DE897742C - Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien und Draehte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien und Draehte

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DE897742C
DE897742C DEU645A DEU0000645A DE897742C DE 897742 C DE897742 C DE 897742C DE U645 A DEU645 A DE U645A DE U0000645 A DEU0000645 A DE U0000645A DE 897742 C DE897742 C DE 897742C
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Germany
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radioactive
foil
metal
film
substance
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DEU645A
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English (en)
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Cleyton C Carroll
Clarence William Wallhausen
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United States Radium Corp
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United States Radium Corp
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G4/00Radioactive sources
    • G21G4/04Radioactive sources other than neutron sources
    • G21G4/06Radioactive sources other than neutron sources characterised by constructional features

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Description

  • Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien und Drähte Die Erfindung betrifft radioaktive Metallfolien oder Drähte, .insbesondere solche, die Alphastrahlen aussenden. Das erfindungsgemäße Erzeugnis besteht aus einem Grundmetall, in das eine radioaktive Substanz einverleibt ist, sowie aus einem Deckfilm über dem Grundmetall, welcher das Austreten von gasförmigen Medien verhindert, wobei der Film erfindungsgemäß so dünn ist, daß er von der Alphastrahlung durchdrungen wird. D!ie Erfindung betrifft ferner ein Verfahren, radioaktive Folien herzustellen, sowie eine Vorrichtung, um elektrostatische Aufladungen mittels solcher Präparate zu beseitigen.
  • Für die Einverleibung von radioaktiven Substanzen ,in Metalle sind schon verschiedene Vorschläge gemacht worden. Insbesondere wird in der USA.-Patentschrift Nr. 2 326 631 eine Metallfolie beschrieben, die eine radioaktive Substanz enthält und eine wirksame Emission ergibt. Folien und sehr dünne Drähte sind für diesen Zweck besonders geeignet, weil das Durchdringungsvermögen der Alphastrahlen mittlerer Intensität, die von den gewöhnlich verwendeten radioaktiven Elementen ausgesendet werden, nur sehr gering ist. Unter der Voraussetzung, daß die radioaktive Substanz in dem Metall gleichmäßig verteilt ist, darf die Dicke der Folie nicht größer sein, als das Durchdringungsvermögen der durch die betreffende Substanz ausgesendeten Alphastrahleu; andererseits erreichen dann die von tiefer liegenden Stellen des Metalls ausgehenden Alphastrahlen nicht die Oberfläche und kommen damit nicht zur Emission. Infolgedessen kann. der Teil der radioaktiven Substanz, der sich in den tieferen Metallschichten; befindet, nicht ausgenutzt werden.
  • Dünne Folien und sehr dünne Drähte geben, erfahrungsgemäß zwar günstige Voraussetzungen, wenn sie zur Emission von Alphastrahlen bestimmt sind; die geringe Stärke der Folie bzw. des Drahtes hat aber auch einen wesentlichen. Nachteil, der sich daraus ergibt, daß in jeder der bekannten radioaktiven Zerfallsreihen ein radioaktives Gas. eines der frühen Zerfallsprodukte ist. Das erste Zerfallsprodukt nach Radium in der Uran-Radium-Reihe ist z. B. Radongas; Thoron, ein Isotop des Radons, ist das fünfte Zerfallsprodukt nach Thorium in der Thorium-Reihe. Aktnnon, ein anderes Isotop von Radon, ist das dritte Zerfallsprodukt nach Aktinium in der Uran-Aktinium-Reihe. Diese radioaktiven Gase haben sämtlich eine geringe Halbwertszeit. Wenn sie aber in dünnen Folien oder besonders feinen Drähten, durch Zerfall der Ausgangssubstanz entstanden sind, dringt mindestens ein kleiner Anteil der Strahlung bis zur Oberfläche der Folie bzw. des. Drahteis, bevor das radioaktive Gas sich in das nächste Zerfallsprodukt verwandelt. Das Austreten von radioaktivem Gas ist aus zwei Gründen, von Nachteil: erstens ist das ausgetretene gasförmige Medium in gefährlicher Weise radioaktiv, so. daß selbst ganz geringe Konzentrationen für alles animalische Leben schädlich sind; zweitens kann das ausgetretene Gas infolge seines eigenen Zerfalls und des Zerfalls seiner Erzeugnisse nicht weiter zur radioaktiven Wirkung der Metallfolie beitragen. Das ausgetretene Gas stellt daher einen Verlust an Radioaktivität dar.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher eine radioaktive Metallfolie, welche die günstigem Esgenschaften dünner Folien im bezug auf die Emission von Alphastrahlen besitzt, die mit der Verwendung der bisher üblichen dünnen Folien zusammenhängenden Nachteile aber vermeidet. Das erfindungsgemäße radioaktive Präparat besteht aus eurem dünnen Grundmetall, z. B. einem Film, Band oder dünnen Draht aus Metall, in welchem eine Alphastrahlen aussendende Substanz fein verteilt ist. Eine Seite des Präparats ist durch einen Film, der frei von radioaktiver Substanz ist, im wesentlichen abgedeckt. Die gesamte Stärke von Grundmetall und Deckfilm darf bei einem Präparat, das Alphastrahlen aussenden soll, nicht größer als das Durchdringungsvermägen von Alphastrahlen sein, das der höchsten Strahlungsintensität der im dem: Metall enthaltenen radioaktiven Substanz entspricht. Erforderlichenfalls wird die radioaktive Folie auf einer zur Verstärkung dienenden platten oder streifenförmigen Unterlage, vorzugsweise aus Metall, befestigt, die gleichzeitig zur Abschirmung, der Emanation dient und den Strahlungswinkel der ausgesendeten Alphastrahlen begrenzt. Der Ausdruck Emanation wird in der Beschreibung gebraucht, um alle im Laufe des radioaktivem Zerfalls gebildeten Medien anstatt lediglich die gasförmigen Zerfallsprodukte zu bezeichnen.
  • Das Grundmetall ist nach der Erfindung ein Metallfilm, vorzugsweise aus Edelmetall, wie Gold oder Platin. Besonders geeignet ist ein Blattfilm, der aus pulverisiertem Edelmetallpulver oder einem andren Metallpulver gepreßt ist, weil bei dieser Herstellungsart die radioaktive Substanz in lern Metall besonders fein verteilt werden kann. Die radioaktive Substanz kann ein radioaktives Element, zweckmäßigerweise aber auch ein, Salz eines solchen Elements sein, z. B. Radium.sulfat oder Radiumbromid.
  • Der Deckfilm hat -in erster Linie den Zweck, das Austreten der gasförmigen Zerfallsprodukte der radioaktiven Substanz zu verhindern. Dieser Film kann aus irgendeinem Werkstoff bestehen, aus dem sich ein genügend dünnes Blatt herstellen, läßt, das jedoch genügend zusammenhängt, um das Grundmetall abzudichten, d. h. undurchlässig für ein; radioaktives gasförmiges Medium. ist. Organische Stoffe, wie verschiedene Kunststoffe, können für den Deckfilm verwendet werden; im allgemeinen ist aber ein Werkstoff vorzuziehen, der gegen die Emanation einer radioaktiven Substanz widerstandsfähiger ist als organische Verbindungen. Auch nichtmetallische, anorganische dünne Filme, z. B. aus schmelzfiüss.igern. Silb-erchloirid, lassen sich einwandfrei herstellen und, verwenden. Im allgemeinen erfüllt jedoch ein. metallischer Deckfilm, vorzugsweise aus demselben Edelmetall wie das Grundmetall am: besten den Zweck der Erfindung.
  • -Wenn das Grundmetall, wie allgemein üblich, als dünnes Band oder als Film verwendet wird, soll der Deck film möglichst beide Seiten des Grundmetallblattes überziehen. Das ist jedoch nicht immer erforderlich; wenn beispielsweise der Film auf einer verhältnismäßig dicken Unterlage befestigt werden soll, ist es zur Verhinderung eines Verlustes an Radon durch die Unterlage hindurch nicht erforderlich, auf die der Unterlage zugekehrte Seite des Grundmetalls noch einem Deck- film aufzulegen. Irrt Fall, daß die Unterlage aus einem. anderen Metall, z. B. Silber, besteht als das Grundmetall, z. B. Gold, ist es vorzuziehen, eine Deckschicht aus einem geeigneten nichtradioaktiven Metall, wie Gold, zwischen das radioaktiv gemachte Grundmetall und die Unterlage einzulegen, um ein Abwandern von Radium oder von Zerfallsprodukten des Radiums in die Unterlage zu verhindern, wenn das Präparat hohen Temperaturen ausgesetzt wird.
  • Grundmetallfolie und Deckfilm: müssen zusammen so dünn sein, daß die von der radioaktiven Substanz ausgehenden Alphastrahlen die plattierte Folie noch durchdringen. Für eine möglichst wirksame Alphastrahlung muß das Grundmetall zusammen mit dem Deckfilm so dünn sein, daß selbst noch solche 'Alphastrahlen durchdringen, die die mittlere Strahlungsintensität der in dem. Metall eingelagerten radioaktiven Substanz besitzen. Von der radioaktiven Folie wird indessen Alphastrahlung in dem Maße ausgesendet, wie der Deckfilm selbst für Alphastrahlen durchlässig ist bzw. dessen Dicke unterhalb des Durchdringungsvermögens der Alphastrahlen liegt; das "der höchsten Strahlungsintensität der radioaktiven Substanz entspricht. Bei Verwendung der am besten für den Erfindungszweck geeigneten Metalle, wie Gold oder anderer Edelmetalle, soll die Gesamtstärke des Grundmetalls mit dem Deckfilm im allgemeinen nicht mehr als 5 Mikron betragen, wobei auf das Grundmetall etwa 1/2 bis 21/2 Mikron und auf den Deckfilm etwa 1/2 bis I1/2 Mikron kommen. Ein Deckfilm, der aus einem von radioaktiver Substanz freiem Werkstoff hergestellt ist und außerdem vollkommen abdichtet, verhindert wirksam den Austritt selbst kleiner Mengen gasförmiger Zerfallsprodukte des radioaktiven Prozesses, obwohl er für die Alphastrahlen durchlässig sein muß. Deckfilme, die stärker sind als oben angegeben und daher das Austreten von radioaktiven Gasen verhindern, können dann verwendet werden, wenn das Präparat keine Alphastrahlung aussenden soll. Wenn beispielsweise eine Folie nur für Beta.- und Gammastrahlung gebraucht wird, dann können der Deckfilm oder das Grundmetall oder auch beide zusammen wesentlich stärker als angegeben sein, wobei der Deckfilm dem Erfindungszweck entsprechend den Austritt von radioaktivem Gas verhindert.
  • Eine zur Verstärkung der dünnen Metallfolie dienende platten.- oder streifenförmige Unterlage ist gewöhnlich so stark, daß sie das Durchdringen von Alp$astrahlen durch die Unterlage verhindert. In einem solchen Fall ist daher die Stärke des Deckfilms zwischen Grundmetall und Unterlage ohne wesentliche Bedeutung, wenn auf beiden Seiten des Grundmetalls ein Deckfilm aufgebracht «-orden ist; der Deckfilm kann infolgedessen wesentlich stärker als oben angegeben sein, denn nur die Stärke des Grundmetalls und des Deckfilms auf der oberen Seite des Grumidmetalls müssen gering genug sein, um eine wirksame Alphastrahlung durchzulassen. Jeder für die erforderliche Verstärkung der dünnen Metallfolie geeignete Werkstoff kann verwendet werden; Silber ist für diesen Zweck besonders geeignet, aber auch andere korrosionsfeste Metalle, wie Kupfer, Nickel, rostfreier Stahl sowie andere metallische oder nichtmetallische Werkstoffe, sind brauchbar. Die dünne plattierte radioaktive Folie kann mit der Unterlage auf irgendeine bekannte Weise, z. B. durch Löten oder Schweißen 'oder auch mittels eines Klebemittels, verbunden werden. N ach der Erfindung werden radioaktive Folien der beschriebenen Art vorzugsweise aus Metallpulvern hergestellt.
  • Erfindungsgemäß werden .ein Metallpulver, wie z. B. pulverisiertes Gold, und eine feinkörnige radioaktive Substanz, die Alphastrahlen abgibt, wie z. B. ein Radiu.msalz, innig miteinander gemischt. Die radioaktive Substanz ist in einer Menge von ungefähr 12 Gewichtsprozent in der Mischung enthalten. Das Pulvergemisch wird gepreßt; zu einer kompakten Masse gesintert und dann gegebenenfalls durch Walzen noch weiter verdichtet. Eine Schicht eines von radioaktiven Stoffen: freien Metalls wird auf die eine Seite des verdichteten Erzeugnisse aufgebracht, oder dieses wird zwischen Schichten eines solchen Metalls gepreßt. Das so plattierte Erzeugnis wird dann durch Walzen oder auf andere Weise auf eine so geringe Dicke gebracht, daß die Deckschicht nicht von Alphastrahlen durchdrungen werden kann, die mit der größten Strahlungsintensität der verwendeten radioaktiven Substanz ausgesendet werden. Der Deckfilm kann mit dem Grundmetall durch Schweißung oder auf andere Weiise vor dem Auswalzen verbunden werden, oder es kann dieser Vorgang bei einer so hohen Temperatur erfolgen, daß die verschiedenen Metallschichten durch den ausgeübten Druck fest und dauerhaft aufeinanderhaften. Als besonders vorteilhaft erweist sich nach der Erfindung das Verfahren, eine Metallunterlage mit der radioaktiven Schicht und den als Deckschicht dienenden; Metallen, vorzugsweise nach einem vorläufigen Auswalzen, noch bevor die endgültige Stärke erreicht ist, zu verbinden. Danach kann das radioaktive Metall zusammen mit dem Unterlagemetall soweit ausgewalzt werden, bis die einzelnen Schichten auf die erforderliche Stärke gebracht sind.
  • Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte radioaktive Folie kann ferner als ein vorzügliches Mittel für die Beseitigung von elektrostatischen Aufladungen in allen den Fällen gebraucht werden., wo diese Aufladung den Ablauf eines Arbeitsvorganges stört. Derartige Aufladungen sammeln sich z. B. auf Geweben- oder auf Papierbahnen; bei der Papierherstellung sowie beim Druckverfahren an, ferner auf laufenden Gewebebahnen -in der Textilindustrie sowie bei der Herstellung und Verwendung von Kunststoffolien. Die Ansammlung elektrostatischer Aufladung kann den Ausbruch eines Brandes veranlassen, weil auf entzündlichen Stoffen eine so starke Aufladung entstehen, kann, daß ein zur Zündung des Stoffes führenderFunkeentsteht. Derartigeelektrostatische Aufladungen führen vielfach dazu, daß Stoffbahnen aneinander oder an anderen Gegenständen haftenbleiben.
  • Eine Vorrichtung für die Entladung elektrostatisch aufgeladener Erzeugnisse unter Verwendung von radioaktiven Metallfolien gemäß der Erfindung besteht aus einem, schmalen Streifen einer radioaktiven Folie, vorzugsweise auf einer Unterlage, der ebenso lang wie das Gewebe oder die Papierbahn breit ist, deren elektrostatische Aufladung beseitigt werden soll. Die Vorrichtung wird dicht über der Gewebebahn in einem Abstand von ungefähr 25 mm angebracht und erstreckt sich quer über die Gewebebahn. Da die radioaktive Metallfolie eine besonders starke Alphastrahlung aussendet, entsteht eine starke Ionisation der zwischen der Vorrichtung und der Gewebebahn befindlichen Luftschicht, so daß die sich auf der Gewebeoberfläche bildende Aufladung neutralisiert wird. Gegebenenfalls kann der radioaktive Metallstreifen im Innern eines kanalförmigen, halbzylindrischen oder anders gestalteten Tragelements untergebracht -,verden, dessen Wand dick genug ist, um den Durchgang von Alphastrahlen zu verhindern. Auf diese Weise werden die Alphastrahlen auf einen bestimmten Winkelbereich beschränkt, der durch die Richtung der' Seitenwände des Tragelements bestimmt wird. Die Winkelweite der wirksamen Strahlung kann durch eine entsprechende Wahl der Flanschenabmessungen des Tragelements in bezug auf die Breite des radioaktiven Metallstreifens und auf die besonderen Abmessungen der gesamten Vorrichtung geregelt werden. Die folgende Beschreibung der Herstellung einer radioaktiven Folie dient zur Erläuterung des Erfindungsgegenstands, wobei jedoch die Erfindung nicht auf dieses besondere Ausführungsbeispiel beschränkt sein soll. In der Zeichnung stellen dar Fig. i bis 5 schematische Querschnitte durch verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstands, Fig..6 bis 9 verschiedene Ausführungsformen der Unterlage, die den Zweck hat, die Winkelbreite der Alphastrahlung zu verändern, Fig. io die Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Beseitigung von elektrostatischen Aufladungeri.
  • Der erste Schritt bei der Herstellung einer radioaktiven Metallfolie ist die Vorbereitung des Grundmetalls, das als sehr dünne Schicht eines radioaktiven Elements oder einer solchen Verbindung galvanisch niedergeschlagen oder unter Vakuum aufgestäubt wird; dann läßt man durch genügend lange Erhitzung auf eine entsprechend hohe Temperatur die radioaktive Schicht in das Metall diffundieren. Zweckmäßiger ist es jedoch, die radioaktive Substanz in feinverteilter Form mit einem zweckdienlichen Metallpulver innig zu mischen. Dazu stehen verschiedene Metallpulver zur Verfügung, wie pulverisiertes Kupfer, Nickel, Wolfram oder eine Legierung, wie z. B. Messing. Im allgemeinen wird jedoch ein Edelm@etallpu@lver- aus Gold oder Platin oder einer Gold-Platin-Legierung bevorzugt. Edelmetalle- werden durch die Emanation nicht angegriffen,; si-e sind gegen Korrosion und chemische Einwirkungen äußerst widerstandsfähig und können leicht verarbeitet werden. Trotz, des hohen Preises der Edelmetallpulver ist der für das Metall aufzuwendende Betrag bei Herstellung ein--r dünnen radioaktiven Metallfolie im. Vergleich zu den Gesamtkosten nur sehr gering. _ Bei Herstellung eines solchen Präparats, das Alphastrahlen aussenden soll, muß eine radioaktive Substanz gewählt werden, die während ihres Zerfalls Alphastrahlen aussendet. Ein derartiges radioaktives Element ist in seiner elementaren Form schwer herstellbar, so daß es zweckmäßiger ist, ein Salz oder eine andere Verbindung des radioaktiven Elements zu verwenden. Radiumsalze, wie Radiumchlorid, -b-romid oder -sulfat, - sind. in feinverteilter Form für diesen Zweck besonders geeignet; doch können auch die Salze anderer radioaktiver Elemente verwendet werden, z. B. Thoriumsalze und insbesondere S=alze von Thoriumzerfallsprodukten, wie Aktini4msalze. Alle diese Elemente zerfallen entsprechend der Ausstrahlung von Alphapartikeln und ergeben dann Zerfallsprodukte, die einem weiteren Zerfall unter Aussendung von Alpha- strahlen unterliegen. Auch andere Verbindungen radioaktiver Elemente oberhalb des Urans im Periodischen System, z. B. Salze von Neptunium (93) mit einem: Atomgewicht von 237, das eine Halbwertszeit von 2,25 X ios Jahren hat, können verwendet werden; ferner Salze von Plutonium. (94) mit einem Atomgewicht von z38 und einer Ha1bwertszeit von 5o Jahren oder Salze von Plutonium mit einem Atomgevicht von 239 und einer Halbwertszeit von 24000 Jahren.
  • Auer den genannten natürlichen radioaktiven Elementen können noch solche Elemente verwendet werden, deren Radioaktivität künstlich erhöht worden-ist. So, sind radioaktive Kohlenstoffverbindungen hergestellt und als radioaktive Substanzen verwendet worden, insbesondere solche Verbindungen, die Alphastrahlen aussenden; auch gewöhnliches Kochsal-- kann radioaktiv gemacht und dementsprechend verwendet werden. Die Zusammensetzung des Gemisches aus Metallpulver und radioaktiver Substanz kann innerhalb weit-er Grenzen geändert werden, wobei @im allgemeinen der Grad der erforderlichen Radioaktivität maßgebend ist. Der Gehalt an radioaktiver Substanz in dem Gemischsoll wenigstens i % vorm Gewicht des Gemisches betragen; er kann aber auch auf i2o/o oder so weit gesteigert werden, als sieh eine fest zusammenhängende und bearbeitbare Masse daraus. bilden läßt.
  • Das Gemisch von Metallpulver und radioaktiver Substanz wird hohem Druck von etwa 4800 kg/cm2 untzrworfen, um das Ganze in feste Form zu bringen. Diie so verdichtete Metallfolie hat zwar ein festes Gefüge, ist aber sehr brüchig und wird daher noch bei einer Temperatur von ungefähr 95o° während 1/2 Stunde gesintert. Reines Goldpulver kann ohne weiteres unmittelbar in einen Ofen bei 95o`°` gebracht werden; wird dagegen Metallpulver mit fremden Beimnengungen verwendet, so treten während der Sinterung die eingeschlossenen Gase aus und bilden Blasen auf der Oberfläche der Folie, wenn die Sinterung nicht sehr vorsichtig vorgenommen wird. In diesem Fall ist es am besten, die Folie sehr langsam während mehrerer Stunden bis auf die Sintertemperatux zu erwärmen und dann für 1/2 Stunde biia zu 2 Stunden auf dieser Temperatur zu halten. Nach der Sinterung hat die Folie eine hohe Festigkeit und kann ohne Bruchgefahr weiterverarbeitet werden. Die gesinterte Folie wird dann zur Verringerung der Dicke und Erhöhung der Dichte ausgewalzt; sie wird dabei nach einem vorläufigen Auswalzen mit einer geeigneten Metallfolie umhüllt, die keine radioaktive Substanz enthält, worauf die so plattierte Folie bis auf die erfard-erliche" Dicke weiter ausgewalzt wird. Andererseits kann die gesinterte Folie schon vor dem Auswalzen mit der Metallfolie umhüllt und dann erst ausgeealzt werden. Für die umhüllende Folie können verschiedene Metalle verwendet werden, insbesondere Edelmetalle, wie Gold und Platin, wobei sich dieselben Vorteile wie bei dem Grundmetall ergeben. Andere Metalle, wie Kupfer, Nickel, Zinn, Chrom oder Legierungen, wie Messing, Bronze; Platin-Gold, bewähren sich ebenfalls für diesen Zweck. Die Dicke der Gold- oder sonstigen Schicht soll wesentlich geringer sein als die Dicke des gesinterten radioaktiven Metalls, muß aber im Endzustand noch dick genug sein, um das Durchtreten von radioaktiven gasförmigen Medien zu verhindern. Im allgemeinen ist 1/1o der Dicke des Grundmetalls ausreichend.
  • Anstatt das abdeckende Metall als getrennte Schicht auf das Grundmetall mechanisch aufzutragen, kann der Metallüberzug auch durch Galvanisieren entweder unmittelbar nach dem Sintern oder nach dem ersten Auswalzen hergestellt werden. Beim Galvanisieren ergeben sich keine besonderen Schwierigkeiten, so daß alle üblichen galvanischen Verfahren bei den verschiedenen Metallen unter Verwendung von löslichen oder nichtlöslichen Anoden angewendet werden können. Nach dem Aufbringen einer Metallschicht von der erforderlichen Dicke durch Galvanisieren ist es manchmal vorteilhaft, die plattierte Metallfolie auf eine Temperatur von z. B. 95o1 für eine genügend lange Zeit, z. B. 1/2 Stunde, zu erhitzen, um, den Wasserstoff entweichen zu lassen, der sich oft in, störender Menge ansammelt und beim. Walzen zu Schwierigkeiten führen kann. Das Auswalzen kann bei Zimmertemperatur oder auch bei einer höheren Temperatur erfolgen. Die radioaktive Substanz bildet in der gesinterten Folie eine Beimengung, welche die Formbarkeit des Goldes vermindert; es ist daher meist notwendig, die Folie in regelmäßigen Abständen während des Auswalzens (im allgemeinen nach je drei oder vier Durchgängen, wenn das Auswalzen bei Zimmertemperatur erfolgt) bei einer Temperatur von ungefähr 8oo bis goo° auszuglühen. Durch das aufeinanderfolgende Auswalzen und Ausglühen werden die Schichten dauerhaft verbunden, insbesondere wenn die Deckschicht lediglich auf das Grundmetall aufgelegt worden ist.
  • Das Auswalzen mit zwischenzeitlichem Ausglühen wird fortgesetzt, bis die Folie eine Dicke von ungefähr 0,5 mm bekommen hat, welche für die Verbindung mit einer Metallunterlage geeignet ist. Wegen der äußerst geringen Stärke der Folie in ihrer endgültigen Form muß die Unterlage die nötige Stärke für den Gebrauch des Präparates haben. Silber ist als Unterlage besonders geeignet, obwohl auch andere Metalle, wie Kupfer, Nickel od. dgl., verwendet werden können. Die ausgewalzte Folie wird z,weckrn.äßigerweise durch Schweißen unter Druck auf die Unterlage gebracht. Zu diesem Zweck werden die vorher in geeigneter Weise gereinigte Folie und das Grundmetall unter einem Druck von ungefähr 800 kg/m2 aufeinandergepreßt, z. B. unterelektrischer Widerstandsheizung bis auf die Schweißtemperatur. Nachdem die ausgewalzte Folie auf das Unterlagsmetall aufgeschweißt ist, wird die mehrschichtige .Folie weiter ausgewalzt, um die Dicke der radioaktiv-en Schicht bis auf den erforderlichen Grad zu verringern. Wie schon ausgeführt, soll das Auswalzen vorzugsweise so lange fortgesetzt werden, daß die Gesamtdicke der plattierten Folie nicht größer als das Durchdringungsvermögen der mit höchster Strahlungsintensität von der radioaktiven Substanz ausgesendeten Alphastrahlen ist, vorzugsweise aber nur so viel beträgt, daß die Folie von Alphastrahlen mittlerer Intensität noch durchdrungen wird. Die Dicke des Unterlagsmetalls beim Aufschweißen der radioaktiven Folie soll groß genug sein (ungefähr o,25 mm), um das Präparat sicher handhaben zu können. Wenn bei dem Auswalzen die Dicke des Unterlagsmetalls aber noch weiter verringert wird, muß eine zweite Unterlagsschicht von angemessener Dicke aufgeschweißt werden.
  • Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen radioaktiven Metallfolien und Drähten sind,in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i das erfindungsgemäße Präparat ohne Unterlage, Fig. 2 einen teilweisen Querschnitt durch ein auf einer Unterlage befestigtes Präparat, Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel mit einem Deckfilm auf einer Seite des Grundmetalls, Fig.4 eine auf einer Unterlage befestigte plattierte Folie, Fig. 5 einen teilweisen Querschnitt durch ein drahtförmiges radioaktives Präparat mit einer Deckschicht; Fig. 6 bis 9 zeigen, wie die Unterlagsschicht dazu dienen kann, die Winkelweite der Alphästrahlung zu begrenzen; Fig. 6 zeigt, daß z. B. bei einem auf einer ebenen Unterlage aufgebrachten Präparat der wirksame Winkel der Strahlung iSo° beträgt. Fig. 7 und 8 zeigen, wie bei vertieft liegendem radioaktiven Präparat die Winkelweite der Alphastrahlung auf weniger als iSo° verringert wird. Wenn eine geringe Winkelweite der Alphastrahlung verlangt wird, kann. eine kreisbogenförmige, geschlitzte Unterlage als Umhüllung für das radioaktive Präparat benutzt werden. Die in Fig. 6 bis 9 gezeigten Unterlagen müssen stets dick genug sein, um für die von der radioaktiven Folie ausgesendeten Alphastrahlen höchster Intensität undurchlässig zu sein, so daß die wirksame Strahlung nur auf die eingestellte Winkelweite begrenzt ist.
  • Fig. io zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die zweckmäßigerweise aus einem schmalen Streifen des radioaktiven Präparates besteht, der auf einer Unterlage und auf einem Tragelement der in F'ig. 6 bis 9 gezeigten Art befestigt ist und dazu dient, elektrostatische Aufladungen von, laufenden Gewebe- oder Papierbahnen zu beseitigen. Diese Vorrichtung erstreckt sich vorzugsweise quer über die ganze Breite der Gewebebahn. Bei einem Abstand von etwa 25 mm zwischen Vorrichtung und Gewebebahn werden die Alphastrahlen auf die Gewebebahn gerichtet und ionisieren die umgebende Luft. Der Abstand zwischen Vorrichtung und Gewebebahn soll 75 mm nicht überschreiten, da diese Entfernung der Reichweite der Alphastrahlung eines radioaktiven Präparates gemäß der Erfindung beim Durchdringen von Luft unter atmosphärischem Druck entspricht. Die wirksamste Ionisation der Luft erfolgt innerhalb eines Abstandes von a5 mm oder weniger.
  • Es ist einleuchtend, daß bei ruhender Gewebebahn die elektrostatische Vorrichtung auch entlang der Gewebebahn fortbewegt werden kann, was durch mechanischen Antrieb oder auch von, Hand erfolgen kann. Das radioaktive, Präparat kann für diesen Zweck anstatt als dünnes Band auch in anderer Form, z. B. als breite ebene oder gebogene Fläche, verwendet werden. Das radioaktive Präparat kann als zusammenhängende Folie oder in einzelnen Streifen oder sonstwie verteilt über der Gewebebahn angeordnet sein. Die von der Folie ausgehenden Alphastrahlen divergieren, wenn sie nicht durch einen Schirm od. dgl. zusammengehalten werden, so daß auch bei nicht zusammenhängender radioaktiver Folie die einzelnen Folienstücke so angeordnet werden können, daß die Intensität- der Alphastrahlung in der nächsten Umgebung der Fodienebene im wesentlichen gleichmäßig ist.
  • Die mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch Ionisation der Luft zu entladende Gewebe-oder Papierbahn kann dünn und endlos lang sein, wie in der Papierfabrikation und bei der Herstellung von Kunststoffolien, oder sie kann verhältnismägig dick sein und aus einzelnen Stücken bestehen, wie die Faservliese -und -bänder in Textilbetrieben. Eine andere Anwendungsmöglichkeit für das erfindungsg-emäß.e radioaktive Erzeugnis ergibt sich bei der Beseitigung von elektrostatischen Rufladungen bei analytischen: Waagen od. dgl., deren Genauigkeit durch solche Rufladungen beeinträchtigt wird. Eine nach der Erfindung hergestellte radioaktive Folie oder ein solcher Draht wird in diesem Fall mit oder ohne Unterlage in der Nähe der Waagschalen oder des Waagebalkens angebracht, um die dort angesammelten Rufladungen zu neutralisieren. Außerdem gibt es noch zahlreiche ähnliche- Möglichkeiten der Anwendung des erfindungsgemIßen radioaktiven Präparates.
  • Aus radioaktiven Metallfolien, die gemäß der Erfindung mit einem dünnen zusammenhängenden Deckfilm versehen sind, der im wesentlichen frei von jeder radioaktiven Substanz ist, treten praktisch keine radioaktiven gasförmigen Medien aus. Infolgedessen besteht keine Gefahr, daß die umgebende Luft mit diesen äußerst schädlichen. Gasen verunreinigt wird. Darüber hinaus wird die radioaktive Strahlung, die sich aus dem Zerfall der radioaktiven Substanz und seiner Zerfallsprodukte ergibt, für den eigentlichen Bestimmungszweck aufgespart, wenn das radioaktive Gas in dem Grundmetall zurückgehalten wird. Die Wirkung des Deckfilms, rdlie :darin besteht, die gasförmigen Zerfallsprodukte im Grundmetall zurückzuhalten, ermöglicht die Verwendung einer solchen Folie selbst dann, wenn die Dicke des Deckfilms allein oder die Dicke von Grundmetall und Deckfilm zusammen größer ist als das Durchdringungsvermögen von Alphastrahlen, die durch die radioaktive Substanz ausgesendet werden.. Derartig dicke plattierte Folien senden dann keine Alphastrahlen aus; dennoch ist der Deckfilm, auch wenn er stärker ist als oben, angegeben, bei solchen. Folien zu verwenden, die lediglich Beta- und Gammastrahlen aussenden sollen, und erfüllt dann die wichtige Aufgabe, die Verunreinigung der umgebenden; Atmosphäre durch radioaktive gasförmige Medien zu verhindern und die Radioaktivität des Gases und seiner Zerfallsprodukte in dem. Metall aufzuspeichern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien oder Drähte, die gegen das Austreten gasförmiger radioaktiver Medien geschützt sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein inniges Gemisch aus einem feinpulverisierten Metall und einer feinverteilten radioaktiven Substanz, welche Alphastrahlen aussendet, zu einer kompakten Masse gepreßt und- gesintert wird, daß eine Deckschicht aus nichtradioaktivem Metall auf eine Seite: der radioaktiven Folie bz,w. des Drahtes aufgelegt und die andere Seite mit einer verhältnismäßig dicken Metallunterlage durch Lötung oder Schweißung verbunden wird und daß die plattierte Folie so weit ausgewa.lzfi wird, daß der. Deckfilm für die mit größter Strahlungsintensität von der verwendeten radioaktiven, Substanz ausgesendeten Alphastrahlen noch durchlässig ist. z. Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien oder Drähte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktive Folie zwischen zwei Deckschichten aus einem nichtradioaktiven Metall gebracht und zusammen mit diesen gepreßt, gesintert und ausgewalzt wird, und daß die mehrschichtige Folie auf eine verhältnismäßig dicke Metallunterlage auifgelötet oder aufgeschweißt wird, worauf die plattierte Folie so weit ausgewalzt wird, daß die innenliegende radioaktive Folie zusammen mit mindestens einem. Deckfilm für die mit größter Strahlungsintensität von der verwendeten radioaktiven Substanz ausgesendeten Alphastrahlen noch durchlässig ist. 3. Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien oder Drähte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gepreßte und gesinterte radioaktive Folie durch Schichten aus einem dehnbaren, nichtradioaktiven Metall vollständig abgedeckt wird, deren, Dicke etwa lho der Foliendicke beträgt, und daß die dreischichtige Folie bis auf eine Dicke von etwa o,5 mm ausgewalzt und dazwischen wiederholt bei 8oo bis goo°' geglüht wird, worauf die so, ausgewalzte Folie mit, einer wesentlich dickeren Metallunterlage verlötet oder verschweißt und zusammen mit der Unterlage nochmals so weit ausgewalzt wird, daß die Dicke der dreischichtigen Folie nicht größer als 5. Mikron ist. q.. Verfahren zur Herstellung radioaktiver Metallfolien oder Drähte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreckschicht aus nichtradioaktivem. Metall als galvanischer Niederschlag auf die radioaktive Folie gebracht wird, der wesentlich dünner als die Folie ist, und da.ß die galvanisierte Folie genügend lange und entsprechend hoch erhitzt wird, um den während des Galvanisierens angesammelten Wasserstoff zu entfernen, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Folie bis auf eine Dicke von etwa 5 Mikron ausgewalzt und dann nach dem Verfahren gemäß Anspruch 3 weiterbehandelt wird. 5. Radioaktive Metallfolie oder Draht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche einer eine radioaktive Substanz, welche Alphastrahlen aussendet, in feinverteiltem. Zustand enthaltenden Metallfolie oder eines solchen Drahtes durch einen nichtradioaktiven Film abgedeckt ist, der für Alphastrahlen durchlässig, aber dick genug ist, um den Durchgang von radioaktiven gasförmigen Medien durch den Deckfilm zu verhindern. 6. Radioaktive Metallfolie oder Draht nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie und der Deckfilm zusammen nur so dick sind, daß die mit größter Strahlungsintensität von, der verwendeten radioaktiven Substanz ausgesendeten Alphastrahlen die mehrschichtige Folie zu durchdringen vermögen. 7. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Deckfilm versehene Folie mit einer verhältnismäßig dicken Metallunterlage vorzugsweise durch Löten oder Schweißen verbunden ist. B. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da:ß eine aus einem Gemisch von feinpulverisiertem Metall und einer feinverteilten radioaktiven. Substanz, hergestellte Folie mit einer dünnen Deckschicht vollständig umhüllt ist, die aus nichtradioaktivem Metall besteht und für gasförmige radioaktive Medien undurchlässig ist. g. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus einem Edelmetallpulver, wie Gold, innig gemischt mit einer feinverteilten radioaktiven Substanz, besteht und eine Deckschicht aus nichtradioaktivem Gold besitzt, und daß die Dicke der radioaktiven Folie 1/2 bis 21/2 Mikron und diejenige der Deckschicht 1/2 bis 11/2 Mikron beträgt. io. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5 und g, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil der radioaktiven Substanz in der Edelmetallfolie etwa i bis 12 Gewichtsprozent beträgt und daß die radioaktive Folie beiderseits mit Deckschichten aus nichtradioaktivem Gold versehen ist. i i. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5 und g., dadurch gekennzeichnet, daß die aus pulverisiertem Gold und einer radioaktiven Substanz in gleichmäßig feiner Verteilung bestehende und mit einer Deckschicht aus nichtradioaktivem. Gold versehene Folie mit einer beträchtlich dickeren Unterlage aus einem anderen Metall, z. B. aus Silber, unter Einfügung einer Zwischenlage aus nichtradioaktivem Gold verbunden ist, die für radioaktive Medien auch bei hohen Temperaturen undurchlässig ist. 12. Radioaktive Metallfolie nach Anspruch 5 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Deckschicht aus nichtradioaktivem Edelmetall versehene radioaktive Folie in Form eines schmalen Streifens auf einer IVTetallunterlage befestigt ist, die dick genug ist, um die Folie zu tragen und um undurchlässig für Alphastrahlen zu sein., und die so um die Folie gebogen ist, daß der freie Strahlungsbereich der Alphastrahlen auf einen Winkel von wesentlich weniger als 18o°' begrenzt ist.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1026889B (de) * 1955-11-04 1958-03-27 Dr Hugo Stintzing Verfahren und Anordnung zur Steigerung der Wirksamkeit von radioaktiven Strahlenquellen
DE1028897B (de) * 1955-03-08 1958-04-24 Trico Folberth Ltd Scheibenwischer
DE1032433B (de) * 1957-04-30 1958-06-19 Chininfabrik Braunschweig Buch Applikator fuer radioaktive Strahler in Form einer massiven Perle mit freier axialer Durchgangsbohrung
DE1222591B (de) * 1960-12-24 1966-08-11 Akad Wissenschaften Ddr Verfahren zur Herstellung geschlossener radioaktiver Praeparate mit Thallium 204

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