DE8906405U1 - Fahrbares Spritzgerät zum Ausbringen von Chemikalien auf in parallelen Reihen wachsende Pflanzen - Google Patents

Fahrbares Spritzgerät zum Ausbringen von Chemikalien auf in parallelen Reihen wachsende Pflanzen

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    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M7/00Special adaptations or arrangements of liquid-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
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Description

Beschreibung:
Die Erfindung betrifft ein fahrbares Spritzgerät aus Ausbringen von Chemikalien Auf in parallelen Reihen wachsende Pflanzen, insbesondere im Wein- ur<d Obstbau, geaäß i?«ss -Ofcerb»grif f des Anspruchs 1.
Derartige Spritzgeräte sind sowohl als Anbaugeräte als auch aTs Anhänger oder Selbstfahrer haEde.lsufelj.ch. Sie dienen daäu, Pflanzenschutzmittel se auszubringen, daß mit möglichst geringem Chemikalienet^satz e-ine möglichst optimale Schutzwirkung erreicht wird. In allen Fällen enthält das Spritzgerät einen Tank zur Aufnahme der Chemikalienflüssigkeit, eine Pumpe sowie eine Anzahl von Zerstäuberdüsen, wobei diese Teile durch Rohr- oder Schlauchleitungen miteinander verbunden sind. Außerdem besitzen diese Geräte ein Rührwerk, welches die Chemikalienflüssigkeit im Tank derart rührt, daß sich die gelösten Chemikalien nicht vom Wasser trennen. Im einfachsten Fall wird hierzu ein Teil der von der Pumpe angesaugten Chemikalienflüssigkeit wieder in den Tank zurückgespritzt.
Da beim einfachen Aufspritzen der Chemikalienflüssigkeit auf die Pflanzenreihen im allgemeinen nur die Blattoberseiten benetzt werden, die Wirkung der Chemikalien Jedoch erheblich besser ist, wenn die Blattunterseite benetzt wird, besitzen die meisten Spritzgeräte zusätzlich ein Axial- oder Radialgebläse, welches einen kräftigen Luftstrom erzeugt. Dieser verwirbelt die in den Düsen zerstäubte Chemikalienflüssigkeit und trägt sie in feinster Verteilung auch in höhere Pflanzenteile. Im wesentlichen sorgt der Luftstrom Jedoch dafür, daß das Laubwerk der Pflanzen in
Bewegung gerät, so daß eine allseitige Benetzung stattfindet.
f- Bei der Verwendung dieser Spritzgeräte wird ein erheblicher
% Anteil der serstsubten ühffffiika! ienf lüssigkeit nicht wie an
g sich gewünscht auf den Pflanzen angelagert. Dies gilt
iji insbesondere dann, wenn die Pflanzen bei der Winter- oder
&bull; Frühjahrsspritzung kein oder wenig Laub tragen. Wie die
Erfahrung zeigt, gelangen ca. 30 % der zerstäubten ':V Chemikalienflüssigkeit auf das Erdreich oder wenden mit dem
Wind verweht. Hierdurch werden sowohl die Umwelt als auch &idiagr; der Geldbeutel belastet.
Aus diesem Grunde sind bereits Spritzgeräte im Einsatz, die '■'&ldquor; an einem die Pflanzenreihen übergreifenden Gestänge
\ Schirmbleche mitführen. Diese Schirmbleche sind entsprechend
der Richtung der zerstäubten Chemikalienflüssigkeit auf der Rückseite der angeströmten Pflanzenreihen positioniert. Sie sollen den Teil der Chemikalienflüssigkeit, der sich nicht % auf den Pflanzen ablagert, auffangen. Die an den
J Schirmblechen herunterlaufende Chemikaiienflüssigkeit wird
unten von einer Sammelrinne gesammelt und mit Hilfe einer ; Rücksaugleitung in den Chemikalientank zurückgeleit.et.
Die Erfahrung zeigt jedoch, daß sich nur dann an den Schirmblechen Flüssigkeit abscheidet, wenn ohne Gebläse gearbeitet wird. Bei Spritzgeräten, die mit Gebläse und, insbesondere mit Radialgebläse ausgerüstet sind, zeigen die Schirmbleche praktisch keine Wirkung; aufgrund der hohen Luftgeschwindigkeiten kann sich die Flüssigkeit nicht an den Schirmblechen abscheiden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spritzgerät der eingangs genannten Art dahingehend ' weiterzubilden, daß eine optimale Flüssigkeitsabscheidung
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erreicht wird. :
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Ausbildung des Schirms | gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 · £
Dadurch, daß die Luftströmung nicht gegen eine geschlossene Fläche gerichtet ist, sondern gegen ein Labyrinth von Lamellen mit W-förmigem Querschnitt, die die Luftströmung mehrfach umlenken, ergeben sich die Vorteile, daß sich die darin enthaltene Flüssigkeit an den Lamellenwänden praktisch vollständig abscheidet. Die abgeschiedene Flüssigkeit läuft dann an den Lamellen entlang in die Sammelrinne und wird wie an sich bekannt über die Rücksaugleitung in den Chemikalientank zurückgefördert. Es kann also wieder auf die Spritztechnik mit Luftgebläse zurückgegriffen werden, die wie schon erwähnt optimale Ergebnisse bringt. GJ eichzeitig wird jedoch nur die Chemikalienmenge verbraucht, die sich auf den Pflanzen ablagert, während der Flüssigkeitsrest praktisch vollständig wiedergewonnen wird.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Schirm in der Höhe durch Zwischenrinnen unterteilt. Diese Maßnahme empfiehlt sich, wenn die Schirme eine große Höhe besitzen und der an den Lamellen herablaufende Flüssigkeitsfilm so dick wird, daß er von der zwischen den Lamellen durchströmenden Luft wieder mitgerissen wird.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Übrigen Unteransprüchen, wobei insbesondere zu erwähnen wäre die Aufhängung der Schirme an einem Parallelogramm-Gestänge, welches von der Bord-Hydraulik /,"
betätigt wird, und einem seitwärts aus- und einfahrbaren $
i Schlitten. Mit Hilfe des Schlittens werden die Schirme entsprechend den gegenseitigen Abständen der zu behandelnden Pflanzenreihen eingestellt. Mit Hilfe des
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Parallelogramm-Gestänges werden die Schirme an das Spritzgerät beigezogen, wenn nach Behandlung einer Pflanzenreihe das Fahrzeug gewendet wird, um in die nächste Pflanzenreihe einzufahren. Dabei liegt der Vorteil des zusätzlichen Parallelogramm-Gestänges darin, daß nach dem Ausfahren der mit Hilfe des Schlittens einmal eingestellte gegenseitige Abstand der Schirme automatisch wieder erreicht wird, wodurch die Handhabung für den Fahrzeugführer erleichtert und der Wendevorgang beschleunigt wird.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen jeweils in schematischer Form
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Spritzgerät im Einsatz,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Schirm zum Abscheiden der Chemikalienflüssigkeit und
Fig. 3 einen Querschnitt durch zwei Lamellen, wie sie in dem Schirm der Fig. 2 verwendet sind.
In Fig. 1 erkennt man ein Spritzgerät 1 zwischen zwei Pflanzenreihen 15. Auf einem Fahrwerk 2 ist ein Tank 3 für die Chemikalienflüssigkeit montiert. Am Heck des Spritzgerätes 1 ist ein Gebläse 4 angeordnet, welches die Luft axial ansaugt und seitlich auf die Pflanzenreihen abgibt. An der Peripherie des Gebläses 4 erkennt man eine Reihe von Spritzdüsen 11, die die mit Hilfe einer (nicht dargestellten) Pumpe aus dem Tank angesaugte Chemikalienflüssigkeit auf die Pflanzenreihen 15 zerstäuben. Der Luftstrom aus dem Gebläse 4 bewegt das Blattwerk der Pflanzen 15, so daß alle Pflanzenteile gleichmäßig und vollständig mit Chemikalienflüssigkeit benetzt werden.
Auf dem Spritzgerät 1 erkennt man ein Gestänge 5, an dessen öfterem Ende ein Schlitten 6 mit seitwärts ein- und ausfahrbaren Armen 6' montiert ist. An den Armen 6' ist je ein Parallelogramm-Gestänge 7 montiert, das an seinen freien Enden je eine Aufhängung 8 trägt.
Unter der Aufhängung 8 hängt ein Schirm 9 so, daß die aus den Düsen 11 versprühte Chemikalienflüssigkeit, die sich nicht auf den Pflanzen 15 ablagert, die Schirme 9 trifft, wo sie aus dem Luftstrom abgeschieden wird.
Die Schirme 9 besitzen an ihrem unteren Ende eine» Sammelrinne 91. Die gesammelte Flüssigkeit wird über eine Rücksaugleitung 96 am Schirm 9 sowie über Schlauchleitungen 10 in den Tank 3 zurückgepumpt. Um zu verhindern, daß mit der Flüssigkeit auch Fremdkörper, beispielsweise Pflanzenteile, angesaugt werden, was zu einer Verstopfung der Rücksaugleitung 96 oder zu einer Verschmutzung des Tankinhalts führen würde, ist die Sammelrinne 91 zunächst mit einem Vorsieb ausgerüstet. Außerdem wird die rückgesaugte Flüssigkeit in das stets vorhandene Tankeinfüllsieb geleitet und hier nochmals gereinigt, bevor sie sich mit dem übrigen Tankinhalt vermischt.
Das Rücksaugen der am Schirm 9 abgeschiedenen Flüssigkeit geschieht im einfachsten Fall mit Hilfe einer Injektor-Pumpe, die von der die Spritzdüsen 11 beaufschlagenden Hochdruckpumpe betätigt wird.
Der Schlitten 6, 6' am oberen Ende des Gestänges 5 dient dazu, die Abstände zwischen dem Fahrzeug 1 und den Schirmen 9 entsprechend dem gegenseitigen Abstand der Pflanzenreihen 15 einzustellen.
Mit Hilfe des Parallelogramm-Gestänges 7 können die Schirme
9 schnell und einfach an die Seiten des Fahrzeugs 1 beigeschwenkt werden, beispielsweise bei der Fahrt auf der Straße oder beim Wenden am Ende einer Pflanzenreihe. Nach dem Wiederausfahren des Parallelogramm-Gestänges 7, vorzugsweise mit Hilfe der Bord-Hydraulik, ist die einmal eingestellte Arbeitsbreite sofort wieder erreicht, ohne daß der Fahrzeugführer steuernd eingreifen müßte.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen perspektivisch dargestellten Schirm 9. In einem Rahmen 90, vorzugsweise aus Edelstahl, mit U-förraigem Querschnitt, sind eine Vielzahl von senkrechten Lamellen 94 gestapelt, wobei vorzugsweise an den Lamellen 94 angeformte Abstandshalter 95 für gleiche gegenseitige Abstände sorgen.
Wie Fig. 3 zeigt, besitzen die Lamellen 94 einen etwa W-förmigen Querschnitt. Dank der gegenseitigen Abstände kann die mit der Chemikalienflüssigkeit beladene Luft, symbolisiert durch den Pfeil 97, zwischen den Lamellen 94 passieren. Während der mehrfachen Umlenkung des Luftstromes scheidet sich die darin enthaltene Flüssigkeit praktisch völlig an den Wänden der Lamellen 94 ab und läuft unter dem Einfluß der Schwerkraft in die untere Sammelrinne 91 mit Vorsieb, um anschließend wie schon erwähnt mit Hilfe der Rücksaugleitung 96 wieder in den Tank 3 des Spritzgerätes 1 gefördert zu werden.
Aufhängevorrichtungen 93 am oberen Ende des Schirmes 9 dier.en zur Verbindung mit der Aufhängung 8 am Ende des Parallelogramm-Gestänges 7.
Falls bei hohen Schirmen 9 mit entsprechend langen Lamellen 94 Gefahr besteht, daß der an diesen herablaufende Flüssigkeitsfilifl so dick wird, daß unter der Wirkung des hinaurchströmenden Luftstroms wieder Flüssigkeit mitgerissen
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wird, wird die Höhe durch den zusätzlichen Einbau von
Zwischenrinnen 92 verringert.
Wie Versuche gezeigt haben, ist die auf der Rückseite der Schirme 9 austretende Luft praktisch frei von Flüssigkeit. Die Ersparnis an Chemikalien und die daraus resultierende Schonung der Umwelt sind optimal.

Claims (7)

Schutzansprüche:
1. Fahrbares Spritzgerät zum Ausbringen von Chemikalien auf in parallelen Reihen wachsende Pflanzen (15), insbesondere im Wein- und Obstbau, umfassend ein Fahrzeugchassis {!), einen Tank zur Aufnahme und eine Pumpe zum Zerstäuben der Chemikalienflüsaigkeit mittels Zerstäuberdüsen (11), sin Gebläse (3) sum Ex-zeug en einer starken, auf die Pflanzen (15; gerichteten Luftströmung zum Verwirbeln der Chemikalienflüssigkeit und je einem auf der Rückseite der angeströmten Pflanzenireihen (15) positionierten, über ein Gestänge (5, 6, 7, 8) mit dem Fahrzeugchassis (1) verbundenen Schirm (9), der eine Flüssigkeitssammelrinne (91) und eine Rücksaugleitung (96) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm (9) eine Vielzahl von senkrecht mit gegenseitigem Abstand angeordneten Lamellen
(94) mit etwa W-förmigem Querschnitt aufweist.
2. Spritzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (94) in einem U-Rahmen (91), vorzugsweise aus Edelstahl, gehalten sind.
3. Spritzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (94) mit Abstandshaltern
(95) ausgerüstet sind.
4. Spritzgerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm (9) in der Höhe durch Zwischenrinnen (92) unterteilt ist.
5. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Sammelrinne (91) miV einem Vorsieb ausgerüstet ist.
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6. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme (9) über ein Parallelogramm-Gestänge (7), welches von der Bord-Hydraulik betätigt ist, mit dem Fahrzeugchassis (1) verbunden sind.
7. Spritzgerät nach einem cter Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirae (9) über seitwärts aus- und einfshrbare Schlitten {6, B-) sit d&m Fäifct-zeugchassls {1} verbunden sind.
8* Spritsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Injektor-pumpe vorgesehen ist, die von der Zerstäuberpumpe betätig* ist und die am Schirm (9) abgeschiedene Chemikalien!*iüssigkei t aus der Sammelrinne (91) über die Rücksaugleitung (96, 10} in das Tanksieb pumpt.
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