DE90259C - - Google Patents

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DE90259C
DE90259C DENDAT90259D DE90259DA DE90259C DE 90259 C DE90259 C DE 90259C DE NDAT90259 D DENDAT90259 D DE NDAT90259D DE 90259D A DE90259D A DE 90259DA DE 90259 C DE90259 C DE 90259C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
    • B60T15/24Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures
    • B60T15/30Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures with a quick braking action
    • B60T15/302Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder
    • B60T15/304Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder with one slide valve

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Oktober 1895 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine selbstthätige Steuerung für Luftdruckbremsen und bezweckt eine rasche, unmittelbare Bremswirkung bei gröfster Verminderung des Druckes in der Bremsleitung und eine erleichterte Loslösung der Bremsklötze nach erfolgter Bremswirkung.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt der Steuerung nach vorliegender Erfindung dar. Fig. 2, 3 und 4 sind Querschnitte nach den Linien 2, 3 bezw. 4 von Fig. ι und in Richtung des Pfeiles (Fig. 1) gesehen. Fig. 5 zeigt den Hauptschieber der Steuerung von unten. Fig. 6 ist ein Querschnitt durch das Futter des Ventilgehä'uses C nach Linie 6 in Fig. 3. Fig. 7 bedeutet einen Schnitt nach der Linie 7 von Fig. 4 und 6, und zwar in Richtung der entsprechenden Pfeile gesehen.
A ist das Hauptventilgehäuse, welches eine mit dem Futter t versehene Kolbenkammer B, die Hauptventilkammer C mit Futter C1 und eine Abflufskammer D enthält. Die Kammer B ist durch einen Deckel E verschlossen, welcher an das Hauptgehäuse unter Einfügung einer Dichtungsscheibe X angeschraubt ist. Die Abflufskammer D steht vermittelst des Stutzens r mit der Bremsleitung und durch die Oeffhung q mit der Kolbenkammer B in Verbindung. Die Hauptventilkammer öffnet sich nach dem Hülfsbehälter. Die am Gehäuse A angebrachte Kammer ρ besitzt eine Oeffnung nach dem Bremscylinder hin (Fig. 1). In der Wandung des Gehäuses A ist endlich noch eine Ventilkammer F angeordnet.
Die Innenfläche des Futters C1 hat einen Spiegel s für den Schieber C2 (Fig. 1 und 6), dieser hat eine verhältnifsmäfsig grofse Durchlafsöffnung s1 und eine enge Oeffnung s3 (Fig. 4 und 6) nach der Kammer ρ hin, ferner eine Oeffnung s2 nach dem Auslafs m, den Kanal s* nach der Kammer D und schliefslich die beiden Durchlässe s5 und s6 (Fig. 1, 3 und 6), von welchen der erstere mit der Auslafsöffnung Z durch den Kanal /2, d'er letztere durch den Kanal Z3 mit der Ventilkammer F in Verbindung steht.
Der mit der gewöhnlichen Feder k belastete Hauptventilschieber hat an seinem Ende eine mit einem Ventilsitz k2 versehene Oeffnung k1 und einen bis auf den Schiebersitz reichenden Kanal A:3 und an der unteren Seite eine Aussparung A"4 (Fig. ι und 7). In der unteren Fläche des Hauptventilschiebers sind Nuthen k5 k6 k7 und k8 in der aus Fig. 5 ersichtlichen Anordnung angebracht.
In der Kammer B ist ein Kolben B1 angeordnet, dessen Stange B2 durch den Hauptventilschieber geht. Das Ende der Stange B2 trägt ein Ventil i, welches sich gegen den Sitz k2 legen kann (Fig. 1). Quer durch die Kolbenstange geht eine längliche Bohrung z1, durch welche ein Splint P gesteckt ist, wodurch ein Mitnehmen des Schiebers C2 durch die Kolbenstange erfolgt (Fig. 1 und 4).
In der Kammer F befindet sich ein Ventil F1, welches zweckmäfsig durch einen Kolben gebildet wird und eine ringförmige Nuth h besitzt, welche, wenn das Ventil sich in der gezeichneten Normalstellung befindet, die Verbindung
zwischen den Kanälen Z2 und / herstellt. An dem beim- Kanal,/8 befindlichen Ende trägt das Ventil einen Vorsprung Ji1, welcher das Ventil an der Bewegung bis an das Ende der Kammer F hindert. Zwischen dem Ventil F1 und der Verschlufsschraube t3 liegt eine Feder h2, welche das Bestreben hat, das Ventil in der gezeichneten Lage zu halten (Fig. i).
In dem Deckel E ist eine durch eine Verschlufsschraube E2 verschlossene Kammer E1 angeordnet, welche nach dem Raum B hin offen ist und einen Stempel ΕΆ mit Ansatz g und Bund gl enthält. Dieser Stempel ist in g2 geführt und von einer Feder g3 umgeben, welche das Bestreben hat, den Bund g1 gegen einen Anschlagflantsch g* des Deckels E zu drücken. Der Kolben B1 trägt einen Ansatz B3.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind die Theile in der Lage dargestellt, bei welcher Luft bei r aus der Bremsleitung in die Kammern D und B eintritt und durch die Nuthen tl und f2, die ,in den Futtern t und C1 angebracht sind, nach der Kammer C und von hier durch die Oeffnung η nach dem Hülfsbehälter geht und den letzteren anfüllt, so dafs zwischen diesem und der Bremsleitung Druckausgleich stattfindet. Der Kanal kh des Hauptschiebers setzt die Oeffnungen s1 und s2 in Verbindung, wodurch der Druck aus dem Bremscylinder durch den Auslafs m nach der freien Luft abgelassen wird. Der Kanal ks verbindet die Oeffnungen s3 s6 (Fig. 7), so dafs dem über dem Kanal Z3 befindlichen Theil der Kammer F ein Luftweg geschaffen ist ,durch den Kanal Z3, die Oeffnungen s6 s3, von da in die Kammer p, die Oeffnungen s1 s'2 und schliefslich in den Auslafs m, der mit der freien Luft in Verbindung steht. Die Abwesenheit von Druckluft in der Ventilkammer F bewirkt, dafs die Feder Ji2 das Ventil F1 in seiner Normalstellung festhält, so dafs der Kanal /2 durch die Oeffnung / mit der Aufsenluft in Verbindung steht.
Bei Verminderung des Druckes in der Bremsleitung behufs betriebsmäfsigen Anhaltens wird nun der Kolben B1 durch das Uebergewicht des Druckes in dem Hilfsbehälter vorgetrieben, bis der Ansatz B3 auf den Buffer g trifft. Hierbei wird, nachdem der Kolben um die Länge des Schlitzes i1 der Kolbenstange vorbewegt ist, der Hauptventilschieber durch den Splint z'2 mitgenommen, so dafs der Kanal k3 über die Oeffnung s1 gelangt. In dieser Stellung ist der Hülfsbehälter von der Bremsleitung abgeschlossen und der Druck strömt aus dem Hülfsbehälter durch k\ k3, Oeffnung s1 und Kammer ρ nach dem Bremscylinder. Sinkt infolge dessen der Druck in dem Hülfsbehälter so weit, dafs der Druck in der Bremsleitung überwiegt, so bewegt sich der Kolben B1 zurück und schliefst das Ventil i und den Kanal k3, worauf sich infolge des Ueberdruckes in der Bremsleitung der Schieber in die gezeichnete Stellung zurückbewegt.
Bei gröfster Druckverminderung in der Bremsleitung behufs schnellen, sofortigen Anhaltens macht der Kolben -B1 unter dem Einflufs des Druckes im Hülfsbehälter seinen ganzen Hub, bis er den Buffer E3 gegen den 'Deckel E treibt. Hierdurch wird der Hauptschieber in eine solche Lage gebracht, dafs der Ausschnitt ke die Oeffnungen si und s5 verbindet und so die Luft aus der Kammer D bezw. der Bremsleitung durch die Oeffnungen s4 s5, den Kanal I3 und die Oeffnung / nach der freien Luft geht. Die Aussparung k7 stellt hierbei die Verbindung der Oeffnungen s3 und s6 her (Fig. 7) und der Ausschnitt A:4 steht über der Oeffnung s1 (Fig. 1). Infolge der Gröfse des Ausschnittes A·4 tritt der volle Druck fast augenblicklich von dem Hülfsbehälter in den Bremscylinder ein. Da hierbei Druck aus dem Hülfsbehälter in den Raum ρ eintritt, so geht der Druck bei der geschilderten Lage des Hauptschiebers auch durch die Oeffnungen s3, Aussparung k1, Oeffnung s6 und Kanal Is (Fig. 7 und 3) nach der Kammer F und drückt das Ventil F1 nach der Verschlufsschraube t3 hin, so dafs die Verbindung zwischen dem Kanal Z2 und dem Auslafs Z unterbrochen wird. Der Weg zwischen Bremsleitung und Aufsenluft, welcher durch die Kanäle s4 k6 s5 P h und Z gebildet wird, ist weit genug, um das vollständige Entweichen des Druckes aus der Bremsleitung zu ermöglichen, bevor die Durchlässe durch das Ventil F1 unter der Einwirkung des Ueberdruckes des Hülfsbehälters oder des Bremscylinders geschlossen werden. Das Ventil jP1 bleibt geschlossen, bis der Druck in der Bremsleitung wieder steigt und den Hauptschieber in die Normalstellung zurückführt, worauf der Druck in der Kammer F durch Z3, A:8 und s3 (Fig. 3 und 7) nach der Kammerp und von da durch m nach aufsen geht.
.. Durch die beschriebene Anordnung wird eine ebenso schnelle, plötzliche Wirkung erzielt, wie bei den bisher gebräuchlichen.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung besteht in der Anordnung eines Luftweges zwischen Bremsleitung und Aufsenluft, welcher Luftweg nur bei plötzlicher Verminderung des Druckes in der Bremsleitung vermittelst einer entsprechenden Bewegung des Hauptschiebers hergestellt wird, sowie in der Anordnung des Hülfsventils F1, welches, durch die verschiedenen Stellungen des Hauptschiebers beeinfiufst, den vorher erwähnten Luftweg wieder verschliefst, wenn eine genügende Bremswirkung erzielt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbstthätige Steuerung für Luftdruckbremsen der durch das Patent Nr. 49965 ge-
    schützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs der bei einer gröfseren Verschiebung des Hauptsteuerschiebers (C2J der Rohrleitungsluft ins Freie geöffnete Weg (D s* k6 s'° I2 IJ durch die Ringnuth (h) oder sonstige Oeffnung eines Kolbenschiebers (F1J geführt wird, welcher für gewöhnlich durch eine Feder (K1J in der offenen Mittellage gehalten, nach eingetretener Schnellbremsung aber durch einen vom Hauptsteuerschieber (C2) eröffneten Luftweg (ps3 s6 k1 I3J vom Bremscylinder aus einseitig unter Luftdruck gesetzt und dadurch für die Dauer der Bremsung in seine Verschlufslage verschoben wird, zu dem Zwecke, die zum Schnellbremsen erforderliche Oeffnung der Bremsrohrleitung nach der Einleitung des Bremsens sofort wieder zu schliefsen und somit ein rechtzeitiges Lösen der Bremsen durch eine gegen die freie Luft sicher abgeschlossene Bremsrohrleitung zu ermöglichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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