DE892263C - Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitflaeche - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter GleitflaecheInfo
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- DE892263C DE892263C DET5410A DET0005410A DE892263C DE 892263 C DE892263 C DE 892263C DE T5410 A DET5410 A DE T5410A DE T0005410 A DET0005410 A DE T0005410A DE 892263 C DE892263 C DE 892263C
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D5/00—Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
- C25D5/34—Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated
- C25D5/38—Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated of refractory metals or nickel
- C25D5/40—Nickel; Chromium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25F—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
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Description
- Verfahren zur Behandlung von> Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitfläche Es ist bekannt, die Verschleißfestigkeit der Lauffläche von Kolbenringen und anderen gleitenden Maschinenelementen, wie z. B. zylindrische Laufbüchsen, durch Aufbringen einer Hartchromschicht zu erhöhen. Die in dieser Weise verchromten Gegenstände laufen jedoch nur schwer ein und benötigen darum längere Zeit, bis sie einwandfrei gleitend an der Zylinderwand anliegen.
- Um das Einlaufen von Kolbenringen od. dgl. mit Hartchromlaufschicht zu erleichtern, ist vorgeschlagen worden, die Lauffläche zu ätzen und so eine sogenannte poröse Verchromung zu erzeugen. Je nach der Art der Behandlung erhielt man auf diese Weise eine Netzverchromung; d. h. eine netzartige Auflockerung der Lauffläche, oder eine Nadelstichverchromung, d. h. eine punktweise Auf-Lockerung der Lauffläche. Es zeigte sich jedoch, daß die poröse Verchromung das Einlaufen zwar erleichtert, andererseits aber einen Nachteil mit sich bringt, der darin besteht, daß größere oder kleinere Hartchromteilchen aus der aufgelockerten Oberfläche herau.sbröckeln und in das Schmieröl gelangen, was einen verstärkten Verschleiß der gleitenden Flächen zur Folge hat. Man zieht aus diesem Grund Laufflächen mit Hartverchromung vor und nimmt ihre schlechte Einlaufeigenschaft als kleineren Nachteil notgedrungen in Kauf.
- Ein anderer Vorschlag geht dahin, die Hartchromschicht galvanisch mit einer weicheren Chromschicht zu überziehen, deren Härte etwa 1/= bis 2/s der Härte der Hartchromschicht beträgt. Voraussetzung für dieses Verfahren ist, daß die beiden Schichten gut aneinander haften. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, die hartverchromte Oberfläche vor der Weichverchromung aufzulockern, was nach dem bekannten Vorschlag durch eine anodische Behandlung der Kolbenringe in einem ioo/oigen Schwefelsäurebad unter bestimmten Bedingungen bewirkt wird. Die nach diesem Verfahren vorbehandelte Hartchronioberfläche weist jedoch die gleiche Porosität auf, wie sie bei der sogenannten Porösverchromun!g üblich war. Bei so-Ichem Anä!tzverfahren besteht daher die gleiche Gefahr des. Herausbröckelns von Chromteilchen, wie vorher geschildert wurde; insbesondere wenn die weichere Chromoberschicht allmählich abgetragen wird, so daß die darunterliegende, porös gemachte harte Chromschicht zum Tragen kommt.
- Es ist nun gefunden worden, daß zur guten Haftfähigkeit der weichen auf der vorher abgeschiedenen harten Chromschicht die vorgeschlagene starke Auflockerung der ursprünglichen Hartchromschicht, sogenanntes Po@rösverchromen, keinesfalls erforderlich ist. Es genügt vielmehr für die gute Haftfähigkeit der nachträglich aufzubringenden Weichchromschicht ein leichtes Anätzen der Hartchromoberfläche, das keine tiefergehende Porosität hervorruft. Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß die hartverchromten Kolbenringe od. dgl. in ein nur mild wirkendes Ätzbad, z. B. in ein schwach salzsaures Bad, eingebracht und in diesem zuerst anodisch und danach kathodisch kurze Zeit der Einwirkung eines elektrischen Stromes von geringerer Spannung ausgesetzt werden. Es wurde auch gefunden, daß es oft vorteilhaft ist, die anodische Behandlung länger als die anschließende kathodische Behandlung vorzunehmen. Beispielsweise bei Verwendung von 3o/oiger Salzsäure bei Raumtemperatur als Ätzbad wird bei 6 Volt Spannung die Hartchromoberfläche 30 Sekunden anodisch und anschließend in gleichem Bad 15 Sekunden kathodisch behandelt, worauf die Gegenstände herausgenommen, in Wasser gespült und sofort irre Weichchrombad verchromt werden.
- Außer der als Beispiel gemachten schwachen Salzsäure kann natürlich auch jedes andere, in entsprechender Verdünnung wirkende Ätzmittel angewandt werden, falls' dadurch nur eine milde Anätzung der weich zu verchromenden Hartcbromfläche erreicht wird und keine der Porösverchromung ähnliche stärkere Auflockerung erfolgt. Selbstverständlich kann die hartverchromte Oberfläche in der beschriebenen Weise auch für den Niederschlag jedes anderen weicheren und daher das Einlaufen erleichternden Metalls vorbereitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die hartverchromten Gegenstände in ein nur mild wirkendes Ätzbad, z. B. in ein schwach salzsaures Bad eingebracht und in diesem zuerst anodisch und danach kathodisch kurze Zeit der Einwirkung eines elektrischen Stromes von geringer Spannung ausgesetzt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die anodische Behandlung länger als die kathodische Behandlung, z. B. doppelt solange wie diese, durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände in eine 3o/oige Salzsäurelösung von Raumtemperatur eingehängt und bei einer Spannung von 6 Volt in der Weise behandelt werden, daß der elektrische Strom 3o Sekunden anodisch -und anschließend 15 Sekunden kathodisch zur Wirkung kommt, worauf die Gegenstände herausgenommen, in Wasser gespült und danach im Weichchrombad verchromt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET5410A DE892263C (de) | 1951-12-08 | 1951-12-08 | Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitflaeche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET5410A DE892263C (de) | 1951-12-08 | 1951-12-08 | Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitflaeche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE892263C true DE892263C (de) | 1953-10-05 |
Family
ID=7545016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET5410A Expired DE892263C (de) | 1951-12-08 | 1951-12-08 | Verfahren zur Behandlung von Kolbenringen od. dgl. mit hartverchromter Gleitflaeche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE892263C (de) |
-
1951
- 1951-12-08 DE DET5410A patent/DE892263C/de not_active Expired
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