DE9215764U1 - Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer Einziehspitze - Google Patents
Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer EinziehspitzeInfo
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Description
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Beschreibung:
Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer Einziehspitze
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einziehen einer
Materialbahn mittels einer Einziehspitze.
Aus der DE 33 09 121 Cl ist eine Einrichtung zum Befestigen einer Materialbahn an den Mitnehmer einer Bahneinzugsvorrichtung bekannt.
An einer Kette oder einem Seil ist ein Mitnehmer befestigt, auf den eine Schlaufe eingehängt werden kann, die das vordere Ende der
Einziehspitze bildet. Diese weist an ihrem hinteren Ende zwei Deckstücke auf, die übereinander legbar sind und zwischen denen das
vordere Ende einer Materialbahn festgelegt wird. Die Materialbahn ist beispielsweise eine Papierbahn in einer Rollendruckmaschine. Die
Deckstücke bestehen beispielsweise aus Kunststoffolien, in denen
Partikel aus einem permanentmagnetischen Werkstoff eingelagert sind. Die Partikel sind derart ausgerichtet angeordnet, daß sich die
Deckstücke gegenseitig anziehen. Es reicht auch aus, wenn eines der beiden Deckstücke Partikel aus permanentmagnetischem Werkstoff
enthält, deren Pole zu einer Seitenfläche orientiert sind und wenn das andere der beiden Deckstücke aus einem magnetisierbaren Material
besteht. Dieses besteht vorzugsweise aus einer Metallfolie oder aus einem Metallgeflecht.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer Einziehspitze zu schaffen, wobei
sich die Einziehspitze auf einfache Weise in die Einziehvorrichtung einhängen läßt.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Rollenkette mit Rollen
vorhanden ist und daß die Einziehspitze auf einer der Stirnseiten der Rollen durch Mitnehmer an der Rollenkette befestigt ist, daß die
Mitnehmer zu der von der Rollenkette abgewandten Seite hin offen und im Innern hohl sind, daß die Einziehspitze ein in das Innere der
Mitnehmer hineinschiebbares Seil aufweist, welches, bezogen auf die
Zugrichtung der Rollenkette, an seiner vorderen Spitze ein Kopfstuck aufweist, das das Seil in Zugrichtung in den Mitnehmern festhält.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel nachstehend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Rollenkette und den vorderen Teil der Einziehspitze,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einziehspitze als ganze und
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht auf den vorderen Teil der Einziehspitze.
Eine Rollenkette 1 (Fig. 1) weist Rollen 2 auf, die durch vordere 31
und zurückliegende Laschen 32 und Niete 4 miteinander verbunden sind. Die Rollenkette 1 ist endlich und bewegt sich in einer
Kettenführung 5, die aus einem U-förmig gebogenem Stahlblech besteht. An den vorderen Enden 51 der beiden U-Schenkel ist das
Stahlblech wiederum V-förmig zurückgebogen. Das Stahlblechprofil ist
aus sicherheitstechnischen Gründen so geformt, daß alle beweglichen Teile der Rollenkette 1 innerhalb seiner Außenkontur verlaufen.
Innerhalb der Kettenführung 5 befindet sich eine Führungsschiene 6,
die ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt aufweist. Sie besteht vorzugsweise aus einem Hartkunststoff, insbesondere aus Polyamid. In
beiden U-Schenkeln der Führungsschiene 6 ist jeweils eine Führungsnut 7 zur Führung der Rollen 2 zur Rollenkette 1 eingeformt.
In ihrem hinteren Teil weist die Rollenkette 1 Rollen 2 auf, an denen anstelle der vorderen Laschen 31 Mitnehmer 8 an der nicht von
der Kettenführung 5 verdeckten Stirnseite der Rollen 2 befestigt sind. Es sind beispielsweise, wie hier dargestellt, fünf Mitnehmer 8
vorhanden; sie sind entweder durch Niete 4 oder durch Schrauben im Innern der Rollen 2 befestigt. Quer zur Fortbewegungsrichtung der
Rollenkette 1 haben die Mitnehmer 8 ein Profil, daß dem Kopf eines Gabelschlüssels ähnelt, d.h., sie sind zu der von der Rollenkette 1
abgewandten Seite hin offen und in ihrem Inneren hohl, so daß sich
ein Seil 9, das mit dem vorderen Ende einer Einziehspitze 10 verbunden ist, entgegen der Bewegungsrichtung der Rollenkette 1 in
die Mitnehmer 8 hineinschieben läßt. Damit sich das Seil 9 jedoch nicht senkrecht zur Bewegungsrichtung der Rollenkette 1 aus den
Mitnehmern 8 wieder herausziehen läßt, ist die Breite der öffnungen
der Mitnehmer 8 an der von der Rollenkette 1 abgewandten Seite kleiner als der Durchmesser des Seils 9. Damit das Seil 9 in
Bewegungsrichtung der Rollenkette 1 mitgeführt wird, weist es an seinem vorderen Ende ein Kopfstück 11 auf, das nicht durch das
Innere der Mitnehmer 8 hindurchpaßt. Durch das Seil 9 wird die Zugkraft der Rollenkette 1 raumsparend und über die gesamte Länge
des Seils 9 auf die Einziehspitze 10 übertragen.
Das Seil 9 (Fig. 2) ist beispielsweise ein Stahlseil, das aus einem
durchlaufenden Stahldraht besteht, der seinerseits von einem weiteren Stahldraht wendelförnmig umwickelt ist. Beide Stahldrähte
zusammen sind beispielsweise einvulkanisiert und durch einen Klebestreifen 12 mit einem flächenhaften Element 13 der
Einziehspitze 10 verbunden. Das Element 13 besteht beispielsweise aus einem reißfesten Textilgewebe, das vorzugsweise eine Gummierung
aufweist. Diese Gummierung ist temperaturfest und ermöglicht es, daß die Einziehspitze 10 auch durch ein Trockenwerk einer Druckmaschine
hindurchgezogen werden kann. Dennoch weist das gummierte Textilgewebe eine solche Steifigkeit auf, daß es den Spalt zwischen
der Rollenkette 1 und einem Zylinder oder einer Papierleitwalze überbrücken kann und sich dabei gleichzeitig faltenfrei auf die
Oberfläche eines Zylinders oder einer Papierleitwalze in der Druckmaschine legt.
Das Element 13 ist durch einen weiteren Klebestreifen 14 mit einem
ebenfalls flächenhaften Element 15 verbunden. Das Element 15 besteht
aus einem elastischen Material, vorzugsweise aus Polyurethan. Durch die Elastizität des Elements 15 wird erreicht, daß die Einziehspitze
stoß- oder ruckartige Bewegungen verkraften kann. Es gleicht plötzlich auftretende Spannungsspitzen beim Einziehen der
Einziehspitze durch die Rollenkette 1 aus, die beispielsweise beim
Einlaufen der Rollenkette 1 in die nächste Antriebsstation erfolgen oder dann, wenn sie um Registerwalzen mit erhöhter Geschwindigkeit
fährt. Daher würde, wenn die Einziehspitze 10 nicht wenigstens teilweise, insbesondere wie hier in dem Element 15, elastisch
ausgebildet wäre, die von ihr einzuziehende Papierbahn bei einer plötzlich erhöhten Zugspannung reißen. Das Element 15 weist an
seinem hinteren Ende wiederum einen Klebestreifen 16 auf, der es mit einem Paar Deckstücke 17 verbindet, zwischen denen das vordere Ende
der Materialbahn eingeklemmt ist. Die Deckstücke 17 liegen übereinander und sind flexibel; sie enthalten vorzugsweise je eine
Magnetfolie.
Das beiden Magnetfolien ziehen sich gegenseitig an. Ein derartiges
Magnetfolienpaar ist zwar an sich aus der DE 33 09 121 Cl bekannt;
das Magnetfolienpaar gemäß der vorliegenden Erfindung kann jedoch
stärkere Papierzugkräfte aufnehmen, weil jede der Magnetfolien als anisotropische Magnetfolie ausgebildet ist; das heißt, daß sie
beidseitig mehrpolig magnetisiert ist. Durch diese Maßnahme ist der magnetische Fluß zwischen den beiden Magnetfolien gegenüber
Magnetfolien mit isotropen Magnetanordnungen verdoppelt. Darüber hinaus lassen sich auch magnetisierbare dünne Stahlbleche jeweils
auf die Rückseiten der Magnetfolien legen, wodurch sich noch einmal die Haltekraft der Magnetfolien um 50 % erhöht.
Die Haltekraft zwischen den Deckstücken 17 und dem zwischen ihnen einzulegenden Ende der Materialbahn wird dadurch verstärkt, daß die
inneren Oberflächen durch Schleifen oder durch Sandstrahlen aufgerauht werden. Sie lassen sich auch durch eine Gummierung
aufrauhen.
Vom Kopfstück 11 des Seils 9 beginnend bis zu den Deckstücken 17 nimmt die Breite der Einziehspitze 10 zu und erreicht fast die halbe
Breite der Materialbahn, während sie an ihrer vorderen Spitze nahezu wie ein spitzes Dreieck zusammenläuft. Da die Einziehspitze schmäler
als die halbe Bahnbreite ist, kann sie ungehindert das angestellte
in der Druckmaschinenmitte liegende Messer der Schneidwalze passieren.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Einziehspitze 10
geschaffen, die auf einfache Weise mittels eines einvulkanisierten Seils 9 in die Mitnehmer 8 einer Rollenkette 1 eingehängt wird. Die
Einziehspitze 10 enthält sowohl ein hochreißfestes Element 13, das darüber hinaus auch temperaturbeständig ist, ein hochelastisches
Element 14 als auch Deckstücke 17 aufweist, welche, wenn sie Magnetfolienpaar enthalten, das Ende einer Materialbahn durch
magnetische Kräfte festhalten. Die Einziehspitze 10 zeichnet sich durch geringes Gewicht und hohe Flexibilität aus.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer Einziehspitze (10), dadurch gekennzeichnet, daß eine Rollenkette
(1) mit Rollen (2) vorhanden ist und daß die Einziehspitze (10) auf einer der Stirnseiten der Rollen (2) durch Mitnehmer (8) an
der Rollenkette (1) befestigt ist, daß die Mitnehmer (8) zu der von der Rollenkette (1) abgewandten Seite hin offen und im
Innern hohl sind, daß die Einziehspitze (10) ein in das Innere der Mitnehmer (8) hineinschiebbares Seil (9) aufweist, welches,
bezogen auf die Zugrichtung der Rollenkette (1), an seiner vorderen Spitze ein Kopfstück (11) aufweist, das das Seil (9) in
Zugrichtung in den Mitnehmern (8) festhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Seil (9) ein einvulkanisiertes Stahlseil ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einziehspitze (10) ein erstes flächenhaftes Element (13) aus
einem reißfesten Textilgewebe aufweist, das mit dem Seil (9) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Element (13) eine temperaturfeste Gummierung aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einziehspitze (10) ein zweites flächenhaftes Element (15) aus einem elastischen Material aufweist, das mit dem ersten
Element (13) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Element (15) aus Polyurethan besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einziehspitze (10) zwei flexible, übereinanderliegende Deckstücke (17) aufweist, die mit dem zweiten Element (15)
verbunden sind und zwischen denen das vordere Ende der Materialbahn festlegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckstücke (17) Magnetfolien enthalten.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckstücke (17) anisotropische Magnetfolien enthalten.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren, einander zugewandten
Oberflächen der Deckstücke (17) rauh sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenkette (1) in einer Kettenführung (5), die vorzugsweise aus
Stahlblech besteht, geführt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Kettenführung (5) alle beweglichen Teile der
Rollenkette (1) abdeckt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenführung (5) in ihrem Innern eine Führungsschiene
(6) aufweist, die vorzugsweise aus Polyamid besteht.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (8) an den Rollen (2) der
Rollenkette (1) anstelle von Laschen (32) befestigt sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9215764U DE9215764U1 (de) | 1992-11-20 | 1992-11-20 | Vorrichtung zum Einziehen einer Materialbahn mittels einer Einziehspitze |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9215764U1 true DE9215764U1 (de) | 1993-01-14 |
Family
ID=6886207
Family Applications (1)
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| DE (1) | DE9215764U1 (de) |
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-
1992
- 1992-11-20 DE DE9215764U patent/DE9215764U1/de not_active Expired - Lifetime
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