DE936902C - Aus Dampfturbinen und Luftturbinen bestehende Kraftanlage - Google Patents

Aus Dampfturbinen und Luftturbinen bestehende Kraftanlage

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DE936902C
DE936902C DEL11960A DEL0011960A DE936902C DE 936902 C DE936902 C DE 936902C DE L11960 A DEL11960 A DE L11960A DE L0011960 A DEL0011960 A DE L0011960A DE 936902 C DE936902 C DE 936902C
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DE
Germany
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turbines
air
steam
turbine
power
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Expired
Application number
DEL11960A
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr-Ing Muenzinger
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Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K23/00Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids
    • F01K23/12Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids the engines being mechanically coupled
    • F01K23/16Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids the engines being mechanically coupled all the engines being turbines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Aus Dampfturbinen und Luftturbinen bestehende Kraftanlage Es ist vorgeschlagen worden, den Wärmeverbrauch von Dampfturbinenkraftwerken dadurch zu verbessern, daß man die Dampfturbinen mit offenen Gasturbinen kuppelt, indem man z. B. die noch sehr sauerstoffreichen und heißen Auspuffgase der Gasturbinen den Feuerräumen der Dampfkessel für die Dampfturbinen an Stelle von Verbrennungsluft zuführt, die durch die Abgase der Kessel erhitzt worden ist. Diese Kupplung hat den Nachteil, daß weder die Dampfturbinen noch die Gasturbinen arbeiten können, wenn eine der beiden Maschinenarten aus irgendeinem Grunde ausfällt. Dazu kommt, daß man in der Bemessung beider Maschinenarten großen Beschränkungen unterworfen ist, wenn optimale Ergebnisse erzielt werden sollen. Außerdem ist es häufig unmöglich oder doch mit vielen Kosten und Umständlichkeiten verbunden, ein vorhandenes Dampfturbinenwerk nachträglich mit Gasturbinen zu kuppeln.
  • Diese Schwäche vermeidet eine bestimmte Art von Gasturbinen, nämlich die sogenannten geschlossenen Gasturbinen oder Luftturbinen, bei denen bereits bekannt ist, die Verlustwärme der Luftturbinen zum Vorwärmen des Speisewassers der Dampfturbinen zu benutzen. Bei Kondensationsturbinen mit Regenerativvorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf aus den Turbinen kann dies dadurch geschehen, daß man das Speisewasser durch die Verlustwärme der Luftturbinen zunächst auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und dadurch den bisher für diesen Zweck benutzten Anzapfdampf erspart, der daher in den ND-Stufen der Turbinen vollends zusätzliche Leistung verrichten kann. Reicht die Verlustwärme der Luftturbinen nicht aus, um das Speisewasser auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen, so kann die restliche Erhitzung durch Anzapfdampf aus höheren Stufen der ,Dampfturbinen erfolgen.
  • Bei Kondensationsturbinen ohne Regenerativvorwärmung oder bei Gegendruckdampfturbinen oder Anzapfdampfturbinen, deren Gegendruck- oder Anzapfdampf in der Fabrikation verlorengeht und daher durch Frischwasser ersetzt werden muß, wird das Speisewasser mit der Abwärme der Luftturbinen tunlichst hoch erwärmt. Infolgedessen wird ein Teil der Wärme der Rauchgase ihrer Dampfkessel, die sonst zum Erwärmen des Speisewassers benutzt wird, frei und kann zum Erhitzen der Verbrennungsluft verwendet werden, wodurch ein entsprechender Wärmegewinn erzielt wird. Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, bei einer aus Dampfturbinen und Luftturbinen bestehenden Kraftanlage mit ausschließlich thermischer Kupplung über die Speisewasservorwärmung die Dampfturbinenleistung gegenüber der Luftturbine in einem Verhältnis zu wählen, daß sich in bezug auf Wärmeverbrauch und Anlagekosten optimale Verhältnisse der Gesamtanlage ergeben.
  • Drei -grundsätzliche Erkenntnisse sind dabei, wie eingehende Untersuchungen des Erfinders gezeigt haben, zu berücksichtigen. Die eine geht dahin, daß in den meisten Fällen die Kupplung von Dampfturbinen mit einstufigen Luftturbinen Überraschenderweise nicht nur einen geringeren Gesamtwärmeverbrauch ergibt, sondern auch billiger ist als mit zweistufigen Luftturbinen. Die zweite Erkenntnis geht dahin, daß es besonders bei einstufigen Luftturbinen ein vorteilhaftes Verhältnis zwischen der Leistung der Dampfturbine(n) und der Leistung der Luftturbine(n) gibt, bei dem am meisten Brennstoff gespart werden kann und bei dem trotzdem sehr mäßige Anlagekosten entstehen. Die dritte Erkenntnis besagt, daß die Gesamtanlagekosten um so niedriger werden, j e größer die Leistung der Dampfturbinen im Vergleich zur Leistung der Luftturbinen ist, daß sich aber innerhalb bestimmter Grenzen des Leistungsverhältnisses niedrige Anlagekosten mit einer hohen Brennstoffersparnis vereinigen und optimale betriebstechnische Verhältnisse erzielen lassen.
  • Unter Berücksichtigung vorstehend genannter -Erkenntnis sollen somit bei einer aus Dampfturbinen und im geschlossenen Kreislauf arbeitenden Luftturbine bestehende Wärmekraftanlagen mit getrennten Feuerungen für Dampfkessel und Lufterhitzer, bei der die Verlustwärme der Luftturbine zum Vorwärmen des Speisewassers der Dampfturbine herangezogen wird, oberhalb eines Leistungsverhältnisses Dampfturbine zu Luftturbine von r bis 1,5 die Dampfturbinen mit einstufigen Luftturbinen gekoppelt sein.
  • Über die Gesamtanlagekosten von miteinander gekuppelten Dampf- und Luftturbinen ist folgendes zu sagen: Setzt man die Anlagekosten einer Dampfturbine zu xoo°/o, so können diejenigen einer einstufigen Luftturbine zu etwa zqo °/o und diejenigen einer zweistufigen Luftturbine zu etwa 16o0/, veranschlagt werden. Die Gesamtanlagekosten der Luftturbine und der mit ihr gekuppelten Dampfturbine betragen also bei einem Leistungsverhältnis 0,5 bei zweistufigen Luftturbinen rund bei einem Leistungsverhältnis von q. aber nur rund Die entsprechenden Werte bei einstufigen Luftturbinen sind rund =26 °/o und zo8 %, sie sind also bei beiden Maschinenarten kleiner.
  • Es ist daher schon der Anlagekosten wegen vorteilhafter, einstufige Luftturbinen zu verwenden und darauf zu- achten, da.ß 'die Leistung der Dampfturbinen) im Vergleich zur Leistung der Luftturbinen) so groß gewählt wird, wie es möglich ist, wenn gleichzeitig eine hohe prozentuale und absolute Wärmeersparnis erzielt werden soll.
  • Die grundsätzliche thermische Überlegenheit der Kupplung von Dampfturbinen mit einstufigen statt. mit zweistufigen Luftturbinen ist darin begründet, daß man bei einstufigen Luftturbinen das Speisewasser höher erwärmen und dadurch den Wirkungsgrad der Dampfturbinenanlage mehr verbessern kann als bei zweistufigen Luftturbinen, wodurch der höhere Wärmeverbrauch der einstufigen Luftturbinen mehr als ausgeglichen wird. Dies trifft in gewissen Fällen nur dann nicht zu, wenn die Leistung der Dampfturbinen nicht größer ist als die der mit ihnen gekuppelten Luftturbinen. In diesen Falle kann man aber, wie. noch gezeigt wird, weder die größtmögliche absolute Wärmeersparnis erzielen, noch in vielen Fällen diejenigen niederen Gesamtanlagekosten erreichen, die nötig sind, wenn die ersparten Brennstoffkosten größer als der Kapitaldienst für die höheren Anlagekosten werden sollen, Diese Zusammenhänge werden nunmehr für ganz verschiedenartige Verhältnisse an Hand der Fig. z bis q. erläutert. Das obere Feld von Fig. z gibt für die Kupplung einer einstufigen und einer zweistufigen Luftturbine zeit einer Kondensationsdampfturbine, die mit einer Regenerativvorrichtung zum Anwärmen des Speisewassers ausgestattet ist, an, wie groß der Wärmeverbrauch jeder einzelnen nicht gekuppelten Maschine ist. (Kurven LT" LT. und DT.) Alle Werte sind über dem Verhältnis Leistung der Dampfturbinen) zur Leistung der Luftturbine(n) bzw. Leistung DT/Leistung LT aufgetragen.
  • Bei Kupplung einer Dampfturbine mit einer einstufigen bzw. zweistufigen Luftturbine ergibt sich ein Gesamtwärmeverbrauch der Gesamtanlage nach Kurve DT -f- LTI bzw. nach Kurve DT -f- LT". Der Gesamtwärmeverbrauch ist demnach über einen weiten Bereich kleiner als der Wärmeverbrauch der Dampfturbine allein, obgleich, wenigstens bei LT, die Luftturbine einen höheren Wärmeverbrauch als die Dampfturbine hat. Durch Kupplung einer Dampfturbine mit einer Luftturbine kann daher der Wärmeverbrauch der Gesamtanlage fühlbar unter den Wärmeverbrauch der Dampfturbine allein gesenkt werden. Der untere Teil der Fig. i veranschaulicht die durch die Kupplung erzielbare prozentuale Wärmeersparnis gegenüber dem Wärmeverbrauch der Dampfturbine allein, während der mittlere Teil der Fig. i die absolute Größe der durch die Kupplung wiedergewinnbaren Verlustwärme der Luftturbine zeigt.
  • Zn Fig. 2 und 3 sind die gleichen Verhältnisse für zwei verschiedene Kondensationsdampfturbinen ohne Regenerativvorwärmung, deren spezifischer Wärmeverbrauch höher ist als in Fig. i, dargestellt. Hierbei tritt noch stärker hervor, daß durch Kupplung einer einstufigen Luftturbine mit einer Dampfturbine über einen weiten Lastbereich mehr Wärme erspart werden kann als durch Kupplung mit einer zweistufigen Luftturbine.
  • Fig. 4 zeigt ähnliche Verhältnisse für eine Gegendruckdampfturbine, deren Gegendruckdampf in der Fabrikation verlorengeht.
  • Aus allen Figuren ist grundsätzlich zu erkennen, daß die durch Kupplung erzielbaren prozentualen optimalen Wärmeersparnisse bei einem Leistungsverhältnis liegen, bei welchem die Verlustwärme der Luftturbine noch nicht voll zur Speisewasservorwärmung verwertet werden kann. Die unterschiedliche Form der Kurven DT + L TI und DT -E- LT", der rückgewinnbaren Wärme (mittlere Teile der Figuren) entsteht dadurch, daß bei Kupplung einer Luftturbine mit einer Dampfturbine ohne Regenerativvorwärmung die rückgewinnbare Wärme gleich der ausnutzbaren ist, während bei Kupplung einer Luftturbine mit einer Dampfturbine mit Regenerativvorwärmung (Fig. i) die rückgewinnbare Wärme kleiner als die ausnutzbare ist, da ein Teil im Kondensatorkühlwasser verlorengeht, und zwar um so mehr, je größer das Leistungsverhältnis ist.
  • Allen Fällen ist jedoch gemeinsam, daß bei Kupplung von Dampfturbinen mit einstufigen Luftturbinen die größte prozentuale Wärmeersparnis erzielt und der höchste absolute Betrag der Verlustwärme der Luftturbinen) wiedergewonnen werden kann, wenn man die Leistung der Dampfturbine 2,5- bis 3mal so groß wählt wie die der Luftturbine. Nur bei Gegendruck-und Anzapfturbinen liegt das optimale Verhältnis zwischen 1,5 und 2,5. Bei Fig. 2 und 3 ist zwar der prozentuale Wärmegewinn bei einem Leistungsverhältnis von i : 4 nicht mehr ganz so groß wie bei 2 bis 2,5. Dafür wird aber der größte absolute Betrag der Verlustwärme der Luftturbinen zurückgewonnen, und die gesamten Baukosten der Anlage werden niedriger als bei einem Verhältnis von 2 bis 2,5, so daß das gesamte Ergebnis etwa dasselbe bleibt. Je nach den besonderen Verhältnissen eines Einzelfalles wird man daher das für ihn günstigste, zwischen 2,5 und 4 liegende Leistungsverhältnis wählen, wobei es nicht viel ausmacht, wenn man es nicht ganz genau einhalten kann oder wenn es sich im Laufe der Zeit etwas ändert.
  • Gemäß vorliegenden Erläuterungen gilt daher als Erfindung, daß oberhalb eines verhältnismäßig kleinen Leistungsverhältnisses Dampfturbine zu Luftturbine von i bis 1,5 einstufige Luftturbinen verwendet werden, .da sie nicht nur die größte prozentuale und absolute Wärmeersparnis bringen, sondern auch die billigste Gesamtanlage ergeben; daß sich innerhalb des Leistungsverhältnisses von Dampfturbinen zu Luftturbinen von 2,5 bis 4 Kondensationsdampfturbinen mit Luftturbinen gekuppelt werden; daß Gegendruck und Anzapfdampfturbinen mit einstufigen Luftturbinen bei einem Leistungsverhältnis von 1,5 bis 3 gekuppelt werden, da diese Kupplungsart grundsätzlich überlegen ist.
  • Naturgemäß können die Leistungen beider Maschinenarten auf mehrere Einheiten verteilt sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus Dampfturbinen und im geschlossenen Kreislauf arbeitenden Luftturbinen bestehende Wärmekraftanlage mit getrennten Feuerungen für Dampfkessel und Lufterhitzer, bei der die Verlustwärme der Luftturbine zum Vorwärmen -des Speisewassers der Dampfturbine herangezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb eines Leistungsverhältnisses Dampfturbine zu Luftturbine von i bis 1,5 die Dampfturbinen mit einstufigen Luftturbinen gekoppelt sind.
  2. 2. Kraftanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kupplung von Kondensationsdampfturbinen mit Luftturbinen die Dampfturbinenanlage das 2,5- bis 4fache der Luftturbinenleistung beträgt.
  3. 3. Kraftanlage nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kupplung von Gegendruck- und Anzapfdampfturbinen mit Luftturbinen die Dampfturbinenleistung das 1,5- bis 3fache der Luftturbinenleistung beträgt. Angezogene Druckschriften Zeitschrift des VDI., Bd. 93 (195i), Nr. 8, S. i81-186, und Nr. io, S. 263-266; Engineering, Bd. 170 (195o), Nr. 4415, S. 214-216.
DEL11960A 1952-04-01 1952-04-01 Aus Dampfturbinen und Luftturbinen bestehende Kraftanlage Expired DE936902C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1134556B (de) * 1957-02-15 1962-08-09 Siemens Ag Gas-Dampf-Turbinen-Verbundanlage
DE1141496B (de) * 1957-05-18 1962-12-20 Bbc Brown Boveri & Cie Dampfkraftanlage

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