DE8807025U1 - Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband - Google Patents
Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem TablettenbandInfo
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Description
"Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband"
■j'i Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von j
Tabletten aus einem Tablettenband mit einer Auflage für t
das Tabiettenband mit wenigstens einer Öffnung, wobei ober- j7
halb der Öffnung ein zurückfederndes Ausdrückelement mit
wenigstens einem in die Öffnung eindrückbaren Stößel ange- %
ordnet ist, dessen Durchmesser etwa dem Durchmesser der Ta- i
bletten entspricht. ^
Es ist üblich, größere Mengen von Tabletten in Form von Tablettenbändern
zu verpacken. Die Tabletten sind hintereinander in an die Tablettenform angepaßten Kalotten einer
Kunststoffplatte gelec/t und mit einer Alufolie verschlossen. Zur Entnahme einer Tablette muß auf die Außenfläche
einer solchen Kalotte gedrückt werden, wodurch die Tablette die Alufolie durchtrennt und herausfällt.
Eine Vorrichtung zur Entnahme derartiger Tabletten ist aus der US-PS 3 904 075 bekannt. Die auf einem gemeinsamen Radius
eines kreisförmigen Tablettenbandes angeordneten Tabletten können mittels dieser Vorrichtung durch Niederdrücken
eines Ausdrückelementes einzeln entnommen werden.
Eine ähnliche Vorrichtung ist aus der US-PS 4 074 806 bekannt. Diese Vorrichtung dient zur Entnahme von Tabletten,
3ie in üblichen Tablettenbändern enthalten sind, und weist
eine der Anzahl der Tabletten entsprechende Anzahl an voneinander unabhängigen Ausdrückelementen auf. Auch diese
Vorrichtung dient deshalb nur zur Entnahme jeweils einer Tablette.
Die bekannten Vorrichtungen sind deshalb nicht zur gleichseitigen Entnahme mehrerer Tabletten aus Tablettenbändern
geeignet. Diese gleichzeitige Entnahme ist beispielsweise bei sogenannten Mehrkomponenten-Tabletten notwendig, deren
einzelne Tabletten voneinander getrennt, nebeneinander im Tablettenband angeordnet sind. Diese Tabletten müssen zur
vollen Entfaltung ihrer Wirkung möglichst gleichzeitig in ein Lösungsmittel, wie Wasser, eingegeben werden, ohne daß
•ie vorher in Kontakt miteinander oder mit einer Hand kommen
dürfen, was eine Beeinträchtigung ihrer Wirkung verursachen kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, welche die gleichzeitige Entnahme wenigstens zweier Tabletten,
insbesondere Mehrkomponenten-Tabletten, aus einem Tablettenband ohne Kontakt mit anderen Tabletten oder einer
Betätigungshand in möglichst einfach handhabbarer Weise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur
gleichzeitigen Entnahme von jeweils wenigstens zwei Tabletten,
insbesondere Mehrkomponenten-Tabletten, aus einem Tablettenband
das AusdrUckelement wenigstens zwei im Abstand 4er Tabletten parallel zueinander angeordnete Stößel und
4ie Auflage wenigstens zwei Öffnungen aufweisen.
t>ie Erfindung ermöglicht in besonders einfacher Weise ohne jeden Fremdkontakt die gleichzeitige Entnahme mehrerer Tabletten
aus einem Tablettenband. Dabei werden durch das niederdrücken des Ausdrückelementes gleichzeitig wenigstens
zwei nebeneinander im Tablettenband angeordnete Tabletten abgegeben. Handelt es sich um Zweikomponenten-Tabletten,
z. B. zweikomponentige Kontaktlinsen-Reinigungstiittel,
welche beispielsweise zusammen in Wasser aufgelöst Werden müssen, ohne vorher in Kontakt kommen zu dürfen, so
werden die beiden Tabletten zwangsweise gleichzeitig in das Wasser eingegeben, ohne daß vorher durch Handkonj.akt
Od. dgl. eine Vorreaktion der Tabletten erfolgen kann.
In Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß im Bereich unterhalb der Öffnungen der Auflage und des Ausdrüekelementes
eine Auffangmulde vorgesehen ist. Nach dem Niederdrükken
des Ausdrückelementes fallen die ausgestoßenen Tabicten in durch die Auffangmulde vorgegebener Rieht. gemeinsam
in ein Wasserglas od. dgl.
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Es ist zweckmäßig, wenn die Auflage als Bodenfläche und
das Ausdrückelement in ein Gehäuse zur Aufnahme einer Mehrzahl von übereinander gestapelten Tablettenbändern integrierbar sind, wobei am das Ausdrückelement aufnehmenden
Ende des Gehäuses eine Austrittsöffnung für das Tablettenband vorgesehen ist. Auf diese Weise können im Gehäuse eine Mehrzahl von Tablettenbändern übereinander magaziniert werden (z.B. eine Monatsration).
das Ausdrückelement in ein Gehäuse zur Aufnahme einer Mehrzahl von übereinander gestapelten Tablettenbändern integrierbar sind, wobei am das Ausdrückelement aufnehmenden
Ende des Gehäuses eine Austrittsöffnung für das Tablettenband vorgesehen ist. Auf diese Weise können im Gehäuse eine Mehrzahl von Tablettenbändern übereinander magaziniert werden (z.B. eine Monatsration).
Ferner ist vorgesehen, daß in der Bodenfläche des Gehäuses eine Handhabungsöffnung zum Verschieben der unten liegenden
Tablettenschicht vorgesehen ist. Diese Handhabungsöffnung ist besonders vorteilhaft als Langloch ausgebildet.
Dadurch ist das Verschieben der unten liegenden Tablettenschicht im Gehäuse besonders einfach.
Dadurch ist das Verschieben der unten liegenden Tablettenschicht im Gehäuse besonders einfach.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Austritteöffnung des Gehäueee mit einer Anschlagskante versehen
ist. Diese Anachlagekante gewährleistet, daß nach Verschieben
des Tablettenbandes die entsprechende Tablette
exakt unterhalb des AuedrUckelementee liegt.
exakt unterhalb des AuedrUckelementee liegt.
Außerdem kann vorgesehen sein, daß die Auffangmulde mit einer vorderen achrägen Kante versehen ist. Dieee Begrenzung
der Auffangmulde gewährleistet, daß die Tabletten nicht unkontrolliert herausfallen können.
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Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in einer Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit übereinander gestapelten Tablettendoppelbändern,
in
Fig. 2 dasselbe Ausführungsbeispiel wie in Fig. 3 in einer
Seitenansicht, in
Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie I-I aus Fig. 1, in
Fig. 4 in einer Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel vor dem Ausdrücken einer Tablette und in
Fig. 5 in einer Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel nach Ausdrücken einer Tablette.
Eine Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 weist ein Gehäuse 2 zur Aufnahme von übereinander gestapelten Tablettendoppelbändern
3, die z. B. zweikomponentige Kontaktlinsen-Reinigungsmittel
in Form von nebeneinander angeordneten Tabletten 4 enthalten, auf. In einer als Bodenplatte des Gehäuses
2 dienenden Auflage 5 sind ein mittiges Langloch 6 und zwei kreisförmige Öffnungen 7 vorgesehen. An einer Austrittsöffnung
8 des Gehäuses 2 ist eine Anschlagekante 9 .,
vorgesehen. Quer zur Gehäuseaustrittsöffnung 8 befindet fj
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sich in einer Bohrung ein Ausdrückelement 10, das zwei
Stößel 11 sowie eine Rückstellfeder 12 aufweist. Stirnflächen 13 der Stößel 11 sind abgeschrägt. Unterhalb der
Öffnungen 7 befindet sich eine an der Auflage 5 befestigte Auffangmulde 14 mit einer vorderen schrägen Kante 15.
Ci e Wirkungsweise der Erfindung ist die folgende:
Wie in Fig. 1 gezeigt, ist das Gehäuse 2 der Vorrichtung 1 so dimensioniert, daß eine Mehrzahl von Tablettendoppelbändern
3 durch die der Austrittsöffnung 8 gegenüberliegende abnehmbare Seitenfläche 16 des Gehäuses 2 aufgenommen werden
kann. So J.st es beispielsweise möglich, eine bestimmte
Menge, z.B. eine Monatsration, zu magazinieren. Sollen nun Tabletten 4 entnommen werden, so kann der unten liegende
Tablettenstrang durch das Langloch 6 in Richtung zur Austrittsöffnung 8 geschoben werden. Durch die Anschlagskante
9 ist der Vorschub derart begrenzt, daß die auszudrückenden Tabletten 4 direkt unterhalb des Ausdrückelementes 10
BU liegen kommen.
Die stößel 11 des Ausdruckelementes 10 sind im Durchmesser
■o bemessen, daß ein Eindrücken und gleichzeitig ein Umlegen einer Kunststoffkalotte 17 des Tablettenbandes 3 nach
innen erfolgt. Durch die einseitige Abflachung der Stirnflächen 13 wird beim Ausdrucken bewirkt, daß die Tabletten
4 die Aluminiumfolie des Tablettendoppelbandes 3 immer an
der zum Vorschub abgewandten Seite aufdrücken. Dadurch wird ein Verhaken der aufgedrückten Aluminiumfolie 18 beim
weiteren Vorschub des Tablettendoppelbandes 3 vermieden (Fig. 4).
Wie ebenfalls aus Fig. 4 ersichtlich, ist der Hubweg des
Ausdrückelementes 10 so bemessen, daß durch daä beschriebene
Umlegen der Kalotte 17 des Tablettendoppelbandes 3 die Höhe der Kalotte 17 kleiner wird als der Durchgangsspalt
der Austrittsöffnung 8. Dadurch ist jederzeit ein einwandfreier Vorschub des Tablettenbandes 3 gewährleistet.
Die ausgedrückten Tabletten 4 fallen durch die kreisförmigen Öffnungen 7 in die Auffangmulde 14. Die vordere schräge
Kante 15 verhindert ein Herausfallen der Tabletten 4. Die Höhe der Auffangmulde 14 ist so bemessen, daß ein Verfangen
der Tabletten 4 in der aufgedrückten Aluminiumfolie 18 vermiedet; wird.
Je nach Anzahl der Stößel 11 des AusclrUckelementes IC wird
bei jedem AusdrUckvorgang eine bestimmte Menge an Tabletten
4 zwangsweise ausgedruckt. Das Ausdrücken erfolgt ohne jeden Handkontakt.
Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten
AusfUhrungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind möglich» ohne den Grundgedan-
■ &igr; ·
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ken zu verlassen. So ist es beispielsweise auch möglich, daß die Stößel des Ausdrückelementes nicht nur nebeneinander,
sondern auch hintereinander angeordnet sind.
Claims (7)
- PATENTANWÄLTE MEINKE'ÜND'DA'BRINGHAUSZUGELASSEN BBM EUROPÄISCHEN PATENTAMT ■ EUROPEAN PATENT ATTORNEYS - MANDATAIRES EN BREVETS EUROPÖDIPU-ING. J. MBNKE DIPU-ING. W. DABRINGHAUS46OO DORTMUND 1. 27 . MaiWESTENHELLWEG 67TFIFFON (0231)145071 TELEGRAMM DOPAT Dortmund TELEX 8227328 pat dTELEFAX (0231)147670AKTEN-NR: 26G/6642Anmelderin: Henkel Kommanditgesellschaft, auf Aktien, Henkelstraße 67, 4000 Düsseldorf 1Ansprüche?1. Vorrichtung ~ur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband mit einer Auflage für das Tablettenband mit wenigstens einer Öffnung, wobei oberhalb der Öffnung ein zurückfederndes AusdrUckelement mit wenigstens einem in die Öffnung eindrückbaren Stößel angeordnet ist, dessen Durchmesser etwa dem Durchmesser der Tabletten entspricht, dadurch gekennzeichnet,daß zur gleichzeitigen Entnahme von jeweils wenigstens zwei Tabletten (4), insbesondere Mehrkomponenten-Tabletten, au« einem Tablettenband (3) das AusdrUckelement (10) wenigstens zwei im Abstand der Tabletten parallel zueinander angeordnete Stößel (11) und die Auflage (5) wenigstens zwei öffnungen (7) aufweisen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß im Bereich unterhalb der Öffnungen (7) der Auflage (5) und des Ausdrückelementes (10) eine Auffangmulde (14) vorgesehen ist. - 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,daß die Auflage (5) als Bodenfläche und das AusdrückeIement (10) in ein Gehäuse (2) zur Aufnahme einer Mehrzahl von übereinander gestapelten Tablettenbändern (3) integrierbar sind, wobei am das AusdrUckelement (10) aufnehmenden Ende des Gehäuses (2) eine Au strittsoffnung (8) für das Tablettenband (3) vorgesehen ist.
- 4- Vorrichtung nach Anspruch &Aacgr; oder einem der folgender», dadurch gekennzeichnet,daß in der Jtodenflache (5) des Gehäuses (2) eine Handhabungsöffnung (6) zum Verschieben der unten liegenden Table ttenschicht vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,daß die Handhabungeöffnung zum Verschieben der unten liegenden Tablettenschicht als Langloch (6) ausgebildet ist.• I Il
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung (8) des Gehäuses (2) mit einer Anschlagskante (9) versehen ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangmulde (14) mit einer vorderen schrägen Kante (15) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807025U DE8807025U1 (de) | 1987-09-04 | 1988-05-30 | Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873729593 DE3729593A1 (de) | 1987-09-04 | 1987-09-04 | Vorrichtung zur entnahme von tabletten, insbesondere mehrkomponenten-tabletten, aus einem tablettenband |
| DE8807025U DE8807025U1 (de) | 1987-09-04 | 1988-05-30 | Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8807025U1 true DE8807025U1 (de) | 1988-07-28 |
Family
ID=25859402
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8807025U Expired DE8807025U1 (de) | 1987-09-04 | 1988-05-30 | Vorrichtung zur Entnahme von Tabletten aus einem Tablettenband |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8807025U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994005358A3 (en) * | 1992-09-05 | 1994-05-11 | Drug dispensing system |
-
1988
- 1988-05-30 DE DE8807025U patent/DE8807025U1/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994005358A3 (en) * | 1992-09-05 | 1994-05-11 | Drug dispensing system | |
| US5562918A (en) * | 1992-09-05 | 1996-10-08 | Bespak Plc | Drug dispensing system |
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