DE889262C - Einrichtung zur Umsetzung mechanischer Drehbewegung in statischen bzw. dynamischen Druck stroemender Medien oder umgekehrt - Google Patents

Einrichtung zur Umsetzung mechanischer Drehbewegung in statischen bzw. dynamischen Druck stroemender Medien oder umgekehrt

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DE889262C DESCH1774A DESC001774A DE889262C DE 889262 C DE889262 C DE 889262C DE SCH1774 A DESCH1774 A DE SCH1774A DE SC001774 A DESC001774 A DE SC001774A DE 889262 C DE889262 C DE 889262C
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Description

  • Einrichtung zur Umsetzung mechanischer Drehbewegung in statischen bzw. dynamischen Druck strömender Medien oder umgekehrt Einrichtungen zur Umsetzung mechanischer Drehbewegung in statischen bzw. dynamischen Druck strömender Medien oder umgekehrt mittels rotierender Schaufelräder sind als Turbopumpen und Turbinen in den mannigfaltigsten Ausführungsformen bekannt. Beide Maschinengattungen sind jede für sich bis zum heutigen Stand der Technik entwickelt worden. Abgesehen von jeglicher Beschaufelung liegt der engste Strömungsquerschnitt dieser Maschinen meist am Laufradeintritt oder er erstreckt sich gleichmäßig über den gesamten Laufradbereich. An der Stelle des engsten Strömungsquerschnittes eines durchströmten Systems konzentriert sich das Kräftespiel zwischen Druck- und Bewegungsenergie am stärksten. Ein- bzw. Auslauf der Energieumsetzung wirkt sich bei den bestehenden Strömungsmaschinen mit hohem Wirkungsgrad zum großen Teil außerhalb des Laufrades in sogenannten Leiteinrichtungen aus.
  • Gemäß der Erfindung ist nun der engste Strömungsquerschnitt und somit die Stelle größter Energieumsetzung nach der Mitte des Laufrad-Schaufelbereiches gelegt, und der Schaufelbereich im übrigen so ausgebildet, daß der Ein- und Auslauf der Energieumwandlung soweit wie möglich im Laufrad selbst stattfindet, so daß die Leiteinrichtungen in der bisher gebräuchlichen Form überflüssig werden.
  • Ferner sind zwecks bestmöglicher Kraftübertragung zwischen Strömung und bewegten Flächen, in diesem Falle Laufschaufeln, die Laufschaufeln in diesem engsten Querschnitt so angeordnet, daß bei Normalbelastung der Maschine die absolute Strömungsrichtung senkrecht zu den Laufschaufelfiächen verläuft, Absolut- und Relativströmung also einen rechten Winkel miteinander bilden. Um das zu erreichen; müssen die Schaufeln an der engsten Stelle des Laufrades einen Neigungswinkel zur Drehrichtung von etwa q.5° haben. Darüber hinaus sind die Strömungsquerschnitte der Schaufelkanäle erfindungsgemäß so ausgebildet, daß bei Pumpenlaufrädern die relative Strömungsgeschwindigkeit durch die Schaufelkanäle im gesamten Schaufelbereich konstant bleibt und bei Turbinenlaufrädern entsprechend ihrer Eigenart in Strömungsrichtung gleichmäßig beschleunigt ist.
  • Gemäß der Erfindung wird die genannte Energieumsetzung im wesentlichen nur in dem Laufrad bzw. den Laufrädern durchgeführt, d. h. im allgemeinen kann der Erfindungsgedanke durch die Anwendung lediglich eines Laufrades oder mehrerer ohne Zuhilfenahme eines Leitapparates ausgeführt werden, wobei der übliche Wirkungsgrad mindestens erhalten oder sogar beträchtlich gesteigert wird. Indessen kann gegebenenfalls ein Leitapparat für besondere Zwecke zusätzlich Anwendung finden, z. B. um bei- einer Pumpe nicht die gesamte zugeführte Rotationsenergie in statischen Druck zu verwandeln, sondern einen mehr oder weniger kleinen Anteil kinetischer Energie beim Pumpenaustritt zur Überwindung von Reibungswiderständen in einer Zweigleitung und damit eine Förderung über große Höhen zur gewährleisten. Im allgemeinen wird jedoch ein Leitapparat oder Düsenapparat überflüssig sein, oder, wenn er angewendet wird, nur einen Anteil der Energie umsetzen, der klein ist im Verhältnis zu der im Laufrad bzw. in den Laufrädern umgesetzten Energie, im Gegenteil zu den bekannten Leitapparaten bzw. Düsen, in denen nach der herrschenden Theorie der Anteil der Energieumsetzung jeweils gleiche Größenordnung in Laufrad und Leitapparat besitzt, z. B. bis zu 50 °/o gehen kann. Bei der bevorzugten Ausführung der Erfindung ergibt sich als wesentlicher Vorteil die Einsparung oder der nahezu vollständige Wegfall der komplizierten Leitapparate oder Düsen.
  • Des weiteren sind die Laufräder nach der vorliegenden Erfindung, die auf Grund eingehender theoretischer und praktischer Erforschung der Strömungsvorgänge in rotierenden Laufkörpern entwickelt wurden, für Turbopumpen und Turbinen gleichermaßen verwendbar und eignen sich auch besonders zur Verwendung in hydraulischen Getrieben.
  • Ferner ist die Erfindung in gleicher Weise für axial als auch radial beaufschlagte Turboapparate verwendbar, wobei als besonderer Vorteil in beiden Fällen einmal die relativ einfache Konstruktion der Schaufelform und andererseits die über einen großen Lastbereich gleichmäßig hohen Wirkungsgrade hervorzuheben sind.
  • Im Rahmen des Erfindungsgedankens konnte festgestellt werden, daß für die Laufräder allgemein eine optimale Formgebung der Laufschaufeln erzielbar ist, durch welche die bisher nicht genügend beachtete und erforschte Absolutströmung einen bestimmten Weg, nämlich eine (bei verschiedenen Belastungsfällen mehr oder weniger gekrümmte) Kreisevolvente bestreicht und gleichmäßig beschleunigt oder verzögert wird, wodurch der gesamte Energieumsatz oder nahezu der gesamte Energieumsatz innerhalb des Laufrades selbst erfolgt, so daß auf die bisher gebräuchlichen Leiteinrichtungen weitgehend verzichtet werden kann, die nach bisheriger Ansicht bei Kreiselpumpen z. B. vor allem die aus dem Laufrad austretende zu große Geschwindigkeitsenergie in Druckhöhe (ungerichteten statischen Druck) zurückverwandeln sollen. Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Erkenntnis zugrunde, daß sich Strömungsenergie nicht in ungerichteten statischen Druck verwandeln und so zurückgewinnen läßt. Ferner sind durch die nach diesen Erkenntnissen errechneten Schaufelkanäle mit konstanter Relativbewegung des strömenden Mediums Strömungs- und Kavitationsverluste praktisch ausgeschaltet, da nirgends Verzögerung und Unterdruck auftritt, so daß mit diesen Rädern hohe Wirkungsgrade erreicht werden.
  • Die optimale Formgebung der Laufschaufeln liegt erfindungsgemäß vor, wenn die Durchmesser, die Schaufelsteigungswinkel und die Schaufelbreiten in allen Punkten des Schaufelbereiches in einer ganz bestimmten Abhängigkeit voneinander stehen. Es kommt also nicht, wie bisher angenommen wurde, nur auf den Schaufelsteigungswinkel am Ein- und Austritt, sondern ebenso auf die dazwischenliegenden Teile, vor allem die Verhältnisse in der Mitte der Schaufel an. Des weiteren erbringt die Erfindung besondere Vorteile durch die Kombination der erfindungsgemäßen Laufräder mit der an sich bekannten Drallbremse, deren Anwendung bevorzugt wird.
  • Der wesentliche Teil eines Laufrades ist der Schaufelbereich mit den Laufschaufeln. Nach der Erfindung teilt sich dieser Schaufelbereich in zwei Teile, die zwei strömungstechnisch scharf getrennte Aufgaben zu erfüllen haben. Die Schaufeln sind nämlich vorzugsweise so ausgebildet, daß der kleinste Strömungsquerschnitt des Laufrades etwa in der Mitte des Schaufelbereiches liegt. Bis zu dieser Linie des kleinsten Querschnittes wird im Pumpenlaufrad die absolute Strömung gleichmäßig beschleunigt und gleichzeitig auf eine Bahn gezwungen, die mathematisch eine Kreisevolvente darstellt und daher bei Normalbelastung stets senkrecht zur Schaufelrichtung steht. (Auch bei einer Abweichung von der Normalbelastung ändert sich diese Bedingung nicht wesentlich): Beim Turbinenlaufrad ist dagegen die relative Strömungsgeschwindigkeit des von außen nach innen durchströmten Laufrades gleichmäßig beschleunigt.
  • Von der Mitte bis zum äußeren Durchmesser des Schaufelkranzes wird durch den durch die senkrecht zur (wirklichen, d. h. absoluten) Strömungsrichtung wirkenden Zentrifugalkräfte erzeugten maximalen Druck die Geschwindigkeit der Strömung konstant gehalten. Insgesamt ergibt sich eine düsenartige Konstruktion der einzelnen Schaufelkanäle.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachstehend beschriebenen Konstruktions- und Berechnungsbeispielen und aus den zugehörigen Zeichnungen, die schematisch gehalten sind.
  • Fig. z zeigt den Querschnitt durch ein radial durchströmtes Laufrad, der für Pumpen und Turbinenräder gleich ist; Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch ein Pumpen-Laufrad; Fig.3 ist ein Längsschnitt durch ein Turbinenlaufrad; Fig. ¢ ist ein Längsschnitt durch ein hydraulisches Getriebe; Fig. 5 zeigt eine Einzelheit an Fig. q..
  • Der wesentliche Teil eines Laufrades ist dessen Schaufelbereich, an dem sich die Laufschaufeln befinden (vgl. Fig. i bis 3). Der Schaufelbereich wird innen vom Durchmesser a, außen vom Durchmesser c und seitlich von den Laufradseitenwänden begrenzt. Der Durchmesser b teilt den Schaufelbereich in zwei Teile, die strömungstechnisch scharf voneinander zu trennen sind. Der Innendurchmesser a ist zugleich der Nenndurchmesser der Maschine und maßgebend für deren Normalleistung, von ihm hängen alle anderen Konstruktionsdaten des Laufrades ab. Die drei Durchmesser a, b und c stehen, wie theoretische Betrachtungen ergeben haben, in einem festen Verhältnis; dieses errechnet sich wie folgt: i. Laufradkonstruktion von Punkt A (Fig. i) nach innen: Man geht aus vom mittleren Radius A-C. Im Punkt A ist der Schaufelsteigungswinkel q.5° und die Schaufelrichtung A-B tangiert den gestrichelten Kreis in B. Es ist B-A = B-C, da A-B-C ein rechtwinkliges gleichschenkliges Dreieck ist. In B wäre der Steigungswinkel a = 0; da er aber eine endliche Größe haben muß, muß die Schaufel etwas früher enden. Es ist oder Damit der Steigungswinkel innen etwa 2o° C wird, muß B-C etwas größer werden, so daß B-C : A-C also nicht mehr 2,8: q. sondern etwa 3 : 4. wird.
  • 2. Schaufelkonstruktion von A nach außen: A-D ist ein Kreisbogen mit dem Radius B-C = A -E um E, und zwar von Punkt A, wo a = 45° ist, so weit nach außen, bis die Schaufelrichtung parallel zum geradlinigen Teil der nächstfolgenden Schaufel ist; das ist in Punkt D der Fall. Der Radius C-D verhält sich in diesem Falle zu C-A etwa wie 5 : q..
  • Die drei Durchmesser a, b und c verhalten sich demnach wie 3 : q.: 5; die Schaufelanzahl muß dabei wenigstens ia betragen. Bei diesen Werten haben die Schaufelkanäle gerade noch die ausreichende Länge und Höhe, so daß saubere relative Strömungsverhältnisse im Schaufelkanal gewährleistet sind. Die Schaufelform ist im Querschnitt (Fig. i) wie erwähnt für Pumpen und Turbinenräder vollkommen gleich. Beim Pumpenlaufrad können gegebenenfalls die Schaufeln nach innen über den Durchmesser a hinaus etwas überstehen, und zwar rückwärts zylindrisch mit dem Krümmungsradius B-C = A-E gekrümmt, in dem Sinne wie bei A-D.
  • Die Schaufelbreite e (Fig. 2 und 3) muß nun so groß sein, daß bei Pumpenlaufrädern der Schaufelkanalquerschnitt senkrecht zur relativen Kanalströmung überall konstant bleibt, weil die relative Geschwindigkeit zur Vermeidung jeglicher Verzögerung im Kanal stets konstant bleiben soll. Am Schaufeleintritt beim Durchmesser a ist der zylindermantelförmige Strömungsquerschnitt des Pumpenlaufrades gleich dem Rohranschlußquerschnitt; folglich muß die Schaufelbreite beim Durchmesser a etwa sein. Bei Berücksichtigung der Schaufelstärke wird sie etwa ei = o,28 a werden. Bis zum Durchmesser b divergieren die Schaufeln nach außen hin, dementsprechend nimmt wegen der Forderung konstanteren Kanalquerschnitts die Schaufelbreite bis zum Durchmesser b auf etwa e2 = o, i a ab. Für jeden einzelnen Punkt dieses Schaufelbereiches hat die Schaufelbreite die Größe e = o,i - a # cotg a.
  • Außerhalb des Durchmessers b bleibt durch die zurückgebogene Schaufelform die Höhe des Schaufelkanals konstant; also muß, wenn der Kanalquerschnitt konstant bleiben soll, hier auch die Schaufelbreite konstant = o,i a bleiben. Durch diese Konstruktion wird erreicht, daß im Pumpenlaufrad die Geschwindigkeit der Absolutströmung von Durchmesser a bis zum Durchmesser b gleichmäßig beschleunigt und gleichzeitig auf eine Bahn gezwungen wird, die geometrisch eine Kreisevolvente darstellt und bei Normalbelastung stets senkrecht zur Schaufelrichtung steht. Auch bei einer Abweichung von der Normalbelastung ändert sich diese Bedingung nicht wesentlich. Gleichzeitig wird von Durchmesser a bis zum Durchmesser b durch diese vorgeschriebene Bahn der Absolutströmung im Pumpenlaufrad durch Zentrifugalkräfte, die nur senkrecht zur wirklichen, also absoluten Strömungsrichtung auftreten können, im Laufrad selbst ein maximaler Druck erzeugt, der vom Durchmesser b bis zum Durchmesser c ebenso wie die Geschwindigkeiten der absoluten und der relativen Strömung konstant bleibt.
  • Beim Turbinenlaufrad (Fig. 3), das im Gegensatz zum Pumpenlaufrad von außen nach innen durchströmt wird, und dessen Drehsinn auch entgegengesetzt von dem des Pumpenlaufrades ist, muß im Unterschied zum Pumpenlaufrad (Fig.2) die relative Strömungsgeschwindigkeit im Schaufelkanal gleichmäßig beschleunigt sein. Dementsprechend nimmt beim Turbinenlaufrad die Schaufelbreite, die für gleiche Leistungen im Durchmesser b wieder gleich o,i a sein muß, nach innen hin bis zum Durchmesser a nach der Formel e = o,i a . cotg a - o,72 f auf etwa o,16 cc und nach außen hin bis zum Durchmesser c nach der Formel e = o,i a + 0,72 f auf etwa o,22 a zu. f ist hierbei der jeweilige Abstand vom Kreise mit dem Durchmesser b.
  • Pumpen- und Turbinenlaufräder haben also für gleiche Leistungen im Durchmesser b gleiche Schaufelbreiten; gleichzeitig haben beide Laufradarten im Durchmesser b ihren engsten zylindrischen Strömungsquerschnitt. Sie unterscheiden sich lediglich durch den Verlauf der Schaufelbreiten zum Schaufelein- und -austritt hin. Der Unterschied zwischen der Schaufelbreite des Pumpen- und Turbinenlaufrades erklärt sich aus der Tatsache, daß bei der Turbine lediglich die Druckhöhe in kinetische Energie verwandelt wird, während umgekehrt das Pumpenlaufrad nicht nur einen bestimmten Druck herstellen, sondern auch fördern muß, also statischen und dynamischen Druck herstellen soll, und daß sich Druck wohl ohne weiteres in Geschwindigkeit, nicht aber umgekehrt Geschwindigkeit in Druck umsetzen läßt.
  • Durch die nach den neuen strömungstechnischen Erkenntnissen errechnete Schaufelgestaltung sind Strömungs- und Kavitationsverluste weitgehend ausgeschaltet, da nirgendwo Verzögerung und Unterdruck auftritt, so daß hohe Wirkungsgrade mit den Rädern erreicht werden.
  • Die beschriebenen Laufräder stellen Standardtypen dar, die maßstäblich je nach gewünschter Normal-Leistung beliebig vergrößert oder verkleinert werden können, ohne daß sich die Strömungsverhältnisse grundsätzlich ändern, was bei bisherigen Konstruk tionen nicht ohne weiteres möglich ist.
  • Die Anzahl der Schaufeln muß mindestens zwölf sein, denn die Schaufeln müssen sich so weit überdecken, daß in der Mitte des Schaufelbereiches beim Durchmesser b die vorgeschriebene Strömung gewährleistet ist. Sind mehr als zwölf Schaufeln angeordnet, kann der Außendurchmesser c des Laufrades gegebenenfalls etwas kleiner gehalten werden.
  • Die angegebenen Maßverhältnisse gelten in erster Linie als Richtwerte für flüssigkeitsdurchströmte Räder. Bei gasdurchströmten Rädern sind gegebenenfalls .Änderungen erforderlich, die dem Druck- bzw. Temperaturgefälle entsprechend den Gasgesetzen Rechnung tragen.
  • Zur Aufnahme des insbesondere bei Turbinen am Schaufelaustritt beim Durchmesser a auftretenden Strömungsdralles ist innerhalb des schaufelfreien Laufradinnenraumes eine Drallbremse vorgesehen, die aus einem feststehenden Stern von ebenen, radial in Achsrichtung verlaufenden Flächen besteht und die Drallgeschwindigkeit in eine geringere achsparallele Geschwindigkeit verzögert, also auch eine gewisse Diffusorwirkung hat.
  • Die in ein Turbinenrad eintretende Strömung muß kurz vor Eintritt in das Turbinenrad im richtigen Verhältnis in Druck- und Geschwindigkeitsenergie aufgeteilt werden. Das geschieht normalerweise in den bekannten Drehschaufelkränzen, die die radial von außen kommende Strömung der Turbine zuführen. Oft ist es zweckmäßig, die Strömung von der Seite her in das radial durchströmte Turbinenrad zu bringen. Beides kann vorteilhaft durch einen Ring geschehen, der innen konisch ausgebildet ist und Führungsrippen besitzt, die etwa unter einem Winkel von 30° zur Umfangsrichtung verlaufen, wie in Abb. 3 oben dargestellt ist. Durch axiales Verschieben dieses Ringes läßt sich eine Regelung der Turbine bewirken, wie es bisher durch das 'Verdrehen der Drehschaufeln geschieht.
  • Fig. 4 stellt ein hydraulisches Getriebe im Längsschnitt dar. In einem gemeinsamen Gehäuse, das mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit angefüllt ist, befinden sich auf getrennten Wellen angeordnet je ein Pumpen- und Turbinenlaufrad der beschriebenen Art in im wesentlichen unveränderter Form mit ihren offenen Seiten einander zugekehrt. Beide können sich unabhängig voneinander in dem Gehäuse drehen. In dem gemeinsamen schaufelfreien Innenraum der beiden Laufräder befindet sich wiederum eine stillstehende Drallbremse. Das von außen angetriebene Pumpenrad fördert die Flüssigkeit unter Druck durch die außerhalb der Laufräder im Gehäuse vorgesehenen Übergangskanäle in das Turbinenrad, und zwar so, daß die Strömungsgeschwindigkeit und deren Anströmrichtung in diesen Kanälen konstant bleibt. Zu diesem Zwecke weist die im Gehäuse vorgesehene Aussparung (Fig. 5) Führungsrippen auf, die eine Neigung zur Umfangsrichtung haben, die dem Austrittswinkel der Absolutströmung aus dem Pumpenrad entspricht. Dieser Winkel beträgt etwa 3o°. Die Flüssigkeit durchströmt das Türbinenrad von außen nach innen und erteilt ihm eine Drehzahl, die mit größer werdendem, an der Turbinenwelle abgenommenem Drehmoment kleiner wird, so daß das Getriebe als Drehzahl- und Drehmomentwandler wirkt. Der aus dem Turbinenrad austretende Flüssigkeitsdrall wird von der Drallbremse aufgenommen, die die Flüssigkeit wieder verzögert und dem Pumpenrad wieder zuführt. Die Drallbremse nimmt, zusammen mit den Überführungskanälen außen im Gehäuse, das Stützdrehmoment auf, welches dem Drehsinn des Laufrades entgegengesetzt ist.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Umsetzung mechanischer Drehbewegung in statischen bzw. dynamischen Druck strömender Medien mittels rotierender Schaufelräder, insbesondere bei Turbopumpen und Turbinen, dadurch gekennzeichnet, daß der engste Strömungsquerschnitt des gesamten durchströmten Systems (ohne Berücksichtigung der Beschaufelung) etwa in der Mitte des Schaufelbereiches der Laufräder liegt.
  2. 2. Laufrad für eine Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste zylindermantelförmige Strömungsquerschnitt seines Laufschaufelbereiches etwa in der Mitte dieses Bereiches liegt, während seine Schaufelkanalquerschnitte von Anfang bis Ende entweder konstant bleiben oder sich linear verjüngen.
  3. 3. Laufrad für Einrichtungen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieser kleinste zylinderniantelförmige Strömungsquerschnitt etwa halb so groß wie der Rohrquerschnitt auf der Laufradniederdrnckseite ist.
  4. 4. Laufrad für Einrichtungen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in diesem kleinsten Strömungsquerschnitt der Steigungswinkel der Laufschaufel zur Umfangsrichtung am größten ist.
  5. 5. Laufräder für Einrichtungen nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dieser größte Steigungswinkel a etwa 45° beträgt.
  6. 6. Laufräder für Einrichtungen nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Strömungsquerschnitt etwa auf einem Durchmesser (b) liegt, der um ein Drittel größer ist als der Saugdurchmesser (a) und ebenso viel kleiner als der Außendurchmesser (c), so daß sich die Durchmesser (a) : (b) : (c) etwa wie 3 : 4 : 5 verhalten.
  7. 7. Laufräder für Einrichtungen nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ihr im Durchmesser (b) etwa q.5° betragender Schaufelsteigungswinkel a vom Durchmesser (b) aus nach innen hin derart abnimmt, daß die Schaufelflächen bis zum Durchmesser (a) völlig eben bleiben, und nach außen hin derart abnimmt, daß die Schaufelflächen bis zum Durchmesser (c) einfach zylindrisch mit dem Krümmungsradius 0,5 (a) zurückgebogen verlaufen. B.
  8. Laufräder für Turbinenpumpen nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die im Durchmesser (b) etwa o,= (a) große Schaufelbreite (e) von dort aus nach innen bis zum Durchmesser (a) nach der Formel c = o,= a . cotg a auf etwa o,28 (a) zunimmt und nach außen hin bis zum Durchmesser (c) konstant gleich etwa o,= (a) bleibt. g.
  9. Laufräder für Turbinen nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die im Durchmesser (b) etwa o,= (a) große Schaufelbreite (e) vom Durchmesser (b) aus nach innen bis zum Durchmesser (a) nach der Formel e = o,=' cc # cotg a - o,72 f auf etwa o,16 (a) zunimmt und nach außen bis zum Durchmesser (c) nach der Formel e .= o,= a -f- o,72 f auf etwa o,22 (a) zunimmt, wobei (f) den jeweiligen Abstand vom Kreise mit dem Durchmesser (b) darstellt. =o.
  10. Anordnung, insbesondere von Turbinenlaufrädern, nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß sich innerhalb des schaufelfreien Laufradinnenraumes eine feststehende Drallbremse, bestehend aus einem Stern von ebenen, radial in Achsrichtung verlaufenden Flächen, befindet, deren äußere Form dem Laufradinnenraum angepaßt ist. =i.
  11. Anordnung, insbesondere von Turbinenlaufrädern, nach Anspruch i bis =o, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwecks vorteilhafter Zuführung des Treibmittels ein außerhalb des Laufrades stillstehender Ring befindet, der innen konisch ausgebildet und mit unter etwa 30° zur Umfangsrichtung verlaufenden Führungsrippen versehen ist.
  12. 12. Anordnung nach Anspruch =i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring zwecks Regelung der Turbine axial verschiebbar ist.
  13. 13. Anordnung von Laufrädern für Einrichtungen nach Anspruch i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Pumpen- und ein Turbinenlaufrad in im wesentlichen unveränderter Form, mit ihren offenen Seiten einander zugekehrt, Teile eines hydraulischen Getriebes darstellen, in deren gemeinsamem schaufelfreiem Innenraum sich die stillstehende Drallbremse befindet, und deren gemeinsames Gehäuse außerhalb der Laufräder Übergangskanäle von der Pumpen- zur Turbinenseite aufweist, die in der Mitte etwa o,og (a) hoch sind, nach den Seiten hin konisch verlaufen und Führungsrippen haben, die unter etwa 30° zur Umfangsrichtung verlaufen.
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