DE907018C - Fluessigkeitsstossdaempfer mit doppelt wirkendem Kolben - Google Patents
Fluessigkeitsstossdaempfer mit doppelt wirkendem KolbenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. MÄRZ 1954
G 870 II /63 c
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft für Kraftfahrzeuge und insbesondere für Personenkraftwagen bestimmte
Flüssigkeitsstoßdämpfer, die ein zylindrisches Gehäuse und einen durch einen Schwingdaumen bewegten
doppelt wirkenden Kolben mit Saugventilen an beiden Enden haben. Derartige Stoßdämpfer
haben bei bekannten Ausführungen Überströmkanäle zwischen den Zylinderenden, in die federbelastete
Rücklaufventile eingesetzt sind, welche den Durchtritt der Flüssigkeit drosseln und dadurch
die dämpfende Wirkung des Stoßdämpfers verstärken.
Gegenstand der Erfindung sind Verbesserungen an derartigen Stoßdämpfern, welche die Herstellung
beträchtlich vereinfachen und die trotz geringerer Herstellungskosten die Betriebsbedingungen, was
den Verschleiß und die Zentrierung des Kolbens sowie die Symmetrie der stoßdämpfenden Wirkung
nach beiden Richtungen der Kolbenverschiebung anlangt, wesentlich verbessern. ao
Erfindungsgemäß ist der Kolben aus einem Stahlrohr hergestellt, in das zwei Trennwände mit Sitzen
für die Saugventile und zwei äußere, zur Stützung der Saugventilfedern dienende, durchbrochene
Scheiben eingesetzt sind, während für die zentrische Führung der auf den inneren Trennwänden aufliegenden
Saugventile in den Verschlußdeckeln des Gehäuses gelagerte Stangen dienen, und der beide
Zylinderenden verbindende Überströmkanal im Gehäuse ist als eine parallel zur Zylinderachse liegende
durchgehende Bohrung und der von dem Überströmkanal zum ölvorratsraum führende gemeinsame
Rückströmkanal ebenfalls als Bohrung im Gehäuse ausgeführt.
Weitere Erfindungsmerkmale und die Vorteile der Bauart gemäß der Erfindung gehen aus der
folgenden Beschreibung einer Ausführungsart eines Flüssigkeitsstoßdämpfers hervor, die beispielsweise
in der Zeichnung dargestellt ist.
ίο Fig. ι ist eine Seitenansicht des Stoßdämpfers;
Fig. 2 ist ein Grundriß, wobei der Deckel weggelassen ist;
Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 2;
Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt gemäß der Linie IV-IV der Fig. 3, wobei der Kolben nicht geschnitten
dargestellt ist;
Fig. 5 ist ein Querschnitt gemäß der Linie V-V der Fig. 3;
Fig. 6 ist ein Querschnitt gemäß der Linie VI-VI der Fig. 3 und 4;
Fig. 7 ist ein Querschnitt des Stoßdämpfers durch die Zylinderachse entsprechend einem anderen Ausführungsbeispiel
;
Fig. 8 ist ein Querschnitt gemäß der Linie VIII-VIII der Fig. 7.
Zunächst bezieht sich die Beschreibung auf Fig. 1 bis 6 der Zeichnung.
Entsprechend dem gewählten und dargestellten Ausführungsbeispiel ist der gehäuseartige Körper
des Stoßdämpfers, der ein Gußstück vorzugsweise aus Leichtmetall ist (Fig. 1 bis 3), so geformt, daß
er einen Zylinder 1 bildet, der durchgehend ausgebohrt und an seinen beiden Enden durch Schraub-Verschluß
stücke 2 abgeschlossen ist. Durch einen Zugang 3 in seinem Mittelteil öffnet er sich zu
einem erweiterten Hohlraum 4, den ein Deckel 5 abschließt. Dieser wird durch zwei Schrauben 6
gehalten, die auf Scheiben 7 aus synthetischem Kautschuk aufliegen.
In der Zylinderbohrung ist ein doppelt wirkender Kolben montiert, der durch ein halsartig verjüngtes,
mit quer liegenden Trennwänden versehenes Stahlrohr 8 gebildet ist.
Die halsartige Verjüngung vermindert den Durchmesser
des mittleren Teiles derart, daß an den Enden zwei Kolbenköpfe 9 belassen werden, die in
der Bohrung gleiten. Nach dem Zugang 3 hin weist das Rohr 8 in der Mitte seiner Länge einen bogenförmigen
Ausschnitt 10 über nahezu die Hälfte seines Durchmessers auf (s. auch Fig. 4). Die
beiden Kolbenköpfe 9 sind symmetrisch. Beiderseits dieses bogenförmigen Ausschnitts ist die
innere Rohrwand auf ein kurzes Stück ausgebohrt, um je eine Scheibe 11 aufzunehmen, die eine quer
liegende Trennwand bildet. Auf dieser Scheibe, dem bogenförmigen Ausschnitt zugewandt, liegt
eine dicke Scheibe 12 aus synthetischem Kautschuk auf, die mit einer Buchse 13 versehen ist, die in
Form eines schrägen, abgeflachten Teiles 14 nach der öffnung des Zugangs 3 hin abgeschnitten ist.
Gegen die Außenflächen der Scheiben 11 werden
durch Federn 20 Ansaugventile 15 gepreßt, die auf einer den Kolben axial durchdringenden Stange'16
zentrisch angeordnet sind. Die anderen Enden der Federn 20 werden von .durchbrochenen Scheiben 21
gehalten, die in eine Ringnut des Kolbenkopfes eingefügt sind. Die Stange 16 ist an jedem Ende
in einer langen Nabe 17 aus synthetischem Kautschuk gelagert, die gegen die Innenfläche des
Schraubverschlußstückes 2 durch eine Metallscheibe 18 gepreßt wird. Diese Metallscheibe 18 umschließt
den kegelförmigen Mantel der Bolzennabe 17 und wird durch das Schraubverschlußstück 2 gegen
einen Dichtungsring 19 aus synthetischem Kautschuk gedrückt, der ein Lecken oder Ausströmen
durch das Gewinde verhindert.
Der gehäuseartige Körper ist seitlich durch einen zylindrischen Teil 22 ausgebaucht, dessen Achse
der Achse des Zylinders 1 parallel ist. Dieser zylindrische
Teil 22 dient als Durchgangsleitung zum Rücklauf der Flüssigkeit von den beiden Zylinderenden
nach dem Vorratsraum 4. Diese Zuleitung besteht aus zwei symmetrischen Zweigen und einem
gemeinsamen Teil. Jeder Leitungszweig (Fig. 4) hat einen schräg verlaufenden Kanal 23, der als
Gußkanal hergestellt werden kann und der von einer Aussparung 24 etwa am Ende der Zylinderbohrung
abgeht und in eine durchgehende Bohrung im zylindrischen Teil 22 mündet. Diese Bohrung,
die in mehreren Stufen mit abnehmendem Durchmesser hergestellt ist, hat am Ende ein langes
Stück 25, das durch eine Verschlußschraube 26 mit einem Dichtungsring 27 aus synthetischem Kautschuk
verschlossen ist. Am inneren Ende der Bohrung 25 ist ein Metallring 28 mit kleiner zentrischer
Bohrung im Preßsitz eingepaßt. Auf der inneren Fläche dieses Ringes in der Bohrung 29
liegt ein Vierkant 30 aus synthetischem Kautschuk auf (s. auch Fig. 6), dem der Ring in Verbindung
mit einer Feder 31 als Sitz dient und wodurch ein Ventil gebildet wird. Die Feder 31 ist in der
Bohrung 29 durch das Einsetzen des Ringes 28 eingeschlossen
und liegt an dem inneren Ende dieser Bohrung und auf den Kanten der Vierkantabsperrklappe
(Vierkanteinsatz) auf. Die .Feder 3 χ ist ziemlich schwach und läßt schon ein Ansprechen
des Ventils bei kleinen Drücken zu; dieses spielt nur die Rolle eines Absperrorgans. Die letzte Stufe
der Bohrung in Form eines Loches 32 mit kleinem no Durchmesser ist kurz und mündet in den Teil der
Rücklaufleitung, der beiden Enden des Zylinders gemeinsam dient.
Dieser Teil der gemeinsamen Leitung umfaßt im wesentlichen eine senkrechte Bohrung in einem
zylindrischen Teil 33 des gehäuseartigen Körpers, der rechtwinklig zum zylindrischen Teil 22 liegt
(Fig. ι und 5). Diese Bohrung 34, deren äußere öffnung durch eine Verschlußschraube 35 in Verbindung
mit einer Dichtungsscheibe 36 aus synthetischem Kautschuk verschlossen ist, enthält ein
federbelastetes Ventil 41, welches das einzige Ventil für den Rücklauf ist. Die Bohrung 34 wird
durch eine Bohrung 37 geringeren Durchmessers verlängert, die mit einem Gußkanal 38 in Verbindung
steht, der in den erweiterten Hohlraum^ des
gehäuseartigen Körpers mündet. In diese Bohrung 37 mit kleinem Durchmesser ist eine abgesetzte
Buchse 39 eingesetzt, deren Flansch auf einer Dichtungsscheibe 40 auf der Grundfläche der Bohrung
großen Durchmessers aufliegt. Diese Buchse ist stramm in das Ventil eingepaßt, dem sie als Sitzfläche
dient. Dieses Ventil öffnet sich nach der Leitung 38 zu und hat einen Kopf 41, der auf dem
kleinen Ende der Buchse ruht, sowie einen zylindrischen Schaft 42, der in Längsrichtung eine Bohrung
43 und in Querrichtung eine Bohrung 44 unter dem Kopf 41 aufweist. An seinem anderen Ende,
das mit Gewinde versehen ist, nimmt er einen gerändelten Mutternring 45 auf, der einer Ventilfeder
46 als Auflage dient, die gegen diesen Mutternring und die (Buchse 39 gehalten wird.
Zwischen den beiden Buchsen 13 des Kolbens
(Fig. 3 und 5) ist auf jeder Seite der axialen Stange 16 zur Steuerung der Kolbenverschiebung
ao ein Daumen 47 angeordnet, der an seinem Ende bei 48 abgerundet ist. Diese Daumen könnte man auch
durch Fräsen aus einem Stück erhalten. Ihre erschütterungsbedingte Schwingbewegung wird durch
Ausladungen 49 im Innern des Gehäuses begrenzt, die den Zugang 3 beschränken, und durch die Abflachung
dieser Buchsen 13, wie Fig. 3 zeigt, ermöglicht. Die beiden gleichen und parallelen
Daumen sind mit Querstreben 50 auf einem gerippten Teil 51 einer abgesetzten, zum Zylinder
senkrechten Achse 52 montiert, die sich in Bolzennaben 53 und 54 des gehäuseartigen Körpers dreht.
Auf einer Seite verläuft diese Achse durch eine Dichtung hindurch, die von einer Scheibe 55 aus
synthetischem Kautschuk gebildet wird und derart geformt ist, daß sie eine elastische, ringförmige, die
Achse umschließende Auflagefläche 56 bildet. Die Dichtungsscheibe 55 wird in einem Metallgehäuse
57 gehalten, das in eine zum gehäuseartigen Körper gehörende Aussparung eingepreßt ist. Der herausragende
Teil der Achse weist eine gerippte Auflagefläche 58 auf und wird durch ein mit Gewinde versehenes
Ende 59 abgeschlossen, das zur Aufnahme der Gegenmutter eines Verbindungshebels bestimmt
ist, der auf der gerippten Auflagefläche befestigt ist und den Stoßdämpfer steuert.
Auf der entgegengesetzten Seite hat der gehäuseartige Körper Bolzenlager 60 mit Bolzenlöchern 61
sowie einen Befestigungsarm 62.
Die Arbeitsweise ist leicht verständlich. Sobald sich die Steuerdaumen, die normalerweise eine
senkrechte Lage einnehmen, durch die erschütterungsbedingte Schwingbewegung nach links in die
in Fig. 3 dargestellte Lage bewegen, füllt sich das rechte Ende des Zylinders mit Flüssigkeit. Diese
strömt von dem Hohlraum 4 des Vorratsraumes durch die Buchse 13 und die Trennwand 11, die
dem Ansaugventil 15 als Sitz dient, hebt dieses Ventil an und dringt an diesem Ende des Zylinders
durch die durchbrochene Scheibe 21. Am anderen Ende des Zylinders strömt die zusammengepreßte
Flüssigkeit (Fig. 4) durch die Aussparung 24, den schräg verlaufenden Kanal 23 und die Stufenbohrungen
25, 29, 32, wodurch die Vierkantabsperrklappe 30 gehoben wird, und dringt in die unterhalb
des federbelasteten Ventils befindliche Bohrung 34 (Fig. 5). Sobald der Druck ausreicht,
wird dieses angehoben, und die Flüssigkeit strömt durch die Kanäle 43, 44 des Ventils, um zu dem
Vorratsraum 4 durch den Kanal 38 zurückzukehren.
Die Vorteile der Vorrichtungen, die vorstehend beschrieben wurden, bestehen in der Verschleißfestigkeit,
in der Betriebssicherheit und in der großen Einfachheit der Montage.
Die Verschleißfestigkeit beruht im wesentlichen auf der Tatsache, daß der Zylinder in einem gehäuseartigen
Körper aus Leichtmetall ausgebohrt und der Kolben aus einem Rohr aus widerstandsfähigem
Stahl gefertigt ist, dessen Reibungskoeffizient gegen Leichtmetall klein ist. Überdies
ist, da die zur Zentrierung der Ansaugventile 15 dienende axiale Stange 16 in Bolzennaben aus
synthetischem Kautschuk montiert ist und die Ventileinsätze (Klappen) selbst aus synthetischem
Kautschuk bestehen, kein metallischer Stoß zu befürchten. Diese Stange hat keine Berührung mit
dem Kolben. Dessen Bewegung wird durch die Daumen 47 ohne jedes Spiel dank des Schubes der
elastischen Anordnung gesteuert, die durch die auf den dicken Scheiben 12 aufliegenden Buchsen 13
gebildet wird, die ein leichtes Angreifen auf dem angerundeten Ende dieser Daumen gewährleisten.
Die symmetrische Lage der Daumen auf zwei Ebenen, die gleichen Abstand von der Achse haben,
sichert eine vollkommen symmetrische Wirkung auf den Kolben, der in dem Zylinder ohne Gefahr
des Klemmens gleitet.
Die Einfachheit der Montage ist augenfällig. Die Bearbeitung des Kolbens beschränkt sich auf
einen Arbeitsvorgang des Anschneidens und des Eindrehens (Halsverjüngung) und eine einzige
Fräsbearbeitung, die zur Herstellung des bogenförmigen Ausschnitts 10 notwendig ist. Die durchbrochenen
Scheiben 21, die den Federn als Auflage dienen (Fig. 3), werden durch einen Preßvorgang
eingesetzt, bei dem diese ursprünglich gewölbten Scheiben gestaucht werden, um ihre peripherisch
vorspringenden Ansätze in die dafür vorgesehenen Nuten einzupassen. Die Federn 20 und die Ansaugventile
15, die Auflagetrennwände 11 sowie die mit
den Buchsen 13 versehenen elastischen Scheiben 12
werden beim Einsetzen durch den bogenförmigen Ausschnitt 10 eingeführt. Auch ist die Montage der
Absperrklappen (Fig. 4) sehr einfach. Man legt die Feder 31 und die Vierkantklappe 30 (Vierkantein*-
satz) ein und paßt den Ring 28, der ihm als Sitz dient, stramm ein. Die Montage des federbelasteten
Ventils geschieht in der gleichen Art durch Hineintreiben der Buchse 39, in der dieses Ventil montiert
ist. Schließlich wird die Dichtung 55 der Steuerachse in dem Metallgehäuse 57 montiert, indem sie
in die entsprechende Aussparung hineingepreßt wird. Nach der Montage des Kolbens werden die
Steuerdaumen 47 in dem Gehäuse durch die obere öffnung des Hohlraumes 4 eingeführt, dessen
Deckel 5 abgenommen ist, wobei sie in den Kolben
eingesetzt und auf der Steuerachse montiert werden, indem diese eingepaßt wird.
Gemäß dem in Fig. 7 und 8 dargestellten abgewandelten Ausführungsbeispiel ist die Stange 16,
die an ihren Enden in Zentrierteilen gelagert ist, die an den Enden der Zylinderbohrung durch die
Schraubverschlußstücke 2 fixiert sind, wesentlich kürzer als der Zylinder und in ihren Lagerungen
frei beweglich, so daß sie sich nach beiden Seiten aus ihrer Mittellage heraus verschieben kann. Die
kleine Kammer 63, die in dem Zentrierteil an jedem Stangenende gebildet wird, steht durch einen geeichten
Undichtigkeitsspalt mit der Kammer 64 in Verbindung, die an dem zum Zylinder gehörigen
Ende durch den Kolben begrenzt wird. Dieser Spalt kann sich beispielsweise einfach durch ein
geringes Spiel zwischen der Stange 16 und dem Zentrierstück 17 ergeben.
In Höhe eines jeden Kolbenkopfes weist die Stange 16 eine halsartige Verjüngung 65 auf, die
sich über eine bestimmte Länge in Richtung des Zylinderendes von der vorderen Auflagefläche des
Ansaugventils her erstreckt, wenn der Kolben und die Stange die in Fig. 1 dargestellte Mittellage einnehmen.
An den Enden dieses halsartig verjüngten Teiles bilden Einkerbungen 66 und 67, deren Querschnitt
in beiden Richtungen abnimmt, ebenfalls Übergangswege für die Flüssigkeit.
Jedes Zylinderende steht, wie in dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben, mit einer Längsbohrung 68 in Verbindung, von deren Mitte ein gemeinsamer
Rücklaufkanal 69 zum Vorratsraum führt. Beiderseits dieses Kanals enthält jeder
Zweig der Bohrung, der durch eine Verschlußschraube 70 mit Zapfen 71 verschlossen ist, ein
Gleitventil. Dieses wird durch einen zylindrischen Teil 72 mit einer zentrischen Bohrung 73 gebildet
und gegen den Zapfen 71 durch eine Feder 74 gedruckt.
Der gemeinsame Rücklaufkanal 69 enthält das vorher beschriebene- federbelastete Ventil 75
und mündet über einen Kanal y6 in eine Nut yy des
mittleren Teiles der Bohrung zwecks Verbindung mit dem Speicherraum 4.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende; Nehmen wir an, daß sich in der Gleichgewichtslage
der Aufhängung die Stange 16 sowie die Steuerdaumen 48 des Kolbens in ihrer Mittellage befinden.
Eine Durchbiegung der Federn dreht die Daumen 48 beispielsweise im Uhrzeigersinne, wobei
der Kolben nach links entsprechend der Fig. 3 verschoben wird. Nehmen wir ebenfalls an, daß
die Amplitude der erschütterungsbedingten Schwingbewegung begrenzt ist.
Sobald der Kolben seine Gleichgewichtslage verläßt, befindet sich das Ansaugventil 15 insgesamt
über dem halsartig verjüngten Teil 65 der Stange und öffnet eine ringförmige Durchgangsöffnung für
die Flüssigkeit, wodurch verhindert wird, daß sich der Druck bis zum linken Ende des Zylinders auswirkt.
Während der \rerschiebung des Kolbens aus
der Gleichgewichtslage wird keine Dämpfung erzeugt, wenn die Amplitude nicht ausreicht, daß der
linke Rand des Ventils 15 das Ende der halsartigen Verjüngung 65 erreicht. Während dieses Hubes
spricht das Ansaugventil 15 des rechten Kolbenkopfes an und erlaubt der Flüssigkeit, wieder in die
Kammer 64 des rechten Zylinderendes einzutreten. Bei der Rücklaufbewegung des Kolbens nach
rechts kann das linke Ansaugventil 15 in Ruhestellung
bleiben, da die angesaugte Flüssigkeit durch die Durchgangsöffnung des halsartig verjüngten
Teiles 65 strömt. Dieser Durchgang schließt sich in dem Augenblick, wo der Kolben von neuem seine
Gleichgewichtslage passiert, aber die Einkerbung 66 erlaubt noch einen verminderten Flüssigkeitsdurchfluß,
der eine plötzliche Bewegung bei der Wiederöffnung des Ansaugventils vermeidet. In
der Kammer 64 des rechten Zylinderendes steigt im Gegensatz dazu der Flüssigkeitsdruck mit dem Einsetzen der Rücklaufbewegung auf den Wert an, der
der Federspannung des Rücklaufventils 75 entspricht, bis das rechte Ansaugventil 15 den rechten
halsartig verjüngten Teil 65 der Stange erreicht hat, das heißt bis zu dem Moment, wo der Kolben
die Gleichgewichtslage überschreitet. Der Druck geht also während des Entfernungshubes aus der
Gleichgewichtslage nach rechts von neuem auf Null zurück, wie vorher beschrieben, und erreicht nur
während des Rückhubes nach der Gleichgewichtslage zu einen Dämpfungswert, der der Federspannung
des Rücklaufventils entspricht.
Die Druckveränderungen an beiden Zylinderenden machen sich nicht sofort in den kleinen
Kammern 63 am Stangenende bemerkbar, da diese Kammern mit den Kammern 64 nur durch geeichte
Undichtigkeitsspalte verbunden sind. Im Gegensatz dazu erreicht der Druck, der in diesen Kammern
am Ende eines bestimmten Zeitraumes vorhanden ist, einen Wert, der dem Integral der
Druckveränderungen während dieses Zeitraumes in der angrenzenden Kammer 64 entspricht.
Da die Gleichgewichtslage der Aufhängung der in Fig. 7 dargestellten Mittellage entspricht, sind
die integrierten Drücke in den beiden kleinen Endkammern 63 gleich, so daß die Stange die dargestellte
Mittellage einnimmt.
Die ringförmige Durchgangsöffnung für die Flüssigkeit vermeidet während der Verschiebung
des Kolbens aus der Gleichgewichtslage die Dämpfung, die nur während solcher Rückhübe wirksam
wird, die der Verschiebung eines der Ansaugventile längs des Mittelteiles, d. h. längs des vollen Durchmessers
der Stange 16 entsprechen. Wird die Gleichgewichtslage des Stoßdämpfers variiert und
beispielsweise eine Verlagerung nach links (Fig. 7) angenommen, wobei die Stange 16 zunächst in der
dargestellten Mittellage bleibt, so vergrößert sich die Länge dieser Verschiebung für das rechte
Ventil 15 und vermindert sich für das linke Ventil 15. Es folgt daraus, daß der Bremsdruck länger in
der rechten Kammer 64 als in der linken bestehenbleibt.
Der Druck in der rechten kleinen Kammer 63 wird also bald stärker sein als in der Kammer 63
des anderen Stangenendes und wird dessen Verschiebung bis zu einer in bezug auf die neue Gleich-
Claims (8)
- Patentansprüche:ι. Flüssigkeitsstoßdämpfer mit zylindrischem Gehäuse und einem durch Schwingdaumen bewegten doppelt wirkenden Kolben mit Saugventilen an beiden Kolbenenden und mit federbelasteten Rückschlagventilen in einem gemeinsamen Überströmkanal von den beiden1 Zylinderenden zu einem im Gehäuse vorgesehenen ölvorratsraum, dadurch gekennzeichnet, daß dergewichtslage symmetrischen Lage bewirken, wobei die gleichen Bedingungen für eine symmetrische Stoßdämpfung wiederhergestellt werden wie in dem Fall, wo die Gleichgewichtslage die in Fig. 7 dargestellte Mittellage ist.Die Stange 16 stellt sich also von selbst in die Lage ein, die zu jeder beliebigen Gleichgewichtslage symmetrisch ist.
Wie dargestellt, haben die halsartig verjüngten Teile 65 jedoch nur eine Länge, die auf einen bestimmten Abstand der Zylinderbodenflächen begrenzt ist. Diese Anordnung bezweckt, eine Dämpfung am Ende des Entfernungshubes aus der Gleichgewichtslage zu gewährleisten, da als Folge eines heftigen Stoßes die Aufhängung eine große Erschütterungsschwingung erfährt. Zurückkommend auf die Beschreibung der Arbeitsweise wird man beispielsweise annehmen, daß am Ende der Kolbenverschiebung aus der Gleichgewichtslageao nach links das linke Ansaugventil 15 über das Ende des linken halsartig verjüngten Teiles 65 hinausgeht. x\Tun schließt sich die ringförmige Öffnung, und der Druck in der linken Kammer 64 steigt rasch auf den Wert, der durch die Federbelastung des Rücklaufventils gegeben ist. Man vermeidet auf diese Weise einen heftigen Aufprall der Aufhängung bei einem gewaltsamen Stoß.Die Einkerbung 67 der Stange gewährleistet einen Übergang zwischen dem Leerlauf der Anord-nung und der Dämpfung, so daß ein gewaltsames, J plötzliches Aufhören der erschütterungsbedingten j Schwingbewegung vermieden wird. Bei Beginn des j Rückhubes setzt allmählich die Flüssigkeitsbewegung durch die ringförmigen öffnungen ein und vermeidet eine plötzliche Rückströmung durch das Ansaugventil 15, das angehoben wird, sobald die Bewegung einsetzt, das aber zurückfällt, wenn die ringförmige öffnung freigegeben ist.Ein solcher soeben beschriebener Stoßdämpfer gewährleistet also die freie Durchbiegung der Federn und dämpft nur die Rückläufe zur Gleichgewichtslage, wodurch der Aufhängung ihre gesamte elastische Nachgiebigkeit belassen und die Dämpfung (Bremsung) nur am Ende der Durchbiegungshübe von großer Amplitude im Falle eines gewaltsamen Stoßes zur Vermeidung oder Begrenzung des Aufpralls erzeugt wird. Seine Arbeitsweise ist überdies dank der Übergangswege sehr weich, seine Montage sehr wirtschaftlich, und die Anpassung der Stange 16 an ihre Schieberfunktion läßt sich durch eine sehr einfache Bearbeitung dieser Stange vornehmen.Kolben aus Stahlrohr hergestellt ist, in das zwei Trennwänlde (11) mit Sitzen für die Saugventile (15) und zwei äußere, als Auflage für die Saugventdlfedern dienende durchbrochene Scheiben (21) eingesetzt sind, daß für die zentrische Führung der auf den inneren Trennwänden aufliegenden Saugventile in Verschlußdeckein des Gehäuses gelagerte Stangen (16) dienen und daß der beide Zylinderenden verbindende Überströmkanal (25, 29, 68) im Gehäuse als eine parallel zur Zylinderachse liegende durchgehende Bohrung und der von diesem Überströmkanal zum ölvorratsraum (4) führende gemeinsame Rückströmkanal (34, 37) ebenfalls als Bohruag im Gehäuse hergestellt ist. - 2. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Trennwände (11) des Kolbens (9) in abgesetzten Ausbohrungen des Kolbenmantels liegen und in diesen Bohrungen durch dicke elastische Scheiben (12) aus synthetischem Kautschuk und in diese Scheiben eingesetzte, oben abgeschrägte Buchsen (13) gehalten sind, die gegen die Gabelenden (48) des Schwingdaumens (47) anliegen.
- 3. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Saugventilfedern (20) stützenden durchbrochenen Scheiben (21) aus elastischem Material bestehen und in Ringnuten des Kolbenmantels eingesprengt sind.
- 4. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach den Ansprächen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Stange (16) im Bereich der Saugventile (15) durch Abdrehen auf einen kleineren Durchmesser Aussparungen hat, so daß die Stange bei bestimmten Phasen des Kolbenhubes als Kolbenschieber wirkt.
- 5. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Stange (16) kürzer als der Zylinder ist und in Lagern (17) der Endverschlußstücke (2) montiert ist, die kleine Zylinder (63) bilden, die mit dem Hauptzylinder (64) durch geeichte Undichtigkeitsspalte für die Flüssigkeit in Verbindung stehen, und daß die Verjüngungen (65) der Stange ringförmige Durchgangsöffnungen für die Flüssigkeit zwischen Stange und Ansaugventil über den größeren Teil des Kolbenhubes von seiner Gleichgewichtslage an bilden, und zwar in der Weise, daß der Querschnitt dieser Durchgänge ("65 und 66, 67) nach den Enden zu allmählich verringert ist.
- 6. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach den Ansprüchen ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schwingdaumen (47) tragende Achse (52) abgedichtet ist durch eine die Achse elastisch umschließende Scheibe aus elastischem Material, die in einem in eine Bohrung des Gehäuses eingepreßten Metallgehäuse sitzt.
- 7. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überstromkanal für den Rücklauf der Arbeitsflüssigkeitvon den beiden Zylinderenden nach dem Vorratsraum (4) nur ein einziges federbelastetes Rückschlagventil (41) enthält, welches in dem gemeinsamen Leitungsteil (34) angeordnet ist.
- 8. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das federbelastete Rücklauf ventil (41, 42) in dem gemeinsamen Rückströmkanal zum ölvorratsraum (4) einen Hohlschaft (42) hat, der in einer mit Preßsitz eingesetzten Buchse (39) gleitet und an dem dem Vorratsraum zugekehrten Ende durch einen Kopf (41) abgeschlossen ist, unterhalb dessen der Schaft eine Bohrung (44) für den Durchgang der Flüssigkeit hat, während das andere Ende des Hohlschaftes -einen Ring (45) zur Auflage einer sich gegen die Buchse legenden Rückzugfeder (46) hat.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 652398, 651645.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5831 3.54
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|---|---|---|---|
| FR907018X | 1949-01-22 |
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| DE907018C true DE907018C (de) | 1954-03-18 |
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Citations (2)
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Patent Citations (2)
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