DE88049C - - Google Patents

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DE88049C
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Germany
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DENDAT88049D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F15/00Axle-boxes
    • B61F15/20Details
    • B61F15/26Covers; Sealing thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Details Of Gearings (AREA)
  • Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1895 ab.
Zum Verschlufs der OeleingufsöfFnungen der Tender- und Wagenachsbüchsen pflegen bekanntlich entweder um Scharnierbolzen aufklappbare Deckel oder durch Umschwenken um seitliche Drehbolzen zu öffnende drehbare Deckel zur Anwendung zu kommen.
Beide Arten Deckel geben in ihren jetzigen Ausführungsformen erfahrungsgemäfs keinen sehr dichten Verschlufs der OeleingufsöfFnungen gegen Eindringen von Staub. Bei den Scharnierdeckeln findet nämlich meist ein theilweises Abheben des Deckels von der Sitzfläche durch die Schliefsfeder statt, indem diese Feder die Deckel vorn niederdrückt, dagegen hinten, am Scharnierende, von der Sitzfläche abzudrücken sucht. Bei den durch Umschwenken um seitliche Drehbolzen zu öffnenden Achsbüchsdeckeln findet zwar ein einseitiges Abheben des Deckels von der Sitzfläche durch den Druck der Schliefsfeder nicht statt. Der Deckel pflegt jedoch bei dieser Art Deckel einfach flach auf der Sitzfläche aufzuliegen und das einfache flache Aufliegen genügt bei den meist roh bearbeiteten Auflageflächen nicht, um einen hinreichend dichten Verschlufs herzustellen. Hierzu kommt, dafs sich bei.diesen Deckeln der letzteren Art während der Fahrt leicht Sandtheilchen auf den oberen Rand des Deckels niederlegen, welche beim Anheben und Umschwenken des Deckels einfach in das Innere der Achsbüchse hineinfallen.
Diese Mängel, welche den jetzt üblichen Achsbüchsdeckeln anhaften, lassen sich beseitigen, wenn man — statt durch Scharnierbolzen oder seitliche Drehbolzen — die Aufklappbarkeit des Deckels dadurch bewirkt, dafs man an die Wandungen des Achsbüchskörpers ein zweckentsprechend geformtes Aufsatzstück anschraubt, welches mittelst einer Nase über einen umgebogenen Rand des Deckels hinweggreift, und dafs man ferner die Sitzfläche für den Deckel am Achsbüchskörper so gestaltet, dafs sich der Deckel mit seinen beiden seitlichen Rändern zwischen zwei erhöhte Leisten derartig legt, dafs der bei der Fahrtbewegung an der Achsbüchse entlang streichende Luftzug und Staub nicht unmittelbar unter den Rand des Deckels gelangen kann, sondern über den Deckelrücken hinwegstreicht.
Die Zeichnungen stellen die neue Deckelconstruction für geschlossene (sogen, amerikanische) Achsbüchsen dar, und zwar in zwei etwas von einander abweichenden Ausführungsformen. Die linke Hälfte von Fig. 3 zeigt die Vorderansicht des Deckels in der ersten Ausführungsform. Die Fig. 1 und die linke Hälfte der Fig. 4 zeigen diese Ausführungsform im Querschnitt durch die Mitte und im Längsschnitt nach E-F. Fig. 2 zeigt den Deckel in der ersten Ausführungsform in geöffneter Stellung, und zwar an der Seite bei C-D geschnitten.
Die rechten Hälften der Fig. 3 und 4 zeigen die zweite Ausführungsform in der vorderen Ansicht und im Längsschnitt nach G-H, Fig. 5 im Querschnitt durch die Mitte und Fig. 6 den Querschnitt bei geöffnetem Deckel, geschnitten an der Seite bei C-D.
Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen die neue Deckelanordnung nach der ersten Ausführungsform, passend gestaltet für die seitlichen OeI-eingufsstutzen der Achsbüchsobertheile bei zweitheiligen Achsbüchsen. Fig. 9 und 10 veran-
schaulichen diese Deckelanordnung für die OeI-eingufstüllen der Achsbüchsuntertheile. Fig. 11 veranschaulicht die Kraftwirkungen im geöffneten Zustande des Deckels.
Es bezeichnet d den Achsbüchskörper. Ein mittelst der Schrauben f an die Wandungen der Achsbüchse geschraubtes Aufsatzstück e greift mittelst einer Nase i über den schräg rückwärts umgebogenen Deckelrand g des Deckels h hinweg.
Wie die Zeichnungen ersehen lassen, wird der Deckel h bei beiden Ausführungsformen in geschlossener Stellung durch das Aufsatzstück e unverrückbar auf seinem Sitz festgehalten und durch eine Feder / auf die Sitzfläche an der Oeleingufsöffnung niedergedrückt.
In der geöffneten Stellung legt sich der Deckel bei der ersten Ausführungsform (s. Fig. 2 und 11) mit der hinteren oberen Kante der Umbiegung g gegen die Wandung der inneren Aussparung des Aufsatzstückes e. Ein Herabfallen des Deckels von seinem Sitz wird dadurch unmöglich.
Bei der zweiten Ausführungsform (s. Fig. 6) ist die Festhaltung des Deckels auf der Sitzfläche in geöffneter Stellung dadurch erreicht, dafs die Umbiegung g des Deckels mit An-" Sätzen m versehen ist, welche sich in geöffneter Stellung des Deckels gegen Anschlagwarzen· η an der Sitzfläche legen.
Durch zweckmäfsige Formgebung des Aufsatzstückes und des umgebogenen Deckelrandes läfst sich erreichen, dafs der Deckel unter der Wirkung der Schliefsfeder sowohl in der geöffneten Stellung selbstthätig stehen bleibt, als auch ohne nennenswerthen Kraftaufwand mit leichtem Handdruck zu schliefsen ist. Wie in Fig. 11 veranschaulicht, übt die Federkraft F ein in der Richtung der Schliefsbewegung drehendes Schliefsmoment Fa auf den Deckel aus. Als Bedingung für den Gleichgewichtszustand hat die Nase i ein entgegengesetzt drehendes Stütz- oder Oeffnungsmoment Pb von gleicher Gröfse auf den Deckel auszuüben. Der Stützdruck P ergiebt sich, wenn nur der Federdruck F auf Schliefsen des Deckels wirkt, nur von geringer Gröfse, weil der ,Hebelarm a der Federkraft F nur klein ist. Wird dagegen in gröfserem Abstande c vom Dreh- bezw. Stützpunkte A ein Schliefsdruck K mit der Hand auf den Deckel ausgeübt, so erfordert diese Kraft K wegen des gröfseren Hebelarmes c für den Gleichgewichtszustand einen weit gröfseren Stützdruck P3. Es ist nun klar, dafs — abgesehen von der geringen Flächenreibung an den Stützpunkten des Deckels, welche einer Gleit- oder Schliefsbewegung entgegenwirkt — die Schliefsbewegung des Deckels eintreten mufs, sobald die mit der Hand auf den Deckel ausgeübte Kraft K so grofs wird, dafs die bei Zerlegung der Kräfte P und P3 nach den Richtungen parallel und senkrecht zu der Stütz- oder Gleitfläche sich ergebenden schräg aufwärts gerichteten Schubcomponenten S1 + S3 gröfser werden, wie die eine Schubkraft in entgegengesetzter Richtung ausübenden Componenten S -f- S2 der Kräfte F und K. Wirkt dagegen nur die Federkraft F auf Schliefsen des Deckels, so hat die Componente S das Uebergewicht über die Componente S1 und der Deckel befindet sich in der Ruhelage.
Zur Erzielung eines möglichst vollkommen dichten Verschlusses gegen Eindringen von Staub, Schnee und Regen haben Deckelsitzfläche und Deckel noch folgende besondere Ausbildung erfahren: Wie aus den Zeichnungen zu ersehen, ist der Deckel an den beiden seitlichen Rändern und an dem vorderen Rande nach unten mit einem Abtropfwulste 0 versehen. Aufserdem ist dadurch, dafs die vordere Randfläche des Oeleingusses aufserhalb der eigentlichen Deckelauflagefläche zunächst vertieft abgesetzt und. dann an den beiden äufsersten Seitenrändern mit erhöhten Leisten ρ und q versehen ist, welche den Deckel zwischen sich fassen, unterhalb des Deckelrandes ein Raum oder eine Zwischenkammer r mit ruhender Luftschicht geschaffen, in welche aller Staub, Schnee und Regen, welcher durch die enge Fuge zwischen Deckelrand und Randleisten einzudringen sucht, zunächst eintreten mufs. Hier, findet dieser Staub, Schnee und Regen Gelegenheit, sich niederzulegen und nach unten abzutropfen bezw. von den stark abwärts geneigten Flächen nach unten fortzugleiten.
Es kann eine Zwischenkammer r mit ruhender Luftschicht längs der Seitenränder und dem vorderen Rande des Deckels, jedoch auch mit Fortlassung der erhöhten Randleisten ρ und q, dadurch geschaffen werden, dafs man den Abtropfwulst 0 bis dicht auf die aufserhalb der eigentlichen Deckelauflagefläche vertieft abgesetzte Randfläche der Oeleingufsöffnung herabreichen läfst in der Weise, wie die Fig. 1,5,7 un^ ! ° dieses für den vorderen Rand des Deckels — jedoch mit reichlich weit gezeichnetem Abstande der Wulstfläche von der Randfläche — veranschaulichen. Es wird bei dieser letzteren Anordnung der Zweck der Verhinderung des Eindringens von Staub in die Achsbüchse nur in weniger vollkommener Weise erreicht, wie bei Vorhandensein der seitlichen Randleisten.
Ein Eindringen von Staub und Schnee am oberen Deckelrande in die Achsbüchse während der Fahrt ist bei dem dachartigen Uebergriff des Aufsatzstückes e über den umgebogenen Rand g des Deckels und weil sich bei geschlossenem Deckel der umgebogene Deckelrand dichtschliefsend an die Nase i anlegt, ausgeschlossen. Aufserdem wird mit dem Fort-
falle der Scharnierbolzen erreicht, dafs die Uebelstä'nde, welche den jetzigen Scharnierdeckeln im Betriebe anhaften — z. B. das häufig vorkommende Festsetzen, Festrosten und Verbiegen der Scharnierbolzen — gänzlich fortfallen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Schmierdeckel für Achslager an Eisenbahnfahrzeugen, gekennzeichnet dadurch, dafs die Aufklappbarkeit, Festhaltung des Deckels auf der Sitzfläche und das selbstthätige Stehenbleiben des Deckels in der geöffneten Stellung — ohne Anwendung von Scharnierbolzen oder seitlichen Drehbolzen — einfach dadurch erreicht wird, dafs ein an die Wandungen der Achsbüchse geschraubtes Aufsatzstück (e) mit einer zweckentsprechend gestalteten Nase (i) über einen schräg rückwärts umgebogenen Rand (g) des Deckels hinweggreift und die Schliefsfeder (IJ, welche den Deckel in geschlossenem Zustande auf seinen Sitz niederdrückt, bei geöffnetem Zustande des Deckels einen solchen Vorschub nach vorn auf den Deckel ausübt, dafs der Deckel selbstthätig in dieser Stellung stehen bleibt (Ausführungsform ι der Beschreibung).
2. Ein Schmierdeckel der durch Anspruch ι geschützten Art, gekennzeichnet dadurch, dafs der schräg rückwärts umgebogene Deckelrand auf der hinteren Seite (Fig. 3 bis 6, rechte Hälfte) mit Nasen fm) versehen ist, welche sich zum Zwecke der sicheren Festhaltung des Deckels auf der Sitzfläche bei vollständigem Oeffnen des Deckels gegen Anschlagwarzen (n) an der Deckelauflagefläche der Oeleingufsöffnung legen (Ausführungsform 2 der Beschreibung).
3. Ein Schmierdeckel der durch Anspruch 2 geschützten Art mit besonderer Ausbildung der Deckelauflagefläche an der Oeleingufsöffnung derart, dafs zunächst durch ver- . tieftes Absetzen der fraglichen Randfläche der Oeleingufsöffnung aufserhalb der eigentlichen Deckelauflagefläche und dann durch Aufsetzen erhöhter Randleisten fp und q) auf diese vertieft abgesetzte Fläche eine Zwischenkammer mit ruhender Luftschicht unter den seitlichen Rändern des Deckels geschaffen wird, um dem bei der Fahrtbewegung an den Achsbüchsen entlang streichenden Staube den Eintritt, unmittelbar unter den Deckelrand zu verwehren.
4. Ein Schmierdeckel der durch Anspruch 3 geschützten Art, jedoch mit Fortlassung der erhöhten Randleisten und mit Herstellung einer Zwischenkammer mit ruhender Luftschicht unter dem Deckelrande dadurch, dafs der vordere Rand und die seitlichen Ränder des Deckels nach unten mit Abtropfwulsten versehen sind, welche bis dicht auf die vertieft abgesetzte Randfläche der Qeleingufsöffnung hinabreichen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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