DE909331C - Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmaenteln - Google Patents

Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmaenteln

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DE909331C
DE909331C DES5845D DES0005845D DE909331C DE 909331 C DE909331 C DE 909331C DE S5845 D DES5845 D DE S5845D DE S0005845 D DES0005845 D DE S0005845D DE 909331 C DE909331 C DE 909331C
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extrusion press
bore
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DES5845D
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Ferdinand Hanff
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C27/00Containers for metal to be extruded

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)

Description

  • Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmänteln Die Erfindung betrifft eine Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmänteln, bei welcher flüssiges Metall, z. B. Aluminium oder Aluminiumlegierungen, in einen Aufnehmer eingefüllt werden.
  • Bei bekannten Strangpressen bzw. Kabelmantelpressen, die zum Pressen von festen oder flüssig eingefüllten Stoffen dienen, wird ein Aufnehmer verwendet, dessen Bohrung im allgemeinen nur um ein geringes Maß, z. B. i mm, größer ist als der Durchmesser des Preßstempelkopfes. Wird in den Aufnehmer ein flüssiger Preßstoff, z. B. Blei oder Aluminium, eingefüllt, so bildet sich beim Vorschub des Preßstempels im Aufnehmer gewöhnlich um den Stempel herum eine sehr dünnwandige Schicht, die etwa dem Durchmesserunterschied zwischen dem Stempelkopf und der Aufnehmerbohrung entspricht. Beim Neufüllen des Aufnehmers schmilzt die im Aufnehmer verbleibende Preßstoffschicht mit dem neu eingefüllten flüssigen Preßstoff wieder zusammen, und es bildet sich bei dem folgenden Preßgang wiederum eine sehr dünne Schicht. Dies wiederholt sich bei jedem Arbeitsspiel.
  • Die bisher bekannten Strangpressen haben den Mangel, daß durch den eingefüllten flüssigen, hocherhitzten Preßstoff eine schädliche wärmetechnologische Einwirkung auf die Wandung des Aufnehrners oder des gewöhnlich in den Aufnehrner eingesetzten Futters aus hochvergütetem Stahl ausgeübt wird. Der Werkstoff des Aufnehmers bzw. der hochvergütete Stahl des in den Aufnehmer eingesetzten Futters ist infolge der hohen Temperatur des eingefüllten Preßstoffes, die z. B. bei Blei etwa 4oo' C und bei Aluminium etwa 750' C beträgt, einer frühzeitigen Zerstörung durch Wärmerisse ausgesetzt. Abgesehen von der Bildung dieser Wärmerisse macht sich aber auch noch ein anderer wärmetechnologischer Mangel geltend. Es wird auch die hohe Vergütung des Stahlstoffes, aus dem das gewöhnlich in den Aufnehmer eingesetzte Futter besteht, dadurch zerstört, daß dieser Stahlstoff bei dem immer wiederholten Einfüllen des heißen Preßstoffes eine hohe Einbuße an seiner Festigkeit erleidet. In diesem Falle findet nämlich ein Ausglühen des Stahlstoffes statt, so daß der Stahlstoff nicht mehr den an ihn gestellten Anforderungen genügt.
  • Beim Verpressen von manchen Füllstoffen, z. B. von flüssigem Aluminium oder flüssigen Aluminiumlegierungen, hat es sich ferner herausgestellt, daß die Stahlwandungen des Aufnehmers oder des in den Aufnehmer eingesetzten gebräuchlichen Stahlfutters, mit denen der heiße flüssige Preßstoff in Berührung kommt, chemisch stark angegriffen werden. Hierbei lösen sich Teile des Stahles auf und vermischen sich mit dem Preßstoff. Mit diesem werden sie verpreßt und gelangen in das Erzeugnis, z. B. in den Kabelmantel. Hierdurch ist der erhebliche Nachteil bedingt, daß einerseits die Wandung des Aufnehmers bzw. des gebräuchlichen, in den Aufnehmer eingesetzten Stahlfutters allmählich zerstört wird und daß andererseits die vom Aluminium od. dgl. aufgenommene Eisenmenge die Beschaffenheit des Erzeugnisses verschlechtert, d. h. es kann z. B. beim Pressen eines Kabelmantels die Biegsamkeit, Verschweißbarkeit und Korrosionsfestigkeit des Kabelmantels durch den unbeabsichtigten Eisenzusatz beeinträchtigt werden.
  • Durch die Erfindung ist bezweckt, die vorher geschildert-en Übelstände, die in, wärmetechnologischer bzw. in chemischer Hinsicht beim Arbeiten der bisher bekannten Strangpresseil auftreten, zu vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß der Aufnehmer der Strangpresse bzw. ein in ihn eingesetztes Futter eine über das allgemein übliche Maß erweiterte, zur Aufnahme oder Bildung einer starken Schtitzschicht dienende Bohrung hat. Durch diese Einrichtung ist verhütet, daß der heißflüssige Preßstoff, z. B. Blei oder Aluminium, mit der Stahlwandung des Aufnehmers oder des gebräuchlichen, in den Aufnehmer eingesetzten Futters regelmäßig in unmittelbare Berührung gelangt. Es können daher die oben geschilderten schädlichen wärmetechnologischen und chemischen Ein-w-irkungen des heißflüssigen Preßstoffes auf die Wandung des Aufnehmers bzw. des in ihn eingesetzten Futters nicht eintreten.
  • Es sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung möglich, die nachstehend als Beispiele behandelt werden. So kann die gemäß der Erfindung erweiterte Bohrung z. B. mit einem Werkstoff ausgekleidet werden, der entweder gleich oder annähernd gleich dem zu verpressenden Werkstoff ist. Beispielsweise kann der Auskleidungsstoff entsprechend dem zu verpressenden Stoff aus Reinstalumium, Reinaluminium oder aus einer Aluminiumlegierung bestehen. In diesem Falle bildet sich die Auskleidung der erweiterten Bohrung von selbst dadurch, daß nach jedem Preßvorgang ein vom Stempel nicht mitverpreßter Mantel bestehenbleibt.
  • Die erwähnte erweiterte Bohrung kann ferner auch mit einem Werkstoff ausgekleidet sein, der einen gegenüber dem zu verpressenden Werkstoff höheren Schmelzpunkt hat und daher gegenüber diesem Preßstoff wärmeunempfindlich iist. Der die erweiterte Bohrung auskleidende Werkstoff kann auch härter als der Preßstoff sein. Es kann ferner in einer äußeren Zone von zwei rohrförmigen, konzentrischen Zonen innerhalb der erweiterten Bohrung ein höherschmelzender und/oder härterer Werkstoff als der zu verpressende Werkstoff vorgesehen sein, während in einer dem Preßstempel zugekehrten inneren Zone innerhalb der genannten Bohrung ein dein zu verpressenden Werkstoff gleicher oder ähnlicher Werkstoff vorgesehen sein kann. Zur Auskleidung können also in Kombination verschiedene Werkstoffe verwendet werden. wie beispielsweise eine Legierung mit einem hohen Schmelzpunkt, und ein Werkstoff, der dem zu verpresisenden Werkstoff gleich oder annähernd glelich ist. Es können daher als Außenmantel beispielsweise eine harte Aluminiumlegierung und als Innenmantel Reinst- oder Reinaluminium verwendet werden. Im letzteren Falle bildet sich wiederum die innere, dem Preßstempel am nächsten liegende Auskleidung von selbst dadurch, daß nach jedem Preßvorgang ein nicht vom Stempel weggetriebener Mantel zurückbleibt.
  • In der erweiterten Bohrung kann auch eine Büchse vorgesehen sein, welche die einerseits durch die 'Mantelfläche des Stempelkopfes und andererseits durch die erweiterte Bohrung begrenzte Zone in radialer Richtung nur teilweise ausfüllt. Die vorgenannte Büchse kann zum Zwecke des Druckausgleiches mit Durchbohrungen versehen sein. Durch diese Durchbohrunggen kann der Preßstoff beim Einfüllvorgang bzw. unter dem vom Preßstempel ausgeübten Druck hindurchtreten, so daß die Druckwirkungen innerhalb -und außerhalb der Einsatzbüchse ausgeglichen werden und daher der Werkstoff der Einsatzbüchse keine übermäßigen Beanspruchungen, die die Lebensdauer der Büchse beeinträchtigen könnten, erleidet, Die Büchse kann ferner aus einem druckfesten, möglichst chemisch nicht angreifbaren, verschleißfesten metallischen Werkstoff, z. B. Stahlbronze, bestehen. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Büchse verhältnismäßig dünnwandig auszubilden und sie wenigstens an ihrem Außenmantel, erforderlichenfalls aber auch innen, in einschmelzbares, unter dem Preßdruck anschmiegsames Metall einzubetten. Durch die Verwendung einer verhältni,smäßig dünnwandigen Büchse ist eine Ersparnis an Werkstoff erzielt. Die erwähnte Büchse kann auch aus einem nichtmetallischen, vorzugsweise keramischen Stoff hergestellt sein. Der temperaturfeste, aber unter gewissen Vorausleicht zerbrechliche kerarnische Mantel ist vorzugsweise an beiden Mantelflächen in anschmie-sames Metall eingebettet.
  • In den geschilderten Fällen ist gemäß Erfindung der Vorteil erzielt, daß der heißflüssige Auskleidungsstoff in der erweiterten Bohrung nur ein einziges Nlal beim ersten Einfüllen mit der Stahlwandung des "lufnehiners bzw. des in diesen Aufnehmer eingesetzten gebräuchlichen Stahlfutters in Berührung kommt und dann erkaltet. Durch die darauffolgenden Füllungen kann der Auskleidungsstoff nicht ausgeschmolzen werden, falls dieser Stoff einen höheren Schmelzpunkt als der Preßstoff hat. Aber auch dann, wenn der Auskleidungsstoff dem Preßstoff gleich oder ähnlich ist, kann beim Nachfüllen des Aufnehmers, vorau--gesetzt, daß die Wandung des Auskleidungsstoffes erfindungsgemäß stark genug gewählt ist, nur ein geringer Teil des Auskleidungsstoffes verflüssigt werden, da der in der erweiterten# Bohrung nach dem Preßvorgang verbliebene Mantel erkaltet und der beim folgenden Preßvorgang neu hinzukommende heißflüssige Preßstoff nur einen Teil an der Innenfläche des zurückgebliebenen Mantels verflüssigen kann. Es ist also s#icher verhütet, daß der heißflüssige Preßstoff regelmäßig unmittelbar mit der Stahlwandung des Aufnehmers oder des in ihn eingesetzten gebräuchlichen Futters in Berührung kommen kann. Infolgedessen ist die Gefahr einer frühzeitigen Zerstörung der Aufnehmerwandung oder der Wandung des gebräuchlichen Stahlfutters infolge Bildung von Wärmerissen oder infolge eines Ausglühens sicher vermieden. Ferner ist die Gefahr des Anfressens der genannten Wandung infolge- chemischer Einwirkung des heißflüssigen Preßstoffes und damit auch einer Verunreinigung des Preßstoffes beseitigt.
  • Die erweiterte Bohrung kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorzugsweise nur einen Teil der Länge des Aufnehmers einnehmen, während an den beiden Stirnseiten des Aufnehmers die Bohrung bis zum gebräuchlichen Maß verengt ist. Hierdurch ist der Vorteil erzielt, daß ein Fließen des Auskleidungsstoffes in der Längsrichtung des Aufn,ehmers verhütet ist. Um das Wandern des Auskleidungsstoffes in der Längs- und Querrichtung des Aufnehmers unter der Wirkung des Preßdruckes noch sicherer zu vermeiden, kann die erweiterte Bohrung ferner mit kammartigen Vertiefungen versehen sein, die von dem Auskleidungsstoff ausgefüllt sind. D#iese kammartigen Vertiefungen können durch ringförmige Eindrehungen gebildet werden, deren Querschnitt jede beliebige Form haben kann. Vorzugsweise sind die ringförmigen Eindrehungen schwalbenschwanzförmig gestaltet, damit sie den Auskleidungsstoff gut festhalten. Auf diese Weise wird sowohl eine Wanderung des Auskleidungsstoffes in axialer Richtung als auch ein Entweichen dieses Stoffes nach innen in radialer Richtung zur Achse des Aufnehmers verhindert.
  • Diese kammartigen Vertiefungen schließen sich am besten an die äußere Mantelfläche einer rohrförmigen, von dem Auskleidungsstoff ang-efüllten Zone an, die dem Preßstempel benachbart ist. Infolgedessen erstrecken sich die genannten Vertiefungen nicht bis zum Preßstempel, sondern sie sind vom Preßstempel durch eine rohrförmige Schicht des Auskleidungsstoffes getrennt. Diese Schicht ist zweckmäßig so stark gewählt, daß die kammartigen Vertiefungen bzw. die in ihnen befindlichen Mengen des Auskleidungsstoffes bei der Neueinfüllung des flüssigen Preßstoffes in den Aufnehmer nicht freigelegt werden.
  • Ferner können die leicht verschließbaren Teile an den Enden des Aufnehmers, und zwar insbesondere die'Mündung amStempeleintritt, zweckmäßig mit auswechselbaren, druckfesten Büchsen verkleidet sein. Diese Büchsen lassen sich nach frühzeitigem Verschleiß leicht auswechseln. Auf diese Weise wird der Werkstoffverbrauch verringert.
  • In Fig. i bis 5 der Zeichnung ist eine Strangpresse nach der Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen im senkrechten Schnitt veranschaulicht.
  • Der Aufnehmer der in Fig. i teilweise dargestellten Kabelmantelpresse ist mit einem aus geschmiedetem Stahl bestehenden, senkrechten Druckmantel i versehen, in welchem ein aus hochvergütetem Stahl hergestelltes Futter 2 eingeseb7t ist. In dem Futter 2 ist der mit dem Kopf 3 versehene Preßst#emPel 4 senkrecht auf und ab bewegbar. Am unteren Ende des Aufnehmers ist der die Preßwerkzeuge tragende Preßkopf 5 in an sich bekannter Art angebracht. Der Aufnehmermantel i und das Futter 2 haben zusammen die Aufgabe, den im Innern des Futters ausgeübten, zum Vortreiben des Preßstempels dienenden Druck aufzunehmen.
  • Das Stahlfutter 2, das bei bekannten Kabelmantelpressen eine nur etwa i mm größere Bohrung als der Stempelkopf 3 hat, ist gemäß Erfin.-dung mit einer z. B. um 12 mm oder mehr und damit das bei Kabelmantelpressen bisher übliche Maß wesentlich hinausgehenden Bohrung 6 versehen, die zur Aufnahme oder Bildung der im folgenden beschriebenen Schutzschicht dient. Am oberen und unteren Ende des Aufnehmers ist die Bohrung des Futters 2 bei 7 und 8 auf den gewöhnlich gebräuchlichen Durchmesser verengt.
  • Die erweiterte Bohrung 6 ist bei der Ausführungsform nach Fig. i mit einem dem zu verpressenden Metall gleichen oder ähnlichen Werkstoff, z. B. Reinstaluminium oder Reinaluminium oder mit einer Aluminiumlegierung, ausgefüllt. Wenn die Presse beispielsweise zum Pressen von beißflüssigem Reinstaluminium dienen soll, wird beim ersten Mal der ganze Innenraum des Futters 2 mit dem zu verpressenden, heißflüssigen Werkstoff gefüllt, der nur beim ersten Mal den Werkstoff des Futters 2 an der durch die erweiterte Bohrung6 gebildeten Fläche angreifen kann. Am Ende des ersten Abwättsganges des Pre#ßstempels,4 bleibt in der rohrförmigen, sich vom oberen bis zum unteren Ende der Bohrung6 erstreckende Zone, die einerseits durch die Bohrung6 und andererseits durch die Bahn der Mantelfläche des Preßstempelkopfes 3 begrenzt wird, eine Schicht 9 des Proßstoffes zurück, welche ebenso wie der unter dem StemPelkOpf 3 befindliche Rest io des Preßstoffes erkaltet. Die erkaltete Preßstoffschicht 9 bildet beim weiteren Arbeiten der Presse eine Schutzschicht, welche die oben geschilderte Zerstörung der Innenw-andung des Futters 2 sicher verhindert.
  • Durch die verengten Teile 7 und 8 des Futters 2 ist ein Fließen des Auskleidungsetoffes 9 in der Längsrichtung des Aufnehmers verhütet.
  • In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, beim ersten Preßvorgang den Innenraum des Futters 2 mit einem heißflüssigen Werkstoff auszu-füllen, welcher höher schmelzbar oder härter ist als der später regelmäßig zu pressende Werkstoff, d. h. es kann beim ersten Mal in den genannten Raum z. B. heißflüssige Phosphorbronze eingefüllt werden, während später regelmäßig z. B. heißflüssiges Reinstaluminium eingefüllt wird. Es verbleibt dann in der rohrförmigen, die vorher -erwähnte Schicht 9 aufnehmenden Zone eine aus Phosphorbronze bestehende Schutzschicht.
  • Die die Schutzschicht 9 aufnehmende Zone nach Fig. i kann auch in mehrere, z. B. zwei konzentrisch ineinander angeordnete rohrförmige Zonen unterteilt sein, von denen die eine von einem gegenüber dem Preßstoff höher schmelzbaren Werkstoff und die andere von einem dem Preßstoff gleichen Werkstoff ausgefüllt ist. Eine entsprechende Ausführungsform ist in Fig. 2 veranschaulicht.
  • Innerhalb der erweiterten Bohrung i i (Fig. 2) des Stahlfutters 2 ist eine äußere rohrförmige Zone vorgesehen, die mit einem eingeschmolzenen, verhältnissmäßig hoch schmelzbaren Werkstoff 12, beispielsweise Geschützbronze, ausgefüllt ist. Ferner ist in einer inneren, dem PreßstemPel 4 zugekehrten rohrförmigen Zone eine Auskleidung 13 vorgesehen, die aus dem gleichen Werkstoff wie der Preßstoff selbst, z. B. Reinstaluminium, besteht. In diesem Fall ist der Werkstoff des Futters 2 gegen Zerstörung durch den heißflüssigen, Preßstoff durch die beiden rohrförmigen Schutzschichten 1:2 und 13 gesichert.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig.:2 ist die erweiterte Bohrung ii des Futters:2 am oberen und unteren Ende des Aufnehmers mit druckfesten Verschleißbüchsen 14 und 15 ausgekleidet, deren Innendurchmesser nur um das übliche geringe Maß, z. B. i mm, größer ist als der Durchmesser des Preßstempelkopfes 3.
  • Bei dem in Fig. 3 dargestellten Aufnehmer sind in das Stahlfutter:2 ringartige, schwalbenschwanzförmigeVertiefungen 16 eingedrelit, wodurchebenfalls schwalbenschwanzförmige Vorsprünge gebildet sind. Durch die Stirnflächen 18 und ig der Vertiefungen 16 bzw. der Vorsprünge 17 und durch die unterschnittenen Flächen dieser Vertiefungen und Vorsprünge wird die obenerwähnte erweiterte Bohrung gebildet. Die Vorsprünge 17 sind derartig gestaltet, daß die Stirnflächen ig dieser Vorsprünge mit gewissem Abstand von der Bahn entfernt sind, in der sich die Mantelfläche des StemPelkOPfes 3 bewegt. Auf diese Weise ist zwischen der genannten Bahn und den Stirnflächen ig eine rohrförmige Aussparung gewonnen, welche zur Bildung der im folgenden beschriebenen el Schutzschicht dienen kann und ähnliche Bedeutung wie die die Schutzschicht 9 in Fig. i aufnehmende Zone hat.
  • Die verengten Teile der Bohrung des in Fig. 2 dargestellten Futters 2- am oberen und unteren Ende des Aufnehmers sind mit kleineren Vertiefungen:2i versehen, die ebenfalls durch ringartige, schwalbenschwanzförmige Eindrühungen hergestellt sind. Durch dieVertiefungen 21 werden schwalbensch,wanzförmige Vorsprünge 22 gebildet.
  • Die rohrförmige Zone zwischen den Stirnflächen ig (Fig. 3) der Vorsprünge 17 und der Bahn der Mantelfläche des Stempelkopfes 3 ist mit einem als Schutzschicht dienenden Werkstoff 2o, z. B. mit einer harten Aluminiumlegierung, ausgefüllt. Dieser Werkstoff füllt auch die kammartigen Vertiefungen 16 aus. Die Vorsprünge 17 sind daher vollständig von der genannten Schutzschicht umschlossen. Auch die Vertiefungen --i am oberen und unteren Ende des Aufnehmers sitid mit der erwähnten harten Aluminiumlegierung ausgefüllt.
  • Die Schutzschicht, die, durch den WerkstOff 20 in der erwähnten rohrförmigen Zone und durch den in den Vertiefun-en 16 befindlichen Werkstoff gebildet ist, schützt wiederum den Werkstoff des Stahlfutters 2 gegen Zerstörungen durch den heißflüssigen Preßstc>ff. Durch das Eindringen des.die Achutzschicht bildenden Werkstoffes in die Vertiefungen 16,21 wird das Wandern dieser Schutzschicht in der Achsenrichtung des Aufnehmers noch sicherer verhütet als bei den Ausführungsformen nach Fig. i und .2. Infolge der schwalbenschwanzförmigen Gestaltung der Vertiefungen 16, 21 ist ferner ein Herausdrängen des Auskleidungsstoffes in radialer Richtung zur Achse des Auf- nehmers verhütet.
  • Der Aufnehmer nach Fig. 4 ist teilweise ähnlich wie der Aufnehmer nach Fig. 3 ausgebildet. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist jedoch in unmittelbarer Nähe der Bahn, in der sich dlie Mantelfläche des StemPelkOPfes 3 bewegt, in das Stahlfutter:2 eine verhältnismäßig dünnwandige, druck- und korrosionsfeste Metallbüchse, z. B. eine aus Stahlbronze hergestellte Büchse 23, einge - setzt. Die Büchse:23 ist außen auf einem Teil ihrer Länge von einer rohrförmigen Aussparung umgeben, welche zur Aufnahme einer Schutzschicht 24 dient und ähnliche Bedeutung wie die die Schutzschicht 2o in Fig. 3 aufnehmende rohrförinige Zone hat. An die die Schutz,schicht 24 nach Fig. 4 aufnehmende rohrförmige- Aussparung sind außen wiederum kammartige Vertiefungen 25 angeschlossen, welche ähnliche Bedeutung wie die Vertiefungen 16 nach Fig. 3 haben und gerade so, wie diese Vertiefungen durch ringartig schwalbenschwanzförmige Eindrehungen gebildet sind. Die obenerwähnte erweiterte Bohrung des Futters 2 wird bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. 3 durch die Stirnfläcben 36 bzw. 37 und durch die unter.-schnittenen Flächen der VertiefUngen25 und d,-r zwischen ihnen befindlichen Vorsprünge38 gebildet.
  • Die Büchse 23 (Fig. 4) ist mit Querbohrungen 26 versehen, durch welche der zu verprüss#ende heißflüssige Werkstoff, z. B. Reinstaluminium, beim Finfüllen dieses Werkstoffes in den Aufnehmer sowie bei der Ausübung eines Druckes mittels des Stempels 3,. 4 hindurchtritt. Infolge derAnordnung der Querbohrungen 26 sind die Druckwirkungen auf den Preßstoff innerhalb und außerhalb der Büchse 23 ausgeglichen, so daß eine ungleichmiUige Belastung dieser Büchse vermieden ist. Die dünnwandige Wichse 23 kann nach erfolgtem Verschleiß dieser Büchse ausgewechselt werden, ohne daß e#in erheblicher Werkstoffverlust eintritt.
  • Erforderlichenfalls kann die BÜChSe 23 (Fig. 4) einen so großen Innen- und Außendurchmesser aufweisen, daß die genannte Büchse nicht nur an ihrem äußeren -Mantel in eine Schutzschicht24 eingebettet ist, sondern daß auch eine ähnliche Schutzschicht zwischen dem Innenmantel der Büchse23 und der durch die Mantelfläche d.-s Stempelkopfes 3 gebildeten Bahn eingeschaltet ist. Eine solche Einschaltung einer Büchse zwischen zwei Schutzschichten ist in Fig. 5 veranschaulicht.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist in die erweiterte BohrUng 27 des StahlfutterS 2 eine Büchse 28 eingesetzt, die aus einem von dem Preßstoff, z. B. Reinstaluminium, chemisch nicht angreifbaren keramischen Werkstoff z. B. auf Specksteinbasis oder aus einer Korundmischung besteht. Die BüchSC28 hat einen solchen Außen-und Innendurchmesser, daß sie sich in gewissem Abstand sowohl von der erweiterten Bohrung 27 als auch von der Bahn. in der sich die 'Mantelfläche des Stempelkopfes 3 bewegt, befindet. Auf diese Weise sind außerhalb und innerhalb der keramischen BüchSe28 rohrf5rmige, zur Aufnahme von Schut7schichten29 bzw. 3o dienende Zonen Crebildet. Als Schutzschicht in diesen Zonen kann 221 wiederum ein dem Preßstoff, z. B. Rei-nstaluminium, gleicher oder ähnlicher Werkstoff dienen. Die Büchse 28 ist Mit Querbohrungen 31 versehen, welche ähnliche Bedeutung wie die Querbohrungen 26 nach Fig. 4 haben. Mit Hilfe der Querbohrungen31 kann ein Ausgleich der Druckwirkungen zwischen der äußeren Schicht 29 und der inneren Schicht3o herbeigeführt werden. Die keramische Büchse28 ist daher an ihren äußeren und inneren Mantelflächen in einem flüssigen, anschrniegsamen und Überall unter gleichem Druck stehenden Werkstoff, z. B. Reinstaluminium, eingebettet und kann infolgedessen, obwohl sie an sich zerbrechlich ist, nicht durch den Preßdruck zerstört werden.
  • Am unteren Ende des Aufnehmers nach Fig. 5 ist ein ringförrniges, mutterartig ausgebildetes Verschlußstück 32 vorgesehen, das in das StahlfUtter 2 eingeschraubt ist und mit dessen Hilfe die keramische Büchse 28 und die außerhalb dieser Büchse vorgesehene metallische AuskleidUng 29, die nach dem ersten Füllvorgang erstarrt ist, in dem Futter:2 gesichert sind.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmänteln, bei welcher flüssiges Metall, z. B. Aluminium oder Aluminiumlegierungen, in einen Aufnehmer eingefüllt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer bzw. ein in ihn eingesetztes Futter eine über das allgemein übliche;Maß erweiterte, zur Aufnahme oder Bildung einer Schutzschicht dienende Bohrung hat.
  2. 2. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in der erweiterten Bohrung (6 "in Fig. i) vorgesehene Schutzschicht (9) durch einen dein zu verpre-ssenden Werkstoff gleichen oder ähnlichen Werkstoff gebildet ist. 3. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß die in der erweiterten Bohrung (6 in Fig. i) vorgesehene Schutzschicht einen gegenüber dem zu verpressenden Werkstoff höheren Schmelzpunkt hat. 4. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in der erweiterten Bohrung (6 in Fig. i) vorgesehene Schutzschicht härter als der Preßstoff ist. 5. Strangpresse nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in einer äußeren Zone von zwei rohriörmigen, konzentrischen Zonen innerhalb der erweitertenBohrung(iiinFig.2) ein höherschmelzender und/oder härterer Werkstoff (12) als der zu verpressende Werkstoff vorgesehen ist, während in einer dem Preßstempel (3, 4) zugekehrten, Inneren Zone innerhalb der genannten Bohrung (ii) ein dem zu verpressenden Werkstoff gleicher oder ähnlicher Werkstoff (13) vorgesehen ist. 6. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der erweiterten Bolirung (36, 37 in Fig. 4; 27 in Fig. 5) eine Büchse (23 bzw. 28) vorgesehen ist, welche die einerseits durch die Bahn der Mantelfläche des Stempelkopfes (3) und andererseits durch die erweiterte Bohrung (36, 37 in Fig. 4; 27 in Fig. 5) begrenzte Zone in radialer Richtung nur teilweise ausfüllt. 7. Strangpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (23 bzw. 28) zum Zweck des Druckausgleiches mit Durchhohrungen (26 bzw. 31) versehen ist. 8. Strangpres'se nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (23 in Fig. 4) druckfest ausgebildet ist und aus einem möglichst chemisch nicht angreifbaren, verschleißfesten, metallischen Werkstoff besteht. g. Strangpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfeste Büchse (:23 in Fig. 4) verhältnismäßig dünln-wandig ist und wenigstens an ihrem äußeren Mantel. erforderlichenfalls aber auch innen, in einschmelzbares, unter dem Preßdruck anschmiegsamesM#etall (24)# eingebettet ist. io. Strangpresse nach Anspruch 6 Oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (->8 in Fig. 5) aus einem nichtmetallischen, vorzugsweise keramischen. Stoff besteht. ii. Strangpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erweiterte Bohrung (6 in Fig. i) nur einen Teil der Länge des Aufnehmers einnimmt, während an den beiden Stirnseiten des Aufnehmers die Bohrung (7 bzw. 8) bis zu'n gebräuchlichen Maß verengt ist. 12. Strangpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erweiterte Bohrung (18, ig in Fig. 3; 36, 37 in Fig. 4) mit kammartigen Vertiefungen (16inFig. 3 ;:25 in Fig.4) versehen ist, die von dem Auskleidungsstoff ausgefüllt sind. 13. Strangpresse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die kammartigen Vertiefungen (16 in Fig. 3; 25 in Fig. 4) ringartig, und zwar vorzugsweise schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind. 14. Strangpresse nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die kammartigen Vertiefungen (16 in Fig. 3) sich an die äußere Mantelfläche einer rohrförmigen, von dem Auskleidungsstoff (2o) angefüllten Zone, die dem PreßstemPel (3, 4) benachbart ist, anschließen. 15. Strangpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die leicht verschleißbaren Teile an den Fiiden des Aufnehmers mit auswechselbaren, druckfesten Büchsen (14, 15 in Fig.:2) ausgekleidet sind.
DES5845D 1939-10-28 1939-10-28 Strangpresse zur Herstellung von Rohren, Stangen od. dgl., insbesondere von Kabelmaenteln Expired DE909331C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121569B (de) * 1959-03-19 1962-01-11 Schloemann Ag Verfahren zum Auspressen eines Aluminiumblockes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1121569B (de) * 1959-03-19 1962-01-11 Schloemann Ag Verfahren zum Auspressen eines Aluminiumblockes

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