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Karteikasten für unterteilte Steilkarteien Die Erfindung bezieht sich
auf einen Karteikasten für unterteilte Steilkarteien mit mehreren, in Stapelrichtung
der Karteikarten verlaufenden Zwischenwänden als Seitenbegrenzungen von nebeneinander
angeordneten Karteikartenstapeln. Bei den bekannten, nicht unterteilten Karteikästen
werden die Karteikarten, Kontenblätter, Mappen, Taschen od. dgl. alphabetisch, numerisch
oder nach einer besonderen Ordnung eingeordnet. Die Stapelung der ungestaffelt hintereinander
stehenden Karteikarten erfolgt hierbei nach einer übergeordneten Gruppierung mit
Hilfe von Leitkarten. Diese Leitkarten werden verhältnismäßig oft beansprucht. Aus
diesem Grunde werden sie häufig aus widerstandsfähigerem und dickerem Material gefertigt
als die eigentlichen Karteikarten, Kontenblätter od. dgl. Dadurch tragen diese Leitkarten
stark auf und nehmen einen großen Teil des Nutzraumes des Karteikastens ein. Um
den Nutzraum des Karteikastens günstiger ausnutzen zu können, werden über diese
Gruppenordnung hinaus Untergruppen mit dünneren Leitkarten gebildet oder die Mappen,
Taschen od. dgl. mit besonderen über die Ränder hervorragenden Merkzeichen versehen.
Ist die Gruppenleitkarte beispielsweise mit dem Buchstaben »B« versehen und sind
hinter dieser etwa zweihundert Karteikarten unter der gleichen Bezeichnung übersichtlich
abzustellen, so ist mitunter die Tiefe des Karteikastens und auch die Übersicht
über die Karteikarten nicht immer ausreichend. Es sind zwar auch schon Karteikästen
bekanntgeworden, bei denen zwei oder mehrere Stapelreihen von Karteikarten nebeneinander
in einem Behälter untergebracht sind. Hierbei sind die einzelnen Stapelreihen durch
Zwischenwände voneinander getrennt, die in Stapelrichtung der
Karten
verlaufen. Bei diesen bekannten Karteikästen sind jedoch die stark auftragenden
Leitkarten jedem Karteikärtenstapel besonders zugeordnet, so daß keine genügende
Übersicht vorhanden ist.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen Karteikasten
für Steilkarteien zu schaffen, der bei günstiger Raumausnutzung eine gute Übersicht
über die zu einer Gruppe gehörenden Karteikarten ermöglicht. Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zwischenwände gegenüber den parallelen Seitenwänden
eine geringere Höhe aufweisen und jede einer Hauptleitkarte zugeordnete Karteik_artengruppe
in mehrere den 7ywischenräumen zwischen den Seitenbegrenzungen entsprechende Karteikartenstapel
unterteilt ist und daß jede Hauptleitkarte eine-sich über die gesamte Breite der
Karteikartenstapel erstreckende Breite sowie im Abstand der Zwischenwände randoffene
Ausnehmungen von solchen Abmessungen hat, daß die Hauptleitkarten auf dem Boden
des Karteikastens aufstehen.' Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Karteikasten
wird dabei die Untergruppeneinteilung in der Tiefe beibehalten. Jedoch werden die
unter eine Untergruppe fallenden Karteikarten gruppenweise in der Breite aufgeteilt
in die einzelnen Zwischenräume des Karteikastens. Selbst, bei einer ungewöhnlich
hohen Anzahl von auf eine Gruppe entfallenden Karteikarten ist die Gewähr dafür,
gegeben, daß bei kleinstmöglichem Raumbedarf eine gute Übersicht vorhanden ist,
da infolge der großen Breite einer Gruppe alle oder zum wenigsten der größte Teil
der Karteikarten mit einem Merkmal versehen werden können, welches sofort im Blickfeld
des Beschauers liegt. Denn die herausragenden Merkmale, wie Kartenreiter, Schrägsicht
od. dgl. können nunmehr auf eine größere Breite verteilt werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
dargestellit. Es zeigt Abb. i eine schaubildliche Draufsicht auf den Karteikasten
mit eingelegten Kartei- und Leitkarten, Abb. 2 die Ansicht einer Leitkarte mit den
Aus- . nehmungen für die Zwischenwände.
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Der Karteikasten oder Aufnahmebehälter io wird von den Seitenwänden
ioa und I06, von der Vorderwand. i i und von der in der Zeichnung nur durch die
Oberkante erkennbaren Rückwand 12 sowie von einem Boden gebildet. Er ist unterteilt
in drei Zwischenräume i2a, I26, 12, für eine normale Kartenbreite. Die dafür
benötigten Zwischenwände 13, 13Q können mit dem Boden verbunden werden. Sie haben
eine geringe Höhe und ragen nur wenig über den Boden hervor. In den einzelnen Zwischenräumen
i2a, I26, I2, sind Karteikartenstapel 1q., 15, 16 untergebracht, und zwar
derart, daß die Karteikartenstapel innerhalb der sich über die ganze Kastenbreite
des Karteikastens io erstreckenden Leitkarten 17 jeweils eine Karteikartengruppe
bilden. Jede Leitkarte 17 ist mit randoffenen Ausnehmungen 22, 23 versehen, deren
Abmessungen denen der Zwischenwände 13,
13a entsprechen, so daß sie nicht
unmittelbar mit diesen in Verbindung stehen, d. h., jede Leitkarte 17 soll
sich auf dem Bodenabstützen können. Die Leitkarten 17 haben innerhalb einer Karteikartengruppe
in bestimmter seitlicher Staffelung Kennzeichenmerkmale 18. Diese können sowohl
unmittelbar aus der Leitkarte 17 ausgeschnitten oder auch in irgendeiner
Weise an dieser befestigt werden.