DE946723C - Gleichstromantrieb fuer stossweise Belastung, insbesondere fuer schwere Umkehr-Walzwerke und Foerdermaschinen - Google Patents

Gleichstromantrieb fuer stossweise Belastung, insbesondere fuer schwere Umkehr-Walzwerke und Foerdermaschinen

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DE946723C
DE946723C DEA7816D DEA0007816D DE946723C DE 946723 C DE946723 C DE 946723C DE A7816 D DEA7816 D DE A7816D DE A0007816 D DEA0007816 D DE A0007816D DE 946723 C DE946723 C DE 946723C
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DE
Germany
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flywheel
generator
load
turbine
drive
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Expired
Application number
DEA7816D
Other languages
English (en)
Inventor
Hugo Heymann
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/28Arrangements for balancing of the load in networks by storage of energy
    • H02J3/30Arrangements for balancing of the load in networks by storage of energy using dynamo-electric machines coupled to flywheels
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/16Mechanical energy storage, e.g. flywheels or pressurised fluids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Gleichstromantrieb für stoßweise Belastung, insbesondere für schwere Umkehr-Walzwerke und Fördermaschinen Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleichstromantrieb für stoßweise Belastung, beispielsweise für Umkehr-Walzwerke, Fördermaschinen u. dgl. Bei solchen Antrieben besteht die Schwierigkeit, daß die Belastungsstöße auf das speisende Netz übertragen werden, wodurch die übrigen an das Netz angeschlossenen Verbraucher durch das Absinken der Netzspannung unzulässig beeinflußt werden. Diese Schwierigkeit wird bei Verwendung des bekannten Ilgnerumformers in der in Fig. r der Zeichnung dargestellten Anordnung vermieden, in der K die Kesselanlage, DT die Dampfturbine, TG den Turbogenerator, S die Sammelschienen, JM den Ilgnermotor, SR das Schwungrad, G den Steuergenerator und M den Antriebsmotor bezeichnen. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß sie einen verhältnismäßig geringen Gesamtwirkungsgrad besitzt und hohe Anschaffungskosten erfordert.
  • In neuerer Zeit werden Stromrichter zur Speisung von Gleichstrommotoren verwendet, die bei stark herabgesetzten Anschaffungskosten einen höheren Wirkungsgrad und eine bessere Steuerfähigkeit, insbesondere beim schnellen Umsteuern von einer Drehrichtung auf die andere, besitzen. Bei Anwendung von Stromrichtern zur Speisung von Gleichstrommotoren für stoßweise Belastung in der in Fig. 2 dargestellten Anordnung, bei der der Ilgnerumformer nach Fig. r durch den Stromrichter St und den Transformator T ersetzt ist, werden aber alle Belastungsstöße auf das speisende Netz übertragen. Es sind zwar bereits Vorschläge gemacht worden, um beispielsweise durch parallel geschaltete Sch%vungrad-Puffermaschinen od. dgl. diese Belastungsstöße auszugleichen, der Vorteil des hohen, Wirkungsgrades der Stromrichter geht dabei jedoch ganz oder zum größten Teil wieder verloren, weil solche getrennt arbeitende Pufferanlagen zu hohe Verluste bedingen. Betreibt man Umkehrstromrichteranlagen ohne besonderen Belastungsausgleich gemäß Fig. 2 aus großen Kraftwerken, so sind die Wirklaststöße meistens tragbar, und nur die Blindleistungsstöße erzeugen unerwünschte Rückwirkungen infolge der durch die Netzreaktanzen entstehenden starken Spannungsabfälle.
  • In denjenigen Fällen jedoch, wo nur schwache Kraftwerke zur Verfügung stehen, spielen auch die Wirklaststöße noch eine große Rolle. Um diese aufzunehmen, muß man große und überlastungsfähige Maschineneinheiten aufstellen, die hohe Anschaffungskosten verursachen und umwirtschaftlich arbeiten. Das gleiche gilt für die Kesselanlagen.
  • Durch die Erfindung sollen die vorerwähnten Schwierigkeiten vermieden werden. Ausgehend von der Tatsache, daß große Energiemengen, wie sie beim Betrieb schwerer Walzwerke, Fördermaschinen u. dgl. stoßweise verlangt werden, praktisch bei umlaufenden Maschinen nur durch schnell laufende Stahlschwungräder geliefert werden können, muß an Stelle des Stromrichtertransformators -ein umlaufendes Übertragungselement treten, das die vom Kraftwerk gelieferte Energie in Drehstrom umformt und dem Stromrichter zuführt.
  • Solche Anlagen sind auch bereits bekanntgeworden, wobei als Antriebsmotor für den Schwungradumformer ein Synchron- oder Asynchronmotor vorgesehen ist (s. Fig.3), dessen Drehzahl zur Energieabgabe des Schwungrades selbsttätig in Abhängigkeit von der Belastung geregelt wird. Das Kraftwerk ist hierbei zwar von allen Laststößen befreit und arbeitet daher wirtschaftlich, der Gesamtwirkungsgrad einer solchen Anlage ist aber erheblich schlechter als der einer nach Fig.2 ausgeführten Umkehrstromrichteränlage, welche unmittelbar von den Sammelschienen eines Kraftwerks gespeist wird; denn während bei letzterer die Energie dreimal umgeformt wird, nämlich zweimal im Turbogenerator TG des Kraftwerkes und einfinal im Stromrichter ST, erfordert die Anlage nach Fig.3 eine fünfmalige Energieumformung, nämlich zweimal im Turbogenerator TG des Kraftwerkes, einmal im AntriebsmotorJM des Schwungradgenerators, dann im Schwungradgenerator (Synchrongenerator SG) selbst und. schließlich im Stromrichter ST. Auch sind die Anscha_ ffungs-' kosten hoch.
  • Die Erfindung sieht daher vor, das aus Drehstromgenerator und Schwungrad bestehende Pufferaggregat unmittelbar mit einer Dampfturbine zu kuppeln, die aus der Kesselanlage des Kraftwerkes betrieben und deren Drehzahl zur Energieabgabe des Schwungrades selbsttätig in Abhängigkeit von der Belastung geregelt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. q. dargestellt. Der Gleichrichtertransformator ist hier ebenfalls durch einen SynchrongeneratorSG mit Schwungrad SR ersetzt. Deren Antrieb erfolgt über ein Zahnradvorgelege ZV unmittelbar durch eine Dampfturbine DT1, die für sehr hohe, Drehzahl und günstigen Dampfverbrauch ausgelegt werden kann. Die Turbine DT1 ist nur für die mittlere Leistung des Walz- oder Fördermotors M bemessen und beansprucht auch die Kesselanlage K entsprechend günstig, die auch nur für diese Mittelleistung berechnet zu werden braucht. Da die Turbine DT1 . unabhängig von der Kraftwerksturbine DT läuft, kann ihre Drehzahl geregelt werden, wie dies zur Energieabgabe der mit ihr gekuppelten Schwungmassen erforderlich ist.
  • Die Anordnung nach der Erfindung vereinigt alle Vorteille der bekannten Anordnungen, ohne deren Nachteile zu besitzen. Bei geringen Anschaffungskosten wird ein hoher Gesamtwirkungsgrad erzielt, weil ebenso wie bei einer unmittelbar von den Sammelschienen eines Kraftwerkes gespeisten Stromrichteranlage nur eine dreimalige Energieumformung erfolgt. Die Belastungsschwankungen sind ausgeglichen, und das Kraftwerk wird nicht mit Blindlaststößen beansprucht.
  • Man kann die Wirtschaftlichkeit einer Anlage nach der Erfindung noch weiter erhöhen, wenn man mit der Dampfturbine DT1 außer dem Schwungradgenerator SG einen zweiten Generator kuppelt, der parallel auf das Kraftwerknetz arbeitet, so daß die Turbine DT1 dauernd mit einer bestimmten Grundlast belastet ist. Die Turbine muß in diesem Fall mit konstanterDrehzahl laufen, und um hierbei eine Drehzahlregelung des Schwungradgenerators SG zu ermöglichen, schaltet man zwischen Turbine DT1 und Schwungradgenerator SG eine der an sich bekannten hydraulischen Schlupfkupplungen ein.
  • Sind mehrere unabhängig voneinander arbeitende Walz- oder Fördermotoren in ein und derselben Anlage zu betreiben, so können durch, Kuppeln der einzelnen hierfür erforderlichen Wechselstromerzeuger mit einer einzigen Dampfturbine und einer gemeinsamen Schwungmasse eine Verbilligung und eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit erreicht werden, da erfahrungsgemäß die Belastungsspitzen sowie die Leerlaufperioden' der angeschlossenen Antriebsmotoren nie zusammenfallen, wodurch der Wirkungsgrad der ganzen Energieübertragung weiter erhöht wird. Außerdem können die Schwungräder kleiner gewählt werden, wodurch die Anlagekosten und Leerlaufverluste sich vermindern.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Gleichstromantrieb für stoßweise Belastung, insbesondere für schwere Umkehr- Walzwerke und Fördermaschinen, mit Stromrichtersp,eisungdes Antriebsmotors, bei dem der Stromrichter statt von einem Transformator von einem besonderen Generator gespeist wird, der zum Belastungsausgleich mit einem schnell laufenden Schwungrad gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwungradgenerator von einer Dampfturbine angetrieben wird, deren Drehzahl zur Energieabgabe des Schwungrades selbsttätig bei Laststößen gesenkt, bei Entlastung auf die Leerlaufdrehzahl wieder heraufgeregelt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der mit der Turbine ein weiterer Generator gekuppelt ist, der mit den Maschinensätzen des Kraftwerkes parallel arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Turbine und Schwungradgenerator eine hydraulische Schlupfkupplung geschaltet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Dampfturbine zwei oder mehr Wechselstromgeneratoren für Stromrichterspeisung gekuppelt sind, die verschiedenen Antrieben von Walz- oder Fördermotoren zugeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Elektrotechnik und Maschinenbau«, 59. Jahrgang (194z), S. 361, Bild 2o; deutsche Patentschriften Nr. 394 589, 179 $o3.
DEA7816D 1943-05-18 1943-05-18 Gleichstromantrieb fuer stossweise Belastung, insbesondere fuer schwere Umkehr-Walzwerke und Foerdermaschinen Expired DE946723C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE179803C (de) * 1902-06-09
DE394589C (de) * 1923-05-27 1924-04-23 Aeg Dampfturbinenanlage zum Antrieb von elektrischen Generatoren

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE179803C (de) * 1902-06-09
DE394589C (de) * 1923-05-27 1924-04-23 Aeg Dampfturbinenanlage zum Antrieb von elektrischen Generatoren

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