DE88352C - - Google Patents

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DE88352C
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cylinder
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Diese neue Spritze, welche für medicinische Einspritzungen aller Art bestimmt ist, unterscheidet sich von den bisher gebrauchten Spritzen dadurch, dafs dieselbe nur aus einem innen genau rund ausgebohrten Glascylinder besteht, in welchen ein ebenfalls gläserner, genau cylindrischer Kolben eingeschliffen ist, der in seiner tiefsten Stellung die Bohrung des Spritzencylinders der ganzen Länge nach ausfüllt, so dafs keine Kolben - Liderung oder Stopfbüchse nothwendig wird, durch welche bekanntlich sonst ein Anhaften und Festsetzen von Ansteckungskeimen sehr begünstigt wird, da solche Kolbendichtungen, aus Hanf, Wollenfäden, Kork oder'Gummi hergestellt, immer Nuthen, Poren und andere schwer zu reinigende und zu desinficirende Vertiefungen besitzen.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die zusammengesetzte Spritze, Fig. 2 den Spritzen cylinder A, Fig. 3 den Kolben B; unter jeder Figur befindet sich der entsprechende Grundrifs.
Obgleich eine ähnliche Spritzeneinrichtung schon durch das D. R. P. Nr. 47086, Kl. 30, bekannt geworden, so unterscheidet sich diese doch wesentlich dadurch, dafs deren Cylinder aus einem federnden Stahl besteht, welcher also den cylindrischen starren- Kolben mit Druck umschliefst und so die Dichtung bewirkt. Die zu solchen Cylindern verwendbaren elastischen Stoffe lassen sich jedoch durchaus nicht mit allen Heilmitteln in Berührung bringen, ohne auf viele derselben einzuwirken, wogegen Glas ein von keiner Arzenei angreifbares Mittel darstellt; aufserdem sind diese federnden, sämmtlich organischen Stoffe nur schwer von Keimen zu befreien. Bei der Spritze des genannten Patentes wird also die Dichtung stopfbüchsenartig durch die Federkraft des Cylinders, bei der vorliegenden Spritze dagegen durch das Einschleifen, also durch die zwischen den Flächen des Cylinders und des Kolbens auftretende Adhäsion erzielt. Wird daher der Kolben, vorliegender Spritze aufgezogen, so hat die Luft gar keine Zeit, von oben zwischen Kolben und Cylinder in den Raum unterhalb des Kolbens einzudringen, während umgekehrt beim Niederdrücken des Kolbens die Adhäsion den Raum zwischen Kolben und Cylinder sofort dichtet und ausfüllt, welche Dichtung bei. weiterem Niederdrücken des Kolbens immer beträchtlicher wird.
Solche Glascylinder lassen sich äufserlich mit einer Theilung versehen, welche das Abmessen und die Verabreichung der verordneten Einspritzmenge in bequemer Weise ermöglichen, wogegen federnde Stoffe nie genau gleichen Rauminhalt ergeben können. Obgleich die beiden Körper genau cylindrisch gestaltet sind und so in einander passen, dafs der Kolben sich eben noch, ohne zu schlottern und zu klemmen, im Cylinder verschieben läfst, so tritt ein Festsetzen bei Wärmeverminderungen doch nicht ein, oder die Wärme der den Cylinder umfassenden Hand genügt völlig, um den normalen Rauminhalt zu erzeugen. Da der Kolben' genau im Cylinder pafst, so mufs auch beim Aufziehen genau die dem Rauminhalt des inneren Cylinders entsprechende Menge Flüssigkeit .angesogen werden, d. h. die Spritze
giebt eine durch Rechnung sich ergebende gleiche Nutzwirkung, weshalb auch keine Luft in die Einspritzflüssigkeit gelangen kann. Es mufs zugegeben werden, dafs die technische Herstellung solcher, diesen hohen Anforderungen genügenden gläsernen Spritzen grofse Schwierigkeiten bietet, denen aber vom Erfinder in bester Weise begegnet wurde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gläserne Injektionsspritze, bestehend aus einem gläsernen Spritzenkörper (A), in dessen genau cylindrische Bohrung ein gläserner cylindrischer Kolben (B) eingeschliffen ist, der den Cylinder vollständig ausfüllt und ohne Verpackung oder Liderung und nicht durch Elasticität der Cylinderwand dichtet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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