DE8809633U1 - Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem Schloßkasten angeordneten Riegelschloß - Google Patents
Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem Schloßkasten angeordneten RiegelschloßInfo
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Description
Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem
Schloßkasten angeordneten Riegelschloß
Die Erfindung betrifft eine Schließfachtüre mit einem Türblatt,
einem in einem Schloßkasten angeordneten Riegelschloß und einem Scharnier.
Solche Schließfachtüren sind bekannt und in großer Stückzahl
in Benutzung. In der Regel hat dabei das Riegelschloß zwei Schlüssellöcher, so daß weder die das Schließfach vermietende
Institution noch der Mieter des Schließfaches die Türe
allein öffnen kann. 20
Es hat sich gezeigt, daß solche Schließfachtüren einem z.
B. im Riegelbereich des Schlosses angesetzten Hobelwerkzeug, insbesondere einem Brecheisen nur relativ geringen Widerstand
leisten können, da das Türblatt in der Regel aus einer Blechplatte besteht, an deren Rückseite oder Innenseite
das Schloß angeschraubt ist. Entweder gibt bei einem solchen gewaltsamen Angriff die Verbindung zwischen Schloß
und Türblatt oder aber das Schloß oder das Türblatt selbst durch Verformung nach, so daß die Widerstandszeit einer
ww solchen Schließfachtüre ungenügend ist.
Aus der DE-PS 34 02 246 ist es deshalb bekannt, daß das
Türblatt den Schloßkasten bildet oder umgekehrt ein stabiler Schloßkasten selbst als Türblatt Verwendung findet, welcher
Kasten die Zuhaltungen und den Riegel enthält und diese
mit seiner Zarge umschließt. Ein solches Türblatt kann eine
derartige rief, habeii, daß ein schräges Ansetzen einos
Hebelwerkzeuges zum Ausbrechen oder Ausbiegen der Tür?
verhindert und nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus wird das gesamte Türblatt auf diese Weise biegesteifer und somit
gegen Verformungen sicherer. Diese Lösung ist somit sehr günstig und erhöht die WidefStandszeit einer solchen
Schließfachtüre erheblich. Andererseits wird durch diese
Ausbildung die Schließfachtüre in ihrer Herstellung aufwendiger,
so daß in vielen Fällen aus Preisgründen davon abgesehen wird, diese erheblich sicherere Lösung zu wählen.
Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Schließfachtüre der
eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei welcher ein unbefugtes öffnen mit Hilfe eines Hebelwerkzeuges ebenfalls
erschwert bzw. die Widerstandszeit gegen eine solche unbefugte öffnunq vergrößert ist, dennoch aber die Herstellung
und Montage dieser Schließfachtüre preiswert bleibt.
Die Lösung dieser scheinbar widersprüchlichen Aufgabe
besteht darin, daß zwischen der Rückseite des Türblattes und dem Schloßkasten eine zumindest nach der Montage
abgewinkelte Verstärkungsplatte befestigt ist, deren abgewinkelter Teil - nach der Fertig-Montage, also der
Durchführung der Abwinkelung - vor der dem Riegelaustritt aufweisenden Stirnwand des Schloßkastens angeordnet ist und
eine Ausnehmung hat, die den Riegel an seinem Umfang
: umgreift. Auf diese Weise w'rd einem auf das Türblatt
wirkenden Hebelwerkzeug und der von diesem ausgehenaen Kraft ein erheblich höherer Widerstand entgegengesetzt.
Eine solche unbefugt auf das Türblatt aufgebrachte Trennkraft, die das Türblatt und den Schloßkasten
im Sinne einer Trennung belastet, wird nämlich i.u,-. "- die
Verstärkungsplatte auf den Riegel übertragen, so daß sie gleichzeitig am Riegel selbst dieser Trennkraft entgegen-
"wirkt. Die von dem Hebelwerkzeug über den abgewinkelten Teil
der Vers^.ärkungsplatte aufgebrachte, in Öffnungsrichtung wirkende Kraft zieht nämlich nun über den Riegel den
Schloßkasten gegen die Innenseite des Türblattes. Dadurch
kann also ein Aufspreizen an dieser Stelle und damit ein
Lösen des Türblattes von dem Schloßkasten erheblich erschwert oder gar unmöglich gemacht werden. Auf jeden Fall
wird dadurch die Widerstanszeit einer solchen Schließfachtüre vergrößert. Dennoch bedarf es lediglich einer
zusätzlichen, bei der Montage des Riegelschlosses anbringbaren Platte zwischen diesem und dem Türblatt, um
diesen Erfolg zu erzielen, was eine sehr preiswerte Lösung darstellt.
Zumindest die Breite der Verstärkungsplatte kann wenigstens gleich der Breite des Schloßkastens und der Stirnwand im
Riegelbereich oder größer als die Breite des Schloßkastens im Riegelbereich sein und die Breite des abwinkelbaren
Teiles ist vorzugsweise gleich oder kleiner als die der
Riegel-Stirnwand. Je breiter die Verstärkungsplatte ist, utr
so sicherer und besser kann sie an der Innen- oder Rückseite des Türblattes befestigt, sei es verschraubt, sei es
verklebt oder beides, sein. Auch ein Verschweißen oder Vernieten wäre möglich.
Die Länge der unter dem Schloßkasten befindlichen verstärkungsplatte kann von ihrer Abwinkelung ausgehend
wenigstens gleich oder größer als die Länge des Schloßkastens sein. Je größer die Verstärkungsplatte insgesamt
' ist, um so fester kann ihre Verbindung mit dem Türblatt sein, insbesondere wenn eine Verklebung gewählt wird.
Vor allem auch bei größeren Schließfachtüren ist es vorteilhaft, wenn die Verstärkungsplatte den Schloßkasten-Urnriß überragt.
Der über den Umriß des Schloßkastens überstehende Teil der Verstärkungsplatte kann wenigstens eine zusätzliche Befestigungsstelle, vorzugsweise eine Lochung für eine zusätzliche Verschraubung, aufweisen. Je größer der über-
stehende Teil der Verstärkungsplatte ist, um so mehr zusätzliche.Schrauben können daran angreifen.
Die Verstärkungsplatte kann aus Stahlblech, vorzugsweise aus Edelstahl-Blech, welches eine entsprechend gute Zäh:-/-keit und Zugfestigkeit hat, bestehen.
Eine wichtige und zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß die an der Verstärkungsplatte
vorgesehene Biegelinie zwischen dem an der Türblatt-
Innenseite aufliegenden Teil der Verstärkungsplatte und dem
den Riegel umgreifenden abwinkelbaren Teil durch eine Sickung oder Rillung, insbesondere durch Kaltverformung
vorgeformt und verfestigt ist, wobei sich die durch die Verformung gebildete Rille oder Einsenkung auf der dem
befindet. Das Anbringen einer solchen vorgefertigten Biegelinie erleichtert die Abbiegung des abwinkelbaren Teiles
mit einem möglichst kleinen Krümmungsradius unmittelbar an der Stirnseite des Schloßkastens, so daß der abwinkelbare
Teil an dieser Stirnseite zur Anlage kommen kann. Dennoch bedeutet die Anbringung dieser Biegelinie keine oder keine
nennenswerte Schwächung der Verstärkungsplatt.e, die ja in der Lage bleiben muß, Zugkräfte über den abgewinkelten
Teil auf den Riegel zu übertragen, der seinerseits bei
geschlossenem Schloß noch in der Gegenausnehmung des
Türfalzes abgestützt ist. Die Materialverdünnung an der Biegelinie wird nämlich durch die Kaltverformung sogar
verfestigt.
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durch den abgewinkelten Teil der Verstärkungsplatte an dem in seiner Gegenausnehmung abgestützten Riegel wirksam
wird und nicht schon eine gewisse Aufbiegung des Türblattes erfolgen kann, bis diese Gegenkraft wirksam
wird, ist es zweckmäßig, wenn die in dem abgewinkelten und gegenüber der Innenseite der Schließfachtüre hochstehenden Teil der Verstärkungsplatte angeordnete Aussparung für den Durchtritt des Riegels in Ausgangsstellung
an der dem Türblatt abgewandten Flachseite des Riegels
mit Gleit- oder Schiebesitz angreift. Dabei kann die
Aussparung des abgewinkelten Teiles eine dem Riegelquerschnitt entsprechende Form und Kontur haben, so daß der
abgewinkelte laschenförmige hochstehende Teil durch diese Aussparung möglichst wenig unterbrochen ist.
Es sei noch erwähnt, daß insbesondere für relativ große Schließfächer bei Anordnung mehrerer Schloßkästen und/oder
Riegel an einem Türblatt eine gemeinsame Verstärkungsplatte mit mehreren oder ainem einzigen gemeinsamen abwinkelbaren
Teil mit mehreren Aussparungen vorgesehen sein kann. Zwar würde in einem solchen Falle die Anordnung einer
Verstärkungsplatte nur an einem Schloß oder Riegel schon die Widerstandszeit vergrößern, jedoch ergibt sich durch
die Erfassung mehrerer Riegel und eventuell Schloßkästen
eine noch größere Stabilität, ohne daß der Herstellungsaufwand wesentlich größer wird.
Insgesamt wird durch die abwinkelbare Verstärkungsplatte mit ihrer zusätzlichen Abstützung des Riegels die Wider-
Standsfähigkeit eines Schließfaches um ein Mehrfaches
erhöht, da die Angriffskräfte von der durch Schrauben oder Verklebung befestigten Verstärkungsplatte sowie der
Verstärkungsplatte selbst im Bereich des umfaßten Riegels zusätzlich zur Eigenstabilität und Befestigung des
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dieses Effektes eine relativ einfach herstellbare und anbringbare Befestigungsplatte, so daß sogar schon bestehende
Schließfachtüren nachträglich mit dieser vorteilhaften
Zusatz-Sicherung ausgestattet werden können. Ausgestaltungen
und Abwandlungen von zum Teil eigener schutzwürdiger Bedeutung enthalten die Ansprüche 11 bis 14.
Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten anhnd der Zeichnung in zwei
AusführunqsbeisDielen noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Verstärkungspiatte, die zwischen der Rückseite eines Türblattes und
einem Kastenschloß angeordnet ist, vor dem Ab- *5 biegen ihres abwinkelbaren Teiles,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstillung nach
dem Abbiegen des abwinkelbaren Teiles, der mit seiner Aussparung nun den Riegel des Riegelschlosses umfaßt,
Fig. 3 eine Draufsicht der Verstärkungsplatte gemäß Fig. 1 vor dem Abbieger.,
Fig. 4 eine Draufsicht einer gegenüber der SchloßKastenbreite verbreiterten Verstärkungsplatte, deren
abwinkelbarer Teil in seiner Breite aber der Ausdehnung der Stirnwand des Schloßkastens entspricht, und
Fig. 5 einen Teil-Querschnitt der verbreiterten Verstärkungsplatte mit einer Zusatz-Verschraubung.
Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Schließfachtüre ist
in der Zeichnung ausschnittweise und nur strichpunktiert
dargestellt. Sie hat ein Türblatt 2, auf dessen Rückseite oder Innenseite ein in einem Schloßkasten 3 angeordnetes
Riegelschloß 4 befestigt ist. In nicht näher dargestellter Weise hat diese Schiießfachtüre 1 außerdem an ihrem dem
Gemäß den Figuren 1 und 2 ist zwischen der Rückseite des Türblattes 2 und dem Schloßkasten 3 eine abwinkelbare,
nach der fertigen Montage gemäß Fig. 2 abgewinkelte
Verstärkungsplatte 6 befestigt, deren abg3winkeiter Teii
7 vor der den Riege 1 austritt aufweisenden Stirnwand 8
des Schloßkastens 3 angeordnet ist und diesen in Gebrauchsstellung gemäß Fig. 2 sogar berühren kann und eine Ausnehmung 9 hat, die den Riegel 5 an seiner dem Türblatt 2
abgewandten Rückseite 5a hintergreif',,.
Wird auf das Türblatt 2 in unbefugter Weise mit einem Hebe 1 werkzeug eine Kraft in Öffnungsrichtung der Schließfachtüre 1 gemäß dem Pfeil Pf 1 aufgebracht, die bei
geschlossenem, in eine Gegenausnehmung des nicht näher dargestellten Türfalzes eingreifenden Riegels 5 eine
Trennkraft zwischen Türblatt 2 und Schloßkasten 3 bewirkt, wird aufgrund der Befestigung der Verstärkungsplatte 6
an dem Türblatt 2 diese Kraft über den abgewinkelten
Teil 7 auf den sich in seiner Gegenausnehmung abstützenden
Riegel 5 übertragen, wodurch einer solchen Trennkraft entgegengewirkt wird.
Dabei ist vorgesehen, daß die in dem abgewinkelten und gegenüber der Innenseite der Schließfachtüre hochstehenden
Teil 7 der Verstärkungsplatte 6 angeordnete Aussparung 9 für den Durchtritt des Riegels 5 in Ausgangsstellung an
der dem Türblatt 2 abgewandten Flachseite 5a des Riegels 5 mit Gleit- oder Schiebesitz angreift, so daß bei dem
vorerwähnten unbefugten Öffnungsversuch diese Abstützung
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an dem Riegel 5 sofort erfolgt.
In den Figuren 3 und 4 ist angedeutet, daß die Aussparung 9 des abgewinkelten Teiles 7 eine dem Riegelquerschnitt
entsprechende Form vjnd Kontur hat, also den Riegel 5
a 11 seitig umgreift.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Breite
der Verstärkungsplatte 6 gleich der Breite des Schloßkastens 3 und der Stirnwand 8 im Riegeibereich. Ebensu
ist die Breite des abwinkelbaren Teiles 7 gleich dieser Breite bzw. gleich der Ausdehnung der Riegel-Stirnwand
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist vorgesehen, daß
die Breite der Verstärkungsplatte 6 größer als die Breite des Schloßkastens 3 ist, während die Breite des
abwinkelbaren Teiles 7 wiederum gleich der Breite des Schloßkastens 3 bzw. der Riegel-Stirnwand 8 ist, da ein
überstand des abwinkelbaren Teiles 7 über die Stirnwand 8 hinaus keinen zusätzlichen Effekt mit sich bringt.
In beiden Fällen ist die Länge der unter dein Schloßkasten
3 befindlichen Verstärkungsplatte 6 von ihrer Abwinkelung ausgehend gleich der Länge des Schloßkastens 3. Sie
könnte gegebenenfalls auch größer sein.
Der insbesondere im Riegelbereich seitlich über den Umriß des Schloßkastens 3 oder eventuell sogar auch über
die Länge des Schloßkastens 3 überstehende Teil 6a der Verstärkungsplatte 6 weist wenigstens eine zusätzliche
Befestigungsstelle auf, wobei er selbst diese Befestigungsstelle ist, wenn die Befestigung durch Verklebung oder
Verschweißung erfolgt. Im Ausführungsbeispiel haben diese überstehenden Teile 6a nahe dem Austritt des
Riegels 5 eine Lochung 10 für eine zusätzliche ßefesti-
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gungsschraube 11 (Fig. 5). Die normalen Befestigungsschrauben
12 erkennt man in Fig. 1, 2 und 3 und diese sind in gleicher Weise zusätzlich bei der Verstärkungsplatte
6 gemäß Fig. 4 zweckmäßig.
Die Verstärkungsplatte 6 besteht zweckmäßigerweise aus
Blech, vorzugsweise aus Edelstahl-Blech, um eine entsprechend hohe Zähigkeit und Zugfestigkeit zu haben.
IQ Neben der schon erwähnten denkbaren Verklebung oder der
dargestellten Verschraubung könnte die Verstärkungsplatte mit der Rückseite des Türblattes auch durch Vernietung
oder Verschweißung verbunden sein. Auch eine Kombination von Verklebung und Verschraubung ist denkbar, um eine
entsprechend große Haftung zwischen Türblatt 2 und Verstärkungsplatte 6 zu erreichen.
Vor allem in Fig. 1 erkennt man, daß die an der Verstärkungsplatte
6 vorgesehene Biegelinie 13 zwischen dem an der Tüblattinnenseite aufliegenden Teil der Verstärkungsplatte
6 und dem den Riegel 5 umgreifenden abwinkelbaren Teil 7 durch eine Sickung oder Rillung durch Kaltverformung
vorgeformt und somit verfestigt ist. Dabei befindet sich die durch die Verformung gebildete Rinne
oder Einsenkung, welche die Biegelinie 13 darstellt und bildet, auf der dem Schloßkasten 3 zugewandten Seite der
Verstärkungsplatte 6, so daß ein Umbiegen des abwinkelbaren Teiles 7 in dieser Richtung und gemäß dem Pfeil Pf
in Fig. 2 sehr leicht ist, wobei diese Umbiegung zweckmäßigerweise bei zurückgezogenem oder allenfalls nur
ganz wenig aus der Stirnwand 8 vorstehendem Riegel 5 erfolgt.
In den Figuren 1 und 2 erkennt man außerdem noch die Befestigungsschrauben 14, womit der Schloßkasten 3 an
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eiern Türblatt I fixiert ist. Dabei wird deutlich, daß dies
als zusä*/H.chp verringerung für die Verstärkungsplatt:!
ausgenutzt werden kann, weil diese Schrauben 14 auch
Lochungen 15 der Verankerungsplatte durchsetzen. 5
Zwischen diesen Befestigungsschrauben 14 befinden sich
in üblicher Weise die Schlüssellöcher 16 für die Bedienungs
schlüssel 17, so daß insgesamt ein Türblatt 1 herkömmlicher Art, Größe und Form vorliegt, das aber unbefugten
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de·:1 Öffnungskraft auf den verschlossenen Riegel statt
auf die Verbindung zwischen Schloßkasten 3 und Türblatt
2 einen erhöhten Widerstand entgegensetzt, der mit einer sehr preiswerten und einfachen Maßnahme, nämlich der
Zwischenfügung der Verstärkungsplatte 6 erreicht wird,
die in vorteilhafter Weise in flacher Form montiert und
nach dem Anbringen des Schloßkastens 3 dann, abgewinkelt werden kann, so daß auch der Montageaufwand sehr gering
ist. Dabei begünstigt diese Möglichkeit der zunächst flachen und erst nach dem Anbringen des Sc'nloßkastens
3 abwinkelbaren Verstärkungsplatte, daß der Schloßkasten in herkömmlicher Weise mit sich verengenden Lochungen
auf die pilzförmigen Befestigungsschrauben aufschiebbar ist. Auf diese Weise eignet sich diese Lösung sogar
dazu, schon vorhandene Schließfachtüren nachträglich zu
verstärken. Denkbar wäre aber auch die Verwendung einer von vornherein abgewinktelten Verstärkungsplatte 6, wenn
beispielsweise ein Schloßkasten 3 montiert wird, der durch seine ganze Höhe von den Befestigungsschrauben
durchsetzt ist, wie es bei einem Schloßkasten gemäß der DE-OS 35 37 462 der Fall ist.
Eine Schließfachtüre &iacgr; mit einem Türblatt 2, einem in
einem Schloßkasten 3 angeordneten Riegelschloß und emum
Scharnier hat zwischen der Rückseite des Türblattes 2
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und dem Schloßkasten 3 eine zumindest nach der Montage
abgewinkelte Verstärkungsplatte 6, deren abgewinkelter Teil 7 vor der den Riegelaustritt aufweisenden Stirnwand 8 des Schloßkastens 3 - diesen vorzugsweise berührend
angeordnet ist und eine Ausnehmung 9 hat, die den Riegel 5 an seiner Rückseite 5a möglichst spielfrei hin-fergreift.
so daß auf das Türblatt 2 und damit die Verstärkungsplatte 6 ausgeübte Biegekräfte von dem Riegel 5 und der
ihn im Türfalz aufnehmenden Aussparung aufgefangen und somit von der Befestigung des Schloßkastens 3 an dem
Türblatt 2 abgelenkt werden.
Eine Abwandlung der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele kann darin bestehen, daß der abgewinkelte Teil 7 nachträglieh an der Verstärkungsplatte befestigt, vorzugsweise
angeschweißt ist. Es ist also nicht unbedingt erforderlich diesen abgewinkelten Teil 7 durch eine Umbiegung zu bilden
sondern er könnte auch nachträglich angenietet oder bevorzugt angeschweißt werden.
Eine weitere Ausgestaltung der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele und somit der Erfindung kann darin bestehen, daß die Größe der Verstärkungsplatte 6 der der
Rückseite des Türblattes 2 entsprechen kann. Dies könnte
beispielsweise bei Fig. 4 verwirklicht sein, wenn das
Türblatt 2 selbst nur für ein relativ kleines Schließfach bestimmt ist. In der Regel wird aber dabei außerdem
noch ein überstand 6b der Verstärkungsplatte 6 über die dem tiegel 5 abgewandte Stirnseite des Schloßkastens 3
hinaus vorhanden und zweckmäßig sein. Dies ergibt eine
weitere Ausgestaltung dahingehend, daß das Scharnier und
der Schloßkasten 3 der Schließfachtüre 1 an der Verstärkungsplatte 6 vorgesehen sein kann, also von dieser
sogar alleine getragen werden könnte. Das Türblatt 2
wäre dann praktisch nur noch eine Art Verblendung.
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In dem Fall, in dem Scharnier und Schloßkasten 3 an der Verstärkungsplatte 6 befestigt sind, ist eine weitere
Ausgestaltung von eigener schutzwürdiger Bedeutung dahingehend möglich, daß das Türblatt 2 und die Verstärkungsplatte 6 miteinander einstückig sind, also, umgekehrt
ausgedrückt, die Verstärkungsplatte 6 gleichzeitig das Türblatt 2 bildet, und daß dabei das Türblatt 2 dann den
den Riegel 5 hintergreifenden Teil 7 als Abwinkelung oder als an ihm befestigtes Teil aufweist. In diesem letzt
genannten Fall ergibt sich ein weiterer Vorteil dadurch,
daß durch die Abwinkelung des Türblattes 2 selbst der Angriff eines Hebelwerkzeuges an diesem seinem Scharnier
gegenüberliegenden Rand des Türblattes erheblich erschwert oder gar unmöglich ist.
S
- Ansprüche -30
/13 35
Claims (14)
1. Schließfachtüre (1) mit einem Türblatt (2), einem in einem Schloßkasten (3) angeordneten Riegelschloß und
einem Scharnier, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Rückseite des Türblattes (2) und
dem Schloßkasten (3) eine nach der Montage abgeuinkelte Verstärkungsplatte (6) befestigt ist, deren
abgewinkelter Teil (7) vor der den Riegelaustritt aus dem Schlüßkasten (3) aufweisenden Stirnwand (8)
des Schloßkastens (3) angeordnet ist und* eine Ausnehmung (9) oder dgl. hat, die den Riegel (5) an
seiner Rückseite (5a) hintergreift.
2. Schließfachtüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die Breite der Verstärkungsplatte (6) wenigstens gleich der Breite des Schloßkastens (3)
und der Stirnwand (8) im Riegelbereich oder größer als die Breite des Schloßkastens (3) im Riegelbereich
ist und daß die Breite des abgewinkelten Teiles (7) vorzugsweise gleich oder kleiner als die der Riegel-Stirnwand
(8) und des Schloßkastens (3) ist.
3. Schiießfachtüre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der unter dem Schloßkasten
(3) befindlichen Verstärkungsplatte (6) von
/2
ihrer Abwinkelung ausgehend wenigstens gleich oder
größer als die Länge des Schloßkastens (3) ist.
4. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der insbesondere im
Riegelbereich seitlich über den Umriß des Schloßkastens (3) überstehende Teil (6a) der Verstärkungsplatte (6) wenigstens eine zusätzliche Befestigungsstelle, vorzugsweise eine Lochung (10) für eine
zusätzliche Verschraubung aufweist.
5. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsplatte aus Stahlblech, vorzugsweise aus Edelstahl-Blech
besteht.
6. Schließfachtüre nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die an der Verstärkungsplatte (6) vorgesehene Biegelinie (13) zwischen dem
an der Türblatt-Innenseite aufliegenden Teil der
Verstärkungsplatte (6) und dem den Riegel (5) umgreifenden abwinkelbaren Teil (7) durch eine Sickung
oder Rillung, insbesondere durch Kaltverformung vorgeformt und verfestigt ist, wobei sich die durch
die Verformung gebildete Rinne oder Einsenkung auf der dem Schloßkasten (3) zugewandten Seite der Verstärkungsplatte (6) befindet.
7. Schliaßfaclitüre nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die in dem abgewinkelten
oder abwinkelbaren, in Gebrauchsst&ilung gegenüber
der Innenseite des Türenblattes (?) hochstehenden Teil (7) der Verstärkungsplatte (6X angeordnete Aussparung (9) für den Durchtritt des Riegels in Ausgangsstellung an der dem Türblatt (2) abgewannen
riachseite (5a) des Riegels (5) mit Gleit- oder
Schiebesitz angreift.
8. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (9) des abgewinkelten Teiles (7) der Verstärkungsplatte (6)
eine dem Riegelquerschnitt entsprechende Form und Innenkontur hat.
9. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß &Lgr; ie Verstärkungsplatte
(6) mit der Rückseite des Türbiattes (2) verschraubt und/oder verklebt und/oder gegebenenfalls vernietet
oder verscheißt ist.
10. Schließfachtüre nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung mehrerer Schloßkästen (3) und/oder Riegel (5) an einem einzigen
Türblatt (2) eine gemeinsame Verstärkungsplatte (6) mit mehreren oder einem einzigen gemeinsamen abgewinkelten
Teil (7) mit mehreren Aussparungen (9) vorgesehen ist.
11. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der abgewinkelte Teil (7) nachträglich an der Verstärkungsplatte (6) befestigt,
vorzugsweise angeschweißt ist.
12. Schließfachtüre nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Verstärkungs
platte (6) der der Rückseite des Türblattes (2) entspricht.
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13. Schließfachtüre nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ihr Scharnier und der Schloßkasten (3) an der Verstärkungsplatte (6)
vorgesehen und von dieser insbesondere allein
5 getragen sind.
14. Schließfachtüre insbesondere nach Anspruch 1 oder
einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Türblatt (2) und die Verstärkungsplatte (6) miteinan·
10 der einstückig sind und daß das Türblatt (2) den den Riegel (5) hintergreifenden Teil (7) als Abwinkelung
oder an ihm befestigtes Teil aufweist.
(V^'Maucher)
Patentanwalt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8809633U DE8809633U1 (de) | 1988-07-28 | 1988-07-28 | Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem Schloßkasten angeordneten Riegelschloß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8809633U DE8809633U1 (de) | 1988-07-28 | 1988-07-28 | Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem Schloßkasten angeordneten Riegelschloß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8809633U1 true DE8809633U1 (de) | 1988-09-29 |
Family
ID=6826399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8809633U Expired DE8809633U1 (de) | 1988-07-28 | 1988-07-28 | Schließfachtüre mit einem Türblatt und einem in einem Schloßkasten angeordneten Riegelschloß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8809633U1 (de) |
-
1988
- 1988-07-28 DE DE8809633U patent/DE8809633U1/de not_active Expired
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