DE8806489U1 - Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insbesondere über Kopf auszuführenden Arbeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insbesondere über Kopf auszuführenden ArbeitenInfo
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Description
Titel: Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei
insb. über Kopf auszuführenden. Arbeiten
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insb. über Kopf auszuführenden Arbeiten, wie
Durchführen von Schwimmübungen an Schwimmbecken u. a.
Es ist bekannt, diversen Personen Schwimmübungen zu lehren und diese vom Beckenrand aus zu betreuen, damit sie die
jeweilige Obung im Wasser ausführen können. Zu diesem Zweck sind verschiedene Vorrichtungen bekannt, die ein
Halten der schwimmenden Person vom Beckenrand aus gewährleisten^ dieser Person aber so viel Freiheit zulassen, daß
sie die jeweilige Schwimmübung allein ausführen kann.
Bei einer Reihe von Schwimmübungen, insb. im Rehabilitationsbereich,
ist es erforderlich, der jeweiligen Person im Bereich des Beckenrandes die notwendigen Schwimmübungen
zu erklären und diese ausführen zu lassen, wodurch es erforderlich ist, während der Durchführung dieser Obungen
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die im Wasser sich befindende Person vom Beckenrand aus zu halten und deren Arme und/oder Beine dabei unterstützend,
zu bewegen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, daß die lehrende Person sich über den Beckenrand beugt und die im
Wasser schwimmende Person greifend, unterstützt.
Diese über Kopf auszuführenden Arbeiten sind für die lehrende
Person sehr anstrengend, da sie sich weit über den Beckenrand beugen muß und in einer gekrümmten Haltung deren
Wirbelsäule größere Kraftanstrengungen unternimmt. Dies führt zu schmerzlichen Beanspruchungen bis hin zu
Entzündungen und/oder Schädigungen der Wirbelsäule der lehrenden Person, besonders dann, wenn der Lehrvorgang oft
wiederholt und die Patienten erhebliches Gewicht aufweisen.
Um diese Anstrengungen zu mindern, liegt der Neuerung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der
die lehrende Person während der Durchführung der Schwimmübungen abgestützt werden kann.
Gemäß der Neuerung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Vorrichtung von zwei gelenkig miteinander verbundenen
Armen besteht, von denen der eine Arm an seinem auskragendem Ende mindestens eine Stützplatte für die zu stützende
Person und der andere Arm an seinem auskragendem Ende einen Anschluß für dessen Verbindung Kit einem Hubmittel
aufweist, und daß der mit dem Hubmittel verbundene Arm im Bereich des gelenkigen Anschlusses der beiden Arme in einem
ortsfesten Lager kippbar gelagert, sowie der Winkel der Arme zueinander im gemeinsamen Gelenk feststellbar
ist.
Durch diese Maßnahmen wird der Körper der am Beckenrand hantierenden Person soweit abgestützt, daß die Wirbelsäule
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wesentlich entlastet wird, und die lehrende Person weit über den Beckenrand greifen kann, um die schwimmende Person
bei deren Schwimmübungen zu unterstützen. Durch diese Entlastung der Wirbelsäule der lehrenden Person wird diese
vor Haltungsschäden bewahrt und sie wird weitgehend auch von Ermüdungen verschont, so daß sie mit geringerem, körperlichem
Einsatz deren Arbeiten durchführen kann. Die Abstützung, insb. des Oberkörpers der lehrenden Person hat
auch den Vorteil, daß diese Person die im Wasser sich befindende Person, z. B. einen Behinderten, sicher halten
und bei dessen Schwimmübungen unterstützen kann, wodurch auch der schwimmenden Person das Gefühl einer größeren Sicherheit
suggestiert werden kann.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Neuerung können insb. den Unteransprüchen entnommen werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung schematisch dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf die Vorrichtung entlang des Beckenrandes und
Fig. 2 eine Ansicht auf die Vorrichtung mit Blick auf den Rand des Schwimmbeckens.
Die Vorrichtung 1 wird im wesentlichen von zwei gelenkig miteinander verbundenen Armen 2, 3 gebildet, von denen der
eine Arm 2 an dessen auskragendem Ende mindestens eine Stützplatte 4 und der andere Arm 3 an dessen auskragendem
Ende ein, den Kippwinkel der beiden Arme steuerndes Hubmittel 5 aufweist. Die beiden gelenkig miteinander verbundenen
Arme 2, 3 sind so ausgerichtet, daß sie etwa gleichlange Hebelarme bilden, wobei der mit dem Hubmittel 5 verbundene
Arm 3 im Bereich des gemeinsamen, gelenkigen Anschlusses 6 der beiden Arme an einem ortsfesten Lager 7
kippbar ge .lager L ist. Das ortsfeste Lager 7, das &zgr;. B. am
Beckenrand 8 fest angebracht sein kann, bildet die Kippachse der beiden Arme 2, 3, so daß diese um dieses Lager
gegen das Schwimmbecken 9 oder von diesem weg gekippt werden können. Das Hubmittel 5, welches gelenkig mit dem auskragenden
Ende des einen Arme^ 3 verbunden ist, ist vorzugsweise als eine Gasfeder ausgeführt, welche mit ihrem
einen Ende an einem ortsfestem Widerlager 10 gelenkig angeschlossen ist. um den Winkel der beiden Arme 2, 5 gegeneinander
einstellen zu können, sind die zueinanderweisenden Enden derselben an Scheiben 11 angeflanscht, und es
sind diese Scheiben sowohl gelenkig miteinander verbunden als auch mit Arretierungsbohrungen 12 versehen, durch die
ein die Scheiben feststellender Arretierbolzen 13 formschlüssig geführt ist. Der Arretierbolzen 13 kann als ein
federbelasteter Zapfen 14 ausgeführt werden, welcher zum Entriegeln der beiden Scheiben 11 aus deren Arretierbohrungen
12 gezogen und zum Zwecke dessen Arretierung mit der Kraft einer Feder in diesen Bohrungen gehalten wird.
Um der lehrenden Person eine weitgehend freie Bewegungsmöglichkeit zu geben, kann der die Stützplatte 4 tragende
Arm 2 aus der Längsmittelebene des stützenden, unteren Armes 3 verlegt sein, wie dies in Figur 2 dargestellt ist.
Untersuchungen haben ergeben, daß ein Schwenkwinkel der Stützplatte 4 um etwa 35 bis 40 Grad ausreichend ist, um
die zu stützende rerson vor einem Fall ins Wasser zu schützen. Auch haben Untersuchungen ergeben, daß es zweckmäßig
ist, wenn zusätzlich zu dieser Vorrichtung 1 im Bereich des Fußbodens 15 eine Abstützung 16 für die Beine
der zu stützenden Person vorgesehen ist, so daß diese beim extremen Kippen der Arme 2, 3 nicht am Boden wegrutsche"
kann.
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de, gepolzterte Scheibe dargestellt. Dies schließt jedoch
nicht aus, auch andere Konfigurationen von Scheiben 4 zu nehmen besonders dann, wenn Frauen die lehrenden Personen
sind, für die es zweckmäßig wäre, die Stützscheibe nur am Brustknochen anzulegen.
Um der Vorrichtung 1 die erforderliche Biegesteifigkeit zu verleihen sind die Arme 2, 3 als Rohre ausgeführt, und sie
sind an den Scheiben 11 durch Schweißen fest verbunden. Das Lager 7 für den einen Arm 3 am Beckenrand 8 kann als
einfaches U-Eisen ausgefünrt sein, welches über einen Querbolzen 17 mit diesem Arm 3 gelenkig verbunden wäre.
Die Anwendung der Gasfeder als Hubmittel 5 hat in diesem Fall den Vorteil, daß bei Entlastung der Stützscheibe 4
beim Zurückgehen der lehrenden Person diese dem Hubweg folgt, so daß in jeder Kipplage der stützenden Person die
Stützscheibe an deren Körper verbleibt.
Claims (3)
1. Vorrichtvng rum Abstützen von Personen bei insb. über
Kopf auszuführenden Arbeiten, wie Durchführen von Schwimmübungen u.a., dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (1) von zwei gelenkig miteinander verbundenen Armen (2, 3) besteht, von denen der eine Arm .'Z) an
seinem auskragenden Ende mindestens eine Stützplatte (4) für die zu stützende Person und der andere Arm (3)
an seinem auskragenden Ende einen Anschluß für dessen Verbindung mit einem Hubmittel (5) aufweist, und daß
der mit dem Hubmittel verbundene Arm im Bereich des gelenkigen Anschlusses (6) der beiden Arme in einem ortsfesten
Lager (7) kippbar gelagert, sowie der Winkel ( ) der Arme zueinander im gemeinsamen Gelenk feststellbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Arm (2, 3) von einem weitgehend biegesteifen Rohr besteht, welches am gemeinsamen Gelenk (6) an jeweils
getrennten Scheiben (11) angeflanscht, und daß
diese Scheiben Arretierungen (12) aufweisen, für die am1
Gelenk ein Arretierbolzen (14) für die formschlüssige Verbindung der Scheiben untereinander vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet;,
daß das Hubmittel (5) eine Gasfeder ist, die mit ihrem einem Ende mit dem auskragenden Ende des einen Armes
(3) und mit ihrem anderen Ende an einem Widerlager (10) gelenkig angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806489U DE8806489U1 (de) | 1988-05-18 | 1988-05-18 | Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insbesondere über Kopf auszuführenden Arbeiten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE8806489U DE8806489U1 (de) | 1988-05-18 | 1988-05-18 | Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insbesondere über Kopf auszuführenden Arbeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8806489U1 true DE8806489U1 (de) | 1988-09-08 |
Family
ID=6824145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8806489U Expired DE8806489U1 (de) | 1988-05-18 | 1988-05-18 | Vorrichtung zum Abstützen von Personen bei insbesondere über Kopf auszuführenden Arbeiten |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE8806489U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-18 DE DE8806489U patent/DE8806489U1/de not_active Expired
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