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Läufer, bestehend aus einem Naben-ring und Zahnkränzen, für Hoch-und
Mittelfrequenzmaschinen, insbesondere der Gleichpolbauart Bei der bekannten Gleichpolbauweise
der Hoch-und Mittelfrequenzgeneratoren :besteht der Läufer, wie die Fig. i a und
i b zeigen, aus einem Zahnrad mit der Nabe i und den Zahnkränzen z und 3. Die Nabe
i und die Zahnkränze 2, und 3 sind aus einem Stück und je nach der Drehzahl und
Beanspruchung aus Sta:hlguß oder Siemens-Martin-Stahl bergestellt. Diese massive
Bauform der kotorzähne bedingt das Auftreten von zwei Arten von Zusatzverlusten.
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Bei Einpbasenmaschinen dämpft sich das gegenläufige Drehfeld in den
massiven Zähnen ab. Die hierbei auftretenden Wirbelstromverluste sind derart groß,
daß man gezwungen .ist, die Generatoren nach. diesem Gesichtspunkt zu bemessen,
d. h. die Gegenamperewindungen möglichst klein .zu halten, also viel aktives Eisen
aufzuwenden. Dies ergibt schwere Maschinen. Da diese erwähnten Verluste bei zunehmender
Baugröße der Generatoren immer unangenehmer werden, kommt man bisher praktisch bei
Einphasen-Hoch- und -Mittelfrequenzmaschinen über eine Grenzleistung von etwa iooo
kW 'bei iooo bis 2ooo Hz nicht hinaus.
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Bei Ein- und. Mehrphasenmaschin@en treten an den glatten, massiven
Zahnköpfen Oberflächenverluste auf. Diese sind ebenfalls Wirbelstromverluste und
werden durch die Ständernuten hervorgerufen.
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Um diese beiden Arten von Zusatzverlusten zu vermindern, !hat man
bereits lamellierte Zahnkränze, welche aus ringförmigen, aus einem Stück bestehenden
Blechen hergestellt sind, verwendet und diese lamellierten Zahnkränze auf ein Nabenstück
aus Stahlguß oder Schmiedeeisen aufgezogen. Die Fig. 2 a und 2 b zeigen einen derartigen
Läufer. i ist ,die aus Stahlgüß oder Schmiedeeisen bestehende
massive
Nabe, und 2 und 3 sind die aus Blechringen bestehenden Zahnkränze. Die Herstellung
dieser aus Blechringen bestehenden Zahnkränze bedingt nun aber einen großen Blechabfall
durch das Mittelstück. Die aus Festigkeitsgründen erforderliche Höhe des an Außenumfang
gezahnten lamellierten Blechringes und der für den Fluß nötige Quer= schnitt des
Nabenstückes erfordern ferner einen erhöhten Materialaufwand.
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Die Erfindung vermeidet diese Nachteile der bekannten Läufer für Hoch-
und Mittelfrequenz maschinen bei einem Läufer, bestehend aus einem Nabenring und
Zahnkränzen, dadurch, daß die Zahnkränze lamelliert .sind und die einzelne oder
mehrere Zähne bildenden Bleche bzw. Blechpakete, beispielsweise mittels Nieten,
mit massiven oder lamellierten Haltestücken verbunden sind, welche in am Außenumfang
,des Nabenringes eingedrehte Nuten einkämmen und mittels Bolzen an dem Nahenring
befestigt sind.
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Die Erfindung ist in den Fig. 3a und 3b und 4a und 4'b in mehreren
Ausführungsbeispielen @dargestellt. .
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Der Nabenring i ist, `wie die Fig. 3 a zeigt, mit kammartigen Eindrehungen
4 versehen. In diese kammartigen Eindrehungen 4 kämmen Halteblechsegmente 5 ein.
Die Halteblechsegmenta 5 sind durch Haltebolzen 6 mit ,dem Nabenring i verbunden.
Die einzelnen Zähne eines jeden Zahnkranzes 2, 3 bestehen .aus den am äußeren Umfang
gezahnten Tragblechsegmenten 5, welche, wie die Fig. 3 b zeigt, einen Zahn 7 oder
mehrere Zähne 8 bzw. 9 umfassen können, und den Zähnen io. Die nicht in die ringförmigen
Eindrehungen 4 des Nabenringes i eingesteckten Zähne io sind durch Niete i i mit
.den Zähnen 7, -8 bzw. 9 der Haltestücke 5 verbunden. Da bei Einphasengeneratoren
mit lamellierten Zähnen ein Dämpferkäfig unbedingt notwendig ist, ist es zweckmäßig,
die Niete i i aus einem,gut leitenden Material 'herzustellen. Die Niete ii werden
dann untereinander durch Ringsegmente aus elektrisch leitendem Material verbunden,
so daß ein. Dämpferkäfig in jedem Zahnkranz entsteht. Die Ringsegmente des Dämpferkäfigs
können gegebenenfalls zugleich .dadurch als Ventilationsflügel ausgebildet werden,
daß die einzelnen Dämpferringsegmente rechtwinklig zur Umfangsrichtung abgebogen
und zur Herstellung des Dämpferringes miteinander verschraubt werden.
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Die Erfindung :gestattet es, die Zähne einzeln oder in Gruppen am
Nabenring zu befestigen und bei ge-. ringstem Materialaufwand und geringsten - Herstellungskosten
die Zahnkränze zu lamellieren, .da nur Dreh- und Bdhrarbeiten am Nabenring auszuführen
sind und da infolge der Unterteilung des lamellierten Ringes in einzelne Tragsegmente
und Zähne die Schnittkosten gesenkt werden können. Eine Befestigung der einzelnen
Zähne -mittels Schwalbenschwanz, die genaueste Fräs- oder Hobelarbeit erfordern
würde und ohne die Verwendung von Keilen nicht kraftschlüssig sein würde, ist bei
dem erfindungsgemäßen Läufer nicht erforderlich.
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Bei besonders kleinen Zahnteilungen, also bei vielen Zähnen am Umfang,
empfiehlt es sich, die Zähne 12, wie die Fig. 4a und 4b beispielsweise zeigen, in
Zahngruppen 13, 15 .zusammenzufassen, weiche untereinander mit einem Blechringstück
14 geringer Höhe verbunden sind. In den Fig. 4 a und 41) .sind 16 die Zahnblechsegmente
mit der Zahngruppe 13, 17 die ebenfalls mit Zähnen versehenen Halteblechs-egmente
mit der Zahngruppe 15, 1i Niete, mit welchen die Zahnblechsegmente 16 mit .den Tragblechsegmenten
17 (Fig. 4a) verbunden sind, und 6 die Tragbolzen.. Der Innendurchmesser der Tragblechsegmente
17 ist kleiner bemessen als der Innendurchmesser der Zahnblechsegmente 36, damit
die Anbringung von Löchern für die Tragbolzen 6 möglich ist.