DE893355C - Einrichtung zum Schutz von im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegten Luftkabeln - Google Patents

Einrichtung zum Schutz von im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegten Luftkabeln

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DE893355C
DE893355C DEM10430A DEM0010430A DE893355C DE 893355 C DE893355 C DE 893355C DE M10430 A DEM10430 A DE M10430A DE M0010430 A DEM0010430 A DE M0010430A DE 893355 C DE893355 C DE 893355C
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DE
Germany
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cable
aerial
mast
earth
earth wire
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DEM10430A
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English (en)
Inventor
Erwin Dr-Ing Widl
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Mix und Genest AG
Original Assignee
Mix und Genest AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/22Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices
    • H02H7/226Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for distribution gear, e.g. bus-bar systems; for switching devices for wires or cables, e.g. heating wires

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  • Suspension Of Electric Lines Or Cables (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Schutz von im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegten Luftkabeln Elektrische Luftkabel, dies sind in der Regel Fernmeldeluftkabel, werden bekanntlich entweder an besonderen Tragdrähten oder Tragseilen aufgehängt oder gemäß einer jüngeren Entwicklung diese Gebietes ,der Kabeltechnik unter Verstärkung ihrer (häufig auch als Panzerung bezeichneten) Bewehrung selbsttragend ausgeführt und aufgehängt. Die Luftkabel sind, wie schön vor längerer Zeit erkannt worden ist, in elektrischer Hinsicht in erheblich stärkerem Maße als erdverlegte Kabel gefährdet, nämlich sowohl durch Starkstrominduktionem als auch durch Blitzeinschläge und ihre Auswirkungen. Die praktischen Erfahrungen haben nun zu der prinzipiellen Erkenntnis geführt, daß elektrische Luftkabel durch besondere Maßnahmen geschützt werden müssen, insbesondere auch die durch ihre stärkere Bewehrung an sich schon besser geschützten-selbsttragenden Luftkabel.
  • Auf Grund dieser Erkenntnis sind bereits zahlreiche Vorschläge zum Schutz der elektrischen Luftkabel 'gemacht worden, ,die teils die Kabel als solche, teils die Kabelanlagen im ganzen betreffen. Diene Vorschläge lassen sich in zwei Gruppen einteilen, nämlich einerseits die Erdung der Kabel oder Kabelanlagen an einzelnen Punkten oder, wie auch schon bekanntgeworden ist, sogar an allen Punkten der Kabelaufhängung, und andererseits die fortlaufende elektrische Verbindung der Kabelmäntel mit der Bewehrung der Kabel, die dann gegebenenfalls, d. h. auch bei Erdung der Bewehrung nur an einzelnen Punkten der Kabelanlage, zu einer fortlaufenden Erdung der Kabelmäntel führt. Die fortlaufende elektrische Verbindung,der Kabelmäntel mit der Bewehrung kann z. B. dadurch erreicht werden, daß die üblicherweise zwischen Kabelmantel und Bewehrung angeordnete Polsterschicht durch Metalleinlagen od. dgl. leitend gemacht wird.
  • Es war im übrigen eine für die Entwicklung der Luftkabel wesentliche Erkenntnis, daß bei Luftkabeln auf jeden Fall besondere Sorgfalt darauf verwendet werden muß, zwischen Kabelmantel und Bewehrung eindeutige Potentialverhältnisse zu schaffen. Die aus der Erdkabeltedhnik übernommene Anordnung von Jutepolsterschichten zwischen Kabelmantel und Bewehrung führt bei Luftkabeln wegen der wechselenden Luftfeuchtigkeit tLnd,des dadurch bedingten schwankenden und auch örtlich unterschiedlichen Trocknungszustandes der Polsterschicht nicht zu einsdeutigen PotentialverhältnIssen. Es ist deshalb neben der fortlaufenden elektrischen Verbindung von Kabelmantel und Bewehrung auch die Anordnung von elektrisch hochwertigen und insbesondere wärmebeständigen Schichten hoher Durchschlagsfestigkeit zwischen Kabelmantel und Bewehrung vorgeschlagen worden.
  • Bei Luftkabeln, die im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegt werden, treten besondere Schwierigkeiten auf. Dabei dienen solche Kabel in selbsttragender Ausführung einerseits nicht nur verschiedenen Aufgaben der Fernmeldetechnik, z. B. der Fernsprechverständigung und Fernsteuerung zwischen Kraftwerken untereinander und mit Schaltstationen, sondern andererseits häufig auch zugleich als Erdseil der Hochspannungsfreileitung. In solchen Fällen werden die Luftkabel in der Regel auf den, Mastspitzen verlegt und an den Mastaufhängepunkten geerdet. Aber auch in jenen Fällen, wo das Kabel unterhalb oder zwischen den Hochspannungsleitern aufgehängt wird, legt man die Bewehrung des Kabels an Erde, tun statische Aufladungen desselben zu vermeiden. In der Regel erfolgt die Erdung bereits durch die Art der Auf -bängevorrichtung am Mast, sofern sie nicht durch zusätzliche Erdungsmaßnahmen verbessert wird. Bei Isölatorüberschlägen oder Blitzeinschlägen im Mast wird ein Teil der Überströme auch in .die Bewehrung des Kabels .gelangen. Die hierbei auftretenden Potentialunterschiede zwnschen Kabelmantel und Bewehrung begünstigen Überschläge zwischen beiden, wenn sie nicht fortlaufend elektrisch miteinander verbunden .sind. Es ist bekannt, daß die bei Blitzeinschlägen entstehenden Wanderwellen auf den Leitungen mit steiler Wellenfront fortlaufen und zu Überspannungen führen können. Bei allen diesen Vorgängen handelt es sich um relativ große Ströme und Spannungen. Es stellt jedoch ein technisch beherrschbares Problem dar, sie unschädlich zu machen.
  • Bei längs Höchstspannungsfreileitungen, beispielsweise 40o-kV-Leitungen, verlegten L uftkabeln liegen die Verhältnisse noch erheblich schwieriger. Solche Anlagen erhalten nämlich eine starre Nullpunkterdung, und man hat deshalb mil sehr hohen Kurzschlußströmen von etwa io ooo A zu rechnen. Die an den Masten derartiger Hochspannungsfreileitungen aufgehängten Luftkabel unterliegen .deshalb besonders großen Starkstrombeeinflusisungen, die nunmehr näher untersucht werden sollen.
  • Der in einer Phase auftretende Kurzsehlußstrom induziert in Mantel,uud Bewehrung .des Luftkabels einen Strom von unter Umständen ebenfalls mehreren tausend Ampere; der. eine thermische Überlastung des Kabels zur Folge haben kann. Dies bedeutet, daß die Bewehrung und gegesbenenfalls auch der Kabelmantel schon wegen der induzierten Ströme hinsichtlich Erwärmung genügend dimensiäniert sein muß. Aus diesem Grunde muß vermieden werden, daß darüber hinaus noch andere Ströme in Kabelmantel und Bewehrung gelangen können. Bei der bisher üblichen Art der Kabelaufhängung würde sich die in Fig. i der Zeichnung dargestellte Stromverteilung in der Nähe einer Überschlagsstelle ergeben.
  • In Fig. i ist schematisch ein Mast i dargestellt, der über einen Erdübergangswiderstand 2 geerdet ist. Es sei beispielsweise angenommen, daß ein Luftkabe13 unterhalb der Hochspannungsleiter aufgehängt ist, von denen nur die kranke Phase ,:1 dargestellt worden ist, von der angenommen sei, daß der Kurzsahlußstrom durch Überspannung auf den Mast übertrete. Ein besonderes Erdseil und die gesunden Phasen sind somit nicht dargestellt. Aus dem kranken Leiter q. fließt demnach ein Phasenkurzsch.lußstrom Jk in den !Mast i und teilt sich an dem geerdeten Aufhängepunkt ,des, Luftkabels 3 auf. Die Teilkurz.schlußströme Jk, und 42 fließen über das Luftkabel ab, der Teilkurzschlußstrom Jk3 dagegen über den Mast i zur Erde 5. Der Kurzschlußstrom lk ruft im Luftkabel einen induzierten Strom li hervor, der zusammen mit Jki eine gefährliche Höhe annehmen kann.
  • Um diese Gefahr zu beseitigen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, das Luftkabel in solchen Anlagen am Mast isoliert aufzuhängen und Kabelmantel und Bewehrung mit einem vom Mast isoliert hernintengeführten Erdseil an einer solchen Stelle zu erden, an der der ,Spannungstrichter am Mastfuß bereits abgeflacht ist. Die Erdungsstel4e ist je nach den örtlichen Verhältnisasen so auszuwählen, d@aß praktisch kein merklicher Kurzschluß,strom in das Luftkabel eintreten kann.
  • Diese Anordnung gemäß der Erfindung ist in Fig. 2 ,der Zeichnung dargestellt, wobei die Bezugszeichen i bis 5 der Fig. i übernommen worden sind. Das im Bereich des Mastfußes an der Erdoberfläche herrschende Spanriungspotenti.al ist in Form des bekannten aSpannungstrichters 6 unterhalb der Erde 5 dargestellt. Dabei ist die Potentialhöhe an einem beliebigen Punkt in der Nähe des Mastes durch die Höhe .des entsprechenden Punktes der Spannungskurve über der Nullinie wie üblich dargestellt. Das Luftkabel 3 ist isoliert vom Mast i aufgehängt und durch ein Erdseil 7 und einen zusätzlichen Widerstand 8 geerdet. Der Punkt 9, an dem das Erdseil 7 mit dem Luftlabel 3 leitend verbunden ist, befindet sich dicht auf oder wenigstens nahe bei .dem im Interesse der Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht,dargestellten Aufhängei:s@.olator des Luftkabels. Der Punkt io, an dem das Erdseil 7 über einen zusätzlichen Widerstand 8 mit Hilfe einer besonderen Erdungsplatte i i geerdet isst, wobei der Widerstand 8 aber unter Umständen auch,durch ,den Übergangswiderstand dieser Platte i i dargestellt sein kann, befindet sich in einem so großen Abstand vom Fuß .des Mastes i, daiß dort der Spannungstrichter bereits fluch geworden ist, wie aus der Fig. z ohne weiteres zu erkennen ist. Dieser örtliche Abstand richtet sich nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen, insbesondere der Erdleiifähigkeit der Umgebung des Mastes. Dieser Abstand kann auf bekannte Weise durch Messungen festgelegt werden. Die Erdungsplatte i i gehört ,somit nicht zu der Erdungseinrichtung des Mastes. Da das Erdseil 7 selbst keine Erdverbindung haben darf, sondern nur über den zusätzlichen Erdungswiderstand 8 und die besondere Erdungsplatte i i mit der Erde verbunden sein darf, muß das Erdseil gegen Hochspannung isoliert sein. Dies kann z. B. durch Verwendung eines einadrigen Hoe'hspannungserdkabels üblicher Ausführung erreicht werden. Es kann aber auch ein Erdseil verwendet werden, .das mindestens im Bereich der Erdnähe mit einem geschlossenen Kunststoffmantel von ausreichender Durchschlagsfestigkeit isoliert ist. Solche Kun ststoffmänteil sind seit einigen Jahren bereits bekannt, beispielsweise auch in mehrschichtiger Form, z. B. mit einer inneren Schicht aus Polyisobutylen oder Polyäthylen un.d einer äußeren Schicht aus Polyvinylchilori.d, d. h. einer elektrisch hochwertigen Isolierschicht und einer mechanisch widerstandsfähigen Schicht. Das Erdseil 7 oder das an dieser ,Stelle verwendete Erdungskabel kann beispielsweise in :der Mitte des Mastes -i heruntergeführt werden und vom Mastfuß aus in der für Erdkabel üblichen Weise in Erde verlegt sein. Der Erdun@gswi:derst.and 8 kann entweder in der Nähe des Erdungspunktes io angeordnet sein, wie dies Fig. 2 zeigt; er kann sich aber auch in der Nähe des Anschl@ulipunktes 9 befinden und gegebenenfalls in dem nicht dargestellten benachbarten Aufhängeisolator untergebracht sein.
  • Der Erdungswi:derstand 8 läßt sich in seiner Größe ohne besondere Schwierigkeiten bestimmen, wobei jedoch darauf zu achten ist, daß er genügend klein ist, um eine statische Aufladung des Luftkabels zu vermeiden. Wenn das Potential :an der Erdungastelle -aus besonderen örtlichen iGrüniden noch so groß sein sollte, daß es nicht vernachlässigt werden kann, oder, anders ausgedrückt, nicht vernachlässigbar klein ist, .so läßt sich eine Verringerung .des Kurzschlußstronres im Luftkabiel auch durch einte entsprechend höhere Bemessung des ErdungswIderstandes 8 erreichen.
  • Die Maßnahme gemäß der Erfindung kommt vorzwg sweitse an -allen Punkten der Luftkabelaufhäng ung zur Anwendung, mit anderen Worten also an jedem Mast. Es kann aber auch ausreichen, das Luftkabel nur an jedem zweiten oder dritten ;Mast erfindungsgemäß zu erden. Die Erfindung ist zwar für selbsttragende Luftkabel im Zuge von Hödhstspannungsfreileitungen entwickelt worden und für sie von besonderer Wichtigkeit. Sie kann aber in entsprechender Abwandlung auch bei anderen Luftkabeilanlagen, z. B. auch bei an Tragseilen oder Tragdrähten aufgehängten Luftkabeln, angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Schutz von im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegten Luftkabeln, insbesondere selb-sttragendenLuftkabeln, durch deren Erdung an einigen oder allen Masten, dadurch gekennzeichnet, daiß das Luftkabel an allen Masten isoliert aufgehängt ist und seine Bewehrung und gegebenenfalls auch sein Kabelmantel im Bereich einiger oder aller Maste mit einem vom Mast isolierten Erdseil an einer Stelle des Erdbodens geerdet ist, wo der Spannungstrichter in der Umgebung des iMastfußes bereits flach ist. a. Einrichtung nach Anspruch i; gekennzeichnet dadurch, daß die Erdung über einen zusätzlichen Widerstand und Über eine besondere Erdungsplatte erfolgt. 3. Einrichtung nach Anspruch e, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Erdungswiderstand solcher Größe, daß keine statische Aufladung des Kabels erfolgt. 4.. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ge-'kennzeichnet, daß als Erdseil ein Einleiterhochspannungskabel üblicher Ausführung verwendet ist. 5. Einrichtung nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß als Erdseil ein Leiter reit vorzugsweise mehrschichtigem Kunststoffmantel dient. 6. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge-'kenuzeichnet, .daß der Erdungswiderstand in der Nähe des Punktes :angeordnet ist, in dem das (Erdseil an die Bewehrung des Luftkabels angeschlossen ist und beispielsweise in dem benachbarten Aufhängeisolator untergebracht ist.
DEM10430A 1951-07-28 1951-07-28 Einrichtung zum Schutz von im Zuge von Hochspannungsfreileitungen verlegten Luftkabeln Expired DE893355C (de)

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DE (1) DE893355C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113488B (de) * 1958-09-03 1961-09-07 Kabelwerk Duisburg Anordnung zum Schutz der Fernmeldekabel gegen induktive Beeinflussungen von Starkstromanlagen
DE1146153B (de) * 1959-07-31 1963-03-28 Siemens Ag Gegen Starkstrombeeinflussungen und atmosphaerische Entladungen geschuetzte Kabelanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113488B (de) * 1958-09-03 1961-09-07 Kabelwerk Duisburg Anordnung zum Schutz der Fernmeldekabel gegen induktive Beeinflussungen von Starkstromanlagen
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