DE8807566U1 - Biopsienadel - Google Patents
BiopsienadelInfo
- Publication number
- DE8807566U1 DE8807566U1 DE8807566U DE8807566U DE8807566U1 DE 8807566 U1 DE8807566 U1 DE 8807566U1 DE 8807566 U DE8807566 U DE 8807566U DE 8807566 U DE8807566 U DE 8807566U DE 8807566 U1 DE8807566 U1 DE 8807566U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cannula
- biopsy needle
- needle according
- thread
- biopsy
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000001574 biopsy Methods 0.000 title claims description 28
- 238000007470 bone biopsy Methods 0.000 claims description 5
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 4
- 210000002805 bone matrix Anatomy 0.000 claims description 3
- 244000309464 bull Species 0.000 claims description 2
- WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N tungsten Chemical compound [W] WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 210000000988 bone and bone Anatomy 0.000 description 16
- 239000000463 material Substances 0.000 description 11
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 4
- 230000008733 trauma Effects 0.000 description 4
- 210000001519 tissue Anatomy 0.000 description 3
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 2
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 210000003205 muscle Anatomy 0.000 description 2
- 210000004872 soft tissue Anatomy 0.000 description 2
- 229910001220 stainless steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010935 stainless steel Substances 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 241001631457 Cannula Species 0.000 description 1
- 241000132536 Cirsium Species 0.000 description 1
- 241001573498 Compacta Species 0.000 description 1
- 206010041662 Splinter Diseases 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 240000002871 Tectona grandis Species 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 238000010562 histological examination Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 description 1
- 230000016087 ovulation Effects 0.000 description 1
- 206010033675 panniculitis Diseases 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 238000004080 punching Methods 0.000 description 1
- 238000010079 rubber tapping Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 210000004304 subcutaneous tissue Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B10/00—Instruments for taking body samples for diagnostic purposes; Other methods or instruments for diagnosis, e.g. for vaccination diagnosis, sex determination or ovulation-period determination; Throat striking implements
- A61B10/02—Instruments for taking cell samples or for biopsy
- A61B10/0233—Pointed or sharp biopsy instruments
- A61B10/025—Pointed or sharp biopsy instruments for taking bone, bone marrow or cartilage samples
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Rheumatology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Immunology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Hematology (AREA)
- Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
- Medical Informatics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Surgery (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Surgical Instruments (AREA)
Description
III · · ·
PA-YEfjT/ilNWÄLTJE· " : · :"··"'
dr.ing. HANS'LICHTI
»,PL-,&Ngr;&Ogr;. HEINER LICHTI
DIPL-PHYS. DR. RER. MAT. JOST LEMPERT tbu (07 21) 4 85 it
Wolfram Schnepp-Pesch
Schönblick 6
D-7505 Ettlingen
Schönblick 6
D-7505 Ettlingen
Josef Lir.denberg 9228/88
Käthe-Kollwitz-Str.10a
D-7500 Karlsruhe OS.Juni 1988
Die Erfindung betrifft eine Biopsienadel zur Knochenbiopsie, insbesondere durch Einbringen der Nadel in und gegebenenfalls
durch die Knochengrundsubstanz, mit einer distal stirnseitig geschliffenen Kanüle und einem in dieser geführten Stilett.
Instrumente zur Knochenbiopsie sind bekannt. Sie weisen ein Hohlrohr und einen in dieses geführten Obturator, der distal
etwas aus dem Hohlrohr hinausragt, auf. Das Hohlrohr wird mit eingeführtem Obturator in die Knochengrundsubstanz, insbesondere
auch die Substantia corticalis sive compacta eingetrieben.
Hierzu wird zum Teil ein Biopsiehammer verwendet, mit dem die
Eiopsienadel in den Knochen eingetrieben wird. Nach Entfernen des Obturators muß das Hohlrohr weiter eingetrieben werden, um
das Knochenmaterial aufzunehmen. Aufgrund der Härte des Knochens werden zum Teil bewußt, zum Teil unbewußt seitliche Bewegungen
des Hohlrohrs ausgeführt, da diese nicht geführt ist, auch wenn, wie vorgeschlagen wurde, ein konischer Endabschnitt als Raspel
aufgerauht oder mit einem Gewinde versehen ist, um das Ein-
• ·
I *
dringen in den Knochen - und durch Drehen - zu erleichtern. Hierdurch werden relativ große Bereiche um den eigentlichen
Stichkanal herum beschädigt. Aufgrund der mangelnden Führung der hierdurch bedingten Kippkräfte ist erforderlich, daß das
Hohlrohr eine hohe Eigenstabilität aufweist. Es hat daher nicht nur einen großen Außendurchmesser von ca. 8 mm, sondern auch
relativ starke Mantelwandstärken im Bereich von 2 mm und u.a. deswegen, aber auch weil man bisher der Meinung war, daß
ein relativ großer Maceriaipropfen zu entnehmen ist, relativ
große Innendurchmesser von 4 mm, so daß die Ausstanzung eines gewünschten Knochenzylinders von etwa 4 mm Durchmesser mit einem
solchen Instrument zur histologischen Untersuchung von Mark und umgebenden Knochen gesichert wa- (US-PS 3 850 158). Bei einem
Hohlrohr mit einem scharfen, mit Graten versehenen Gewinde könnte sich beim Eindrehen einerseits Muskelfleisch und Gewebe
auf dem Gewinde aufwickeln, andererseits, wie festgestellt wurde, beim Herausziehen der Knochen splittern. Beides kann
zu erheblichen Traumen führen, ebenso wie die Stärke des Instruments selbst.
Weiterhin sind Punktionsnadeln mit geringem Durchmesser zur Punktion weicher Gewebe bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine gattungsgemäße Biopsienadel zur Knochenbiopsie derart auszugestalten, daß
unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile eine einfachere, weniger Körpermaterial beschädigende und dem Patienten weniger
p belastende Knochenbiopsie möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch eine Biopsienadel
der eingangs genannten Art gelöst, bei der eine Kanüle zumindestens an ihrem distalen Ende ein überschliffenes Außengewinde
aufweist. Durch die Ausbildung eines überschliffenen Gewindes auf dem Außenumfang der Kanüle kann die Kanüle nicht
nur mittels eines fest mit ihr verbundenen oder an ihr anzubringenden Drehgriff unter Drehung selbstschneidend in das
Knochenmaterial eingedreht werden, sondern durch die überschli-
ffene Ausgestaltung des Gewindes wird erreicht, daß beim Eindrehen
Muskelfleisch und Gewebe aufgrund der fehlenden Grate über das Winde freigleiten und sich nicht auf diesem aufwickeln. Das
überschliffene Gewinde weist, wie gesagt, keine Grate auf.
Insbesondere gehen die Wandungen zweier benachbarter Gewindeteile oder -nuten nicht über eine Gewinde-Schneidkante ineinander
über, sondern über einen Außenmantelbereich mit endlicher Erstreckung in axialer Richtung, dessen Außendurchmesser nicht
größer als der Außendurchmesser der sonstigen, im wesentlichen zylindrischen Kanülen ist, im Gegensatz zu einem nicht überschliffenen
Gewinde nach dem Stand der Technik, bei dem die Gewindegrate durch die Gewindeherstellung über den Umfang des
entsprechenden Bereichs vor Gewindeerzeugung hinausgedrückt werden. Durch die überschliffene Ausbildung wird weiterhin ein
einfaches Herausziehen der Kanüle nach Aufnahme eines Mattrialpfropfens
erreicht, ohne daß ein Splittern des Knochens zu befürchten ist. Durch eine zylindrische Ausgestaltung des Gewindes
wird neben Unterstützung der vorgenannten Vorteile insbesondere erreicht, daß von außen weniger axiale Druckkräfte aufzubringen
sind, die, leicht zu Kippbewegungen und daher zu Beschädigungen und Belastungen führen können. Darüberhinaus wird die
Kanüle durch das zylindrische Gewinde sicher weitgehend axial geführt werden, was durch Gewinde mit einer Windungszahl i-Bereich
von weniger als zehn, insbesondere schon bei drei bis zu sechs Windungen gut erreichbar ist. Das Gewinde kann insbesondere
auch als Einfachoder Mehrfachwendel, wie als Doppelwendel ausgeführt sein. Durch den hierdurch gesicherten axialen
Vorschub der Kanüle kann eine zylindrische Materialprobe ausgeschnitten werden, ohne daß diese durch Verkantungen seitlichen
Quetschungen und dergleichen ausgesetzt ist. Dies wird insbesondere durch einen vorteilhaften, motorischen Antrieb unter
stützt, bei dem die Gefahr eines Verkantens, wie es b«i e'neir·
Eindrehen von Hand aufgrund der Notwendigkeit des wiedemolten
"Nachfassens" am Handgriff gegeben ist, ebenso weiter reduziert wird, wie durch den Wegfall der Notwendigkeit des Drehens von
Hand an sich, so daß sich der Operateur voll auf die axiale
i _i · 4 —
Führung konzentrieren kann, da der Drehantrieb durch den Motor erfolgt.
Eine sehr bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß das Stilett eine distale Spitze mit Trokarschliff aufweist. Hierdurch wird
eine Führung der Biopsienadel beim Einstellen durch das weiche Gewebe unterstützt, während beim Stand der Technik aufgrund
der keilartigen Ausbildung des Obturators in Grenzbereichen unterschiedlich festen Gewebes das Instrument leicht zur Seite
gedruckt werden kann bzw. um dies zu erreichen, seitliche (Kipp-) kräfte aufgebracht werden müssen, die wiederum Traumata bedingen.
Die Materialstärke der Kanüle ist wesentlich geringer, als dies bisher der Fall war und der Innendurchmesser und damit auch der
Gesamtdurchmesser der Kanüle können geringer gewählt werden, was die Möglichkeit des motorischen Antriebs unterstützt. Zur
Möglichkeit einer geringeren Wahl des Gesamtdurchmessers der Kanüle trägt auch bei, daß aufgrund der Vermeidung der Kippoder
Knickbewegungen durch die axiale Gewindeführung, aber auch
durch eine relativ kurze Ausführung der Kanüle mit einem freien Erstreckungsbereich deutlich unter 100 mm (bei einer Gesamtlänge
bis zu 140 mm, vorzugsweise unter 60 mm, die zum Teil ein proximales
Adapter- oder Ansatzstück einschließt), die Biege- oder Knickstabilität der Kanüle selbst ohne Gefahr reduziert werden
kann. Hierdurch kann einerseits der Gesamtaußendurchmesser der Kanüle als solcher, darüberhinaus aber auch die Wandstärke der
Kanüle reduziert werden. In bevorzugter Ausgestaltung ist daher weiterhin vorgesehen, daß der Außendurchmesser der Kanüle kleiner
als 2 mm ist, wobei insbesondere der Außendurchmesser zwisehen 1 und 1,5 mm, der Innendurchmesser zwischen 0,7 und 1,2
sowie die Wandstärke der Kanüle zwischen 0,1 und 0,2 mm liegt.
Die Entnahme des Materialpfropfens wird weiterhin dadurch unterstützt,
daß in der Kanüle ein Unterdruck ausgebildet wird, welcher den Pfropfen beim Herausziehen der Kanüle in dieser
hält. Hieidurch wird die Notwendigkeit des Abbrechens eines aus
einem Knochen um seinen Umfang herumgeschnittenen Pfropfens,
der aber an seiner Stirnseite noch am Restknochen hängt, vermieden,
was beim Stand der Technik ebenfalls nur durch ein Verkippen mit der hierdurch bedingten Traumenbildung erreichbar
ist. Die Ablösung des herumgeschnittenen Pfropfens durch Saugkräfte
setzt wiederum den erörterten, gegenüber dem Stand der Technik wesentlich geringeren Pfropfendurchmesser voraus. Das
Ablösen des Pfropfens durch Saugkräfte kann dadurch geschehen, daß am proximalen Ende der Kanüle, gegebenenfalls im Adapter
eine vor Nutzung unverletzte, nach Durchstechen durch das Stilett
selbstschließende Dichtungsscheibe angeordnet ist oder aber dadurch, daß ein gegebenenfalls zur Aufnahme eines Handdrehgriffs
vorgesehener Adapter am proximalen Ende der Kanüle ebenfalls als Adapter zur Aufnahme einer Saugspritze ausgebildet
ist, insbesondere nach WO-OS 86/06951 deren Inhalt zum Gegenstand der vorliegenden Offenbarung gemacht wird.
In weiterer Ausbildung ist in ansich bekannter Weise vorgesehen, daß das distale Ende der Kanüle abgeschrägt und mit
einer Schneidkante versehen ist, wobei das abgeschrägte distale Stirnende der Kanüle derart mit einer Schneide auf dem Innenumfang
der Wandung ausgebildet ist, daß die Wandung mit einer von außen schräg distal nach vorne und nach innen zu.laufenden
geschliffenen Schneidflanke versehen ist. Kanüle und Stilett
bestehen im übrigen aus stabilem Metall, vorzugsweise Edelstahl.
Vorzugsweise ist weiter vorgesehen, daß das distale stirnseitige Ende der Kanüle unter einem Winkel ungleich 90 Grad zur Kanülenachse
gerichtet ist. Hierdurch wird das Angreifen des Gewindes am Knochen und das Eindrehen weiter unterstützt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der
ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Biopsienadel unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert ist.
it · ·
.Il I
-"6 -
-"6 -
Dabei zeigt die einzige Figur:
eine Seitenansicht der erfindungsgemaßen Biopsienadel
mit vergrößertem distalen Bereich A sowie zur Verwendung mit ihr vorgesehenem Handdrehgriff.
Die dargestellte Biopsienadel 1 weist eine äußere Kanüle 2 aus Stahl auf, die ein abgeschrägtes distales Ende 3 hat. Das
distale Ende 3 ist durch eine konisch zulaufende äußere Schneid-LO flanke 4 uit einer scharfen Schneidkante 6 auf dem Innenumfang
des Mantels der Kanüle 2 versehen.
In der Kanüle 2 ist ein Stilett 7 geführt, das eine distale Spitze 8 mit einem Trokarschliff - also mit mindestens drei
L5 Flanken - aufweist und über die Höhe der Spitze 8 aus dem distalen
Ende 3 der Kanüle 2 herausragt.
Nahe seinem distelen Ende 3 ist die Kanüle 2 mit einem zylindrischen
Außengewinde 9 versehen. Im dargestellten Ausführungs- >0 beispiel besteht das Außengewinde 9 aus drei Einzelwindungen
11 mit einer Gesamtgewindehohe von ca. 5mm, die zur Erzielung
der angestrebten axialen Führung vollauf ausreichen. Die Gewindesteigung
liegt in der Größenordnung der Nutbreite bis vorteilhafterweise beim doppelten derselben, wie im dargestellten Bei-
>5 spiel. Die Tiefe der Gewindenut liegt vorzugsweise in der Größenordnung
der Breite der Nut oder darunter, vorzugsweise bis zur Hälfte der Breite. Wichtig ist, daß das Außengewinde überschliffen
ist, d.h. entgratet ist, so daß über den Außenumfang
12 der Kanüle 2 im Bereich der Windungen 11 keine Grate vor-
stehen. Das Gewinde ist durch den Überschliff derart ausgebildet, daß zwischen zwei benachbarten Windungsnuten 21 ein Gewindezahnbereich
22 verbleibt, der eine endliche Erstreckung in axialer Richtung, also in Richtung der Längsachse C aufweist»
also insbesondere koaxial gerichtet ist.
Kanüle 2 und Stilett 7 bestehen aus Metall, vorzugsweise Edelstahl.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Kanüle
• i : · : \u &igr;?'&Dgr; r. \
2 an ihrem proximalen Ende 12 einen Adapter 13, wie einen Luer-Adapter
zum Aufsetzen eines Handdrehgriffs 14,eines Motors und/
oder einer Saugspritze (nicht dargestellt; nach Entfernen des Handdrehgriffs 14) auf. Stattdessen könnte der Handdrehgriff
auch integral mit dem proximalen Ende 12 bzw. dem dort vorgesehenen Adapter ausgebildet sein. Insbesondere könnte auch vorgesehen
sain, daß die Nadel 7, die mit einem dritten Teil 16 versehen ist, durch den Drehgriff 14 selbst in die Kanüle 2
einführbar ist.
Der Handdrehgriff 14 weist ein Innengewinde 18 in einer Ausnehmung
17 auf, der den kadialflansch 19 des Luer-Adapters
hintergreift und derart eine sichere Verbindung zwischen Handgriff 15 und Adapter 13 und damit dei Kanüle 2 herstellt.
15
In gleicher Weise kann an dem Adapter 13 ein Antriebsmotor zum motorischen Drehen der Kanüle 2 angebracht werden, dessen
Einsatz die oben genannten Vorteile bedingt, insbesondere ein leichtes Eindringen in alle Knochen ermöglicht.
20
Die Länge der freien Kanüle, ohne mit ihr verbundenem Adapter 13 ist relativ kurz gewählt, um Gefahren eines Biegens oder
Abknickens der Nadel weitgehend zu reduzieren und liegt unt^r
120 mm, insbsondere bei etwa 100 mm. Die Gesamtlänge der Kanüle liegt bei 120 bis 140 mm, wobei zwischen 15 und 20 mm
vom Adapter 13 umschlossen sind.
Die Stärke der Kanüle 2 kann durch die durch das Gewinde 9 gegebene Führung relativ gering gewählt werden. Der Außendurchmesser
der Kanüle 2 beträgt daher weniger als 2 mm, vorzugsweise zwischen 1 und 1,5 mm. Der lichte oder Innendurchmesser der
Kanüle liegt unter 1,5, vorzugsweise zwischen 0,7 und 0,2 mm. Die Wandstärken der Kanüle liegen unter 0,3, vorzugsweise im
Bereich von 0,1 bis 0,2 mm.
Die erfindungsgemäße Biopsienadel wird mit eingeschobenem Stilett
in an sich bekannter Weise, gegebenenfalls zunächst einfach
perkutan eingestochen - ohne daß eine vorherige Hautinzision gemacht wird -anschließend bis zum Knochen vor und eventuell
in diesem, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines bekannten Biopsie-Teakholz-Hammers, bis in den zu untersuchenden Bereich
axial eingetrieben. Dann wird das Stilett 7 aus der Kanüle 2 herausgezogen und der Drehhandgriff 14 oder - noch vorteilhafter
- ein Antriebsmotor auf den Adapter 13 der Kanüle 2 aufgesetzt. Sodann erst wird die Kanüle 2 mittels des Drehgriffs 14 oder
eines Meters '.veitsr &idigr;&eegr;\ """^hon oinnoHrohf . unhei di«= Vorschubbewegung
durch das Gewinde 9 unterstützt wird. Ein vorheriges Hera j'-schneiden von subkutanem Gewebe erfolgt, im Gegensatz zum
Stande der Technik nicht. Da nun das distale Ende 3 offen ist, kann in dieses ein aus dem umgebenden Knochenmaterial durch die
Schneide 6 herausgeschnittener Materialpfropfen in die Hohlnadel
2 eindringen. Bevor die Hohlnadel wieder herausgezogen wird, gegebenenfalls nach Entfernen des Handgriffs 14 oder Motors auf
dem Adapter 13 eine Saugspritze aufgesetzt und aufgezogen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer den Kolben der Spritze
herausdrückenden Feder, so daß innerhalb der Hohlnadel 2 ein Unterdruck entsteht, der den in ihr befindlichen Materialpfropfen
insbesondere vom umgebenden Material abreißen läßt, beim Herausziehen der Hohlnadel 2 aus dem Körperinneren festhält,
so daß er sicher innerhalb der Hohlnadel 2 nach außen gebracht werden kann. Die Hohlnadel wird lediglich axial, ohne Drehungen
herausgezogen. Dies ist durch das überschliffene Gewinde möglich und reduziert wesentlich die Gefahr von Traumata. Anschließend
kann der Pfropfen, nach Entfernen der Spritze, mit einem Stift, beispielsvaise dem Stilett 7 zum distalen r,nde 3 der Hohlnadel
2 herausgestoßen und der weiteren Untersuchung zugeführt werden.
statt einer zusätzlichen Spritze könnte der Unterdruck in ansich
bekannter Weise auch dadurch erzeugt werden, daß im Adapter 13
ein vor Benutzung der Biopsienadel 1 unzerstochenes Dichtungsplättchen vorgesehen ist, das zur Durchführung der Probenentnahme
durch das Stilett 7 durchstochen wird, dieses dicht umschließt, so daß bei Entfernen des Stiletts in der Kanüle 2 ein
Unterdruck entsteht, der nach vollständigem Entfernen des Stiletts aufgrund der Eigenelastizität der Dichtungsscheibe, die
sich nach Entfernen des Stiletts wieder vollständig schließt, weitgehend aufrecht erhalten wird und ebenfalls den Materialpfropfen
im distalen Ende 3 der Hohlnadel festhalten kann, so daß er herausgezogen werden kann (WO-OS 86/06951).
Claims (15)
- dr. ing. hans'lichti«. HEINER LICHTI D-7500Karlsruhe4iDURLACHER STRASSE 31DJPL.-PHYS.DR.RER.NAT. JOST LEMPERT teu:(0721)48511Wolfram Schnepp-PeschSchönblick 6D-7505 Ettlingen 9228/88Josef Lindenberg 08.Juni 1988Käthe-Kollwitz-Str. 10a
D-7500 KarlsruheSchutzansprüche1. Biopsienadel zur Knochenbiopsie, insbesondere durch Einbringen der Nadel in und gegebenenfalls durch die Knochengrundsubstanz, ri.it einer distal stirnseitig geschliffenen Kanüle und einem in dieser geführten Stilett, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle (2) zumindestens an ihrem distalen Ende (3) ein uberschliffenes Außengewinde (9) aufweist. - 2. Biopsienadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stilett (7) eine distale Spitze (8) mit Trokarschliff aufweist.
- 3. Biopsienadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (9) eine Doppelwendel aufweist.
- 4. Biopsienadel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde (9) auf einem zylindrischen Mantel ausgebildet ist.
- 5. Biopsienadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle fest mit einem Handdrsh^riff ' 1 4 ^ vsrsshsn ist«&igr; · ■• a it &igr; t
- 6. Biopsienadel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle (2) mit einem Adapter (13) für ein Antriebsteil (14) versehen ist.
- 7. Biopsienadel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein motorischer Antrieb anbringbar ist.
- 8. Biopsienadel nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am proximalen Ende (10) der Kanüle (2), gegebenenfalls im Adapter (13) eine vor Nutzung unverletzter, nach Durchstechen durch das Stilett (7) selbstschließende Dichtungsscheibe angeordnet ist.
- 9. Biopsienadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (13) zur Verbindung mit einer Saugspritze ausgebildet ist.
- 10. Biopsienadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Kanüle kleiner als 2 mm ist.
- 11. Biopsienadel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanüleninnendurchmesser zwischen 0,7 und 1,2 mm liegt.
- 12. Biopsionadel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Kanüle im Bereich von 0,1 bis 0,2 mm liegt.
- 13. Biopsienadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das distale Ende (3) der Kanüle (2) abgeschrägt und mit einer Schneidkante (6) versehen ist.- 3;
- 14. Biopsienadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das distale stirnseitige Ende der Kanüle (2) unter einem Winkel ungleich 90 Grad zur Kanülachse gerichtet ist.
- 15. Biopsienadel nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzpichnet durch eine am proximalen Ende der Kanüle (2) ansetzbare Saugspritze.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807566U DE8807566U1 (de) | 1987-06-26 | 1988-06-10 | Biopsienadel |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8708860 | 1987-06-26 | ||
| DE8807566U DE8807566U1 (de) | 1987-06-26 | 1988-06-10 | Biopsienadel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8807566U1 true DE8807566U1 (de) | 1988-07-28 |
Family
ID=25951878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8807566U Expired DE8807566U1 (de) | 1987-06-26 | 1988-06-10 | Biopsienadel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8807566U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006081947A1 (de) * | 2005-02-03 | 2006-08-10 | Lts Lohmann Therapie-Systeme Ag | Biopsienadel zur histologischen untersuchung von körpergewebe |
-
1988
- 1988-06-10 DE DE8807566U patent/DE8807566U1/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006081947A1 (de) * | 2005-02-03 | 2006-08-10 | Lts Lohmann Therapie-Systeme Ag | Biopsienadel zur histologischen untersuchung von körpergewebe |
| DE102005005007B3 (de) * | 2005-02-03 | 2006-09-07 | Lts Lohmann Therapie-Systeme Ag | Biopsienadel zur histologischen Untersuchung von Körpergewebe |
| US7988643B2 (en) | 2005-02-03 | 2011-08-02 | Lts Lohmann Therapie-Systeme Ag | Biopsy needle for the histological examination of body tissue |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102005005007B3 (de) | Biopsienadel zur histologischen Untersuchung von Körpergewebe | |
| DE69526329T2 (de) | Knochenmarkbiopsienadel | |
| EP0330843B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Ablagerungen in Gefässen und Organen von Lebewesen | |
| DE60032887T2 (de) | Biopsienadel | |
| DE3508013C2 (de) | ||
| DE69720669T2 (de) | Biopsievorrichtung | |
| EP0406586B1 (de) | Anästhesiebesteck | |
| DE60318543T2 (de) | Handgriffanordnung für eine Biopsievorrichtung | |
| DE69601522T2 (de) | Trokar mit verbesserter Befestigung der Klinge | |
| EP0805693B1 (de) | Halterungsvorrichtung für gehirnmessonden | |
| EP0843536B1 (de) | Operationsinstrument | |
| EP0118927A2 (de) | Biopsiekanüle | |
| DE19806693A1 (de) | Tumortherapie | |
| DE4229310A1 (de) | Medizinisches Instrument zur Schaffung eines Gewebekanals | |
| DE4128530C2 (de) | ||
| EP0221007A1 (de) | Feinnadel-Biopsiekanüle mit Mandrin | |
| DE69628596T2 (de) | Gerät zur entnahme einer gewebeprobe | |
| EP0296421B1 (de) | Biopsienadel | |
| DD287651A5 (de) | Biopsiekanuele | |
| DE4320008C2 (de) | Biopsiekanüle | |
| DE8807566U1 (de) | Biopsienadel | |
| DE4004921A1 (de) | Aerztliches instrument, insbesondere fuer die kosmetische chirurgie | |
| DE8623592U1 (de) | Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeiten, Gewebe o.dgl. | |
| DE3712869C2 (de) | ||
| EP3372263A1 (de) | Kanüle für die intraligamentäre anästhesie |