dem Waagebalken I befestigt ist.
  • In einer Rille 35 derselben Trommel, wobei die Rille 35 übrigens einen anderen Durchmesser haben kann als die Rille 34, wickelt sich eine Schnur 27 auf, deren Ende eine auf einer Stange 37 gleitende Masse 36 trägt. Ein Schreibstift 28 ist an dieser Masse befestigt und legt sich gegen eine sich um eine Achse 30 drehende Trommel 29.
  • Die ganze Vorrichtung i.st in einem Gehäuse 40 eingeschlossen, wobei die Schneide 47 auf zwei Stützen 41 und 42 ruht, während der Waagebalken oberhalb der Schneide 47 mit einem Satz von Einstellschrauben 38 und 39 versehen ist.
  • Die Waage wird so eingestellt, daß sich in der Gleichgewichtsstellung für die Anfangs dichte des Gasels die Schneide 25 und der Draht 24 gerade berühren. In dieser Einstellung befindet sich das Relais 18 in der Stellung 20, wodurch der Motor I5, I6 in der Richtung in Betrieb gesetzt wird, welche die Senkung des Kettchens 6 bewirkt. Hierdurch wird das Gleichgewicht gestört, und der Kontakt zwischen dem Kontaktstift 25 und dem Draht 24 öffnet sich. Diese Unterbrechung betätigt das Relais, welches in die Stellung 19 geht, wo durch die Drehrichtung des Motors und der Achse 12 umgekehrt und die Anhebung des Kettchens 6 bewirkt wird, bis zu dem Augenblick, an welchem der Kontaktstift 25 und der Draht 24 sich von neuem berühren usf.
  • Falls die Dichte des Gases, in welches der Ballon 43 eintaucht, sich nicht ändert, folgen diese Bewegungen mit einer konstanten Periode der Größenordnung von einigen Sekunden aufeinander, und die von der Schnur 27, der Masse 36 und dem sich gegen den Zylinder 29 legenden Sclhieibstift 28 übertragene Aufzeichnungskurve ist eine Sinus linie sehr kleiner Amplitude, die praktisch mit einer waagerechten Geraden zusammenfällt. Sobald sich jedoch die Dichte des Gases ändert, wird die Bewegung des Kettchens größer, und die durch den Schreibstift aufgezeichnete Kurve folgt den tatsächlichen Dichteänderungen des Gases. Das vorstehend an einer Waage als Ausführungsbeispiel erläuterte Verfahren ist im Bedarfsfall ohne weiteres auch bei anderen Meß- und Anzeigeinstrumenten anwendbar, wobei die Kontakteinrichtung (vgl. die Bezugszeichen 24 und 25) durch andere elektron mechanische, fotoelektrische bzw. elektrische oder elektronische Mittel ersetzt werden kann.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Meß- oder Anzeigeeinrichtung, beispielsweise einer Waage, die ein bewegliches Organ aufweist, welches sich normalerweli;se nach einem gedämpften Schwingungsorgan in einen Gleichgewichts zustand einstellt, derentsprechend der Meßgenauigkeit der Einrichtung die Meßgröße anzeigen würde, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Organ durch eine zusätzlich zur Einwirkung gebrachte Hilfskraft dauernd in Bewegung gehalten wird, deren Richtung von der Stellung des Organs zu zwei benachbarten abgegrenzten Bereichen seiner Bewegung dadurch bestimmt ist, daß eine Richtungs änderung der Zusatzkraft eingeleitet wird, wenn das bewegliche Organ die Grenze dieser Bereiche, beispielsweise die Lage eines Umsteuerkontaktes, überschreitet, und daß die genanuten Bereiche sowie die Richtung und die Größe der Zusatzkraft so bemessen werden, daß das bewegliche Organ, in jeder halben Schwingungsperiode von dem einen zum anderen Bereich übergehend, ständig in einem Bereich oszilliert, welcher die sich normalerweise einstellende Gleichgewichtslage einschließt.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher die auf das bewegliche Organ des Meßinstrumentes wirkende Zusatzkraft durch einen Servomechanismus erzeugt wird, der die Änderungen in der Zusatzkraft automatisch steuert, dadurch ge kennzeichnet, daß die Zusatzkraft in ihrer Wirkrichtung durch eine Vorrichtung (24, 25) umsteuerbar ist, von der ein Teil (25) an dem beweglichen Organ (I) angeordnet ist und die, in Abhängigkeit von der Einstellung des beweglichen Organs (I) betätigt, so mit dem Servomechanismus (12, I5, I6) zusammenwirkt, daß dessen Wirkrichtung immer dann geändert wird, wenn das Organ (I) von dem einen zum andern der genannten Bereiche übergeht, und daß die mittlere geometrische Lage eines mit dem Servomechanismus (I2, I5, I6) verbundenen Anzeigegliedes den zu messenden Wert angibt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Servomechanismus (12, 15, i6) mittels eines elektrischen Relais (I8, 22) steuerbar ist, in dessen Schaltkreis eine aus einem Unterbrecher (24, 25) bestehende Steuervorrichtung zur Umkehrung der Wirkrichtung des Servomechanismus angeordnet ist mit einem Kontaktteil (25) an dem beweglichen Organ (I) und einem Kontaktteil (24), welcher mit dem Teil (25) eine Kontakteinrichtung bildet in einer solchen Anordnung, daß der Steuerkreis für den einen Lagebereich des beweglichen Organs geschlossen list, wenn er für den anderen Lagebereich geöffnet ist.
  4. 4. Vornehtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwirkung des Servomechanismus (I2-I6) auf das schwingendeMeßorgan (I) mittels eines U-förmig aufgehängten Kettchens (6) erfolgt.
  5. 5. Vofrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das. Kettehen (6) servoW motorenseitig auf einer Trommel (11) aufgewickelt ist.
  6. 6. Vorridftung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Servomechanismus (I2-I6) ein Schreibstift (28) gekoppelt ist, der die Schwingungsamplituden aufzeichnet.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibstift mittels . einer Schnur (27) verstellt wird, die servomotorenseitig auf einer Trommel (26) aufgewickelt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 7, gekennzichnet durch eine einzige vom Servomotor (12, I5, I6) gedrehte Trommel (11, 50), auf welcher sowohl das Kettchen (6) als auch die Schreibstift-Transportschnur (27), vorzugsweise in Rillen (34, 35), aufgewickelt sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 68I 544; ATM, V 384-8 (August I94I); Häbenin, »Technik der Fernwirkanlagen«, München, I934, vgl. S. 26/27; Tolla, »Regelung der Kraftmaschinen«, Berlin, I909, 5. 548.
DEC430A 1949-01-18 1950-01-18 Verfahren zur Empfindlichkeitssteigerung einer Mess- oder Anzeigevorrichtung, beispielsweise einer Waage, und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens Expired DE950330C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006173B (de) * 1952-11-19 1957-04-11 Jean Carton Mess- oder Anzeigevorrichtung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE681544C (de) * 1936-09-11 1939-09-25 Siemens App Und Maschinen G M Nachsteuereinrichtung fuer nach der Kompensationsmethode arbeitende Fahrtmesser und aehnliche Messgeraete

Patent Citations (1)

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