-
Abnahmevorrichtung für Filterelemente, die eine Dreh- oder Kippbewegung
ausführen
Es war bislier üblich, den Filterkuchen von Drebfiltern mittels Druckluft
unfd zuweilen eines Schabers abzuheben. Diese Abnahmeort hat den Nachteil, daß der
Filterkuchen vor allen Dingen, falls Rißbildung auftritt und die Kuchenstärke ein
bestimmtes MXaß unterschreitet, nur unvollständig abgehoben und das Filtermittel
in verhältnismäßig kurzer Zeit zugesetzt wird. Es ist zwar bereits vorgeschlagen
worden durch endlose Kuchenverstärkungsmittel, z. B. Schnüren, Ketten und ähnlich
aneinandergereihte Gebilde den Kuchen abzugeben jedoch handelt es sich hierbei um
Ahnahmemittel, die, falls sie aus einzelnen Gliedern bestehen, beiderseits befestigt
und geführt sind.
-
Die Erfindung betrifft eine neue Abnahmeart, die darin besteht, daß
quer zur Laufrichtung unterteilte Abnahme- und Verstärkungsmittel einseitig drehbar
oder schwenkbar gelagert und entweder untereinander von einem gesonderten Verbindungsmittel
gehalten oder unmittelbar an oder in der Höhe der Filterfläche befestigt sind.
-
Der Erfindungsgegenstand gestattet erstmalig, eine der sogenannten
Schnürenabnahme ähnliche Kuchenabnahmeart auch auf sogenannte Bandkippnutschen oder
Filter anzuwenden. Außerdem ist es selbstverständlich möglich, auch bei Trommeldrehfiltern,
in besonderen Fällen an Stelle der Schnürenabnahme, die Erfindung zu verwenden.
-
Die Zeichnung gibt den Erfindungsgedanken an zwei Ausführungsbeispielen
in schematischer Form wieder. In Abb. I sind an sich bekannte Nutschen I drehbar
auf einer gestrichelt gezeichneten Bahn an-
geordnet. Diese Nutschen
haben eine Filtrat- und Waschmittelabführung 2, die in an sich bekannter Weise durch
eine Steuervorrichtung verbunden sind. Mit 3 ist die Filterfläche, die z. B. mit
einem Textilgewebe bespannt sein kann, dargestellt.
-
Erfindungsgemäß soll nun ein einseitig, hier beispielsweise im Drehpunkt
4 gelagertes Kuchenabnahme- und Verstärkungsmittel 5 vor Beginn des Filtervorganges
auf die Filteriläche 3 so aufgebracht werden, daß der sich bildende Filterkuchen
6 damit abgehoben und von der Filterfläche entfernt werden kann.
-
Als Abnahme- und Verstärkungsmittel 5 können an sich bekannte Mittel,
wie z. B. Drahtsiebe, gelochte Bleche, in einem Rahmen parallel nebenein ander befestigte
Drähte oder Schnüre u. dgl., Verwendung finden. Das Abuabmemittel wird erfindungsgemäß
vorzugsweise in einem rahmen- oder kastenartigen Gebilde befestigt, um eine gute
Auflage auf der Filterfläche zu erzielen. Der Kasten oder das rahmenartige Gebilde
kann bei größeren Flächen auch durch ein weiteres Versteifungsmittel, beispielsweise
durch ein in Abb. 2 dargestelltes Gitter (Rost) 7 verstärkt und versteift werden.
Der abstand der einzelnen Gitterstäbe bzw. Versteifungsrippen 7a voneinander richtet
sich nach der Art des zu filtrierenden Stoffes und der Stärke der Gitterstäbe. Dieses
verhältnismäßig sehr grobmaschige Gitter dient nur als Verstärkungsmittel und nicht
mehr als das beispielsweise in der gleichen Abbiidung dargestellte eigentliche Abnahmegitter
8.
-
Bei der Verwendung von gelochten Blechen u. dgl. kann die Versteifung
auch durch entsprechende Verformung des Abnahmemittels erfolgen, wie in Abb. 3 beispielsweise
durch die Sicken g dargestellt. Selbstverständlich werden die Verstärkungsmittel
erforderlichenfalls trapezförmig ausgeführt, damit ein leichteres Heraus fallen
des Filterkuchens gewährleistet wird.
-
In Abb. 4 ist schematisch der Erfindungsgegenstand in Verbindung
mit einem an sich bekannten Drehfilter IO gekennzeichnet; an dem Drehfilter oder
an einem darauf laufenden, besonderen Verbindungsmittel, z. B. seitwärts angeordnete
Gliederketten od. dgl., sind Lagerungen II angeordnet, in denen wiederum das erfindungsgemälle
Abnahmemittel und Verstärkungsmittel 5 mit dem darauf befindlichen Kuchen 6 einseitig
drehbar oder schwenkbar gelagert ist.
-
Erfindungsgemäß soll nun in der Ahnahmezone, bei dreh- oder kippbaren
Filterelementen, vorzugsweise nachdem die Filterfläche etwas über die Senkrechte
gedreht wurde, das Kuchenverstärkungs- und Abnahmemittel 5 sich durch das Eigengewicht
von der Filterfiäche 3 lösen und in den Drehpunkten 4, ii eine Schwenkung ausführen.
-
Das Schwenken oder Kippen des Kuchenabnahme- oder Verstärlcungsmittels
kann auch durch eine an sich bekannte Spannvorrichtung, z. B. eine Feder, so ausgelöst
werden, daß bei Erreichen einer bestimmten Stellung, gegebenenfalls durch eine gesonderte
Steuenrorrichtung, ein Herausschnelfen des Abnahmeverstärkungsmittels in die gewünschte,
durch einen Pfeil dargestellte Richtung erfolgt.
-
Die eigentliche Abnahme des Filterkuchens von dem Abnahme- und Verstärkungsmittel
5 kann, wie beispielsweise in Abb. I und 4 dargestellt, dadurch bewerkstelligt werden,
daß das Verstärkungsmittel 5 auf einen feststehenden oder erforderlichenfalls auch
federnd gelagerten Anschlag I2 aufschlägt. Im Bedarfsfall kann das Loslösen des
Filterkuchens auch noch durch eine Klopfvorrichtun 13 in an sich bekannter Weise
gesteuert und unterstützt werden. Bei dickeren oder spezifisch schwereren Filterkuchen
kann jedoch die Klopfvorrichtung weggelassen werden, da der Kuchen durch sein Eigengewicht
beim Aufschlag von dem Verstärkungsmittel abfällt.
-
Der Filterkuchen 6 kann auch durch einen schematisch dargestellten
Schaber I4, an dem das Verstärkungsmittel bei seiner Weiterbewegung entlangschleift,
abgestrichen und entfernt werden.
-
Selbstverständlich kann der Erfindungsgegen stand auch andersartig
als dargestellt, den gleichen Zweck erfüllend, ausgebildet werden und das Abnahme-
und Verstärkungsmittel erforderlichenfalls auch mit in einem bestimmten Abstand
von dem eigentlichen Ahnahmemittel 8 angeordneten Versteifungen versehen werden,
so daß letztere beim Auftrag des zu filtrierenden Stoffes nicht hinderlich sind
und vermieden wird, daß die Kuchenfläche in einzelne Stücke unterteilt wird, wodurch
unterUmständen, wenn der Kuchen schrumpft, das beabsichtigteHerausfallen des Kuchens
verhindert wird.
-
Die unmittelbare Anordnung der Gitterstäbe bzw.
-
Versteifungsrippen 7a auf dem Ahnahmemittel 8 hat jedoch besonders
bei Tauchwaschfiltern den Vorteil, daß das in die Nutsche hineinströmende Waschmittel
dadurch abgelenkt werden kann, wodurch ein Aufwirbeln oder Aufschlämmen des Filterkuchens
vermieden wird.
-
Außerdem kann das Kuchenabnahme- und Verstärkungsmittel 5 selbstverständlich
erforderlichenfalls auch von der Filterfläche weggeführt werden, wenn es mit an
sich bekannten Mitteln entsprechend geführt wird.
-
Das Abnahme- und Verstärkungsmittel 5 wird beim Weiterbewegen der
Filterfläche durch entsprechende Drehung der letzteren entweder durch das Eigengewicht
wieder auf diese gelegt oder durch eine entsprechend ausgebildete Führung und gegebenenfalls
Steuerung erforderlichenfalls vorher gespannt und darauf zurückgeleitet.
-
Das Hochschnellen des Abnahmemittels hat bei Drehfiltern den Vorzug,
daß der Filterkuchen schnell von dem Filtermittel entfernt wird, so daß die darin
verbleibende Feuchtigkeit nicht in den Filterkuchen zurückdiffundieren kann.