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Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere
von Kabelmänteln Die Erfindung betrifft eine Strangpresse zur Herstellung von Rohren,
Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmänteln, bei welcher flüssiges Metall, z.
B. Aluminium oder Aluminiumlegierungen, in einen Aufnehmer eingefüllt werden.
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Bei bekannten Strangpressen bzw. Kabelmantelpressen, die zum Pressen
von festen oder flüssig eingefüllten Stoffen dienen, wird ein Aufnehmer verwendet,
dessen Bohrung im allgemeinen nur um ein geringes Maß, z. B. i mm, größer ist als
der Durchmesser des Preßstempelkopfes. Wird in den Aufnehmer ein flüssiger Preßstoff,
z. B. Blei oder Aluminium, eingefüllt, so bildet sich beim Vorschub des Preßstempels
im Aufnehmer gewöhnlich um den Stempel herum eine sehr dünnwandige Schicht, die
etwa dem Durchmesserunterschied zwischen dem Stempelkopf und der Aufnehmerbohrung
entspricht. Beim Neufüllen des Aufnehmers schmilzt die im Aufnehmer verbleibende
Preßstoffschicht mit dem neu eingefüllten flüssigen Preßstoff wieder zusammen, und
es bildet sich bei dem folgenden Preßgang wiederum eine sehr dünne Schicht. Dies
wiederholt sich bei jedem Arbeitsspiel.
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Die bisher bekannten Strangpressen haben den Mangel, daß durch den
eingefüllten flüssigen, hocherhitzten Preßstoff eine schädliche wärmetechnologische
Einwirkung auf die Wandung des Aufnehrners oder des gewöhnlich in den Aufnehrner
eingesetzten
Futters aus hochvergütetem Stahl ausgeübt wird. Der Werkstoff des Aufnehmers bzw.
der hochvergütete Stahl des in den Aufnehmer eingesetzten Futters ist infolge der
hohen Temperatur des eingefüllten Preßstoffes, die z. B. bei Blei etwa 4oo'
C und bei Aluminium etwa 750' C beträgt, einer frühzeitigen Zerstörung
durch Wärmerisse ausgesetzt. Abgesehen von der Bildung dieser Wärmerisse macht sich
aber auch noch ein anderer wärmetechnologischer Mangel geltend. Es wird auch die
hohe Vergütung des Stahlstoffes, aus dem das gewöhnlich in den Aufnehmer eingesetzte
Futter besteht, dadurch zerstört, daß dieser Stahlstoff bei dem immer wiederholten
Einfüllen des heißen Preßstoffes eine hohe Einbuße an seiner Festigkeit erleidet.
In diesem Falle findet nämlich ein Ausglühen des Stahlstoffes statt, so daß der
Stahlstoff nicht mehr den an ihn gestellten Anforderungen genügt.
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Beim Verpressen von manchen Füllstoffen, z. B. von flüssigem Aluminium
oder flüssigen Aluminiumlegierungen, hat es sich ferner herausgestellt, daß die
Stahlwandungen des Aufnehmers oder des in den Aufnehmer eingesetzten gebräuchlichen
Stahlfutters, mit denen der heiße flüssige Preßstoff in Berührung kommt, chemisch
stark angegriffen werden. Hierbei lösen sich Teile des Stahles auf und vermischen
sich mit dem Preßstoff. Mit diesem werden sie verpreßt und gelangen in das Erzeugnis,
z. B. in den Kabelmantel. Hierdurch ist der erhebliche Nachteil bedingt, daß einerseits
die Wandung des Aufnehmers bzw. des gebräuchlichen, in den Aufnehmer eingesetzten
Stahlfutters allmählich zerstört wird und daß andererseits die vom Aluminium od.
dgl. aufgenommene Eisenmenge die Beschaffenheit des Erzeugnisses verschlechtert,
d. h. es kann z. B. beim Pressen eines Kabelmantels die Biegsamkeit, Verschweißbarkeit
und Korrosionsfestigkeit des Kabelmantels durch den unbeabsichtigten Eisenzusatz
beeinträchtigt werden.
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Durch die Erfindung ist bezweckt, die vorher geschildert-en Übelstände,
die in, wärmetechnologischer bzw. in chemischer Hinsicht beim Arbeiten der bisher
bekannten Strangpresseil auftreten, zu vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß
der Aufnehmer der Strangpresse bzw. ein in ihn eingesetztes Futter eine über das
allgemein übliche Maß erweiterte, zur Aufnahme oder Bildung einer starken Schtitzschicht
dienende Bohrung hat. Durch diese Einrichtung ist verhütet, daß der heißflüssige
Preßstoff, z. B. Blei oder Aluminium, mit der Stahlwandung des Aufnehmers oder des
gebräuchlichen, in den Aufnehmer eingesetzten Futters regelmäßig in unmittelbare
Berührung gelangt. Es können daher die oben geschilderten schädlichen wärmetechnologischen
und chemischen Ein-w-irkungen des heißflüssigen Preßstoffes auf die Wandung des
Aufnehmers bzw. des in ihn eingesetzten Futters nicht eintreten.
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Es sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung möglich, die
nachstehend als Beispiele behandelt werden. So kann die gemäß der Erfindung erweiterte
Bohrung z. B. mit einem Werkstoff ausgekleidet werden, der entweder gleich oder
annähernd gleich dem zu verpressenden Werkstoff ist. Beispielsweise kann der Auskleidungsstoff
entsprechend dem zu verpressenden Stoff aus Reinstalumium, Reinaluminium oder aus
einer Aluminiumlegierung bestehen. In diesem Falle bildet sich die Auskleidung der
erweiterten Bohrung von selbst dadurch, daß nach jedem Preßvorgang ein vom Stempel
nicht mitverpreßter Mantel bestehenbleibt.
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Die erwähnte erweiterte Bohrung kann ferner auch mit einem Werkstoff
ausgekleidet sein, der einen gegenüber dem zu verpressenden Werkstoff höheren Schmelzpunkt
hat und daher gegenüber diesem Preßstoff wärmeunempfindlich iist. Der die erweiterte
Bohrung auskleidende Werkstoff kann auch härter als der Preßstoff sein. Es kann
ferner in einer äußeren Zone von zwei rohrförmigen, konzentrischen Zonen innerhalb
der erweiterten Bohrung ein höherschmelzender und/oder härterer Werkstoff als der
zu verpressende Werkstoff vorgesehen sein, während in einer dem Preßstempel zugekehrten
inneren Zone innerhalb der genannten Bohrung ein dein zu verpressenden Werkstoff
gleicher oder ähnlicher Werkstoff vorgesehen sein kann. Zur Auskleidung können also
in Kombination verschiedene Werkstoffe verwendet werden. wie beispielsweise eine
Legierung mit einem hohen Schmelzpunkt, und ein Werkstoff, der dem zu verpresisenden
Werkstoff gleich oder annähernd glelich ist. Es können daher als Außenmantel beispielsweise
eine harte Aluminiumlegierung und als Innenmantel Reinst- oder Reinaluminium verwendet
werden. Im letzteren Falle bildet sich wiederum die innere, dem Preßstempel am nächsten
liegende Auskleidung von selbst dadurch, daß nach jedem Preßvorgang ein nicht vom
Stempel weggetriebener Mantel zurückbleibt.
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In der erweiterten Bohrung kann auch eine Büchse vorgesehen sein,
welche die einerseits durch die 'Mantelfläche des Stempelkopfes und andererseits
durch die erweiterte Bohrung begrenzte Zone in radialer Richtung nur teilweise ausfüllt.
Die vorgenannte Büchse kann zum Zwecke des Druckausgleiches mit Durchbohrungen versehen
sein. Durch diese Durchbohrunggen kann der Preßstoff beim Einfüllvorgang bzw. unter
dem vom Preßstempel ausgeübten Druck hindurchtreten, so daß die Druckwirkungen innerhalb
-und außerhalb der Einsatzbüchse ausgeglichen werden und daher der Werkstoff der
Einsatzbüchse keine übermäßigen Beanspruchungen, die die Lebensdauer der Büchse
beeinträchtigen könnten, erleidet, Die Büchse kann ferner aus einem druckfesten,
möglichst chemisch nicht angreifbaren, verschleißfesten metallischen Werkstoff,
z. B. Stahlbronze, bestehen. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Büchse verhältnismäßig
dünnwandig auszubilden und sie wenigstens an ihrem Außenmantel, erforderlichenfalls
aber auch innen, in einschmelzbares, unter dem Preßdruck anschmiegsames
Metall
einzubetten. Durch die Verwendung einer verhältni,smäßig dünnwandigen Büchse ist
eine Ersparnis an Werkstoff erzielt. Die erwähnte Büchse kann auch aus einem nichtmetallischen,
vorzugsweise keramischen Stoff hergestellt sein. Der temperaturfeste, aber unter
gewissen Vorausleicht zerbrechliche kerarnische Mantel ist vorzugsweise an beiden
Mantelflächen in anschmie-sames Metall eingebettet.
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In den geschilderten Fällen ist gemäß Erfindung der Vorteil erzielt,
daß der heißflüssige Auskleidungsstoff in der erweiterten Bohrung nur ein einziges
Nlal beim ersten Einfüllen mit der Stahlwandung des "lufnehiners bzw. des in diesen
Aufnehmer eingesetzten gebräuchlichen Stahlfutters in Berührung kommt und dann erkaltet.
Durch die darauffolgenden Füllungen kann der Auskleidungsstoff nicht ausgeschmolzen
werden, falls dieser Stoff einen höheren Schmelzpunkt als der Preßstoff hat. Aber
auch dann, wenn der Auskleidungsstoff dem Preßstoff gleich oder ähnlich ist, kann
beim Nachfüllen des Aufnehmers, vorau--gesetzt, daß die Wandung des Auskleidungsstoffes
erfindungsgemäß stark genug gewählt ist, nur ein geringer Teil des Auskleidungsstoffes
verflüssigt werden, da der in der erweiterten# Bohrung nach dem Preßvorgang verbliebene
Mantel erkaltet und der beim folgenden Preßvorgang neu hinzukommende heißflüssige
Preßstoff nur einen Teil an der Innenfläche des zurückgebliebenen Mantels verflüssigen
kann. Es ist also s#icher verhütet, daß der heißflüssige Preßstoff regelmäßig unmittelbar
mit der Stahlwandung des Aufnehmers oder des in ihn eingesetzten gebräuchlichen
Futters in Berührung kommen kann. Infolgedessen ist die Gefahr einer frühzeitigen
Zerstörung der Aufnehmerwandung oder der Wandung des gebräuchlichen Stahlfutters
infolge Bildung von Wärmerissen oder infolge eines Ausglühens sicher vermieden.
Ferner ist die Gefahr des Anfressens der genannten Wandung infolge- chemischer Einwirkung
des heißflüssigen Preßstoffes und damit auch einer Verunreinigung des Preßstoffes
beseitigt.
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Die erweiterte Bohrung kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
vorzugsweise nur einen Teil der Länge des Aufnehmers einnehmen, während an den beiden
Stirnseiten des Aufnehmers die Bohrung bis zum gebräuchlichen Maß verengt ist. Hierdurch
ist der Vorteil erzielt, daß ein Fließen des Auskleidungsstoffes in der Längsrichtung
des Aufn,ehmers verhütet ist. Um das Wandern des Auskleidungsstoffes in der Längs-
und Querrichtung des Aufnehmers unter der Wirkung des Preßdruckes noch sicherer
zu vermeiden, kann die erweiterte Bohrung ferner mit kammartigen Vertiefungen versehen
sein, die von dem Auskleidungsstoff ausgefüllt sind. D#iese kammartigen Vertiefungen
können durch ringförmige Eindrehungen gebildet werden, deren Querschnitt
jede
beliebige Form haben kann. Vorzugsweise sind die ringförmigen Eindrehungen
schwalbenschwanzförmig gestaltet, damit sie den Auskleidungsstoff gut festhalten.
Auf diese Weise wird sowohl eine Wanderung des Auskleidungsstoffes in axialer Richtung
als auch ein Entweichen dieses Stoffes nach innen in radialer Richtung zur Achse
des Aufnehmers verhindert.
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Diese kammartigen Vertiefungen schließen sich am besten an die äußere
Mantelfläche einer rohrförmigen, von dem Auskleidungsstoff ang-efüllten Zone an,
die dem Preßstempel benachbart ist. Infolgedessen erstrecken sich die genannten
Vertiefungen nicht bis zum Preßstempel, sondern sie sind vom Preßstempel durch eine
rohrförmige Schicht des Auskleidungsstoffes getrennt. Diese Schicht ist zweckmäßig
so stark gewählt, daß die kammartigen Vertiefungen bzw. die in ihnen befindlichen
Mengen des Auskleidungsstoffes bei der Neueinfüllung des flüssigen Preßstoffes in
den Aufnehmer nicht freigelegt werden.
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Ferner können die leicht verschließbaren Teile an den Enden des Aufnehmers,
und zwar insbesondere die'Mündung amStempeleintritt, zweckmäßig mit auswechselbaren,
druckfesten Büchsen verkleidet sein. Diese Büchsen lassen sich nach frühzeitigem
Verschleiß leicht auswechseln. Auf diese Weise wird der Werkstoffverbrauch verringert.
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In Fig. i bis 5 der Zeichnung ist eine Strangpresse nach der
Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen im senkrechten Schnitt veranschaulicht.
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Der Aufnehmer der in Fig. i teilweise dargestellten Kabelmantelpresse
ist mit einem aus geschmiedetem Stahl bestehenden, senkrechten Druckmantel i versehen,
in welchem ein aus hochvergütetem Stahl hergestelltes Futter 2 eingeseb7t ist. In
dem Futter 2 ist der mit dem Kopf 3 versehene Preßst#emPel 4 senkrecht auf
und ab bewegbar. Am unteren Ende des Aufnehmers ist der die Preßwerkzeuge tragende
Preßkopf 5 in an sich bekannter Art angebracht. Der Aufnehmermantel
i und das Futter 2 haben zusammen die Aufgabe, den im Innern des Futters ausgeübten,
zum Vortreiben des Preßstempels dienenden Druck aufzunehmen.
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Das Stahlfutter 2, das bei bekannten Kabelmantelpressen eine nur etwa
i mm größere Bohrung als der Stempelkopf 3 hat, ist gemäß Erfin.-dung mit
einer z. B. um 12 mm oder mehr und damit das bei Kabelmantelpressen bisher übliche
Maß wesentlich hinausgehenden Bohrung 6 versehen, die zur Aufnahme oder Bildung
der im folgenden beschriebenen Schutzschicht dient. Am oberen und unteren Ende des
Aufnehmers ist die Bohrung des Futters 2 bei 7 und 8 auf den gewöhnlich
gebräuchlichen Durchmesser verengt.
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Die erweiterte Bohrung 6 ist bei der Ausführungsform nach Fig.
i mit einem dem zu verpressenden Metall gleichen oder ähnlichen Werkstoff, z. B.
Reinstaluminium oder Reinaluminium oder mit einer Aluminiumlegierung, ausgefüllt.
Wenn die Presse beispielsweise zum Pressen von beißflüssigem Reinstaluminium dienen
soll, wird beim ersten Mal der ganze Innenraum des Futters 2
mit
dem zu verpressenden, heißflüssigen Werkstoff gefüllt, der nur beim ersten Mal den
Werkstoff des Futters 2 an der durch die erweiterte Bohrung6 gebildeten Fläche angreifen
kann. Am Ende des ersten Abwättsganges des Pre#ßstempels,4 bleibt in der rohrförmigen,
sich vom oberen bis zum unteren Ende der Bohrung6 erstreckende Zone, die einerseits
durch die Bohrung6 und andererseits durch die Bahn der Mantelfläche des Preßstempelkopfes
3 begrenzt wird, eine Schicht 9 des Proßstoffes zurück, welche ebenso
wie der unter dem StemPelkOpf 3 befindliche Rest io des Preßstoffes erkaltet.
Die erkaltete Preßstoffschicht 9 bildet beim weiteren Arbeiten der Presse
eine Schutzschicht, welche die oben geschilderte Zerstörung der Innenw-andung des
Futters 2 sicher verhindert.
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Durch die verengten Teile 7 und 8 des Futters 2 ist
ein Fließen des Auskleidungsetoffes 9 in der Längsrichtung des Aufnehmers
verhütet.
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In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, beim ersten Preßvorgang
den Innenraum des Futters 2 mit einem heißflüssigen Werkstoff auszu-füllen, welcher
höher schmelzbar oder härter ist als der später regelmäßig zu pressende Werkstoff,
d. h. es kann beim ersten Mal in den genannten Raum z. B. heißflüssige Phosphorbronze
eingefüllt werden, während später regelmäßig z. B. heißflüssiges Reinstaluminium
eingefüllt wird. Es verbleibt dann in der rohrförmigen, die vorher -erwähnte Schicht
9 aufnehmenden Zone eine aus Phosphorbronze bestehende Schutzschicht.
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Die die Schutzschicht 9 aufnehmende Zone nach Fig. i kann auch
in mehrere, z. B. zwei konzentrisch ineinander angeordnete rohrförmige Zonen unterteilt
sein, von denen die eine von einem gegenüber dem Preßstoff höher schmelzbaren Werkstoff
und die andere von einem dem Preßstoff gleichen Werkstoff ausgefüllt ist. Eine entsprechende
Ausführungsform ist in Fig. 2 veranschaulicht.
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Innerhalb der erweiterten Bohrung i i (Fig. 2) des Stahlfutters 2
ist eine äußere rohrförmige Zone vorgesehen, die mit einem eingeschmolzenen, verhältnissmäßig
hoch schmelzbaren Werkstoff 12, beispielsweise Geschützbronze, ausgefüllt ist. Ferner
ist in einer inneren, dem PreßstemPel 4 zugekehrten rohrförmigen Zone eine Auskleidung
13 vorgesehen, die aus dem gleichen Werkstoff wie der Preßstoff selbst, z. B. Reinstaluminium,
besteht. In diesem Fall ist der Werkstoff des Futters 2 gegen Zerstörung durch den
heißflüssigen, Preßstoff durch die beiden rohrförmigen Schutzschichten 1:2 und 13
gesichert.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.:2 ist die erweiterte Bohrung ii
des Futters:2 am oberen und unteren Ende des Aufnehmers mit druckfesten Verschleißbüchsen
14 und 15 ausgekleidet, deren Innendurchmesser nur um das übliche geringe
Maß, z. B. i mm, größer ist als der Durchmesser des Preßstempelkopfes
3.
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Bei dem in Fig. 3 dargestellten Aufnehmer sind in das Stahlfutter:2
ringartige, schwalbenschwanzförmigeVertiefungen 16 eingedrelit, wodurchebenfalls
schwalbenschwanzförmige Vorsprünge gebildet sind. Durch die Stirnflächen 18 und
ig der Vertiefungen 16 bzw. der Vorsprünge 17 und durch die unterschnittenen Flächen
dieser Vertiefungen und Vorsprünge wird die obenerwähnte erweiterte Bohrung gebildet.
Die Vorsprünge 17 sind derartig gestaltet, daß die Stirnflächen ig dieser Vorsprünge
mit gewissem Abstand von der Bahn entfernt sind, in der sich die Mantelfläche des
StemPelkOPfes 3 bewegt. Auf diese Weise ist zwischen der genannten Bahn und
den Stirnflächen ig eine rohrförmige Aussparung gewonnen, welche zur Bildung der
im folgenden beschriebenen el Schutzschicht dienen kann und ähnliche Bedeutung wie
die die Schutzschicht 9 in Fig. i aufnehmende Zone hat.
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Die verengten Teile der Bohrung des in Fig. 2 dargestellten Futters
2- am oberen und unteren Ende des Aufnehmers sind mit kleineren Vertiefungen:2i
versehen, die ebenfalls durch ringartige, schwalbenschwanzförmige Eindrühungen hergestellt
sind. Durch dieVertiefungen 21 werden schwalbensch,wanzförmige Vorsprünge 22 gebildet.
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Die rohrförmige Zone zwischen den Stirnflächen ig (Fig.
3) der Vorsprünge 17 und der Bahn der Mantelfläche des Stempelkopfes
3 ist mit einem als Schutzschicht dienenden Werkstoff 2o, z. B. mit einer
harten Aluminiumlegierung, ausgefüllt. Dieser Werkstoff füllt auch die kammartigen
Vertiefungen 16 aus. Die Vorsprünge 17 sind daher vollständig von der genannten
Schutzschicht umschlossen. Auch die Vertiefungen --i am oberen und unteren Ende
des Aufnehmers sitid mit der erwähnten harten Aluminiumlegierung ausgefüllt.
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Die Schutzschicht, die, durch den WerkstOff 20 in der erwähnten rohrförmigen
Zone und durch den in den Vertiefun-en 16 befindlichen Werkstoff gebildet ist, schützt
wiederum den Werkstoff des Stahlfutters 2 gegen Zerstörungen durch den heißflüssigen
Preßstc>ff. Durch das Eindringen des.die Achutzschicht bildenden Werkstoffes in
die Vertiefungen 16,21 wird das Wandern dieser Schutzschicht in der Achsenrichtung
des Aufnehmers noch sicherer verhütet als bei den Ausführungsformen nach Fig. i
und .2. Infolge der schwalbenschwanzförmigen Gestaltung der Vertiefungen 16, 21
ist ferner ein Herausdrängen des Auskleidungsstoffes in radialer Richtung zur Achse
des Auf-
nehmers verhütet.
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Der Aufnehmer nach Fig. 4 ist teilweise ähnlich wie der Aufnehmer
nach Fig. 3 ausgebildet. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist jedoch in
unmittelbarer Nähe der Bahn, in der sich dlie Mantelfläche des StemPelkOPfes
3 bewegt, in das Stahlfutter:2 eine verhältnismäßig dünnwandige, druck- und
korrosionsfeste Metallbüchse, z. B. eine aus Stahlbronze hergestellte Büchse
23, einge - setzt. Die Büchse:23 ist außen auf einem Teil ihrer Länge
von einer rohrförmigen Aussparung umgeben, welche zur Aufnahme einer Schutzschicht
24 dient und ähnliche Bedeutung wie die
die Schutzschicht 2o in
Fig. 3 aufnehmende rohrförinige Zone hat. An die die Schutz,schicht
24 nach Fig. 4 aufnehmende rohrförmige- Aussparung sind außen wiederum kammartige
Vertiefungen 25
angeschlossen, welche ähnliche Bedeutung wie die Vertiefungen
16 nach Fig. 3 haben und gerade so, wie diese Vertiefungen durch ringartig
schwalbenschwanzförmige Eindrehungen gebildet sind. Die obenerwähnte erweiterte
Bohrung des Futters 2 wird bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ähnlich wie bei der
Ausführungsform nach Fig. 3 durch die Stirnfläcben 36 bzw.
37 und durch die unter.-schnittenen Flächen der VertiefUngen25 und d,-r zwischen
ihnen befindlichen Vorsprünge38 gebildet.
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Die Büchse 23 (Fig. 4) ist mit Querbohrungen 26 versehen,
durch welche der zu verprüss#ende heißflüssige Werkstoff, z. B. Reinstaluminium,
beim Finfüllen dieses Werkstoffes in den Aufnehmer sowie bei der Ausübung eines
Druckes mittels des Stempels 3,. 4 hindurchtritt. Infolge derAnordnung der Querbohrungen
26 sind die Druckwirkungen auf den Preßstoff innerhalb und außerhalb der
Büchse 23 ausgeglichen, so daß eine ungleichmiUige Belastung dieser Büchse
vermieden ist. Die dünnwandige Wichse 23 kann nach erfolgtem Verschleiß dieser
Büchse ausgewechselt werden, ohne daß e#in erheblicher Werkstoffverlust eintritt.
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Erforderlichenfalls kann die BÜChSe 23 (Fig. 4) einen
so großen Innen- und Außendurchmesser aufweisen, daß die genannte Büchse nicht nur
an ihrem äußeren -Mantel in eine Schutzschicht24 eingebettet ist, sondern daß auch
eine ähnliche Schutzschicht zwischen dem Innenmantel der Büchse23 und der durch
die Mantelfläche d.-s Stempelkopfes 3 gebildeten Bahn eingeschaltet ist.
Eine solche Einschaltung einer Büchse zwischen zwei Schutzschichten ist in Fig.
5 veranschaulicht.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist in die erweiterte BohrUng
27 des StahlfutterS 2 eine Büchse 28 eingesetzt, die aus einem von
dem Preßstoff, z. B. Reinstaluminium, chemisch nicht angreifbaren keramischen Werkstoff
z. B. auf Specksteinbasis oder aus einer Korundmischung besteht. Die BüchSC28 hat
einen solchen Außen-und Innendurchmesser, daß sie sich in gewissem Abstand sowohl
von der erweiterten Bohrung 27
als auch von der Bahn. in der sich die 'Mantelfläche
des Stempelkopfes 3 bewegt, befindet. Auf diese Weise sind außerhalb und
innerhalb der keramischen BüchSe28 rohrf5rmige, zur Aufnahme von Schut7schichten29
bzw. 3o dienende Zonen Crebildet. Als Schutzschicht in diesen Zonen kann 221 wiederum
ein dem Preßstoff, z. B. Rei-nstaluminium, gleicher oder ähnlicher Werkstoff dienen.
Die Büchse 28 ist Mit Querbohrungen 31
versehen, welche ähnliche Bedeutung
wie die Querbohrungen 26 nach Fig. 4 haben. Mit Hilfe der Querbohrungen31
kann ein Ausgleich der Druckwirkungen zwischen der äußeren Schicht 29 und der inneren
Schicht3o herbeigeführt werden. Die keramische Büchse28 ist daher an ihren äußeren
und inneren Mantelflächen in einem flüssigen, anschrniegsamen und Überall unter
gleichem Druck stehenden Werkstoff, z. B. Reinstaluminium, eingebettet und kann
infolgedessen, obwohl sie an sich zerbrechlich ist, nicht durch den Preßdruck zerstört
werden.
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Am unteren Ende des Aufnehmers nach Fig. 5
ist ein ringförrniges,
mutterartig ausgebildetes Verschlußstück 32 vorgesehen, das in das StahlfUtter
2 eingeschraubt ist und mit dessen Hilfe die keramische Büchse 28 und die
außerhalb dieser Büchse vorgesehene metallische AuskleidUng 29, die nach dem ersten
Füllvorgang erstarrt ist, in dem Futter:2 gesichert sind.