DE904309C - Distanzschutzeinrichtung - Google Patents

Distanzschutzeinrichtung

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Publication number
DE904309C
DE904309C DEU977D DEU0000977D DE904309C DE 904309 C DE904309 C DE 904309C DE U977 D DEU977 D DE U977D DE U0000977 D DEU0000977 D DE U0000977D DE 904309 C DE904309 C DE 904309C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
time
distance
flip
protection device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU977D
Other languages
English (en)
Inventor
Edmund Glowka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Siemens Corp
Original Assignee
AEG AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG, Siemens Corp filed Critical AEG AG
Priority to DEU977D priority Critical patent/DE904309C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE904309C publication Critical patent/DE904309C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/26Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
    • H02H7/30Staggered disconnection

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Distanzschutzeinrichtung Zur Erzielung kurzer Abschaltzeiten bei Fehlern in Hochspannungsnetzen verwendet man Distanzrelais mit stufenförmiger Zeitkennlinie. Im allgemeinen werden für eine @aus,neichende Staffelung drei Zeitstufen benötigt, von denen die letzte (Grenzzeitstu:,fe) aus schutztechnischen Gründen verhältnismäßig hoch eingestellt ist. Um den Ein fluß des veränderlichen Lichtbogennviderstandes auf .die Widerstandsmesisung praktisch auszuschalten, hat man die Distanzrelais mit einer zusätzlichen Einrichtung ausgerüstet, welche nach einer Zeit, innerhalb der die Meßglieder, durch Ansprechen oder Nichtansprechen .die Lage .des Fehlers und damit ,die Auslösezeit bestimmt haben, den Spannungspfa-d aller Meßglieder unter gleichzeitiger Festhaltung der richtigen Auslösezeit entsprechend der gemessenen Fehlerentfernung unterbricht.
  • Durch die Verwendung derartiger Disfianzrelaie kann jedoch in besonderen Fehlerfälden unter Umständen die Betriebssicherheit der Leistungsanlage gefährdet werden. Tritt z. B. im ersten Drittel eines Stranges einer Doppelleitung ein Lichtbogenkurzschtuß auf, der nach kurzer Zeit unmittelbar auf ,den zweiten Strang übergeht, :so wird zwar der erste Strang mit der ersten Zeitstufe (Schnellzeit), .der zweite Strang dagegen erst mit der .dritten Zeitstufe (Grenzzeit) albgeschaltet, da das Distanzrelais des zweiten Stranges au# Grund seiner Arbeitsweise -sein Meßergebnis festgehalten hat. Durch die verhältnismäßig hohe Aus.lösezeit kann unter Umständen sogar eine Fehlabschaltung einer vorgelagerten gesunden Speiseleitung herbeigeführt werden.
  • Nach der Erfindung werden nun, diese Schwierigkeiten ,dadurch behoben, daß kurz vor Ablauf der den einzelnen Kippgliedern zugeordneten. Staffelzeit die staffelungsmäßi;g nächstfolgenden Kippglieder nacheinander eine erneute Widerstandsmessurig vornehmen.
  • Der Gegenstand -der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Die Abbildung zeigt eine Distanzschutzeinrichtung nach der Erfindung in grundsätzlicher Darstellung. Das Distanzrelais enthält ein Ü.beiratroimaniregeigl:ic(d. A mit Arbeitskontakten ai und a2, ein Richtungsglied Q .mit einem Kontakt q sowie zwei Überimpedanzkippglie:der G und H mit Kontakten bzw. la, die beim überschreiten elnies einstellbaren Impedanzwertes ansprechen. Lediglich das Kipprela!is G Tals sta.ffelungsmäßig erstes Meßglied steuert kontaktseitig ein Hilfsrelais G' mit einem Selbsthaltekontakt gi' zur FelsthaItunig der Auslöseizeiit entsprechend der gemessenen Fehlerentfernung. Das IHilfsrelaisi G' sowie ein weiteres dem Kippglied, H zugeordnetes Hilfsrelais H' betätigen im Stromkreiis. der Au.silösesp.tilc E klagende Kontakte, 92' bzw. h2'. K ist ein Zeitwerk mit unabhängig voneinander einstellbaren Kontakten ki, k2 und k3, deren Einstellung den bei dem Ausführungsbeispiel vorgesehenen .drei Zeitstufen derDistanzrelaiskennlirnie entspricht.
  • Durch einen weiteren Kontakt k4 wird ein Relais P mit Ruhekontakt p gesteuert, der im Spannungspfad der Impedanzm:eßglieder G und, H liegt. Dieses Relais hat die Aufgabe, nach einer bestimmten Zeit, .innerhalb der jedoch die Widerstandsmessung bereits erfolgt sein muß, den Spannungspfad der Kippglieder zu öffnen und dadurch im Falle eines Lichtbogenfehlers den Einfluß des sich. mit der Zeit ändernden Lichtbogenwiderstandes auf die Widerstandsmessung praktisch auszuschalten. Der Stromkreis des Relais.P wird ferner erfindungsgemäß durch ein zusätzliches Zeitrelais K' mit Ruhekontakt k' gesteuert.
  • Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung arbeitet ,in folgender Weise: Tritt .im Bereich der ersten Staffelizone des Distanzrelais ein Kurzschluß auf ,der zu schützenden Leitung auf, so werden das Anregerelais A und das Richtungsrelais Q ansprechen und ihre Kontakte ai und a2 bzw. q schließen und damit den Spannungspfad der Kippglieder G und H sowie die Zeitrelais K und K' an Spannung liegen. Das Zeitrelais K schließt zunächst seine Arbeitskontakte ki und k4. Da annahmegemäß der Fehler in der, ersten Zone liegt, haben .die Kippglieder G und H nicht angesprochen, und dIIei Kontakte h.2 und 92" bleiben geschlossen. Der Auslösestrornkreis wird daher über die Kontakte ki hergestellt. Die Abschaltung,der fehlerhaften. Leitung wird somit mit ,der Schnellzeit erfolgen.
  • Liegt der Fehler innerhalb -der zweiten Staffelzone, so wird auch .das ihr zugeordnete Kippglied G ZUM Ansprechen komrnen und unter gleichzeitiger Festhaltungseines Meßwertes das Öffnendes Ruhekontaktes 92' des Hilfsrelais G' bewirken. Dies hat zur Folge, daß der Auslösestromkreis erst beim Schließern des Kontaktes k2 des Zeitrelais K an Spannung gelegt wird und das. Distanzrelais mit der zweiten Staffelzeit .auslöst.
  • Tritt der Fehler außerhalb der, zweiten Zone des Distanzrelais. auf, so wirdaußer dem Kippglied. G auch das MeßgliedH -ansprechen, :die Auslösung des Distanzreliais infolgedessen erst durch .das Schließen derKontakteh, eingeleitet, also mit der sogenannten Bremszeit erfolgen.
  • Im Gegensatz zu der bekannten, Einrichtung wird bei :dem Gegenstand der Erfindung lediglich die Messung der st affelungsmäßigerstenKipprelais, bei dem gewählten also des Meßgliedes G, festgehalten, um dem oderdenstaffelungsmäßiig nächstfolgenden Kippgliedern eine erneute Messung zu ermöglichen. Eine durch das Zeitrelais K' vor Ablauf der -zweiten. Staffelzeit eingeleitete neue Mes=sung durch das nächstfolgende K ippgliec1 H hat in allen vorgenannten FehlerfällerL grundsätzlich keine Änderung des -ursprünglichen Meßergebni@sses zurFolge, wenn sich keine weiteren Fehler eingestellt haben. Leidiglich bei einem Lichtb,ogenlehler innerhalb der zweiten Zone kann durch die von, dem Kippglied H erneut vorgenommene Messung,die Auslösezeit des Distanzreliaisi um eine Zeitstufe erhöht werden, sobald infolge der Zunahmei des Lichtboigenwideirstandes leim Distanzrelais ein Fehler in der dritten Zone vorgetäuscht wird. Da der Lichtboägenwiderstand' in dito Messung aller Distanzrelais. eingeht, kann ein Staffelungsfehder-nicht eintreten.
  • Es sei nun .angenommen, @daß in einem Doppelleitungssystem, bei :dem jedes System mit Distanzrelais der vorbeschriebenen Art ausgerüstet ist, auf der einen Leitung, und zwar im Bereich der ersten Zone des Distanzrelais, ein: Lichtbogenkurzschluß auftritt, der mach einer genvissen. Zeit auf die andere Leitung Übergeht. Die Kippglieder des dem fehlerhaften Abschnitt der ersten Leitung zugeordneten Distanzrelais werden, da der Fehler annahmegemäß innerhalb der ersten Zone liegt, nicht .ansprechen. Die Auslösung des Schützes wird daher mit der schnellstmöglichen Zeit erfolgen. Anders verhält sich dagegen@das D.istanzreliais. der anderen Leitung. Da für dieses Relais derselbe Fehler außerhalb seines Schutzbereiches liegt, werden zunächst beide Meßglieder ansprechen.
  • Springt nun der Lichtbogen von dem ersten Lei.tungsisystem .auf das zweite über, so rückt auch der Fehlerart dem Distanzrelais des zweiten Systems wesentlich näher. Trotzdem würde bei der bekannten, Einrichtung, da die, Messung aller Kippglieder durch Hilfsrelais mit Selbsthaltekontakt festgehaIten wird, der Fehler erst mit der Grenzzeit ,geklärt werden. Urin eine derart hohe Abschaltzeit zu verwenden, könnte man gegebenenfalls -das Distanzrelais mit vier Zeitstufen ausrüsten.
  • Bei dem erfindungsgemäßen, in der Zeichnung veranschaulichten Distanzrelais wird jedoch, wie bereits erwähnt, der angestrebte Zweck in einfacherer Weise erreicht. Kurz vor Ablauf der zweiten Staffelzeit führt das der nächstfolgenden Staffelzone zugeordneteMeßgl.ied eine neue Messung durch, die durch den Ablauf des Zeitrelais K' eingeleitet wird. Da, der Fehler innerhalb der ersten Zone des Distanzrelais der zweiten Leitung liegt, wird. bei der erneuten, Messung keines, der Kipprelais oier höchstens das Kippglied G ansprechen. Da jedoch die Messung des Kippgliedes G durch das, Hilfsrelais G' festgehalten worden ist, wird in beidem Fällen .die Auslösung dies Di-st@anarelais nicht wie bei der bekannten Einrichtung mit der Grenzzeitstufe, sondern bereits ,mit der zweiten Zeitstufe erfolgen. Der erfindungsgemäße Vorschlag ist natürlich nicht auf Doppelleitungen beschränkt, sondern kann auch bei zweiseitig gespeisten Einfachleitungien mit Vorteil Anwendumg finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Di,stanzschutzeinrichtung mit mehreren Überimpedanzkippgliedern, die spannu.ngssiefig nur kurzzeitig erregt und deren Meßwerte festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß kurz vor Ablauf der den einzelnen Kippgliedern, zugeordneten Staffelzeit :die staffelungsmäßig nächstfolgenden Kippglieder nacheinander eine erneute Wide rsitandsmes-s;ung vornehmen.
DEU977D 1940-11-09 1940-11-09 Distanzschutzeinrichtung Expired DE904309C (de)

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DEU977D DE904309C (de) 1940-11-09 1940-11-09 Distanzschutzeinrichtung

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DEU977D DE904309C (de) 1940-11-09 1940-11-09 Distanzschutzeinrichtung

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DE904309C true DE904309C (de) 1954-02-18

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