DE89953C - - Google Patents

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DE89953C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
    • G11B5/86Re-recording, i.e. transcribing information from one magnetisable record carrier on to one or more similar or dissimilar record carriers

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(District Columbia, V. St. A.).
Phonogrammkopirvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1896 ab.
In den bis jetzt bekannten Apparaten, welche dazu dienen, von einem phonographischen Cylinder die Eindrücke auf einen zweiten Cylinder zu übertragen und so eine Nachbildung herzustellen, sind die die Wachsfläche des Cylinders berührenden Spitzen an Hebeln befestigt, die durch Gelenke, Glieder und Diaphragmen u. s. f. verbunden sind. . Die Uebertragung von dem einen Cylinder auf den anderen geht dabei durch die Drehpunkte der Glieder und Gelenke, indem geeignete Gewichte den Druck ausüben. Solche Instrumente erfordern eine mühselige Justirung und kommen sehr leicht aufser Ordnung.
Nachstehend soll als Erfindungsgegenstand eine Einrichtung beschrieben werden, die viel einfacher und sicherer ist und welche Duplicate von Phonographcylindern mit viel gröfserer Genauigkeit liefert.
In dieser Einrichtung sind die Spitzen fest mit einander verbunden und sitzen an einem Träger, der an einem Arm schwingt, welcher geneigt aufgehängt ist, so dafs sein Gewicht zur Geltung kommt und, auf den Drehpunkt des an dem Arm angelenkten Hebels wirkend, die Spitzen mit den betreffenden Cylindern in Berührung hält. Dieser Arm hat eine Art Cardanische Aufhängung, so dafs er in einer Ebene schwingt und aufserdem noch um eine in dieser Ebene liegende Achse drehbar ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Querschnitt durch den neuen Apparat,
Fig. 2 eine Vorderansicht desselben, und
Fig. 3 eine Formänderung des Apparates.
Ein Arm Y umspannt an einem Ende mit einer Mutter die gewöhnliche, mit Schraubengewinde versehene Leitspindel W, während das andere Ende auf einer glatten Schiene aufruht und gleitet. Ai ist der Hauptcylinder, welcher bereits phonographische Eindrücke erhalten hat, und N ist ein glatter Cylinder, auf den diese Eindrücke übertragen werden sollen. Die Cylinder sind parallel zu einander gelagert und erhalten durch beliebige Mittel Umdrehung in derselben Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit. Z ist eine Platte, welche die auf den Cylindern arbeitenden Stifte R und S trägt. Dieser Stiftträger ist bei Q. an dem Arm X drehbar, der, wie oben erwähnt, in zwei Richtungen schwingen kann und etwas geneigt ist. Er sitzt auf zwei Zapfen u u eines Blockes U, der um den Stift T in der am Arm Y befestigten Gabel drehbar ist. Ein Arm E am Block U kann mit einem verstellbaren Gegengewicht versehen werden, um den Druck einigermafsen auszugleichen, der infolge der Schräglage des Armes X auf die. Spitzen R und 5 ausgeübt wird.
- Die besten Resultate werden erzielt, wenn man den Drehpunkt Q des Stiftträ'gers Z an den Durchschnittspunkt zweier Tangenten / J und GH verlegt, die durch die Berührungsstellen der Stifte auf den Cylindern M und N gehen. Der Drehpunkt kommt alsdann ungefähr in die Höhe der Verbindungslinie A-B der Cylinder-
(2. Auflage, atisgegeben am ig. Oktober igoi.j
achsen O und P zu liegen. Die Zapfen ic u müssen auch in der Tangente I J liegen, so dafs die Spitze R sich seitlich verstellen kann, ohne die Spitze S zu beeinflussen. Die Drehpunkte T und Q, sowie die Zapfen u u liegen also in einer geraden Linie, in der Tangente IJ.
Aus Vorstehendem wird man leicht erkennen, dafs das Gewicht des in T schwingenden Armes X den Drehpunkt Q. des Stiftträgers Z in der Richtung der Linie C-D niederzieht und dabei den Druck der Stifte R und S gegen die Cylinder hervorruft, der, wie schon erwähnt, durch Arm E mit Gleitgewicht mehr oder weniger ausgeglichen werden kann. Wenn somit die Cylinder in der Pfeilrichtung (Fig. 3) sich drehen, werden die auf Cylinder M bereits vorhandenen Eindrücke den Stift R in der Richtung der Linie L-K in Schwingungen versetzen, welche durch Schwingungen des Stiftträgers Z um den Drehpunkt Q derart auf den Stift S übertragen werden, dafs er in der Richtung der Linie E-F schwingt und die Eindrücke des Cylinders M in der Wachsfläche des Cylinders N nachbildet.
In Fig. 3 ist der Stiftträger Z an einem Arm X1 . drehbar, und hier liegt Q. auch an der Durchschnittsstelle der Tangenten I J und G H. Der Arm X1 wird durch ein auf dem Hebel E2 verstellbares Gegengewicht E1 niedergedrückt. Parallelführung wird durch geeignete Glieder in bekannter Weise gesichert, wobei Glied X2 mit Zapfen u u in einem Lager i1 am Arm Y ähnlich wie in Fig. 1 schwingt. Die Achse durch beide Zapfen u u geht durch die Spitze S, die Wirkungsweise ist hier dieselbe wie vorbeschrieben.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Eine Phonogrammkopirvorrichtung, gekennzeichnet durch ein zwei Spitzen (S und RJ tragendes Gelenkstück (ZJ, das zwischen dem glatten und dem mit Eindrücken versehenen Cylinder an einem Arm schwingt, der schräg von einem von der Leitspindel geführten Stück zwischen den Cylindern herabhängt, so dafs er auf den Spitzenträger einen Zug nach unten ausübt und somit Anliegen der Spitzen gegen die Wachsflächen bewirkt.
  2. 2. An der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Vorrichtung die Aufhängung des schräg herabhängenden Armes an Zapfen ic u eines Blockes ZT, der um einen Stift T an dem von der Leitspindel geführten Stück schwingt, in der Weise, dafs die Zapfen u u, der Stift T und der Drehpunkt Q des Spitzenträgers in der Tangente des einen Cylinders liegen, welche durch den Berührungspunkt der zeichnenden Spitze geht, so dafs die Spitze auf dem Muttercylinder sich seitwärts bewegen kann, ohne die auf dem glatten Cylinder schreibende Spitze in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen.
  3. 3. Die durch Anspruch 1 geschützte Vorrichtung in Gestalt eines in Parallelführung aufgehängten Armes mit Drehpunkt für den Stiftträger, wobei ein Glied des Parallelogrammes um eine Achse beweglich ist, die den glatten Cylinder an seiner Berührungsstelle mit seinem Stifte trifft, und wobei durch ein Schiebegewicht der Druck der Stifte gegen die Cylinder vermehrt oder vermindert werden kann.
    . Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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