-
Kombinierter Kohlenstaub- und Gasbrenner Die Erfindung betrifft die
weitere Ausgestaltung des kombinierten Kohlenstaub- und Gasbrenners nach Patent
83o989. Sie bezweckt eine gekuppelte Steuerung der Gas- und Zweitluftventile und
eine Durehmisahung der Brenmmedien unter sich sowie mit Erst- und Zweitluft im Brenner
selbst. Da nämlich der Brenner gemäß dem Hauptpatent nur mit der annähernd theoretisch
erforderlichen Luftmenge betrieben wird, so ist eine Ventilsteuerung erforderlich,
mit der das einmal aufeinander abgestimmte Verhältnis von Gas zu Zweitluft durch
eine miteinander ,gekuppelte Steuerung der entsprechenden Ventile von der Bedienung
unabhängig gemacht wird. Ebenso ist es bei. bestimmten Brennerarten wärmewirtschaftlich
von Vorteil, die Durchmischung von Verbrennungsluft und. Brennmedien ganz oder teilweise
im Brenner selbst vorzunehmen, d. h. das Mundstück des Brenners als Mischkammer
auszubilden.
-
In Ausgestaltung des Brenners gemäß dem Patent 830989 wird
die Aufgabe der gemeinsamen Gas-Luft-Steuerung und der Brennstoff- und Luftdurchmischung
im . Brenner grundsätzlich wie folgt gelöst: Gas- und Zweitluftstutzen werden am
Brenner selbst unmittelbar angeordnet und mit je einem Taschenschieber versehen;
um die Kupplung der Steuerung für idie beiden Schieber konstruktiv zu vereinfachen,
werden, die beiden Stutzen rechts und links der Brennerlängsachse etwas zueinander
versetzt.
Die Ausbildung des. Brennermundstückes als Mischkammer wird durch entsprechende
Kürzung,de r .Ringkammern für 7nveitluft und Gas und gegebenenfalls .auch .durch
Kürzung ,der Erstluft-Kohlenstaub-Düse erzielt. Dabei kann, die Durchmischung im
Brenner selbst entweder auf Gas und Zweitluft beschränkt bleiben oder durch- ent-'sprechende
Kürzung und/oder Schlitzung des Kohlenstaubrohres ganz oder teilweise auf das Gesamtgemisch
Erstluft, Kohlenstaub, Gas und Zweitluft ausgedehnt werden.
-
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
an Hand der Zeichnung, und zwar Fig. i bis 3, im einzelnen. beschrieben, wobei eine
kurze Beschreibung des Brenners gemäß dem Hauptpatent unter Heranziehung der dabei
ver--wendeten Kennziffern vorausgeschickt sei: Der Brenner besteht im wesentlichen
aus dem Düsenrohr 5 für Erstluft und Kohlenstaub, dem die Erstluft über den Krümmer
25, der Kohlenstaub über den Stutzen q. zugeleitet wird. Zentrisch um das Düsenrohr
5 ist zunächst die Gaskammer oder besser .der Gasringkanal 8, darüber die Zweitluftk.ammer
bzw.der Zweitluftringkaniala,7 angeordnet. Zur Kühlung kann der Brennerkopf mit
dem ]#ühlwassermantel 18 versehen sein. In der Mitte des Düsenrohres 5 kann ein
Zuleitungsrohr für Preßluft 26, Edelgas 27 und Öl 28 vorgesehen sein.
-
Wie Fig. i und 2 erkennen lassen, sind erfindungsgemäß die beiden
Zuleitungsstutzen für Gas 7 und Zweitluft 30 in der Längsachse des Brenners
etwas zueinander versetzt angeordnet, so daß die Gehäuse der Taschenschieber
31, 32 sich einander etwas nähern und eine bequemere Anordnung der gemeinsamen
Steuerung erlauben.
-
In Fig.2 ist beispielsweise die Konstruktion einer solchen :gekuppelten
Steuerung dargestellt; sie beruht auf dem Prinzip gegenläufiger Gewinde an den Enden
der Steuerstange 33, die mittels des Handrades 33a, erforderlichenfalls über Kettenzug,
gedreht wird. Dabei wird die Gewindemutter 34 für den Gasschieberhebel 36 im Drehsinn.
des Handrades, die Mutter 35 für den Luftschieberhebel 37 gegenläufig gedreht, so
daß die Bewegungsrichtung der Hebel 36, 37 gleichsinnig ist, d. h. entweder Öffnung
oder Schließung der Schieber 34 32 bewirkt. Diese Bauart der gekuppelten Steuerung
ermöglicht in einfachster Weise die Ein- und Nachstellbarkeit der Steuerungsorgane
durch Verstellen der Gewindemuttern 34, 35. Ebenso kann durch entsprechende Bemessung
der Steuerhebel 36, 37 Idlie Weglänge ,der Schieber 34 32 ungleich groß gemacht
werden, was erforderlich ist, wenn das Verhältnis Gas zu Zweitluft nicht i : i ist.
Im übrigen geht die ,Bau- und Wirkungsreise der Steuerung aus der Zeichnung ohne
weiteres hervor.
-
Die. Ausgestaltung .des Brenners gemäß dem Hauptpatent, die die -Verwendung
des Brennermundstückes als Mischkammer bezweckt; kann, wie erwähnt, itl mehreren
fortschreitenden Stufen erfolgen. -Es kann zunächst bei unverändert belassenem Kohlenstäub-Erstluft-Düsenrohr
5 die Wand zwischen Gas und Zweitluftringkammer8, i7-gekürzt werden, wie dies in
Fig. i dargestellt ist. Hierbei wird Gas und Zweitluft im Brenner selbst, -d.
h. in der so entstehenden Misth#kammer 38, bereits weitgehend gemischt, so
daß an der Brennerdüse ein zentraler Strom von Erstluft und Kohlenstaub und ein
zentrisch um diesen Strom sich lagernder Mantel von Gas und Zweitluftgemisch austritt.
Will man, diesen Gais-Zweitluft-Mantel etwas mit Kohlenstaub durchsetzen, was u.
a. bei schwer zündendem Gas, z. B. Gichtgas, oder zur Erzielung einer leuchtenden
Flamme zweckmäßig ist, so wird das Mundstück des Düsenrohres mit Durchtrittsschlitzen
39 versehen., durch die entweder bei Überdruck des Erstluft-Kohlenstaub-Stromes
dieser teilweise in Idas Gas-Zweitluft-Gemisch im Brenner übertritt oder bei Überdruck
ides Gas-Zweitluft-Stromes letzterer zu einem Teil 'in den Kohlenstaub-Erstluft-Strom
eindringt.
-
Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung .des Brenners kann
nicht nur die Zwischenwand zwischen Gas- und Zweitluftringkammer, sondern auch das
Düsenrohr 5 für Kohlenstaub und Erstluft ,gekürzt werden (v51. Fig. 3), wodurch
das gesamte Bnennermundstück als gemeinsame Mischkammer 4q für Erst- und Zweitluft,
Gas und Kohlenstaub verwendet wird.
-
Die Düse des Rohres 5 kann in beiden Fällen, also bei voll durchgehender
oder bei .gekürzter Rohrlänge, entweder als etwas zusammengezogene Düsenöffnung
gemäß Fig. i ausgebildet oder aber, wie in Fig. 3 dargestellt, mit einer trompetenartigen
Aufbiegung 41 des Mundstückes versehen sein. Bei ersterer tritt eine Stauung und
mithin eine Geschwindigkeitserhöhung des austretenden Kohlenstaub-Erstluft-Stromes
ein, bei letzterer eine Art Diffusion .des Kohlenstaubs.tromes, die idie Durchmischung
mit dem Gas-Zweitluft-Strom erleichtert. Auch bei der - trompetenartigen Ausbildung
.der Düsenöffnung können Schlitze 39 vorgesehen sein.
-
Schließlich wird zur Weiterbildung des Gegenstandes des Hauptpatentes
noch vorgeschlagen, der Erstluft einen Drall zu geben und zu .diesem Zweck den Dralleinsatz42
in den Krümmer25 einzusetzen, durch den die Erstluft und mit dieser der Kohlenstaubstrom
in Drall versetzt werden, der dieDurchmischung der Brennstoffe und Luftströme noch
weiter fördert.
-
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Ausgestaltun- des Brenners sind:
folgende: Die Bauart ist gedrängt trotz der Anordnung der Gas- und Zweitluftschieber
am Brenner selbst. Die -gemeinsame Steuerurig von Gas und Zweitluft gewährleistet
die Innehaltung des richtigen Gas-Luft-Gemisches bei jeder Drosselung oder Erhöhung
der Gaszufuhr, unabhängig von der Bedienung und schützt somit vor Bedienungsfehlern.
Die Durchmischung von Gas und Zweitlüft im Brenner selbst erhöht dessen Wirkungsgrad,
ebenso in noch höherem Maße die Gesamtvermischung der Brennstoffe sowie Erst-: uüd
Zweitluftströme: Die Durchtrittsschlitze an der Düse des Kohlenstaubdüsenrohres
bewirkenerwünschtenfalls
eine leuchtende Flamme, wie sie z. B.
im Siemens-Martin-Ofen erforderlich ist.