-
Verfahren zur Regelung der Farbabstimmung von Lichtquellen unter Erhaltung
der Helligkeit In der photographischen und kinematographischen Technik ist es oft
nötig; einer Lichtquelle eine bestimmte Farbtönung zugeben. jEls sei z. B. an @die
Fälle erinnert, in !denen durch die Farbtönung einer künstlichen Lichtquelle ein
bestimmter Bildeindruck vorgetäuscht werden soll, eine Aufgabe, wie sie bei der
Farbphotographie häufig oder stets vorliegt. Man hat bisher die Farbabstimmung der
Lichtquellen so vorgenommen, daß in -den. Strahlengang der Lichtquellen entsprechende
Farbfilter eingebracht wurden oder daß das endgültige Licht durch eine Mischung
von verschiedenen farbigen Lichtquellen, erzeugt wurde. Diese bekannten Verfahren
weisen den großen Nachteil auf, daß die resultierende Beleuchtungsstärke sich ,bei
jeder neuen Farbabstimmung ändert, wodurch wieder umständliche und zeitraubende
LichtintensItätsbestimmungen notwendig werden. Dieser Nachteil wird .durch das erfindungsgemäße
Verfahren vermieden.
-
Eine besondere Bedeutung kommt der Erfindung beim Kopieren von Farbbildern
bzw. Farbfilmen zu. Hier ist es stets notwendig, .dem Kopierlicht eine bestimmte,
möglichst genau einzuhaltende Farbabtönung zu geben, sei es, um eine unerwünschte
Farbstichigkeit des Negativs auszugleichen, .sei es, um das zu erhaltende Bild .der
Senis,i#b#il.i@si,erung des Kopiermaterials, oder der Farbentwicklung anzupassen.
Auch in diesenFällen ist .die Verwendung von Filtern bz-w. Filterkombinationen oder
die Verwendung von additiv gemischtem Licht nachteilig, .da mit jeder Änderung,
die
im Strahlengang vorgenommen wird, notwendigerweise eine Änderung der Gesamtintensität
des resultierenden Lichtes. verbunden ist. Eine vorher angestellte Messung zur Bestimmung
der Kopierbelichtungszeit ist also nach jeder Änderung hinfällig und muß stets wiederholt
werden. Einanal hergestellte automatische Steuerbänder verlieren nach jeder Änderung
der Kopierlichtfarbe ihren Wert. Aus diesen Überlegungen geht hervor, daß ein Verfahren,
das eine Änderung der Farblichtsteuerung unter Erhaltung der resultierenden Beletzchtungsstärke
ermöglicht, wesentliche Vorteile und Erleichterungen gegenüber den bekannten Verfahren
aufweist.
-
Die Erfindung zeigt eine Lösung für diese Aufgabe. Erfindungsgemäß
findet eine Lichtquelle zur Beleuchtung Verwendung, deren Licht nach dem additiven
Verfahren aus den. drei Grundfarben zusammengesetzt ist. Es ist hierbei gleichgültig,
ob den drei Grundfarben, je eine besondere Lichtquelle zugeordnet ist, deren Spektralbereich
auf eine der drei Grundfarben abgestimmt ist, ober ob eine einzige Lichtquelle verwendet
wird, in deren Strahlengang drei Filter eingeschaltet sind. iB,rforderlichenfalls
kann die Mischung auch durch mehr oder weniger .als. drei Filter vorgenommen werden,
in einfachen Fällen genügen z. B. zwei Filter. Läßt jedes der drei Grundfarbenfilter
eine gleiche Lichtmenge durch, .so, resultiert als additive Mischung ein weißes
Licht. Soll das resultierende Licht. .eine bestimmte Farbtönung aufweisen, so muß
ein Teil der Filter mehr Licht durchlassen als der andere Teil, was z. B. .in einfacher
Weise .durch Veränderung,des Querschnittes bewirkt werden kann. Erfindungsgemäß
wird nun .den Querschnitten der Filter bzw. den Lichtdu:rchlaßöffnungen eine einfache
geometrische Form gegeben und eine zwangsläufige Kopplung zwischen diesen Öffnungen:
derart vorgenommen, daß bei Vergrößerung einer Öffnung die anderen Öffnungen: entsprechend
kleiner werden, so daß ,die besamte durchgelassene Lichtmenge stets die gleiche
bleibt. Am einfachsten, gestaltet sich die Änderung bei der Wahl von rechteckigen
Lichtdurchlaßöffnungen. Bei drei gleich großen Öffnungen ergibt sich z. B. rein
weißes Licht von einer bestimmtem Beleuchtungsstärke. Wird nun die eine Durchlaßöffnung
vergrößert und dadurch der Anteil der Farbe des entsprechenden Filters vermehrt,
so wird erfindungsgemäß gleichzeitig eine Verkleinerung der anderen Durchlaßöffnungen
um einen entsprechenden Betrag vorgenommen, wodurch deren Einfluß auf die Farbtönung
im gleichen Sinne wirkt, jedoch die gesamte resultierende Beleuchtungsstärke die
gleiche bleibt wie vor der Änderung. Bei rechteckigen Blendenformen erfolgt die
Änderung der Ouerschnitte in einfacher Weise durch Schieber, deren Bewegungen über
Seile und Rallen od. dgl. miteinander gekuppelt sind, so daß beim Zuschieben einer
Blende um einen bestimmten Beträg die zwei anderen Blenden sich um den halben Betrag
öffnen (bei drei Filtern). Sind nur zwei Filter vorhanden, so liegt .der einfachste
Fall vor, daß die eine Blende um dien gleichen Betrag geschlossen. wird, wie, die
andere Blende sich öffnet.
-
Die Einstellung der Gesamtbeleuchtung für eine bestimmte Emulsion
erfolgt in, einer einmaligen r;instellung der Blendenquerschnitte durch Abdecken
in einer Richtung, .die senkrecht zu der Verstellungsrichtung der Schiebeblenden
liegt. Auf diese Weise ist es möglich,, Kopiermaterial verschied:ener Empfindlichkeit
mit den. gleichen, einmal festgestelltenfLichtstärkern zu belichten, bzw. es kann
ein einmal vorbereitetes. Steuerband wiederholt verwendet werden.
-
An sich wäre es auch möglich, .die wechselseitig gekuppelte Einstellung
der einzelnen: Farbwerte durch Verändern der Beleuchtungsstärke,dreier getrennter
Lichtquellen = bewirken. Die Änderung könnte durch Widerstände, deren Schieber miteinander
gekoppelt sind, in einfacher Weise vorgenommen werden. Diese Abänderung des Verfahrens
hat jedoch den Nachteil, .daß mit einer Änderung der Lichtintensität eine Änderung
in der Farbtemperatur einhergehet und damit die einfache Beziehung zwischen der
regelnden und der geregelten Größe verlorengeht. Bei Lichtquellen, deren Farbtemperatur
bei verschiedener Belastung konstant bleibt, wie z. B. bei Gasentladungslampen,
ist jedoch dieser Weg ganibbar.
-
Die Erfindung :sei ,an .einem Beispiel erläutert. Das Lichteiner mit
einem Reflektor versehenen elektrischen Lichtquelle, vor der die drei mit den -drei
Grundfarbenfiltern rot, grün. und blau versch:enen Durchlaßöffnunggen in einer Wand
angeordnet sind, falle nach Passieren der Filter als gemischtes Licht auf einen
Spiegel, von wo es dem Kopiermaterial zugeführt wird. Die rechteckigen Filter werden
durch Schieber entsprechend den Erfordernissen beim Kopieren abgedeckt, -und ihre
Bewegung Ist durch ein Seil, das über Rollen geführt ist, so gekuppelt, daß ein
Senken eines Schiebers das Heben. der beiden anderen Schieber um je den halben Bestrag
bewirkt. Die Gesamtöffnung bleibt somit in jeder Stellung der Schieber die gleiche,
womit auch die gleichbleibende Beleuchtungsstärke gewährleistet ist.
-
Ein solcher einfacher linearer Zusammenhang zwischen den !drei Öffnungsquerschnitten
der Blenden wird bei entsprechender Wahl der Farbfilter ohne weiteres gegeben sein.
Es kann. jedoch je nach Verwendungszweck der Gesamteinrichtung oder Beschaffenheit
der Filter auch eine nichtproportionale Veränderung der einen Lichtaustrittsöffnung
auf Kosten der anderen in Frage kommen; dies kann durch entsprechende Ausbildung
der Kupplung zwischen den Abdeckblenden oder durch .die Gestaltung deren Abdeckkanten
erreicht werden.