-
Hydraulische Steuerung für Schalträdergetriebe von Werkzeugmaschinen
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steuerung für Schalträdergetriebe von Werkzeugmaschinen,
insbesondere von Drehbänken.
-
Es ist bereits bekannt, bei solchen Steuerungen hydraulisch verschiebbare
Schalträder und Kupplungen und eine ebenso betätigte Bremse vorzusehen, die mit
je einem Handsteuerglied zum Vorwählen der Getriebestufen sowie zum Schalten, Abbremsen
und Drehsinnwechseln der Arbeitsspindel versehen ist.
-
Die Erfindung bezweckt eine solche Ausbildung einer hydraulischen
Steuerung dieser Gattung, daß die Bedienungsperson, in die Lage versetzt wird, mit
einem Mindestaufwand an Arbeit und Erfahrung die Maschine zu bedienen, insbesondere
die Arbeitsgeschwindigkeiten zu ändern, die Arbeitsrichtung zu bestimmen und einen
beweglichen Teil der Maschinen, z. B. die Werkstückspindel, anzulassen oder stillzusetzen.
-
Ferner bezweckt die Erfindung eine Verringerung der Abnutzung und
Beanspruchung im Wechselgetriebe bei der Steuerung der Werkstückspindel, wodurch
die Lebensdauer der Maschine erhöht wird und die Unterhaltskosten auf .ein Mindestmaß
gesenkt werden.
-
Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß ein in seiner neutralen
Stellung stehender Schalthebel ein Schaltventil in seine Arbeitsstellung zu schieben
vermag, das in dieser Stellung die Druckmittelleitung zu dem von dem Schalthebel
gesteuerten
Richtungswählventil unterbricht und--, über eiri Schleichdrehzahlventil
eine Schleichdrehzahlkupplung einrückt und dann die vorgewählten Getrieberäder durch
einen Getriebeschaltkolben zum Eingriff bringt, der in seiner Endstellung-das Schaltventil
in seine Anfangsstellung überführt, bei welcher die Schleichdrehzahlkupplung und
der Getriebeschaltkolben in ihre Ruhestellung zurückkehren.
-
Vorzugsweise sperrt eine von dem Schaltventil betätigte Verriegelungsstange
die Schaltbewegung der Vorwählschaltscheiben für das Zahnradgetriebe und kehrt bei
Rückkehr des Schaltventils in seine Anfangsstellung selbsttätig in ihre Ausgangsstellung
zurück.
-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist mit dem Schaltventil
ein Unterbrecherventil verbunden, dessen Ventilkolben aus einer Normalstellung selbsttätig
verschiebbar ist und das dadurch die Schleichdrehzahlkupplung löst und den Druck
auf den Getriebeschaltkolben unterbricht, wenn der Getriebeschaltkolben die Schaltung
der Zahnräder nicht beenden kann und dadurch in der Leitung zwischen dem Unterbrecherventil
und dem Zylinder des Getriebeschaltkolbens ein Druck entsteht. Nach Aufhebung des
Druckes auf den Getriebeschaltkolben wird die Schleichdrehzahlkupplung wieder eingerückt,
worauf der Getrieheschaltkolben erneut unter Druck gesetzt wird.
-
Der Handhebel ist vorzugsweise in zwei Ebenen beweglich, wobei die
Bewegung in der einen Ebene der Betätigung des Richtungswählventils dient, während
,die Bewegung in der anderen Ebene das Schaltventil verschiebt.
-
Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Steuerung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen. In diesen zeigt
Fig. i die Vorderansicht einer Revolverkopfdrehbank; bei welcher die Erfindung beispielsweise
Anwendung findet, Fig. 2 eine abgewickelte und schematischeAnsicht des Erfindungsgegenstandes
in Verbindung mit dem Geschwindigkeitswechselgetriebe, welches -die Werkstückspindel
im Spindelkopf einer Drehbank antreibt, Fig. 3 eine schematische Ansicht des Steuermechanismus
und des Flüssigkeitskreislaufs, um diesen zu betätigen, wobei die Teile des Mechanismus
in den Stellungen dargestellt sind, die sie einnehmen, wenn die Werkstückspindel
vorwärts läuft, Fig. 4 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3 für eine andere Stellung
der Teile des Steuermechanismus, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 von Fig. 3,
Fig.6 einen vergrößerten Teillängsschnitt der Zeitverzögerungseinheiten, welche
beim Bremsventil, beim Schleichgeschwindigkeitsventil und beim Unterbrecherventil
benutzt werden, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie 7-7 von Fig: 6. Fig. i zeigt eine
Revolverkopfdrehbank mit einem Bett 15, an dessen einem Ende .der Spindelstock 16
liegt. In dem Spindelstock ist eine Werkstückspindel 17 drehbar gelagert, welche
mit verschiedenen Geschwindigkeiten und nach beidenRichtungen mittels eines Wechselgetriebes
angetrieben wird, welches im folgenden beschrieben werden soll.
-
Gemäß Eig. 2, welche- das Geschwindigkeitswechselgetriebe .darstellt,
besteht dieKraftquelle bei dieser Ausführungsform aus einer Riemenscheibe 18, welche
auf der Hauptantriebswelle i9 befestigt ist und in beliebiger Weise angetrieben
werden kann. Auf der Hauptantriebswelle i9 sind eine druckflüssigkeitsbetätigte
Vorwärtskupplung 2o und eine druckflüssigkeitsbetätigte Rückwärtskupplung -i befestigt.
Wenn sie betätigt werden, läuft entweder das Zahnrad 26 oder das Zahnrad 22 mit
der Welle i9 uni. Normalerweise sind beide Zahnräder auf der Welle i9 frei drehbar.
Das Zahnrad 22 kämmt mit einem losen Zahnrad 23, welches seinerseits mit einem Zahnrad
24 kämmt, welches auf einer Welle 2.5 befestigt ist. Die Welle 25 kann somit von
der Welle i9 in der Rückwärtsdrehrichtung angetrieben werden. Das Zahnrad 26 kämmt
mit einem Zahnrad 27, welches auf der Welle 25 befestigt ist. Infolgedessen kann
die Welle i9 hierdurch in der Vorwärtsdrehrichtung angetrieben werden.
-
Ein aus den Zahnrädern 28, 29 und 3o bestehender dreistufiger Zahnradsatz
ist auf die Welle 25 zwischen den Zahnrädern 24 und 27 aufgekeilt und läßt sich
längs der Welle 25, mit welcher es umläuft, verschieben. Die Zahnräder 28, 29 und
3o kämmen mit entsprechenden Zahnrädern 31, 32 und 33, welche auf einer Welle 34
befestigt sind. Die Welle 34 kann somit vorwärts oder rückwärts mit je drei Geschwindigkeiten
angetrieben werden.
-
Das Zahnrad 3 i kämmt dauernd mit einem Zahnrad 35 einer Büchse g6,
welche auf der Spindel 17 frei drehbar, jedoch gegen axiale Bewegung gesichert,
gelagert- ist. Die Büchse 36 besitzt ferner ein Zahnrad 37 an dem dem Zahnrad 35
gegenüberliegenden Ende der Büchse. Die Zahnräder 35 und 37 kämmen mit entsprechenden
Zahnrädern 38 und 39 eines verschiebbarere zweistufigen Zahnradsatzes, welcher auf
die Welle 40 aufgekeilt ist. Die Welle 4o kann somit in beiden Drehrichtungen je
mit sechs verschiedenen Geschwindigkeiten angetrieben werden.
-
Auf die Welle 4o ist ferner ein verschiebbarer zweistufiger Zahnradsatz
aufgekeilt, welcher aus den Zahnrädern 41 und 42 besteht. Das Zahnrad 41 kann mit
dem Zahnrad 43 auf der Spindel 17 kämmen, während das Zahnrad 42 mit dem
Zahnrad 44 kämmen kann, welches ebenfalls auf der Spindel 17 befestigt ist. Bei
der dargestellten Ausführungsform kann daher die Spindel 17 von der Hauptantriebswelle
i9. vorwärts oder rückwärts mit je zwölf Geschwindigkeiten angetrieben werden.
-
Die Welle 25 kann ferner von der Hauptantriebswelle i9 mit langsamer
Geschwindigkeit angetrieben werden. Dieser Antrieb geschieht durch einen Mechanismus,
welcher jetzt beschrieben werden soll, und dient dazu, das Verschieben der Zahnräder
zu erleichtern.
-
- 'Auf der Antriebswelle i9 ist ein Kegelrad 45 befestigt; welches
mit einem zweiten Kegelrad 46 auf
einer kurzen Welle 47 kämmt, welche
drehbar im Spindelstock gelagert ist und quer zur Welle 25 liegt. Auf der Welle
;47 ist eine Schnecke 48 befestigt, welche mit einem Schneckenrad kämmt. Dieses
Schneckenrad bildet einen Teil der normalerweise ausgerückten, durch Druckflüssigkeit
betätigten Schleichdrehzahlkupplung 49, welche auf der Welle 25 gelagert ist und
deren Wirkungsweise im folgenden beschrieben werden soll.
-
Der verschiebbare dreistufigeZahnradsatz auf der Welle 25 und der
vordere und hintere zweistufige Zahnradsatz auf derWelle4o werden gegeneinander
durch Zahnradgabeln 50, 51 und 52 verschoben, welche beweglich im Spindelstock gelagert
sind und mit den Zahnradsätzen in Arbeitsverbindung stehen, wie in Fig. 2 durch
die strichpunktierten Linien angedeutet und wie es allgemein üblich ist.
-
Die Spindeldrehzahl für jeden Arbeitsvorgang eines Arbeitszyklus kann
am Ende der vorangehenden Arbeitsstufe gewählt oder während der vorangehenden Arbeitsstufe
vorgewählt werden. Zu diesem Zweck sind Wähl- oder Vorwählvorrichtungen in Form
von Schaltscheiben 53 und 54 angeordnet, welche auf einer schaltbaren Welle 55 aufgekeilt
sind. Die Schaltscheiben 53 und 54 können mit dieser Welle geschaltet werden und
können auf dieser Welle aus einer getrennten Schaltstellung gegeneinander bewegt
werden, um die Zahnradgabeln 50, 51 und 52 zu betätigen, welche zwischen den Schaltscheiben
in einer Stellung liegen, in welcher sie von den zusammenwirkenden Reihen von Vorsprüngen
erfaßt werden, welche sich an den Stirnseiten der Schaltscheiben befinden, wie dies
im einzelnen an sich bekannt ist. Die Welle 55 ragt aus dem Spindelstock hervor
und kann mittels eines Handrades oder Schaltknopfes 56 geschaltet werden. Innerhalb
des Spindelstocks ist auf der Welle 55 eine Verriegelungstrommel 57 befestigt (Fig.2,
3 und 4), welche an ihrem Umfang eine Anzahl von Bohrungen oder Öffnungen 58 besitzt,
deren Zweck später beschrieben wird.
-
Das Schaltrad 56 und der .Spindelstock können mit geeigneten Merkzeichen
und Zeigern versehen sein (nicht dargestellt), um der Bedienungsperson die verschiedenen
Schaltstellungen der Schaltscheiben oder der Welle 55 in bezug auf die Spindeldrehzahlen
anzuzeigen. Die Welle 55 kann auch mit einer Anzeigevorrichtung 59 gekuppelt sein,
welche auf dem Spindelstock angeordnet ist und der Dedienungsperson die verschiedenen
Schaltstellungen der Schaltscheiben sowohl in bezug auf die Spindeldrehzahlen als
auch in bezug auf die verschiedenen Arbeitsstufen des Arbeitszyklus anzeigt. Obwohl
verschiedene Ausführungsformen von Anzeigevorrichtungen zu diesem Zweck verwendet
werden können, so ist .die dargestellte Ausführungsform ähnlich einer bekannten
Anzeigevorrichtung.
-
Aus der schematischen Darstellung des Steuermechanismus und des Druckflüssigkeitskreislaufes
zu seiner Betätigung in den Fig. 2, 3 und 4 ergibt sich, daß das Druckmittel, z.
B. eine Flüssigkeit, aus einem Behälter oder Sumpf 6o über ein Filter 61 mittels
einer ständig arbeitenden Pumpe 62 in den Kreislauf gedrückt wird. Ein Überdruckventil
63 bekannter Bauart ist sowohl an die Pumpe als auch an die Druckleitungen 64 und
65 und durch eine Leitung 63Q an den Behälter 6o angeschlossen, so daß das Druckmedium
mit einem vorbestimmten Druck in die Leitungen gedrückt wird. Überall, wo in der
Zeichnung ein Pfeil eingesetzt ist, bedeutet dies, daß von hier aus eine Leitung
zum Behälter 6o führt, ähnlich wie die Leitung 63Q vom Ventil 63. Die Leitung 65
ist an ein Ventil 66 angeschlossen, welches im folgenden als Schaltventil bezeichnet
sei. Wenn sich das Schaltventil 66 in seiner normalen Ruhestellung befindet
(Fig. 3), so tritt die Druckflüssigkeit in den Ringraum 67 ein, welcher den Ventilkolben
6:8 zwischen den Scheiben 69 und 70 umgibt. Die Druckflüssigkeit strömt in diesem
Zeitpunkt aus dem Ringraum 67 des Schaltventils 66 in die Leitung 71, welche an
den Einlaß des Richtungswählventils 72 angeschlossen ist.
-
Das Richtungswählventil 72 hat einen drehbaren Kern oder Stopfen 73,
welcher in seine verschiedenen Stellungen im Ventilgehäuse mittels eines Handhebels
74 bewegt wird. Der Handhebel 74 ist mit dem Kern 73 verbunden und liegt an der
Vorderseite des Spindelstocks, wo er der Bedienungsperson leicht zugänglich ist
(Fig. i). Zusätzlich zu einer Schaltbewegung, im wesentlichen parallel zur Stirnseite
des Spindelstocks, führt der Hebel 74 auch eine quer zu seiner ersten Schaltbewegung
gerichtete zweite Schaltbewegung aus, um den Kolben 68 des Schaltventils, wie später
beschrieben, zu betätigen. Der Ventilkern oder Stopfen 73 hat eine Axialbohrung
75, welche an die Leitung 71 angeschlossen ist. Der Durchmesser des Kerns 73 ist
kleiner als der Innendurchmesser des Ventilgehäuses. Der Kern 73 hat eine vorspringende
Leiste, welche in Gleitberührung mit der Innenseite des Ventilgehäuses steht. Ferner
hat der Kern 73 eine radiale Bohrung 76, welche in die Bohrung 75 mündet und welche
wahlweise mit einer von mehreren Öffnungen verbunden werden kann, welche im Ventilgehäuse
angeordnet sind und welche normalerweise in den Zwischenraum münden., welcher zwischen
der Innenwand des Ventilgehäuses und dem Kern 73 liegt.
-
Wenn der Hebel 74 des Wählventils 72 sich in der in Fig.3 ausgezogen
dargestellten Stellung, d. h. auf vorwärts geschaltet, befindet, so steht
der Durchlaß 76 in Verbindung mit der Öffnung 77, an welche die Leitung 78 angeschlossen
ist. Infolgedessen gelangt die durch die Leitung 71 strömende Druckflüssigkeit durch
den Kern 73 des Wählventils 72 in dieser Stellung in die Leitung 78. Die Leitung
78 ist an ein Ausgleichsventil 79 angeschlossen. An das Ventil 79 ist ferner eine
Leitung 8o und eine Rückflußleitung 81 angeschlossen, welche der Leitung 63Q entspricht.
Die Leitung 8o ist mit der Leitung 82 verbunden, welche zum Zylinder der Vorwärtskupplung
2o führt. Die Vorwärtskupplung 2o besteht aus einem im Spindelstock ortsfest gelagerten
Zylinder, in welchem ein Kolben 83 gleitet. Der Kolben 83 ist auf die Welle i9 aufgekeilt.
Er trägt, rechts in Fig. 3 gesehen,
eine Reibscheibe 84, welche
eine Reibscheibe 85 auf der Nabe des Zahnrades 26 erfaßt, welche auf der Welle i9
frei drehbar sitzt. Wenn der Hebel 74 sich in seiner voll ausgezogenen dargestellten
Lage gemäß Fig. 3 befindet und die Leitung 7, unter Druck steht, so strömt
die Druckflüssigkeit durch das Wählventil 72, die Leitung 78, das Ausgleichsventil
79, die Leitungen 8o und 82 in den Zylinder der Vorwärtskupplung 2o und bewegt ihren
Kolben 83 nach rechts, so daß die Reibplatten 84 und 85 in Eingriff kommen. Hierdurch
dreht sich das Zahnrad 26 mit der Welle i9.
-
Wenn der Steuerhebel 74 aus der voll ausgezogenen Stellung gemäß Fig.
3 in eine der strichpunktierten Stellungen bewegt wird, dann mündet die Öffnung
77 in den Raum zwischen,dem Ventilkern 73 und dem Ventilgehäuse des Richtungswählventils
72, so daß die Druckflüssigkeit im Zylinder der Vorwärtskupplung 2o und in den Leitungen
82, 8o und 78 durch die Öffnung 86 des Ventilgehäuses und die Leitung 87 in den
Sumpf zurückfließen kann. In diesem Zeitpunkt wird die Vorwärtskupplung gelöst,
und die Welle i9 kann sich frei relativ zum Zahnrad 26 drehen.
-
Es sei angenommen, daß der Hebel 74 in die in Fig. 3 als neutral bezeichnete
strichpunktierte Lage geschaltet wurde. Dann mündet der Durchlaß 76 im Ventilkern
73 in die Öffnung 88 des Ventilgehäuses, von welcher die Leitung 89 in den Sumpf
zurückführt. Infolgedessen strömt die Druckflüssigkeit in der Leitung 71 durch das
Richtungswählventil 72 und kehrt in den Sumpf zurück, ohne daß eine der Vorrichtungen
des Steuermechanismus in Bewegung tritt. In diesem Zeitpunkt sind sowohl die Vorwärtsals
auch die Rückwärtskupplungen gelöst.
-
Es sei angenommen, daß der Steuerhebel 74 aus der Neutralstellung
in Fig. 3 in die Rückwärtsstellung geschaltet ist. Dann mündet der Durchlaß
76 des Kerns 73 in die Öffnung 9o, welche an die Leitung 9i angeschlossen
ist. Diese Leitung führt zum Zylinder der Rückwärtskupplung 2i. Die Rückwärtskupplung
2i ist von der gleichen Bauart wie die Vorwärtskupplung 2o und hat ebenfalls einen
Kolben, welcher auf die Welle i9 aufgekeilt ist und dessen Reibplatte eine Reibplatte
auf der Nabe des Zahnrades 22 erfaßt, welches auf der Welle i9 frei drehbar ist.
Wenn daher der Hebel 74 des Wählventils 72 sich in der Rückwärtsstellung befindet,
so strömt die Druckflüssigkeit aus der Leitung 71 durch das Wählventil 72 und durch
die Leitung 9i zum Zylinder der Rückwärtskupplung 21, so daß der Kolben dieser Kupplung
die Reibplatten miteinander in Eingriff bringt und das Zahnrad 22 mit der Welle
i9 umläuft.
-
Wenn der Steuerhebel 74 .des Ventils 72 aus der Rückwärtsstellung
in eine der anderen dargestellten Stellungen geschaltet wird, dann strömt die Druckflüssigkeit
in der Rückwärtskupplung 21 und der Leitung 9i durch das Ventilgehäuse und die Öffnung
86 in den Sumpf zurück, wie bereits bei der Vorwärtskupplung 2o beschrieben.
-
Wenn der Hebel 74 in die Bremsstellung geschaltet wird, welche in
Fig. 3 gestrichelt und in Fig. 4 ausgezogen dargestellt ist, so mündet der Durchlaß
76 des 'Ventilkerns 73 in :die Öffnung 92 des Ventilgehäuses zwischen den Öffnungen
88 und 9o. Die Öffnung 92 ist über eine Leitung 93 an den Bremszylinder 94 angeschlossen.
In dem Bremszylinder 94 gleitet ein Kolben 9,5. Die Kolbenstange ragt aus .dem Zylinder
hervor und trägt an ihrem freien Ende einen Bremsschuh oder ein Bremsband 96, welches
sich gegen den Umfang eines Ringflansches 97 der Werkstückspindel 17 legt.
-
Wenn der Steuerhebel 74 in die Bremsstellung (Fig. 4) geschaltet wird,
dann ist-die Leitung 71 durch das Richtungswählventil 72 mit `der Leitung 93 verbunden.
Die Druckflüssigkeit dieser Leitung tritt in den Bremszylinder 9.4 ein und bewegt
den Kolben 95 gegen die Wirkung der Feder 98, so däß sich der Bremsschuh 96 mit
Höchstdruck gegen den Flansch 97 legt und infolgedessen die stärkste Bremswirkung
ausübt, um das Drehmoment der Spindel 17 zu vernichten und die Drehung dieser Spindel
zu unterbrechen.
-
Wenn der Hebel 74 des Wählventils 72 in die Bremsstellung bewegt wird
und die Druckflüssigkeit aus der Hauptleitung in die Leitung 93 und den Bremszylinder
94 strömt, so strömt ferner Druckflüssigkeit aus der Leitung 93 in die Leitung 99,
welche zum Bremsventil ioo führt. Das Bremsventil ioo hat einen Durchlaß ioi, welcher
in die Ventilkammer io2 mündet, in welcher ein Kolben gleitbar gelagert ist. Der
Kolben hat einen breiten Teil 103 und einen schmalen Teil io4. Der breite
Teil verschließt normalerweise die Verbindung zwischen dem Durchlaß ioi und der
Kammer io2, wie in Fig. 3 dargestellt. Das Bremsventil ioo hat ferner eine Kammer
io5, welche mit dem Durchlaß ioi durch eine Öffnung io6 verbunden ist. Die Kammern
io2 und io5 sind durch einen inneren Ringflansch getrennt, welcher als Anschlag
für die Bewegung des Ventilkolbens in einer Richtung und als Anschlag für eine Zeitverzögerungseinheit
dient, welche jetzt beschrieben sei.
-
Obwohl verschiedene Arten von Zeitverzögerungseinheiten im Bremsventil
ioo verwendet werden können, so besteht die dargestellte Ausführungsform aus einem
schalenförmigen Glied 107 (Fig. 3 und 6), welches in der Kammer io5 gleitbar gelagert
ist. Das offene Ende ist der Öffnung io6 zugekehrt. Das schalenförmige Glied wird
durch eine Feder ioS gegen den erwähnten Innenflansch gedrückt. Das geschlossene
Ende des schalenförmigen Gliedes hat eine Mittelöffnung iog und trägt innen eine
Anzahl von Scheiben, welche in Wirksamkeit treten, wenn Druckflüssigkeit in die
Kammer io5 eintritt. Dann muß die Druckflüssigkeit einen mehrfach gewundenen Weg
durchströmen, welcher an den Scheiben entlang und durch sie hindurchfährt, wie dies
durch die Linien und Pfeile in Fig. 6 und 7 dargestellt ist. Durch den hierbei auftretenden
Strömungswiderstand verringert sich die Strömungsgeschwindigkeit von der Schale
io7 zur Öffnung io9.
-
Die Scheiben bestehen aus zwei verschiedenen Arten, welche abwechselnd
in dem schalenförmigen
Glied i07 angeordnet sind und in ihm durch
eine Schraube 107a gehalten werden. Die Scheiben 107b der einen Scheibengattung
sind am Umfang teilweise ausgeschnitten. Zwischen den Ausschnitten ist Material
stehengeblieben, welches sich gegen die Innenwand: der Schale legt. Durch diese
Ausschnitte und die stehengebliebenen Materialteile wird zwischen der Schale und
der betreffenden Scheibe ein bogenförmiger Durchlaß gebildet. Die Scheiben 107c
der anderen Scheibengattung legen sich dicht gegen die Schalenwand und haben an
ihrem Umfang Schlitze, welche Durchlässe zwischen den bogenförmigen Durchlässen
der Scheiben 107b bilden. Wie ersichtlich, sind die Schlitze am Umfang der Scheiben
1o7° abwechselnd auf gegenüberliegenden Seiten der Materialteile der Scheiben 107b
angeordnet. Wenn daher abwechselnd Scheiben 107b und 107c in den Teil f07 eingebaut
werden, wie in Fig. 6 dargestellt, so entsteht ein ununterbrochener gewundener Durchlaß
durch das Glied 107. Es sei erwähnt, d.aß der Schlitz in der Scheibe 107c
neben der Öffnung iog eine Nut 107" hat, welche sich vom Umfangsschlitz zu der Öffnung
erstreckt. Die Zeit, welche die Flüssigkeit durch das Glied 107 strömt, kann
verändert werden, indem man die Zahl der Scheiben vermehrt oder verringert.
-
Wenn der Steuerhebel 74 in die Bremsstellung gernäß Fig. a. bewegt
wird, damit Druckflüssigkeit unter vollem Druck in den Bremszylinder strömt und
die Bremse mit dem Höchstdruck angelegt wird, strömt gleichzeitig auch die Druckflüssigkeit
mit vollem Druck in die Kammer i05 des Bremsventils. Nach einer gewissen Zeit strömt
die Druckflüssigkeit dann durch die Öffnung iog und wirkt auf die linke Seite (in
der Zeichnung gesehen) des Ventilkolbens in der Kammer i02 und bewegt diesen Kolben
nach rechts, bis der breite Kolbenabschnitt 103 den Durchlaß io.i zur Kammer i02
freigibt. In diesem Zeitpunkt wird eine weitere Bewegung des Ventilkolbens nach
rechts unterbunden. Die Druckflüssigkeit in dem Durchlaß ioi kann jetzt zwischen
den Kolbenteilen 103 und ioq. durch die Kammer i02 strömen und gelangt zu
einem Durchlaß iio im Ventilgehäuse. In dem Durchlaß i io ist ein federbelasteter
Kalben i i i angeordnet, welcher normalerweise eine Öffnung 112 verschließt, welche
an eine Leitung 113 angeschlossen ist. Die Leitung 113 führt zum Behälter oder Sumpf
6o. Wenn jedoch Druckflüssigkeit in den Durchlaß iio strömt und der Druck einen
vorher bestimmten Wert übersteigt, so wird der Kolben i i i gegen die Wirkung der
Feder zurückgedrückt, bis er die Öffnung 112 freigibt. Die Druckflüssigkeit strömt
dann mit verringertem Druck durch die Leitung 99, den Durchlaß ioi, die Ventilkammer
i02, den Durchlaß iyo, die Öffnung 112 und die Leitung 113 zurück zum Behälter oder
Sumpf. Hierdurch wird der Druck im Bremszylinder 9q. herabgesetzt, und zwar auf
einen vorher bestimmten, relativ niedrigen Druck. Die Bremse wird dann nur leicht
angelegt; solange sich der Steuerhebel 94 in der Bremsstellung befindet, so daß
die Spindel 17 von Hand gedreht werden kann, um sie zu beschicken.. Durch diese
Vorrichtung wird daher die Bremse zunächst für einen vorher bestimmten Zeitraum
mit höchstem Druck angelegt, und zwar durch die Wirkung der Zeitverzögerungseinrichtung
im Bremsventil Zoo. Anschließend wird die Bremse mit einem relativ niedrigen, vorher
bestimmten Druck angelegt, bis der Hebel 74 aus der Bremsstellung ausgeschaltet
wird. Dadurch wird die Drehung der Spindel schnell unterbrochen und die Spindel
in ihrer Stillstandslage gehalten. Trotzdem kann sie aber von Hand gedreht werden,
um sie zu beschicken oder Werkstücke abzunehmen. Das rechte Ende des Bremsventils
10a (in der Zeichnung gesehen) ist durch eine Leitung 114 mit einer Öffnung 115
verbunden, welche in der Mitte des Gehäuses eines Wechselventils 116 sitzt. Das
Wechselventil 116 hat in seiner Ventilkammer einen gleitbaren Kolben 117. Wenn dieser
sich in seiner weitesten Stellung rechts (Fig. q.) befindet, so schließt er eine
Öffnung 118 in der Stirnseite des Ventils, welche durch die Leitung 82 mit der Vorwärtskupplung
2o verbunden ist. In diesem Zeitpunkt ist die Öffnung 11g im entgegengesetzten Ende
des Ventils offen. Diese Öffnung ist durch die Leitung 12o mit der Leitung 9i verbunden,
welche zur Rückwärtskupplung 2i führt.
-
In Fig. 3 liegt der Kolben 117 des Ventils 116 am anderen Ende des
Ventilgehäuses, so daß die Öffnung i ig geschlossen und die Öffnung 118 offen ist
und daher mit der Leitung 11¢ in Verbindung steht .Es ist daher ersichtlich, daß,
nachdem die Brem: e angelegt worden und der Kolben des Bremsventils Zoo in seine
weiteste Stellung rechts (Fig. q.) bewegt worden ist, er automatisch in seine ursprüngliche
Stellung links (Fig. 3) zurückgeführt wird, sobald die Bedienungsperson den Steuerhebel
74. entweder auf die Vorwärts- oder Rückwärt@stellung schaltet, damit durch die
Druckflüssigkeit in der Leitung 82 oder gi die Vorwärtskupplung 2o oder die Rückwärtskupplung
21 eingerückt wird, um die Spindel vorwärts oder rückwärts anzutreiben. Der Bremsmechanismus
wird daher automatisch wieder für einen Arbeitszyklus eingestellt, und zwar jedesmal,
wenn die Bremse angelegt worden ist, sobald die Spindel mit Arbeitsgeschwindigkeit
angetrieben wird.
-
Der Kolben des Binemsventdjis; iorof bewe- gt ,sich nach links, um
d:n seine Urspriungslage zurückzukeh:ren,wenn täier Druck zwischen dem linken Ende
des Kolbens Sund; der Kappe v07 genügend groß eist, um :die Kraft, der Feder 1i98,
zu überwinden und ,diese Kappe nach links zu, verschieben, so daß Sdieser Druck
idurch die Öffnung 12:i in den D@urchlaß ioi abigelaseien wind. Fers. sei ferner
erwähnt, daß Flus ,igkeict :auf idar rechnen Seite (das Kolbens i03 (:in Fig. 3
9asehen) id!urch dm Wechselventil i 16 und @du;rch @da,s Richbungswählventii1 72
Zum Sumpf abfließen kann, wenn sieh der Kolben während, dies. Anlegens der Bremse
nach rechts bewegt.
-
Die Betätigung des Steuerhebels, vom Hand-, um ,die Vor wärtskuppl#wnig
20 und die Rückwäxtskupp-1ung 2i ein- und auszwrüclm, @um ,die Spindel vorwärts
oder rückwärts umlanfen zu. l,aisis,en und,die
Bremse anzulegen,
ist vorstehend beschrieben worden. Nunmehr soll die Anordnung beschrieibenn werden,
wodurch ider Steuerhobel 74 (dien aautomatiis:chen Zykdus. der (:esdhwtinctiagkai@ts,änderunig
umleitet.
-
E;s sei an,genomnnen, .daß die Maschine zur Durchführung der ensten
Anbdiitsis.tufie des Arbeitszyklus ianbeitet, beii welchem idie Werkstückspindel
17 mit einer ,bestimmten Geschwnndi,gkeiit vorw.ärt's umläuft. Zu dieser
Zeit ,befinden seich die Schaltscheaiiben53 und 54 !in ihrer getrennten oder Schiad.tstellung
(Fing. 3). Die feiderbelastete VerriiegeJiungsstangea z22 befindtet sich ,in ihrer
idurch diie Feder zurückgedrückten Stellung und, ist!eiht,dahe,r nicht im Eingriff
.mit eainer der Öffnungen 58. an, ider Verriegelung:strommel 57 auf ider Welle 55.
Infolgedessen kann die Biedii,enungsperso,n jetzt die Schaltscheiben 53 und 54 !durch
Dreiheu das Handrandes 56 schadeten, rum die für ,dien nächsten odier zweitem Arbeitsvorgang
ides Zyklus gewünschte Spiintdtel-,dnehizahl vorzuwählen. Es seü angenommen, daß
die Spimidel beint nächsten Arbeitsvorgang ebenfalls vorwärts, jedoch mit einer
anderen Drehzahl laufen soll als bei der ersten Stufe. Sobald die -erste Arbe1,tsstu#e
:b,aenidet List, bewegt ,die Bedienungsperson :denn Steuerhebel 74 ,aus ,der Vorw.ärtsistellung
in die neutrale Stellung und schiebt ,dann, Iden Hebel einwärts gegen den Spii.udaalstock,
wie in Füg. 2 gestrchelt @dangestellti. Wenn edler Steuerhebel sich in seiner neutralen
Stellung "befindet, so übecdeakt er 'das äußere Ende r23 ides Schaltventilkolbens
68. D,i,e Einwärtsibeweagung das Steuerhebels 74 stößt den Kolben 6:8 ein das Gehäuse
-des Schaltventils 66 aus der Stiellung gemäß Fing. 3 ii.n die Stellung gemäß Fiiig.
4..
-
Der Steuerhebel. 74 wird nur kurzfristig einwärts gestoßen und idann
@in seine äußere Stellung zurückgeführt. Diese Bewegung genügt jedoch, um den Kc1bem.
68, -wie beschrieben, zu bewegen. Während ,der Einwärtsbewegunig idies, Kolb.enst
68 wird die V erriiegelumgs,s;tange i2:2 geigen die Verriegelungstrommel
57 verschoben, und zwar durch den Nockenteil r24 auf dem Kolben 68, bis das untere
Ende die( Stiamge 122 in die Öffnung 58 die( Trommel eintritt, welche ,gerade mit
ider Stange 122 anusgerichtet ist. Hieridurch wird: ,die Trommel 57 und 'die Welle
55 gegen eine Schaltbewegung durch, idie Bedennung sperson während der Sltung ,der
Getriebe verriegelt. In idiesem Zeitpunkt befindet seich dies aridere Ende der :Stange
i22 in' der Nut 125 des Kolbens 68, und die Feder auf der Stange 122 ist zusiammengedrüokt.
Iufodgedessen verriegelt die Stange 122 nicht nur die Trommel 57 gegen Drehung,
sondern gle verriegelt ferner den: Kolben 68 gegen eine Verschiebung nach außen
infolge Ers:chütteirung. Wenn edier Kalbten! 6'O stich aus die( Stellung` germ.äß
fing. 3 in die S.tiellUng gemäß Fig. 4 bewegt, so. iv:iiid die Leiltung
7 1 zum Wählveratd!l 72 von (der Einla,ßleitung 65 getrennt, weil der( Bund
7o ides Kolbens: 68 seich zw'vschen ,die öfnungen im Schaltventilgehäuse hat, uzt
welchen die Leitungen 65 und 7,1 - verbuddien sind, wenn der Kolben wich ein ,der
Stellung gemäß Feig. 3 befindet. In @diesem Zeitpunkt Ist idn,e Leitung
7 1 -m(it dem Sumpf 6o idurch die Lei ung 71a verbunden:. Nach-,dem ider
Kodiben 68 isich in die Stellung gemäß Fig. 4 bewegt hat, steht die Leitung 65 in
Verbin-,& mg mit ,der Leitung 126, weil die ,Öffnungen tim Sehaltventilgehäuse,
:an weicht die Leitungen 65 und 12,6 angeschlossen sind, zwischen den Bunden
69 und 7o icleis Kolbens 68. fliegen. In diesem Zeitp,unl-,t legt such (der
Bund I'84 ,am küken Ende des Kolibens 68 gegen ides Gehäuse ,dies Schaltventilis
66 -und schlineßt eine 'Öffnung I27 tim Gehäuse ab. Druckflüssigkeit links vorm
Bund I84 flliießt idurch die Leitung r83, die Öffnungen 166 und 165 der Schadtschedibenschaltejimhedt,
welche später beschrieben wird, und die Leitung 186 zum Sumpf zurück. Die Leitung
126 führt zu einer Öffnung I'218 im Gehäuse eines Unterbrecherventils reg, welches
@siich jetzt ün ider Stellung gemäß Feig. 3 befindet. Durch idlie Verschiebung des
Kolbens 69 tim die Stellung gemäß Fig. 4, wird der Kolben 130 des Unterhrecherventils
i29 nicht sofort aus der Stellung gemäß Ftig. 3 bewegt. Infolgedessen ln,egena die
Öffnungen r28 ,und 13 r noch zwischen den Buntden I'33 =id 134 ides Kolbens
ißo. Dlie Druckflüssigkeit iströmt nunmehr durch dlie Leitungen 65 und 12,6, das
Unterbrecherventil I29 und die Leitung r32 in das Wiiiedereiin:stellventi!l 1135,
UM Iden Kolben .dieses VenüÜs. geigen die Wi:rkunig ider Ventildeder laus ider Stellung
gemäß Fiig. 3 in die Stellung gemäß Fig. 4 zu verschieben. iDann steht die Leitung
64 vom Überdruckventil 63, welche tin eine tÖ'ffnUng 177 des @üeade@ea@m@teldventids
r35 mündet, ein; Veobi.udung imiit der Leütung 136, welche ebenfalls ein
Idas Wiedieneinstellventid mündet und führt zu einem später beschriebenen Lzerl@aufidrehz:ahlventil.
In diesem Zeitpunkt liegen ,die Öffnungen zw!iischen den Bunden 1,37, 138
des Ventilkolbens. Infolgedesisen fließt dieDruckflüssigikeit eus: der Leiturig
64 idurch, Idas Wii,eidaereiustellventi;l r35 rund die Leitung 136 zum Schleichdnehzahlventtil
1,3g,.
-
Dias Ventil 139 hat zwei Kammern, welche ,durch einen . :inneren Elansch
1d:01 getrennt sind. Eine Zeiitverzögenungsainrichtung, welche allg ejmein nvit
141 bezeichnet ,ist: und, welche der Zeitverzögerungseinrichtung des Bremsventils
ioo ent-,s:pri:cht, ,ist in eine ,dieser Kammern eingebaut. Die Lßitung 136 .führt
diirekt in ,diese Kammeer. Es sei ,erwähnt, ,daß idiese Kammer ferner mit ,einem
Durchlaaß 142 -in Verbindung steht, welcher nun Gehäuse des Schdenchdreihzahlventils:
139 9 angeordd net eist. Das. einte Ende idieses Durchlasses mündet ,in die
äußere Ventilkammer dies Ventlils, während an das andere Ende eine Leitung 143 angeschlossen
Bist, welche ziem Zylinder 49, der Schleichdrehzahlkupplung führt. Da sich Druck
flüssigkeit :in ,die( Leitung 136 befindet, fließt ,diese durch die ersterwähnte
Kammer des Schleichdreheahl'vientils 139- ein adieu' Durchlaß 1q.2 tuM in, die Leitung
143 und verschiebt den Kolben 144 der Schleichdrehzahlkupplung, welche auf der Welle
25 aautgekeilt.i,st, im Kupplungszylinder, uim die Reib( i Scheibe des Kolbens in
Eingriff mit einer Reibplatte
zu bringen, welche an der Nabe des
Schineckenraades 145 sitzt, welches mit der früher erwähnten Schnecke 48 kämmt.
Infolgedessen wird die Welle 25 jetzt von ,der Welle i g über die Wedle 47 mit langsamer
Drehzahl angetrieben, um. das Schalten, der Getriebe zu erleichtern.
-
In 'der anderen Kammer des. Sch'leichdrehzahlventi-ls 13.9- iiis:t
ein Kolben gleitbar gelagert, welcher einen breiten Bund; 1q.6 und einen; ,schm'al'en
Bundl 147 besitzt. Ehe die Druckflüssigkeit in die Leitung 136 eintritt, schließt
'der breite Bund 146 das Ende 'des Durchliasses 1q.2 ab, dessen anderes Ende in
die Leitunig 1,43 mündet (Fig. 3.). Wenn jedoch,die Druckflüssigkeit aus der Leitung
136 in das Schleichdrehzahlventil 139 eintritt, so gelangt sie nach einer vorbestimmten
Verzögerung durch ,die Zeitverzögerungseainrichtiunig 141 im; die dien Kolben enthaltende
Ventilkammer und bewegt ,diesen Kolben .aus. ,der Stellung gemäß Eig. 3 'in die
S,tellunig gemäß Fig. 4. Es sei erwähnt, ,daß idiiie Schleichdrehzahl,kupp,lung
qq während, dieses Zeitraums eingerückt bleibt. Sobald: :der Kolben leas Schleichdrehzahlve:ntils
139 stich, in ,der Stellung gemäß Fig:4 ,befindet, steht :dien Durchlaß, 142 dieses
Ventilfis in Verbindung mit einem Durchlaß 14$, und zwar ,durch ,den Zwischenraum
zwischen dien Bunden 146 und 147 des Kolbens. Infolgedessen strömt Druckflüssiigkeiit
:außer ,durch. die Leitung 136 durch das Ventil 139 und in die 'Leitung 143, ferner
noch ,durch. die Durchlässe 142 und 1q:8 in die I-aeiitung 149, welche an: dias
andere Ende des Unterb echerventi.ls 129 angeschlossen ist. Diie Leitung 149 ,ist
durch, ,eine Leitung 150 mit ein'e'm Durchfaß 151 im Gehäuse :der Schialtschejibenschaltoinheit
15.2 verbunden.
-
Die. aufs ,der Leitung 149, zum Unterbrecherventil129, strömende Druckflüssigkeit
miuß zunächst eine Zefitverzögerwugseinhent i,53: passieren, welche, ,den Zeitverzögenunigsei:nheiten
Pol Und 141 entspricht und sich iin der Stellung gemäß Fig. 3 für einen später beschriebenen
Zweck befindet. Die Druckflüssigkeit-,in der Lei=tung i5ioi und im Durchliaß 151
,der Schadtscheibenschalteinheiit wirkt rauf einen großen, Kolben; 154 und auf einen
Ventii:lkolben 155 :und verschiebt ,diese beiden Kolben aus ,der Stellung ,gemäß
Fing. 3 ;in,diie in, Fdig. 4 ausgezogen dargeistellte Stellung, falls dii,e geschalteten
Zahnräd'e'r richtig kämmen.
-
Der Kolben 154 ,sitzt auf einer Kolbenstange 156, ,welche in entsprechenden
Lageröffnungen, dies Gehäuses ,der Schaltscheiibeneinheit i52 (Fig. 3 .und 4), gleitbar
Belag fiert ist. Auf ,der Kolbenstange 156 'st eine Gabel 157 befestigt, welche
in eine Ringnut 'der Schaltascheiibe 53 .eingredft (Fiig. 3 und 5). An ,der Stange
156, iet ferner eine Zahnstange 158 befestigt, welche matt einem Ritzel 15g kämmt,
welches seinerseits ,maifit einer Zahnis@tange 16o kämmt, welche auf ,einer Stange
161 befestigt ist. Die Stange 161 ist gleitbar dm Gehäuse der Schaltischeibenschailteinheit
gelagert, um s'i'ch parallel zur Stange i56, jedoch in entgegengesetzter Richtung
zu bewegen. Auf der Stange 16:1 ist eine Gabel 162 befestigt, welche in eine. Ringnut
,der Schaltscheibe 54 eingreift. Wenn der Kolben 154 ,daher aus ,der Stellung gemäß
Fig. 3 .in. die in Fig. 4 voll ausgezogene Stellung bewegt wird, -so, werden die
53 und 54 aus ihrer getrennten Schaltistiell,ung gegen,ei,nander be-Wegt, :so: ,daß
die Nasen auf den ei iaader zugekehrten Stirnflächen ,der Schaltscheiben, auf die
Zaliura,dgaib:eln 50, 51 und 52 wirleen, u im ,dies"- in vorbestimmter Weise zu
bewegen und dadurch die Getriebs.ätize zu verschieben, um die gewählte oder vorgewählte
Spiindel,drehz:9hs zu erziel'e'n, dudem die Schaltscheiben, wie früher erwähnt,
geschaltet werden. Falls die Zahnräder sofort' nichtig kämmen und der Kolben 154
sich in seine ausgezogen, dargestellte rechte Stellung b'ei'm. ersten Hub bewegt,
;bleibt ,das Unteribrecherventil 129, in der Stellung gemäß Fig.3,weil die Zeitverzögerung
für 'das Durchströmen' ,der Druckflüssiigkeit ,durch ,die Vorrichtung 153 größter
ist als die Zeit, welche für einen vollen; Hutbi ,des Kolbens. 154 benötigt wird.
-
Es sei :angenommen, da.ß 'die Zahnräder, welche mitoinander ain. Eiingriff
gebracht werden: soll'e'n, so zueinander liegen, idaß die Zähne nicht miteinander
kämmen können. Dann wird adle Bewegung 'des Kolbens 154 nach. rechts unterbrochen"
ehe er seine voll ausgezogene Lage gemäß Fi,g. 4 erreicht. Diese Zwische istellung
,ist in Fig. 4 gestrichelt d'argest'ellt. Wenn :sich jedoch ,der Veniti,lko,l,bieni
155 in der Schaltscheibenschalteinheit vollständig nach rechts bewegt hat (Fig.
4), dann! deckt der Bund ,dies Kodibens die Öffnung 1613, ab, wäh,riend die Öffnungen
164 und 165 miteinander in Verbindung stehen., ebenso, die öffnungen 166. und 167.
Die :durch ,die Bewegung 'des I#,'-olibienis an 'dem Schleich-@d,rehziah,lvent,i,l
139 'in: ,die Leitung r8-5 gedrückte Flüssig keafit fließt durch. ,die Ö'ffn'ungen
164 und' 165 sowie die Leitung 1,8,6 ab.
-
Düe Unterbrechung,der Bewegungen, des Kolbens 154 vor seiner rechten,
Grenzstellung erzeugt einten Flüssiigkeitsidruck in den Leii,tungen i5o. rund 149,
wodurch die Zeitverzögerungsei.ninichtung 153 dies Unterbrecherventi:ls i29 gegen
die Wirkung dien Feder ,aus -der Stellung gemäß Fig. 3 in, die Stelliung ,gemäß
Fig. 4 verschoben. w'ir'd. Dien Diru :ckanstieg ,in ,der Leitung i4,9 genügt jedoch
nicht, >um ,die Fedierkraft zu überwinden, ,durch welche ein Kugelventil 168. ,im
Gehäuse des. Schleiichadrehziah.lventi s 139 auf seinen Sitz. gedrückt wird. Sobald
jedoch die Zeaitverzöaerungsvorriichtung153 in die Stellung gemäß Fiig. 4 verschoben,
worden Bist, Kanin Druckflüssigkeit durch die Leitung 149 an der Zeitverzögerungsvorrichtung
vorbei, in den Durchiaß 169 tun Gehäuse ,des Uniterbrechervenitile. 12,9 find Jn
die Ventilkammer strömen und lauf 'dien Koliben 130 w,irdcen, um ,di,esien aus ,der
Stellung gemäß Fig.3 in die Stellung gemäß Fig..4 zu verschieben. In diesem Zeitpunkt
gelangt die Druckflüssigkeit aus dem Schaltventil durch die Leitung 126 und die
Öffnung 128 - in das Unterbre:cherventid zwischen ,den, Bunden, 133 und 13q.. Ferner
kann zu ,dieser Zeit die Dru.ckflüssiiigkei:t_ ina dein Leitung 132, welche die
Öffnung 131
mit dem oberen, Erde des Winedereinstellvenrtdds 13.5
verbindet, tdurch idie Offmmg 173 und die Leitung 174 in dein Sumpf zurückströmen,
so tdaß tder Druck gegen das Ende -des Wiedereinstellventilkolb tens verschwindet
und,dieser Kolben durch die Feder aus der Stellung gemäß Mg. 4 in die Stelltuug
gemäß Eg.: 3 zurückgeführt wird. In diesem Zeitpunkt strömt die Druckflüssigkeit
durch die zwischen Wiiedereiins@teltltventtiil und Kriechdrehzahlven@il 139 btefuvdliche
Leiturig 136, die Öffnung r75 und die Leitung 176 in den Sumpf zurück. Dadurch
wird tdie Kriechdreh2tahlkupplurg ausgerückt und der Druck gegen dien Kolben 154
aufgehoben. Ferner kann En diesem Zeitpunkt Druckflüssigkeit durch die Leitung 64,
welche vom Überdruckventil 63 zum Wiederednstellventi,l 1,35 (jetzt in der Stellung
gemäß Füg. 3) führt, .durch die zwischen den Bunden 137 und 13;8 (des Witedereiins:teillveirtailkoilb@ens
befindlichen Öffnungen 177, 178 in die Leitung 179 strömen., welche zum Dnu-clilaß
IBo im Gehäuse .der S,chaltscheiibeneinheit 152 führt. Der DurcUaß i 8o mündet nm;
,die rechten Enden .der beiden Ventilkammern der Kolben 154 und 155. Infolgedessen
wirkt idie Druckflüs;sigheüt nunmehr auf ,den kleinem. und tarn großem Kolben und
bewegt ,sie nach links in die Stellung gemäß Fig. 3, wodurch: die Schaltschcitben
53 tunt 54 getrennt wenden und die Kraft verschwindet, welche ver-:sucht, die Zahnräder
zu verschieben, welche raucht kämmen.
-
Durch ,die Bewegung -des Kolbens I-54 und des Kolbens 155 in die Stellung
gemäß Eig. 3 strömt .die Druckflüssigkeit aufs der Leiturig 179! durch die Öffnungen
16,3 Lund 164 .der Sch;aI6scbeibenschaltt einheit in die Leitdung 185 zuan rechten
Endre des Scbleichdrehziahlventi,#ls, 139, so tdaß der Kolben dieses Ventils aus
der Stellung gemäß Fig.4 in die Stellung gemäß Füg. 3 bewegt wird, in welcher ,der
rbreti@te Bund 146 d!ie Verbindung zrvviischen den Durchlässen 148 und 142 dieses.
Ventils unterbricht ,und .dadurch den Druck dir .der Leitung 1'49 raufhebt, welche
zum unteren Ende dies Unterbrecherventüls, iiz9@ führt, welches, sich noch in der
Stellung gemäß Fig. 4 befindet. Sobald! dies, geschehen ist, bewegt,die Federt der
Zeitvenzögerungseinnheit 1-53 die Schale dieser Vorrichtung in die Stellung 6-1E1nÜß
Füg. 3. Hierdurch witrtd die Vierblildiung zwischen der Leitung 149 und der Nebenvleittzrg
169 des: Unterhrecherventil;s unterbrochen. Die Feder Idas Unterbreacherveitiils
wirkt auf dien Kolben, igia und; bewegt tdiesten aus, der Stellung 'gemäß Fig. 4
in .die Stellung gemäß Fdg. 3. Es sei erwähnt, tdaß die Flüssigkeit, weichte sich
zwischen dem Bund 170 ,dies Kolbens. tunte der Zeitaverzägerungsex.nheit 153 befindet,
aus. Odem Ventf, 129. ei weichen, kann, und ,zwar .durch ,die Leitung 149, den Durchlaß
148 ;dies. Schlteichdrehzahlventils, das Kugelventil 168 und die Leitung 136 zurück
zum Sumpf, .durch Idas. Wiedereiinstellvertaid und die Leitung 176. Es sei erwähnt,
daß die Stärke der Feder am Unterlbrecherventil genügt, um die Federwirkung auf
tdas Kugelventil, 168 zu überwinden. In idiesem Zeitpunkt ließt :sofort Druckflüssigkeit
durch: tdie Leitung 65, das Schaltventil 66, die; Leitung 126, tdie Öffnungen 128
und-. 13)I tdes, Unterr29. :in ,die: Leitung 132, wad@urc(h wodurch der Kolben dies
Wi-edteredntstelsvtentils 135 aus der Steil-' lang gemäß Fäg. 3 geigen rdie Feaderwi.rkung
in die Stellung glemväß Füg: 4 bewegt wird.. Date Leitung 64 vom Ürbterdruckventdd:63
.ist daher über das Wdedereinstellventil 135 wieder mit: - dien Leitung I36 verbunden.
Die Druckflüssigkeit fließt dann .durch Idas Schledchdrtehzahlventsl 1391 zur SchleichdmehzOhlkuPP1UDg
49 und rückt diese Kupplung ein, wodurch tdie Getriebe nnlit Schleichdrehzahl umlaufen.
Ferner ist in idieseun Zeitpunkt die Leitung 179 von ,der Schaltscheibenschalteinheiitt
mit dem Sumptf verbauvden, und zwar durch (das WiedereinsteUventä. 135, Ictie
Öffnung ISI und die Leitung 1$2, tso tdaß jetzt keine Deuck auf den Kolben, 154
wirkt, tun ihn nach links -zu bewegen. Wenn wieder Druckflüssigkeit .durch Idas:
Leerlaufidrelvzablventil 139 strömt, so, ;strömt ;auch Druckflüssügk-eit
in .den Dwrchiaß I51 und wirkt auf den Kolben 154 und Iden Kolben i55, um rbteitdie
nach rechts zu bewegen, ,die Schaltscheiben wieder gegeneinander zu führen und den
Schaltvorgang der Zahnräder zu beenden.
-
Aus der vorstehender Beschreibung ist erstichtdich, tdaß beim Arbeiten
.der autonnatdscher Getriebeschialtung, wem idie Zahnräder nicht kämmen, eih Druck
entsteht, um .die Schaltbewegung zu. unterbrechen. Die Zahnräder erfhtalten: ferner
eine langsame Drehung, worauf die Schalthewegung wiederholt wämd, rum die Zahnräder
richtig mitein :ander ,in Eingriff zu bringen. Die Anbeitisweitse, wodurch tdaas
Versch!ielben der Zahnräder kurzfristig unterbrochen und dann wiederaufgenommen
wfird, uni ein: Geräusch beim Schalten sowie Beschädigungen- mu vermeiden, wird
automatisch erfonderlichenfalls so oft tWiederholt, bis, die Zahnräder geräurschlos
und .leicht eingelegt werden.
-
Eis sei angenommen, rdaß Idas Schalten des Gettnnebes: ;beendet ist
und adla,ß die Zabrrrädctr nritaeintandier kämmen. Der Kalbten 154 -tat seinen:
Hub nach rechts ein, (die [in Fig. 4 voll ausgezogene Stellung beendet. Der Kolben
155 bteflrdet sich obenfalls, in seiner rechten Grenzstellung gemäß Füg. 4. Sobald
.der Kallben;154 ;seine rechte Grenzstellung erreicht hat, strömt Druckflüssigkeit
vom Zylinrtdier, in; welchem dieser Kolben; arbeitet, .durch die Öffnung 167, durch
den Zylinder des Kolbens 155, durch die Öffnung 166 und durch die Leitung 183 Lund
wirkt auf dien; Kol!benkoPtf 184 am linken Endre ,dies Kolbens; 68 ,des. Schaltventils;
66, um diesen Kolben aus, oder Stellung gemäß Fig. 4 in rdüte Stel.-liung gemäß
F'ig. 3 zu bewegen;. Dadurch Wird Idas. Schaltventil66 in: seine Ausgangsstellung
zurückgeführt. Düse Stange I22 wund hierdurch zunächst aus ider Nut 12,5 heraawsgeschoben
und- gelangt über dien: Nockentteil 124 quas der Stellung gemäß Fig. 4 in tdie Stellung
gemäß Füg. 3, wobei die Feder sauf der Stange deren äußeres Ende aus der Öffnung
58 in :der Verriegelungstromimel 57 zurückzieht; im. welche die Stange während des
Schaftvorgangs eüngmiff.
Sobald das Schaltventil im. seine Ausgangsstellung
gemäß Fig.3 zurückgeführt ist, wird die Verbindung zwischen der Leitung 65 vom Überdruckventil
63 zur L:e,itiung 12,6 zum Unterbrecherventiiil. 129 unterbrochen. Die Leitung 65
kommt jedoch ein Verbindung mit: der Leitung 7i, welche zum Richtungswählventil
72 führt. Da :der Steuerhebel 74 bereits in die Vorwärtsstellung bewegt worden ist,
so fließt die Druckflüssigkeit aus der Leitung 71 durch .die Durchlässe 75 und 76
des Ventilstopfens 73 in die Leitungen 78"80 und 82 zur Vorwärtskupplung 2o, rückt
!dies,. Kupplung ein und:: läß:t das Getriebe mit der neu erreichten Drehzahl laufen.
-
Da die Leitung 126 von dem Schaltventil zum Unterbrecherventil jetzt
von ider Leitung 65 ab-@geschalt!et und rdurch diie Leitung 1187 mit diem Sumpf
verbunden ist, so fällt: Ader Druck in der Leitung 126 .und in der zum Wiedereinstellvenitil
führenden Leitung v3iz sofort. Der Kolben dies Wiedereiinstellventiils 135 kehrt
unter der Wirkung seiner Feder laus Ader Siteldunig !gemäß Fig. 4 in die Stellung
gemäß Fig. 3 zurück. Wenn der Kolben, des Wiedereinstellventdlls; 13.5 in die Stellung
gemäß Fiig. 3 zurückkehrt, wind die Leitung 136, welche vorm Wiedereinstel.lventil1
zum Schleichü!rehrzahlven;tiJ führt, durch die Leitung 176 !mit drein Sumpf verbunden.
Infolgedessen strömt kenne DruckflüssIgkeit !durch das Schleichdrehzahlveutil 139,
in idie, I-aeitung 143, und die Schileichdrehz:ahlkupplung wird ,sofort ausgerückt.
Die Rückwärtsrbewegumg .dies Kolbens !des Wiedereinsrtellveutiils 135 erfolgt augenblicklich,
wenn sich der Kolben 68 dies Schaltventiilrs@ 66 in: seine Ausgangsstellung
zurückbewegt, ehe die Vorwärtskupplung 2o eingerückt ist. Die Schleichdrehzahlkupplung
49 ist daher ausgerückt, ehe die Vorwärtskupplung 2o eingerückt ist. Da Druckflüssllgkeit
von Ader Leitung 64 VOM Überdrwckvenfil 63 durch die Öffnungen 177 und 178 !des
Wi@edereiinstellventils 1,3,5 in die Leitung 179, strömten kann, welche zur Schaltschreibe;uschalteinhelit
führt und !durch dem: D@urchla.ß i8lo" ,um ,den Kolben 154 :und den Kolben, 155
aus !ihren rechten Grenzstellungen gemäß Feig. 4 in: ihre flinken Grenzstellungen
gemäß Fig. 3 zu bewegen, so kann rdie Druckflüssigtkeit vom Durchlaß i8io jetzt
: !durch die Öffnung 16-3, die Öffnung 164 rund !die Leitung 185 in: Idas Schleichd'rehoahlventi@l
139a strömen, um den Kolben. aus. der Stell.u:ng gemäß Fig. 4 in, rdie Stellung
gemäß Eig. 3 zurückzuführen. In dieser Stellung,unt@erbrnicht der breite Bund 146
die Verbindung zwischen dien Durchlässen, 142 um(d 148 Idas Die Bewegung,des Kolbens
15.1 aus der Stellung gemäß Fig. 4 in die Steillunig (gemäß Fiig. 3 hat eigne gleichmäßige
Trennung rder Schaltscheiben 53 Und 54 zur Folge, um !diese rin die Schaaltste!llung
zu bringen,. Diele Schalts,cheilben können jetzt geschaltet werden, weil :die Stange
i22 die Trommel 57 nicht mehr verriegelt. Solange der Schaltventilkolb:en und :das
Wiedereins:tellventiil sich in der Stellung gemäß Eig. 3 befinden, werden. die Kolben
154 und 155 ein ihrer linken Grenzstellung und-die Schaltscheiben werden
in ihrer getrennten Sch,altistel.lunig gehalten. Jeder Druck, welcher ,im Durchlaß
151 durch Bewegung der Kolben, z5:1. umrd r:55 nach links erzeugt wird, -wird durch
rdie Leitung 150 und ,die Leitung 149 lauf den Durchlaß 148 des Schlie-iaahdrehzahlvenbils
139 Übertragen, Dieser Druck hebt rdas I#-,wgelventiil 169 vom seinem Sitz ab, so-,daß
die Druckflüssigkeit über (die Loi:tumg 136 !durch Idas Wiediereinstellventil i,391
und, diie Le(tung 176 zum Sumpf zurückfließen kann.
-
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß der Zyklus der
GetrIebeschaltung automatisch durchgeführt. und von Hand! ausgelöst wird, indem
rder Steuerhebel kurzfrli,s,tiiig einwärts bewegt wird, wenn er seich !in ,seiner
neutralen Stellung befindet, um rden Koiliben 6,8 idieis. Schaltventils 66 aus.
der Stellung gemäß Fig:3 in !die Stel.lUng gemäß Fig.4 zu bringen. Es wurde erwähnt,
daß der Kolben 68 nach Beendigung der Getriebeschaltung automatiisch in seine Ausgang
sstellung gemäß Feig. 3 zurückgeführt wiird. Es wurde ferner erwähnt, adaß
die Eiinwärtsbewegung rdes Kolbenfis 68 zur Einleitung der Getriebeschaltung die
Strange 122 mit der Trommel 57 und der Welle 55 wähirenid ,des Schaltvorgangs verriegelt
und, daß Infolge-,dessen, !die Beadienungs:person d wie Schaltscheiben, 53 ,und
54 nicht versehentlich ,schalten kann, wenn die Getrileabe@schaltung erfolgt. Eis.
,seli ferner erwähnt, daß die Rückkehr des Kolbens 68 des Schaltventils . 66 ;im;
Gei:ne Ausgangsstellung automatisch adre Verriegelungsstiange 122 von der Verriegelungstrommel
löst rund ldaß, sobald der Ventilkolib,en68 sich in, seiner Ausgangsstellung befindet,
die Schaftscheiben 53 und 54, welche .automatisch nach Beendigung des Schaltvorgangs
getrennt worden sind, wdeder geschaltet wlerden können, um eine andere Spiindelrdrehzah1
vorzuwählen.
-
Es sei angenommen, daß die dritte Arbeitsstufe .dies Arbeitszyklus.
eine andere Drehzahl edler Spindel erfordert ;als @die ,zweite Arlbeitsstule rund
:daß rdie Spiindel während der dnitten Arbeitsstufe entgegengesetzt umlaufen !soll.
Dann: geschiiieht folgendes: Während der zweifiten Arbetitsstufe rdes Arbeitszyklus.
dreht; @die Idas Handrad 56 in adre gewünschte S:teillung, um durch Schaltung der
53 und 54 die Sp;imidelgeschwindlirgkoit für die idritte Arbeitsstufe vorzuwählen.
Nach B,eenidig jung ,der eweite:n Arbeitsstufe bewegt @die Bedienungsperson den.
Steuerhebel 74 aus ider Vorwärtsstellung ein (die neutrale Stellung, um !die Vorwärtskuppelung
20 auszurücken. Dann rdrückt srie dien Steuerhebel kurzfristig .nieder, um .drei
Scha,l.tventilllzolb,enl68 ,aus rder Stellung gemäß Fig. 3 in die Stellung gemäß
Fig. 4 zu bringen und ,den automatischen Schaltvorgang einzuleiten. Nunmehr schwingt
sie denn Steuerhebel 74 aus der neutralen Stellung in adre Umkehrstellung. D!ie
Getriebeschaltung erfolgt .automatisch in, der ibereiitis beschriebenen Weise. Sobald
der Schaltventiilkolben 68 aus der S:teRung äß Firg. 4 in !die Stellung gemäß Eig.
3 nach Bleendigurng des Getriebesch altvorganges
zurückgekehrt
(i,st, strömt Druckflüssigkeit .aus der Leitung 71 vom Schal(tveni'iddurch diie
D:urchläsIse 75 und 76 lindem Sfiopfm 73 ides Mitbr tungsw.ählventüls in ,die iÖ'ffnunig
go ,des Wählventils und durch die Leitung gi zur Umkehrkupplung 2 1 und rückt idiese
Kupplung ein. Darauf läuft idie Spindel mit ider vorgewählten für idie dritte Arbeiits:stufe
und in entgegzmgeserhzter Richtung um. Am.f diese- Weise'kännen die SpinvdieUdrehzahlen
und (die Drehrichtung für jede Ar!bdts@s!ttrfe Beis Aribeitszykllws erreicht werden.
Ami Endre der letzten Arbeitsstufe kann (die B@säenungspeTson ,den Steuerhebel 74
ün (die; neutrale S.tellunk bewegen, er sowohl die Vorwärts- als auch (die Rückwärtskupplung
auiszurücken. Gevünschtenfalls kann isie ferrver Iden Steuerhebel in die Brem,sstellung
bringen, um (die Bnem:se im: edier beschriebenen. Weise anzulegen.