DE91744C - - Google Patents
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- DE91744C DE91744C DENDAT91744D DE91744DA DE91744C DE 91744 C DE91744 C DE 91744C DE NDAT91744 D DENDAT91744 D DE NDAT91744D DE 91744D A DE91744D A DE 91744DA DE 91744 C DE91744 C DE 91744C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
- F02G1/04—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
- F02G1/053—Component parts or details
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G2270/00—Constructional features
- F02G2270/40—Piston assemblies
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Kolben mit abdichtender Flüssigkeit für
Heifsluftmaschinen. Es wird bezweckt, ein vollkommenes Dichten des Kolbens im Cylinder
herbeizuführen und gleichzeitig eine Schmierung desselben und der Steuerungstheile
zu bewirken. Ein Uebelstand der Heifsluftmaschinen besteht darin, dafs bei den hohen
Temperaturen, mit welchen diese Maschinen arbeiten, die Packungen nicht nur rasch zerstört
werden, sondern auch ein Dichthalten überhaupt schwer zu erzielen ist.
Der Arbeitscylinder C (Fig. 1) in Form eines gewöhnlichen Dampfcylinders wird zur Erhaltung
der nöthigen Temperatur durch die Abgase des zur Lufterhitzung dienenden Kessels
geheizt. Die Abgase treten bei e ein, umspülen Cylinder und Schieberkasten und treten bei f
(Fig. 2) wieder aus. Der Arbeitskolben K von etwas kleinerem Durchmesser als der Cylinder
besteht aus drei durch den Bund η und Muttern auf der Kolbenstange zusammengehaltenen
Gufstheilen M1 M2 M3 und aus den drei
massiven und unelastischen Dichtungsringen J1 J2 J3. Letztere liegen in ringförmigen Nuthen
der drei Gufstheile Ai1 Af2 Ai3 und sind in
den Cylinder leicht eingeschliffen. Als Dichtungs- bezw. Schmiermittel dient eine Flüssigkeit,
welche folgende Eigenschaften besitzen mufs: sie darf nicht brennbar sein und darf
ers| unter 300 ° C. erstarren, darf sich mit der Berührung der heifsen Luft weder verflüchtigen
noch sonst verändern und weder Eisen noch Messing angreifen. Solche Flüssigkeiten sind
z. B. das Natriumnitrit oder das Natriümaluminiumchlorid.
Das Natriumnitrit wird in die im Schieberkasten eingesetzten beiden eisernen Behälter DD1
eingeführt und schmilzt dort infolge der Einwirkung der den Schieberkasten umspülenden
heifsen Abgase des Lufterhitzungskessels. Die durch die Schieberstange s bethätigte kleine"
Plungerpumpe ρ befördert das geschmolzene Nitrit in den Schieberkasteri S, woselbst es die
Schieber schmiert und durch die mit grofser Geschwindigkeit durchströmende verdichtete heifse
Luft in den Cylinder C mitgerissen wird. Dies erfolgt auf gleiche Weise wie das Mitreifsen
des in den Schieberkasten einer Dampfmaschine eingeführten Oeles durch den nach dem
Cylinder strömenden Dampf.
Die Höhlungen H1 und H2 des . Kolbens
sind beim Zusammensetzen mit Natriumnitrit gefüllt worden, welches unter der Einwirkung
der heifsen Arbeitsluft und der den Cylinder heizenden Abgase schmilzt. Da die Spielräume
der Kolbenringe an der Cylinderwandung sehr gering sind und die Kolbenringe, der Schwere folgend, mit ihren unteren Flächen
auf dem Kolbenkörper aufsitzen, so wird im Ruhezustand des Kolbens die ziemlich dicke
Flüssigkeit nicht aus den Höhlungen H1 und H2
austreten. Anders verhält sich die Flüssigkeit bei der Bewegung des Kolbens. Geht der
Kolben nach abwärts, herrscht also im Raum O Ueberdruck, so wird naturgemäfs etwas Flüssigkeit
zwischen den Kolbenringen und der Cylinderwand hindurchgedrückt werden, was indessen
wegen der schweren Beweglichkeit der Flüssigkeit nur langsam und in ganz geringer
Menge erfolgen . wird. Erschwert wird der Durchgang noch durch die Anordnung von
mehreren Ringen; da nun die Ringe im Kolbenkörper selbst nicht dicht schliefsen, so wird
auch zwischen den Ringen und dem Kolbenkörper etwas Flüssigkeit von H1 nach H2 gedrückt
werden, wobei zugleich die in dem Zwischenraum zwischen den Ringen J1 und J2
bezw. J2 und J3 befindliche Flüssigkeit durch
den Druck an die Cylinderwandung angeprefst wird, dadurch abdichtend und das Uebertreten
von heifser Luft in den unteren Cylinderraum verhindernd. Durch die im unteren Kolbentheil
M3 eingesetzten, bis nahe an den Scheitel der Aussparung H2 reichenden Röhrchen r
fliefst die durchgedrückte überschüssige Flüssigkeit in den unteren Cylindertheil U ab und
wird durch die Abstofsluft mitgerissen. Als Ersatz für diese übergetretene Flüssigkeit dient
die von der eintretenden verdichteten Luft aus dem Schieberkasten mitgerissene Flüssigkeit,
die sich auf dem oberen Kolbentheil M1 sammelt.
In Fig. 4 ist die Stellung der unteren Kolbenringe beim Abwärtsgang des Kolbens dargestellt.
Der Ring J3 wird durch den von oben wirkenden Druck auf den unteren Kolbentheil
M3 geprefst und dichtet auf diesem nahezu vollständig ab. Das Gleiche ist der Fall bei
dem. Kolbenring J2, welcher wiederum auf der horizontalen Fläche des Ringes J3 abdichtet.
Die aus UT1 durchgedrückte Flüssigkeit kann
also ungehindert in der Richtung der eingezeichneten Pfeile nach H2 übertreten, von wo
aus der Austritt in den unteren Cylinderraum dann erfolgt, wenn der Flüssigkeitsspiegel in H2
die obere Oeffnung der Röhrchen r erreicht. Dies wird erst gegen Ende des Hubes erfolgen,
da naturgemäfs beim vorhergehenden Aufwärtsgang des Kolbens durch den in U herrschenden
Ueberdruck etwas Flüssigkeit aus H2 nach H1 übergedrückt worden ist, infolge
dessen der Flüssigkeitsspiegel in H2 etwas gesunken
war. Da beim Aufwärtsgang des Kolbens infolge des veränderten Druckes der Kolbenring J2 an den mittleren Kolbenkörper M2
angedrückt wird (vergl. Fig. 3), so hat die nach H1 tretende Flüssigkeit beim Aufwärtsgang
des Kolbens einen gröfseren Widerstand zu überwinden als umgekehrt die von Uf1
nach H2 tretende Flüssigkeit beim Abwärtsgang des Kolbens. Die Folge davon ist, dafs
nach H1 eine geringere Menge Flüssigkeit strömen wird, als vorher aus H1 nach H2
gedrückt wurde. Der Ersatz der auf diese Weise der oberen Kolbenseite entzogenen
Flüssigkeit erfolgt auf die bereits weiter oben beschriebene Art.
Um das in der Abstofsluft enthaltene Natriumnitrit wieder zu gewinnen, wird die Abstofsluft
durch einen Nitritabscheider geleitet, in welchem sich die Flüssigkeit niederschlägt. Von
dem Nitritabscheider aus gelangt dieselbe in Klärbehälter, aus welchen das geklärte Nitrit
abgezogen und von neuem in die Behalte!· D gegeben wird. Abscheider sowohl wie Klärbehälter
werden von den Kesselabgasen j geheizt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch':Kolben für Heifsluftmaschineh mit Einrichtung zum Schmieren des Cylinders, dadurch gekennzeichnet, dafs in Höhlungen (H1 H2) der den Kolben bildenden drei Gufsstücke ^M1 M2 M3) eine abdichtende, erst unter 3000 C. erstarrende und die Metalle nicht angreifende Flüssigkeit (Natriumnitrit, .Natriumaluminiumchlorid) eingeführt wird, welche den Durchgang der heifsen Arbeitsluft von einer Kolbenseite auf die andere verhindert und die Gleitflächen schmiert, wobei das Schmiermittel, soweit es durch die Auspuöluft mit fortgerissen wird, aus den im Auspuffkanal angeordneten. Vorrathsbehältern D D mittelst einer Pumpe nachgespeist wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91744C true DE91744C (de) |
Family
ID=363342
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91744D Active DE91744C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91744C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3041041A1 (fr) * | 2015-09-14 | 2017-03-17 | Vianney Rabhi | Piston a double effet |
-
0
- DE DENDAT91744D patent/DE91744C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3041041A1 (fr) * | 2015-09-14 | 2017-03-17 | Vianney Rabhi | Piston a double effet |
| WO2017046480A1 (fr) * | 2015-09-14 | 2017-03-23 | Vianney Rabhi | Piston a double effet |
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