DE8805712U1 - Schutzhülse für medizinische Kanülen - Google Patents
Schutzhülse für medizinische KanülenInfo
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- A61M5/158—Needles for infusions; Accessories therefor, e.g. for inserting infusion needles, or for holding them on the body
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Description
DIPLING. M. BONSMANN " " ' D 40!>0 MÖNCHENGLADBACH 1
Dr. med. Bernd Tersteegen
Dr. med. Günter van Endert
Karlstraße 17-19, 4000 Düsseldorf 1
Dr. med. Günter van Endert
Karlstraße 17-19, 4000 Düsseldorf 1
Die Erfindung betrifft eine Schutzhülse fUr solche medizinischen
KanUlen, die ein vorstehendes, spitz und/oder scharf
angeschliffenes KanUlenrohr aufweisen, z.B. D1 alysekanlilen,
wobei die Schutzhülse im wesentlichen rohrförmig ausgebildet 1st, und die KanUle In die Schutzhülse einsteckbar 1st.
KanUlen werden bei Patienten, beispielsweise zum Zwecke des
Anschlusses an eine künstliche Niere, in Blutgefäße des
Patienten eingeführt. Zur Verhinderung der Beschädigung der empfindlichen KanUlenspitze, zur Wahrung der Sterilität und
zum Schutz des Bedienungspersonals vor unbeabsichtigten Verletzungen
durch die scharfe Kanülenspitze und ggf. Infektionen
nach Anwendung am Patienten 1st es bekannt, diese durch eine auf die KanUle aufsteckbare, länglich ausgebildete
Schutzhülse zu schützen, welche das KanUlenrohr und damit die scharf angeschliffene Spitze umschließt. Da die Gefahr
besteht, daß sich die Bedienungsperson bei dem Aufstecken der Schutzhülse oder auch bei dem Abnehmen der Schutzhülse
an der scharfen Kanülenspitze verletzt, ist es zur Vermeidung
der damit verbundenen Verletzungs- und Infektionsgefahr bekannt, die Schutzhülse an dem Öffnungsende
mit einem etwa flanschartig oder trichterartig gestalteter Schutzschild zu versehen. Wenn die Bedienungsperson die
Schutzhülse mit der einen Hand festhält und mit der anderer Hand das Kanülenrohr herauszieht bzw. das Kanülenrohr ir
die endseitige Öffnung der Schutzhülse einführt, wird dadurch die Verletzungs- und Infektionsgefahr herabgesetzt,
da bei einem Verfehlen der Einführöffnung die Finger der
Bedienungsperson, mit der diese die Schutzhülse hält
Ill' I c . a &igr; ij
durch das Schutzschild geschützt werden. Da der Außendurchmesser
eines derartigen Schutzschildes jedoch aus praktischen Gründen nicht beliebig groß gewählt werden kann, kann
durch diese Maßnahme eine Verletzungsgefahr nicht völlig
ausgeschlossen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schutzhülse
dsr cir.gsrigs genannter. Art derart zu verbessern, däB die
Verletzungs- und Infektionsgefahr für das Bedienungspersonal
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch weiter reduziert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Schutzhülse an einem Stirnende eine EinfUhröffnung mit Aufnahmepassung
für die Kanüle und am gegenüberliegenden Stirnende
eine ein stabiles vertikales Hinstellen der Schutzhülse auf eine Unterlage ermöglichende Randbereichserweiterung aufweist.
Damit wird erreicht, daß die Schutzhülse zum Zwecke des Einführens des Kanülenrohres mit der Randbereichserweiterung
auf eine Unterlage aufgestellt werden kann. Dann kann nämlich das Kanülenrohr in die Schutzhülse eingeführt werden,
ohne daß es für den Einf Uhrvorgang erforderlich ist, die Schutzhülse mit einer Hand zu halten. Damit werden die
vorstehend geschilderten Gefahren vermieden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß auch an dem mit der Randbereichserweiterung ausgestalteten
Stirnende eine EinfUhröffnung mit Aufnahmepassung
vorgesehen ist. Die Randbereichserweiterung kann als ein offenes Ende der rohrförmigen Schutzhülse umgebender, etwa
flanschartig oder trichterartig gestalteter Schutzschild ausgebildet sein. Somit kann der bekannte, an einem Ende
der Schutzhülse vorgesehene, flansch- oder trichterartig gestaltete Schutzschild auch als "Aufstelleinrichtung" für
die Schutzkappe dienen. Wahrend jedoch bekannte, mit einem
derartigen Schutzschild versehene Schutzhlllsen an dem dem Schutzschild gegenüberliegenden Stirnende geschlossen ausgebildet
sind, weist die erfindungsgemäße Schutzkappe an diesem
Stirnende die EinfUhröffnung mit Aufnahmepassung für
die KanUle auf.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß 1m Bereich der der Randbereichserweiterung gegenüberliegenden
Einfuhröffnung bzw. Aufnahmepassung 1m Inneren der
Schutzhülse ein von der KanUle durchstechbarer Boden vorgesehen
1st. Die Randbereichserweiterung kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung mit einer Haft- bzw. Klebeschicht
versehen sein. Diese AusfUhrungsform ist bei flanschartiger
Ausführung der Randbereichserweiterung besonders zweckmäßig.
Es kann auch vorgesehen sein, daß die Randbereichserweiterung
als Saugnapf ausgestaltet 1st. Dies 1st beispielsweise
bei trichterartiger Ausführung der Randbereichserweiterung
besonders zweckmäßig.
Schließlich kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen sein, daß im Bereich beider Stirnenden der Schutzhülse
eine Randbereichserweiterung vorgesehen ist.
In der Zeichnung sind schematische Ausführungsbeispiele der
•rfindungsgemäßen Schutzhülse dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einers Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel
einer Schutzhülse gemäß der Erfindung;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Schutzhülse gemäß der Erfindung.
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Schutzhülse gemäß der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte und insgesamt mit 1 bezeichnete
Schutzhülse weist ein Rohr 2 auf, welches an dem entsprechend der zeichnerischen Darstellung rechten Stirnende eine
Einfuhröffnung 3 mit einer Aufnahmepassung 4 fUr eine
(nicht dargestellte) Kanüle aufweist. Am gegenüberliegenden
Ende des Rohres 2, also an dem entsprechend der zeichnerischen Darstellung linken Stirnende, weist die Schutzhülse 1
eine Randbe^eichserweiterung 5 auf. welche etwa flanschartiq
gestaltet 1st und eine solche Größe hat, daß die Schutzhülse
1 - bezogen auf Ihre Längsrichtung - in vertikaler Position so mit der Randbereichserweiterung auf eine Unterlage, beispielsweise
einen Tisch od. dgl., hingestellt, werden kann, daß die Schutzhülse 1 eine stabile vertikale Lage einnimmt
und somit in dieser Stellung verbleibt, ohne daß die Schutzhülse
von der Bedienungsperson mit der Hand festgehalten werden müßte. In dieser Lage kann dann eine Kanlile (nicht
dargestellt) mit ihrer scharf angeschliffenen KanUlenspitze
durch die Einfuhröffnung 3 in das Innere 6 der Schutzhülse
soweit eingeführt werden, bis die KanUle in der Aufnahmepassung 4 festsitzt. Vorteilhaft ist hierbei, daß die Schutzhülse
während des Einführens der KanUle infolge ihrer stabilen vertikalen Lage nicht mit den Fingern gehalten werden muß,
so daß eine Infektions- oder Verletzungsgefahr während des
Einführvorganges ausgeschlossen ist. Die in die Schutzhülse eingeführte Kanüle kann nach Gebrauch mit der Schutzhülse
entsorgt werden o'-- nach dem Herausnehmen der KanUle aus
der sterilen Packung und vor dem Einstich in das Blutgefäß des Patienten auf diese Weise kurzzeitig steril aufbewahrt
werden, wenn dies aus irgendeinem Grunde erforderlich sein sollte.
Die in Fig. 2 insgesamt mit 7 bezeichnete weitere Se»^ ^ 1-se
unterscheidet sich von der Schutzhülse gemäß Fig. 1 dadurch, daß auch an dem mit der Randbereichserweiterung 5
ausgestatteten Stirnende eine hier mit 31 bezeichnete Einführöffnung für eine Kanüle mit einer hier mit 4' bezeichne-
ten Aufnahraepassung vorgesehen 1st. Die Schutzhülse 7 1st
somit als durchgehende Hülse ausgebildet. In der Regel ist
nämlich eine Kanüle vor ihrer Verwendung In einer sterilen
Verpackung enthalten und wird nach dem Gebrauch entsorgt, so daß nach dem Gebrauch eine sterile Aufbewahrung grundsätzlich
nicht erforderlich ist.
Gemäß dem in Fig. 3 gezeigten weiteren Ausf lihrungsbei spiel
einer insgesamt mit 8 bezeichneten Schutzhülse besteht auch die Möglichkeit, im Bereich der der Randbereichserweiterung
5 gegenüberliegenden Einführöffnung 3 bzw. Aufnahmepassung
4 im Inneren der Schutzhülse einen von der Kanüle durchstechbaren Boden 9 vorzusehen. Nach dem Hinstellen der
Schutzhülse 8 in eine stabile vertikale Lage mittels der Randbereichserweiterung 5 kann eine zu entsorgende Kanüle
mit der Spitze in die Einfuhröffnung 3 eingeführt werden.
Mit der scharfen Spitze wird dann der Boden 9 durchstochen
und dann die Kanüle weiter in die Schutzhülse 8 eingeführt. Es Hegt auch 1m Rahmen der Erfindung, 1m Bereich beider
Stirnenden der Schutzhülsen 1, 7 oder 8 eine Randbereichserweiterung
vorzusehen.
Claims (7)
- PATENTANWALT j " « ' » " · · · j > · j · KALDENKHtCHENER STRASSE 35aDIPL-ING. M. BONSMANN' ' ■ ■' ' · ■' ' 0.4(J50 MÖNCHENGLADBACH 1EUROPEANPATENTATTORNEY TEL. O 2161/12114 · TELEX 852 873Akte: 88 145Dr. med. Bernd Tersteegen
Dr. med. Günter van Endert
KaristraBe 17-19, 4000 Düsseldorf 1Schutzhülse für medizinische KanülenSchutzansprüche1. Schutzhülse für solche medizinischen Kanülen, die ein vorstehendes spitz und/oder scharf angeschliffenes Kanülenrohr aufweisen, z.B. DialysekanUlen, wobei die Schutzhülse 1m wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist, und die Kanüle in die Schutzhülse einsteckbar 1st, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülse (1, 7, 8) an einem Stirnende eine Einführöffnung (3) mit Aufnahmeoassung(4) für die Kanüle und am gegenüberliegenden Stirnende eine ein stabiles vertikales Hinstellen der Schutzhülse auf eine Unterlage ermöglichende Randbereichserweiterung(5) aufweist. - 2. Schutzhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch an dem mit der Randbereichserweiterung (5) ausgestatteten Stirnende eine E1nfUhröffnung (31) mit Aufnahmepassung (41) vorgesehen 1st.
- 3. Schutzhülse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 1m Bereich der der Randbereichserweiterung (5) gegenüberliegenden EinfUhröffnung (3) bzw. Aufnahmepassung (4) 1m Inneren der Schutzhülse (8) ein von der Kanüle durchstechbarer Boden (9) vorgesehen 1st.
- 4. Schutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Randbereichserweiterung als etwa flansch- oder trichterartig gestaltetes Schutzschild ausgebildet ist.
- 5. Schutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Randbereichserweiterung auf ihrer Aufstellfläche mit einer Haft- bzw. Klebeschicht versehen ist.
- 6. Schutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Randbereichserweiterung als Saugnapf ausgeführt ist.
- 7. Schutzhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich beider Stirnenden eine Randbereichserweiterung vorhanden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805712U DE8805712U1 (de) | 1988-04-28 | 1988-04-28 | Schutzhülse für medizinische Kanülen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805712U DE8805712U1 (de) | 1988-04-28 | 1988-04-28 | Schutzhülse für medizinische Kanülen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805712U1 true DE8805712U1 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6823537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805712U Expired DE8805712U1 (de) | 1988-04-28 | 1988-04-28 | Schutzhülse für medizinische Kanülen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805712U1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8634703U1 (de) * | 1986-12-24 | 1987-02-26 | Endert, Günter van, Dr.med., 4000 Düsseldorf | Schutzkappe für medizinische Kanülen, insbesondere Dialysekanülen |
| DE8711864U1 (de) * | 1987-09-02 | 1987-11-12 | Hartig, Mario, 2057 Reinbek | Vorrichtung zum Aufnehmen einer Kanülenschutzkappe |
| US4717386A (en) * | 1985-12-20 | 1988-01-05 | John Simmons | Safety device for a needle |
-
1988
- 1988-04-28 DE DE8805712U patent/DE8805712U1/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4717386A (en) * | 1985-12-20 | 1988-01-05 | John Simmons | Safety device for a needle |
| DE8634703U1 (de) * | 1986-12-24 | 1987-02-26 | Endert, Günter van, Dr.med., 4000 Düsseldorf | Schutzkappe für medizinische Kanülen, insbesondere Dialysekanülen |
| DE8711864U1 (de) * | 1987-09-02 | 1987-11-12 | Hartig, Mario, 2057 Reinbek | Vorrichtung zum Aufnehmen einer Kanülenschutzkappe |
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