DE932969C - Werkstoff fuer Vorrichtungen, die bei tiefen Temperaturen eine hohe Kerbzaehigkeit besitzen muessen - Google Patents

Werkstoff fuer Vorrichtungen, die bei tiefen Temperaturen eine hohe Kerbzaehigkeit besitzen muessen

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DE932969C
DE932969C DED10825D DED0010825D DE932969C DE 932969 C DE932969 C DE 932969C DE D10825 D DED10825 D DE D10825D DE D0010825 D DED0010825 D DE D0010825D DE 932969 C DE932969 C DE 932969C
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Germany
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notch toughness
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steel
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DED10825D
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English (en)
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Hermann Josef Dr-Ing Schiffler
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RHEINISCHE ROEHRENWERKE AG
Original Assignee
RHEINISCHE ROEHRENWERKE AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/14Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing titanium or zirconium

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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)
  • Heat Treatment Of Steel (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

  • Werkstoff für Vorrichtungen, die bei tiefen Temperaturen eine hohe Kerbzähigkeit besitzen müssen Die in der Kältetechnik, z. B. bei der Verflüssigung der Luft, verwendeten Werkstoffe müssen bei Temperaturen von minus r 8 5 ° C noch eine hohe Kerbzähigkeit aufweisen. Die große Mehrzahl der Eisen- und Stahlsorten besitzt bei dieser niedrigen Temperatur keinerlei Kerbzähigkeit mehr; sie sind vollkommen spröde und deswegen für die Apparate, die solchen tiefen Temperaturen ausgesetzt sind, völlig unbrauchbar. Für solche Vorrichtungen hat man im allgemeinen Kupfer verwendet. Da aber Kupfer nicht immer zur Verfügung :steht, ist man gezwungen, Stähle zu verwenden. Eis ist in letzter Zeit eine Anzahl von Stahllegierungen entwickelt worden, die auch bei tiefen Temperaturen ,eine ausreichende Kerbzähigkeit besitzen, jedoch stehen für das Gebiet der besonders tiefen Temperaturen nur sehr wenig Stähle zur Verfügung. Dies sind in erster Linie die austenitischen Chrom-Nickel- und Chrom-Mangan-Stähle und neuerdings ,auch die anderenorts von der Erfinderirr. vorgeschlagenen austenitischen Mangan-Stähle. Für bestimmte Teile der Vorrichtungen, z. B. Konverterböden, in die viele tausend Löcher gebohrt werden müssen, kommen aber diese schlecht spangebend bearbeitbamen Stähle nicht in Betracht, da der Zeitaufwand und der Werkzeugverschleiß für das. Bohren dieser vielen kleinen Löcher sich außerordentlich nachteilig ,auswirkt. Außer , diesen Stählen kommt aber noch ein 5%iger Nickelstahl `in Frage, der bekanntlich' bei minus r85° C noch eine befriedigende Kerbzähigkeit aufweist. Ein Hinderungsgrund für. die Verwendung dieses Stahles ist. jedoch, daß er sich nicht ,einwandfrei schweißen läßt.@ Er fällt daher, insbesondete für Konverterböden, aus.
  • Man hat vorrgeschlagen, an Stelle dieses Nickelstahles den gexade noch schweißbaren 3 %igen Nickelstahl zu verwenden, der bekanntlich ebenfalls bei tiefen Temperaturen, z. B. bei minus 8o° C, noch eine gute Kerbzähigkeit aufweist. . -Ebenso. bekannt ist es ,aber, daß, dieser Stall. bei minus i8o° C die Tieflage der Kerbzähigkeit zeigt und infolgedessen bei solchen -Temperaturen unbeauchb,ar .ist.
  • Eingehende Untersuchungen haben nun das. überraschende Ergebnis gezeigt, "daß ein Stahl' mit' einem Kohlenstoffgehalt bis - o, i o %" 2; 5 »bis 3,5 % Nickel, o, i o bis o, 2 5 % Titan und Rest Eisen mit deal üblichen Stahlbegleitern (Mn, Sf, P, S) sich für Vorrichtungen der Kältetechnik, die bei Temperaturen. bis minus 185° C ,arbeiten, ,ganz; besonders eignet. Für solche Stähle sind auch bei minus i85° ausgezeichnete Kexbzähigkeitswerte zu erzielen. Es .ergeben 'sich sogar zum Teil noch bessere Werte als bei dem 5 %igen Nickelstahl.
  • Damit ist das Prohlem gelöst, einen schweißbaren niedrigl:egierroen Werkstoff mif guter_'_spangebender Bearbeitbarkeit und guter Kerbzähigkeit bis minus 185 ° C für derartige Vorrie'htungen, insbesondere die vorgenarmten Konverterböden für
    Luftver$üssigungsanlagen zur Gewilnnung von Sauer-
    stoff, ,ati I-Iand zu haben. Dieses Problem war bis
    heute mit einem sparstoffarmen Stahl, der gleich-
    zeitig, _ gut schweißbar und gut bearbeitbar war,
    rii:,cht zu :lösen,.
    In der nachfolgenden übersicht .sind die Kerb-
    zähigkeitswerte für fünf Stähle mit verschiedenen
    Nickelgehalten, von denen die beiden letzten auch
    Titan enthalten, angegeben. Der Kohlenstoffgehalt
    beträgt o, i %, die Mangan-, Silizium-, Phosphor-
    und Schwefelgehalte liegen in den für diese Stähle
    üblichen Grenzen.
    Stahl Analyse Kerbzähigkeit im mkg/cmz
    . ; Nr.. ' ` xi Ti bei -185o
    °% `, % DVM.-Probe 1 Bennek-Probe
    5,1
    2 . _ 9,0
    4,8 1,0 11,3
    3 3,3 - 0,7 i,8
    4 3,1 o,io 0,7 11,3
    5 3,3 o,i9 5,2 18,o

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Verwendung eines Stahles mit bis o, i o % Kohlenstoff, 2, 5 bis 3,5 % Nickel, o, i o bis o.25%- Titan, Rest Eisen mit den üblichen Stahlbegleitern, als Werkstoff für Vorrichtungen, die bei tiefen Temperaturen bis minus 185° C eine hohe Kerbzähigkeit besitzen müssen. _
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