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Verfahren zur Herstellung von Gehäusen, beispielsweise für veränderliche
Kondensatoren Die für die Herstellung von veränderlichen Kondensatoren verwend-Iten
Gehäuse waren zu Beginn derRundfunktechnik im allgemeinen als U-förmiges Stahl-
oder Aluminiumblech ausgebildet, das häufig mit Rillen versehen war, so daß eine
gewisse Festigkeit erzielt wurde; doch zur Vereinfachung der Herstellung sowie zur
Verbesserung der Eigenschaften des Kondensators und insbesondere der Stabilität,
die in weitgehendem Maße von der Formfestigkeit des Gehäuses abhängt, sah man sich
veranlaßt, diese ursprüngliche Ausführung wesentlich abzuändern.
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Um dem Gerät eine zweckentsprechende Haltbarkeit zu verleihen, war
man zuerst dazu übergegangzn, eine U-Form zu verwenden, die durch an den Wangen
angeschraubte oder eingerollte Bolzen verstrebt war, während man dann einen Kondensator
konstruierte, bei dem nur die vordere und hintere Wange bl-stehenblieben, die dann
einfach zur Abstützung und Verstärkung durch Säulen verbunden war-en.
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Diese verschiedenen Herstellungsverfahren sind jedoch verhältnismäßig
,aufwendig und bringen beträchtliche mechanische Kräfte zur Einwirkung, die die
Eigenschaften .des Metalls nicht unbeeinflußt lassen. In gewissen Fällen gelangte
auch ein Gußrahmen aus Aluminium oder aus Leichtmetalllegierungen zur Anwendung,
aber die Genauigkeit der Teile wird ganz relativ, sofern man sich nicht dazu entschließt,
eine gewissenhafteAusbesserungsarbeit vorzunehmen, wodurch Präzisionswerkzeugmaschinen
stillgesetzt werden. Diese letztere
Lösung konnte daher nur in gewissen
Sonderfällen beibehalten werden.
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Die Erfindung hat ein verbessertes Kondensatorgehäuse zum Gegenstand,
das sich .durch eine sehr große Einfachheit der Herstellung auszeichnet, die dadurch
erzielt wird, daß das Gehäuse aus einem einzigen vorbereiteten Metallstreifen durch
Rollen und Wölben gebildet wird, so daß ein geschlossenes Rechteck entsteht.
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Das den Gegenstand .der Erfindung bildende verbesserte Gehäuse zeichnet
sich ferner durch eine große Steifheit, die ohne besondere Verstrebungen erreicht
wird, sowie durch geringe radioelektrische bzw. .dielektrische Verluste aus, nämlich
infolge des homogenen Gehäuses, das einen geschlossenen Kreis darstellt.
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Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert,
das .in der Zeichnung veranschaulicht ist, und zwar zeigt Fig. i einen Aufriß eines
Kondensatorgehäuses nach der Erfindung, Fig. 2 einen Grundriß und Fig. 3 einen Seitenriß
desselben, Fig.4 eine bevorzugte Ausbildung des Kugellagers.
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In den einzelnen Abbildungen sind in vollen Linien die Bestandteile
des Kondensatorgehäuses nach der Erfindung und in strichpunktierten Linien die.
an sich bekannten Teile des veränderlichen Kondensators dargestellt.
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Wie aus Fig. i ersichtlich ist, besteht das eigentliche Gehäuse i
aus einem dicken Materialstreifen, der .in sich umgerollt und geschlossen ist. Im
Innern ,des Gehäuses ist eine Trennwand 2 angeordnet, um eine elektrostatische Abschirmung
zwischen den Einheiten des Kondensators zu erzielen, nämlich zwischen den Statoren
3, 3 und ihren Ausführungen 4, 4 und 5, 5, die in bekannter Weise mit Hilfe von
Isolierstopfen aus Steatit, für Hochfrequenz verwirklicht werden.
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Auf der Oberseite des Gehäuses i sind die regelbaren Zusatzkondensatoren
angeordnet, die allgemein unter dem Namen Trimmkondensatoren bekannt sind (Fig.
i und 2). Diese bestehen ganz einfach in .der üblichen Weise aus gewölbten Lamellen
6 aus Messing oder Scheingold, ,die die eine Belegung darstellen, welche mittels
einer Schraube fi regelbar und von !der festen Belegung; die durch das Gehäuse selbstgebildet
wird, mittels einer dünnen Glimmerscheibe 8 getrennt ist. An der Unterseite des
Gehäuses i sind Löcher für den Durchtritt der Federn 9 vorgesehen, die einen guten
elektrischen Kontakt mit der Rotorachse io herzustellen gestatten.
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Die Achse io .ist an der Rückseite .auf einer Kugel gelagert, die
ihrerseits durch eine Napf schraube i i gehalten wird, welche am Gehäuse i mittels
einer Gegenmutter 12, gesichert ist, während die Achse io an -der Vorderseite das
Gehäuse i durchdringt und hier .in einem Kugellager läuft, .dessen Kugeln in einer
.ausgebauchten Platte 13 .angeordnet sind, die am Gehäuse i durch Schrauben
14 befestigt ist. Bei der in Fig.4 dargestellten abgeänderten Ausführungsform ist
die Halterung für das Kugellager als beispielsweise durch Ausfräsen hergestellte
Vertiefun.g 15 in der Dicke .des Metalls des Gehäuses i ausgebildet.
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In diesem Fall durchdringt die Achse io ein Loch 16 in der Vorderseite
.des Gehäuses i, ohne daß irgendein Teil an der Außenseite des Kondensators vorspringt.
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Das in Fig. i bis 3 dargestellte Gerät weist nur zwei Kondensatoreinheiten
auf, doch kann offensichtlich die erfindungsgemäße Ausbildung auch für Kondensatoren
dienen, die nur eine Einheit oder mehr als zwei Einheiten aufweisen. Außerdem können
die Einheiten entweder als Ganzes oder unterteilt ausgebildet sein, wobei im letzten
Fall nur die Statorausführungen, der Unterteilung entsprechend, in größerer Anzahl
vorzusehen sind.