DE915696C - Tankeinrichtung - Google Patents
TankeinrichtungInfo
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Description
- Tankeinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Betanken von Fahrzeugen mit druckgespeicherten permanenten Gasen, die im großen Umfang an Stelle von flüssigen Kraftstoffen verwendet werden.
- Die mit solchen Gasen betriebenen Fahrzeuge führ-en das Gas in Flaschen (Kundenflaschen) mit üblicherweise unter einem Druck von etwa :2oo Atm.
- Das Betanken dieser Kundenflaschen geschah auf verschiedene Weise, entweder in örtsgebundenen \lerdichteranlagen, denen das Gas vom Erzeuger zugeleitet wurde, oder mittels ortsbeweglicher Speicherbatterien, die jeweils an der Tankstelle gefüllt wurden, um dann ihrerseits die Flaschen des Wagens zu betanken. Beide Arten des Vorgehens hahen erhebliche Übelstän#de, da einmal ortsgebündene Verdichteranlagen, da sie an eine Zuführungsleitung gebunden sind, nicht beliebig an allen Stellen aufgestellt werden können, und andererseits, da die ortsbeweglichen Speicherbatterien zwischen solchen Verdichteranlagen und dem Fahrzeug den Übelstand aufweisen, daß sie nur zum Teil, günstigstenfalls zu 6oO/o, entleert werden können, so daß mindestens 401/o Ballast sind. Ferner ist noch bei dem ersterwähnten Verfahren der Nachteil vorhanden, daß der Speicherraum abgestimmt sein muß, einmal auf die Größe der zur Verfügung stehenden \Terdichter und zum anderen auf die Zahl der täglich zu betankenden Fahrzeuge. In Fällen, in denen bei Vermehrung der Zahl der ursprünglich auf eine Gastankstelle angewiesenen Fahrzeuge aus baulichen oder sonstigen Gründen der Speicherraum nicht entsprechend vergrößert werden konnte, ist folgender Weg beschritten worden: Bis annähernd zum Druckausgleich werden die Kundenflaschen aus den Speicherbehältern durch Überströmen auf ihren Enddruck aufgefüllt. Ist der Druck in den Speicherbehältern auf nahezu den Betriebsdruck der Kun#denflaschen abgesunken, so daß kein überströmen des Gases mehr möglich ist bzw. Mm Überströmenlassen ein geringerer Enddruck als der gewünschte von beispielsweise 2oo Atni. erreicht werden würde, so wird das Gas aus den Speicherflaschen in die Kundenflaschen vermittels einer geeigneten Flüssigkeit verdrängt. Hierzu ist eine Einrichtung, bestehend aus einer Hochdruckpumpe mit einem Flüssigkeitsbehälter nebst den dazugehörigen Bedienungsorganen notwendig. Die Hochdruckpumpe drückt die-, #Flüs-sigkeit in die Speicherbehälter hinein und erhöht daduTch den Druck des in ihnen noch vorhandenen Gases, so daß wieder DrucIgefälle zwischen Speicherbatteliie und Kundienflaschen entstehi und die Kundenflaschen auf den höch-st zulässigen Betriebsdruck, beispielsweise 2oo atü, aufgetankt werden können.
- Die bisher bekannten Einrichtunen gestatten nicht die Verwertung jeweils in verhältnismäßig kleinen Mengen anfallen-der Gase an Stellen, an denen, die Fahrzeugkonzentration zu gerling ist, da der Bau von Rohrleitungen von solchen Stellen zu Verkehrsschwerpunkten sich aus mancherlei Gründen nicht ermöglichen läßt.
- Um auch solche Gasmengen, die zum Teil wegen ihres hohen Heizwertes besonders wertvolle Treibgase darstellen, als Kraftstoffe praktisch nutzbar zu machen und die Übelstände der bisherigen Einrichtungen zu vermeiden, wird nach der Erfindung eine Tankeinrichtung vorgeschlagen, die besteht aus a) Verdichterstation an der Gewinnungsstelle des Gases bzw. an einer Leitung oder am Ende einer Rohrleitung, z. B. von der Gewinnungsstelle zu einer Stelle, die bis dahin als ausschließliche Verbrauchsstelle verwendet wurde, b) einem ortsbeweglichen Speicherbehälter für den Weg zwischen der Verdichterstation a) und einer Reihe von c) ortsfesten Speicherbatterien (Stützpunkte), die die d) Kundenflaschen füllen.
- Das Neue an dieser Einrichtung ist also die Vorsehung ortsfester Speicherbatterien (bzw. im einfachsten Falle einer solchen Speicherbatterie), aus denen die Kundenflaschen gefüllt werden und die ihrerseits gefüllt werden aus den an sich bekannten beweglichen Speicherbehältern, aus denen nach dem bekannten Vorgehen direkt die Kundenflaschen gefüllt wurden, wobei die oben aufgezeigten übelstände entstehen.
- Vorzugsweise wird die Verdrängung des Gases aus den ortsbeweglichen Behältern in die ortsfesten Behälter nach dem oben beschriebenen Prinzip der #Terdrängung vorgenommen.
- Die Einrichtung nach der Erfindung vermeidet die oben aufgezeigten Übelstände, und es wird die Möglichkeit geschaffen, die Menge des ungenutzt in den ortsbeweglichen Behältern verbleibenden Treibgases verhältnismäßig klein zu halten, nämlich etwa in der Größenordnung von 30/0, und die Zeit, in der der ortsbe-wegliche Behälter am Stützpunkt bis zur völligen Entleerung verbleibt, wesentlich abzukürzen gegenüber der Zeit, die zur Betankung der Kundenflaschen unmittelbar aus ihm ohne Zwischenschaltung einer ortsfesten Speicherbatterie nötig ist. Die Zahl der für den Vertrieb einer bestimmten Gasmenge einzusetzenden ortsbeweglichen Behälter kann also stark verringert werden, da es nunmehr möglich ist, mit einem solchen Behälter an einem Tage mehrere Stützpunkte mit Gas zu versorgen.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Inhalt der ortsbeweglichen Behälter genau so groß bemessen wie der Inhalt der ortsfesten Behälter an den Stützpunkten. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß beim Verdrängen des Gases von dem einen in den anderen Behälter mittels einer Flüssigkeit diese wechselweise verwendet werden kann.
- Auch wird der Vorteil geschaffen, mit derselben Flüssigkeit, mit der der ortsbewegliche Behälter entleert wurde, nach deren Rückströmen in den Vorratsbehälter des Verdrängeraggregats auch den Inhalt der ortsfest eingebauten Speicher durch Verdrängung in die Kundenflaschen überzufüllen.
- Das Vorgehen nach der Erfindung vermeidet also nicht nur die Übelstände des Standes der Technik, sondern bringt darüber hinaus einen erheblichen Fortschritt, der von erheblicher technischer und wirtschaftlicher Bedeutung ist, wie aus der folgenden Aufstellung der durch die Erfindung erreichten Vorteile zu sehen ist.
- 1. Es ist möglich, das Treibgas an Stellen geringerer Fahrzeugkonzentration zum Einsatz zu bringen, an denen bisher die Voraussetzung für den Bau einer üblichen ortsfesten Verdichterstation fehlte.
- 2. Durch die Verdrängung des Gases sowohl aus den ortsbeweglichen Behältern in die ortsfesten und aus diesen in die Kundenflaschen ist es nicht nur möglich, die Zahl der ortsbeweglichen Behälter geringer zu halten, als wenn die Kundenflaschen unmittelbar aus den ortsbeweglichen Behältern befüllt würden, sondern auch den Speicherraum der ortsfesten Behälter klein zu halten und somit eine -wesentliche Menge legierten Stahlmaterials zu spa,ren.
- 3. Nach der Erfindung entfallen im Gegensatz zu den bisher vorhandenen Tankstellen, an denen je- weils eine Möglichkeit zur Verdichtung des Gases auf einen wesentlich über dem Betriebsdruck der Kundenflaschen liegenden Speicherdruck erfolgen muß, die bisher an jeder Abgabestelle notwendigen Maschinen für die Verdichtung. Damit wird die Störanfälligkeit der Anlagen wesentlich geringer und die Wartung und Überwachung der einen notwendigen Verdichterstation für die Befüllung der ortsbeweglichen Behälter wesentlich einfacher.
- 4 Die Wahl gleicher Volumina für die ortsbeweglichen und ortsfesten Behälter ermöglicht die Verwendung der gleichen Flüssigkeitsmenge für die Verdrängung der beiden Behälter und damit den einfachsten Aufbau der Verdrängungsanlagen am Stützpunkt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Tankeinrichtung für druckgespeicherte permanente Gase als Kraftfahrzeugtreibstoffe, bestehend aus der Verdichterstation (an der Gewinnungsstelle oder einer Leitung), ortsbeweglichen Speicherbehältern und aus ihnen betankten ortsfesten Speicherbehältern zum Betanken der Kundenflaschen.
- 2. Tankeinrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rauminhalt der ortsbeweglichen Speicherbehälter gleich dem der ortsfesten Speicherbehälter ist und die Verdrängung der Gase aus diesen Behältern nach Einstellen des Druckausgleiches unter Verwendung der gleichen Druckflüssigkeit geschieht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK6190D DE915696C (de) | 1944-05-31 | 1944-05-31 | Tankeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK6190D DE915696C (de) | 1944-05-31 | 1944-05-31 | Tankeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE915696C true DE915696C (de) | 1954-07-26 |
Family
ID=7211188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK6190D Expired DE915696C (de) | 1944-05-31 | 1944-05-31 | Tankeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE915696C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3515221A1 (de) * | 1983-04-13 | 1986-10-30 | Michigan Consolidated Gas Co., Detroit, Mich. | Auftankeinrichtung fuer gasbrennstoff |
| DE102014000639A1 (de) | 2013-01-18 | 2014-07-24 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagen für eine Gastankstelle zur größenoptimierten Abgabe gasförmiger Gaskraftstoffe an mobile Verbraucher |
| EP2899449A2 (de) | 2014-01-20 | 2015-07-29 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagenkonfiguration zum dynamisierten Aufbau einer Gastankstellen-Infrastruktur |
| EP2908044A2 (de) | 2014-01-17 | 2015-08-19 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagen für eine Gastankstelle zur größenoptimierten Abgabe gasförmiger Gaskraftstoffe an mobile Verbraucher |
-
1944
- 1944-05-31 DE DEK6190D patent/DE915696C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3515221A1 (de) * | 1983-04-13 | 1986-10-30 | Michigan Consolidated Gas Co., Detroit, Mich. | Auftankeinrichtung fuer gasbrennstoff |
| DE102014000639A1 (de) | 2013-01-18 | 2014-07-24 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagen für eine Gastankstelle zur größenoptimierten Abgabe gasförmiger Gaskraftstoffe an mobile Verbraucher |
| DE102014000706A1 (de) | 2013-01-18 | 2014-08-21 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagenkonfiguration zum dynamisierten Aufbau einer Gastankstellen-Infrastruktur |
| EP2908044A2 (de) | 2014-01-17 | 2015-08-19 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagen für eine Gastankstelle zur größenoptimierten Abgabe gasförmiger Gaskraftstoffe an mobile Verbraucher |
| EP2899449A2 (de) | 2014-01-20 | 2015-07-29 | Michael Feldmann | Verfahren und Anlagenkonfiguration zum dynamisierten Aufbau einer Gastankstellen-Infrastruktur |
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