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Vulkanisierform zur Herstellung von Kautschuk-Metallfederkörpern
Die
AusbilFdung der Vulkanisierformen für Kautschuk-Metallfederkörper, die aus einer
zwischen,zwei Metallplatten festvulkanisierten Gummischicht bestehen, bietet im
allgemeinen keine Sehwieribalieiten, solange die Höhe des Federkörpers, gd. h. im
wesentlichen die Schichtdicke des Gummis, gemessen als Abstand zwischen den beiden
Metallplatten, gering ist. Hierbei wurde der Federkörper immer stehend in der Vulkanisierform
untergebracht gemäß der Anschauung, daß es günstig sei, die Richtung des Anpreßdruckes
in der Haftfläche zwischen Kautschuk und Metall während des Vulkanisierens mit der
Preßrichtung der Heizpresse zusammenfallen zu lassen. Die Metallplatten des Federkörpers
haben dann die gleiche Richtung wie die Ober- und die Unterplatte der Form. Bei
Quersc'llnittsabmessnngen der Federkörper, bei denen die Breite ebenso groß ist
wie die Höhe oder die Höhe größer ist als die Breite, ergeben sich bei dieser üblichen
Formausbildung Anstände, indem die geheizten Vulkanisate nur sehr schwierig aus
der Form herauszulösen sind.
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Der Übergang auf eine dreiplattige Form mit zwei Teilfugen kann eine
Abhilfe nur bei Federkörpern geringer Längenausdehnung, aber nicht bei solchen in
Strangform bieten, da der Formhohlraum in der mittleren Formplatte dann als Durchbruch
gearbeitet werden muß, so daß lediglich ein Rahmen verbleibt, welcher den großen
auftretenden Kräften nicht ohne Verformung Widerstand leisten kann.
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Die Erfindung beschreitet einen anderen Weg, bei dem die zweiplattige
Formenausbildung belbehalten werden kann und der sich auch für die
Herstellung
' von Federkörpern in Strangform eignet. Erflndungsgemäß wird der Rohling so in
die Form eingebracht, daß die senkrecht zu den Metallplattenebenen verlaufende Achse
des Federkörpers rechtwinklig oder stark geneigt zur Richtung des Preßdruckes liegt.
Dabei ist es auch möglich, daß die Teilfuge der Vul.lçanisierform diagonal zuln
Fedekörper verläuft.
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Derartige Formenausffihrungen haben sich sehr bewährt. Das Öffnen
der Formen und das Herauslösen der Vulkanisate geht einfach und ohne Sehwieriglceiten
vonstatten. Etwaige Befürchtungen, daß die Haftung zwischen Kautschuk und Metall
dadurch die sich ergebende Stellung der Haftflächen stark geneigt oder rechtwinklig
zur Preßrichtung sich verschlechtern würde, haben sich nicht bestätigt. Es kann
angenommen -werden, daß durch den Kräfteausgleich innerhalb des wie eine zähe Flüssigkeit
wirkenden, während des Vulkanisierens weichen Kautschuks auch bei dieser Stellung
der Haftflächen eine gute Anpressung zwischen der I(autschukmischung und den Metallplatten
erfolgt.
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Ein wesentlicher Vorteil ist auch der, daß es nunmehr mit einer einfachen
zweiteiligen Form möglich ist, die freien Kautschukflächen im Sinne einer Rantdfaserentlastung
einzuschnüren, was bisher wegen derdabei entstehenden Hinterschneidung mit einfachen
Mitteln nicht möglich war.
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In wider Zeichnung sind in Schnittbildern (Abb. I bis 3) drei verschiedene
Querschnitte von erfindungsgemäß ausgebildeten Formen als Beispiel wiedergegeben.
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Die Formoherplatte ist in allen Fällen mit I bezeichnet, die Formunterpiatte
mit 2. Der herzustellende Fsederkörper setzt sich zusammen aus der Kautschukschicht
3 und den beiden Metallplattee 4. Bei der Formenausführung nach Abb. I ist die Formteilfuge
5 wie üblich in ihrer waagerechten Anordnung verblieben, dagegen ist der Querschnitt
des Federkörpers 3, 4 schräg liegend im Formquerschnitt untergebracht derart, daß
die Formteilfuge etwa die Diagonale des Federkörperquerschnittes bildet. Allerdings
ist die Anlagefläche 6 der Form über sden Rand des Federkörpers hinaus ungebrochen
verlängert, um hier eine Führung für die rechte Metallplatte 4 während des Schließens
der Form zu besitzen. Die -Bezugszeichen 7 bezeichnen kleine Einfräsungen, in welche
nach dem Öffnen der Form tdas Formaufbrecheisen eingeführt werden kann, um dadurch
einen leichten Druck den Federkörper aus der Form herauszuheben.
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Bei den Ausführungen nach den Abb. 2 und 3 ist die Verkantung des
Federkörpers so weit getrieben, daß derselbe völlig liegend im Formquerschnitt untergebracht
ist. Hierbei geht das Einlegen des Rohlings und das Zusammenfahren der Formen nicht
ganz so einfach vonstatten wie bei der Form nach Abb. I. Dafür ist aber die Höhe
der Form geringer geworden, so daß diese Ausführungen sich besser für Mehretagenpressen
eignen. Die beiden Ausführungen unterscheiden sich im wesentlichen dadurch, daß
bei der nach Abb. 2 die Formteilfuge schräg angeordnet, bei der nach Abb. 3 in waagerechter
Lage an der alten Stelle verblieben ist. In Abb 3 ist-der Kautschuksteg zwischen
den beiden Metallplatten 4 seitlich eingeschnürt, was für die Spannungsverteilung
und die Beanspruchungsmöglichiceit bei der späteren Verwendung günstig ist. Dieser
Vorteil kann nur mit der hier beschriebenen Formausbildungsart bei einer einfachenzwei
teiligen Form erreicht werden, während bei der üblichen FormausbiLdung hierzu eine
querteilbare Mittelplatte oder ein querteilbarer Einsatzring notwendig würde.
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PATENTANSPRSCHE: I. Vulkanisierform zum Herstellen von Kautschuk-Metallfederkörpern,
insbesondere solchen in Strangform, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zu
den Metallplattenebenen verlaufende Achse des Federkörpers rechtwinklig oder stark
geneigt zur Richtung des Preßdruckes liegt.