DE880291C - Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansaeure

Info

Publication number
DE880291C
DE880291C DEB13336A DEB0013336A DE880291C DE 880291 C DE880291 C DE 880291C DE B13336 A DEB13336 A DE B13336A DE B0013336 A DEB0013336 A DE B0013336A DE 880291 C DE880291 C DE 880291C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
oxidation
trimethyl
mixture
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB13336A
Other languages
English (en)
Inventor
Leslie Ernest Cooper
Richard Norman Lacey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
British Industrial Solvents Ltd
Original Assignee
British Industrial Solvents Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Industrial Solvents Ltd filed Critical British Industrial Solvents Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE880291C publication Critical patent/DE880291C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/31Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting
    • C07C51/313Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation of cyclic compounds with ring-splitting with molecular oxygen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Triinethyl-3-ol-pentansäure Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansäure (II) durch Oxydation von 5, 5-Dimethyl-2, 4-diisopropyl-6-oxy-i, 3-dioxan (I), einer Verbindung, welche auch unter dem Namen Isobutyraldoxan bekannt ist. Die Herstellung der obengenannten Oxyoktansäure durch Oxydation des entsprechenden Diols mit wäßrigem Kaliumpermanganat ist bereits in den Monatsheften für Chemie, Bd. ig, S. 357, beschrieben worden. Ein ähnliches Verfahren, welches sich des Isobutyraldols als Ausgangsmaterial bedient, wurde in derselben Zeitschrift, Bd. 17, S. 646, und Bd. 22, S. 1112, vorgeschlagen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Darstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-i-pentansäure ist dadurch gekeün-ieic@et,;,r.daß fsobutyraldoxan (5; 5-Dimethyl-2, 4-düsopropyl-6-oxy-I, 3-dioxan) in flüssiger Phaseunter schwach sauren Bedingungen und in Gegenwart eines freien Sauerstoff enthaltenden Gas, z. B: Luft oder vorzugsweise Sauerstoff, in innige Berührung gebracht wird.
  • Zweckmäßig: wird die Oxydation entweder in An= Wesenheit eines inerten Verdünnungsmittels, wie Isobutanol, oder eines anderen Alkohols, eines Ketons oder einer schwachen organischen Säure, beispielsweise Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure oder Isobuttersäure, durchgeführt. Diese Aufzählung ist jedoch nicht als eine beschränkende Maßnahme zu betrachten. Bei Verwendung eines inerten Verdünnungsmittels oder in seiner Abwesenheit ist es erforderlich, eine geringe Menge Säure zuzusetzen, um die gewünschten sauren Bedingungen- herbeizuführen,-In einzelnen Fällen jedoch, ,wenn nicht destilliertes Rohisobutyraldoxan, welches z. B. über Calciumchlorid getrocknet wurde, für das Verfahren Anwendung findet, kann das verwendete Produkt als solches hinreichend sauer sein, um zu bewirken, daß die Oxydation ohne weiteren Zusatz von Säure von Anbeginn mit genügend großer Geschwindigkeit vonstatten geht. Es ist zu beachten, daß bei der Reaktion Carbonsäuren entstehen, die die Acidität vergrößern, wodurch die Umsetzung mit voller Geschwindigkeit vor sich geht. - _ -Da die Reaktion gewöhnlich in nicht wäßrigem Medium vorgenommen wird, ist es nicht möglich, pE-Grenzwerte für die sauren Bedingungen anzugeben. Es ist jedoch zu beachten, daß lediglich schwach saure Bedingungen benötigt werden und daß diese durch den.Zusatz einer schwachen Säure in denjenigen Fällen, in welchen das Ausgangsmaterial nicht selbst genügend sauer ist, bewirkt werden können.
  • Die Temperatur-sollte während der Oxydation 6o° nicht übersteigen, da höhere Temperaturen zu weitergehenden Zersetzungen und .Oxydationsvorgängen führen. Das bevorzugte Temperaturgebiet sind 3o bis 45°. Tiefere Temperaturen, z. B. bis . zu 2o° herab, können angewendet werden, -doch ist die Reaktionsgeschwindigkeit dann vergleichsweise klein.
  • Oxydationskatalysatoren, welche als brauchbar befunden wurden, sind Vanadiumpentoxyd, Vanadinsäure und Verbindungen des Kobalts, Kupfers, Urans und Wolframs. Manganoacetat, welches gewöhnlich als Sauerstoffüberträger für ähnliche Oxydationen unter Verwendung von freiem Sauerstoff benutzt wird, ist. für sich allein für die Oxydation von Isobutyraldoxan nicht besonders geeignet. In Verbindung mit einem oder mehreren der vorgenannten Katalysatoren, welche die Oxydation. begünstigen, beispielsweise Kobaltacetat oder Kupferacetat, wirkt Manganoacetat jedoch in sehr züfriedenstellender Weise als Katalysator für das erfindungsgemäße Verfahren, da es die- Bildung gefärbter Produkte verhindert. Manganiacetat für, sich allein oder in Verbindung mit anderen der erwähnten Katalysatoren liefert ebenfalls zufriedenstellende Ergebnisse. Da die Oxydationsstufe von Manganverbindungen durch die herrschende Sauerstoffkonzentration beeinflußt wird, benutzt man diese Verbindungen vorzugsweise, wenn Sauerstoff -in hoher Konzentration zur Verfügung steht, um den Katalysator möglichst weit-'gehend im Manganizustand zu erhalten.
  • - - Der Druck der-sauerstoffhaltigen Gase im Reaktionsgefäß ist kein ausschlaggebendes Merkmal des Verfahrens nach der Erfindung. Demzufolge kann bei 'Atmosphärendruck oder bei Überdruck gearbeitet werden.
  • Die Isolierung der Reaktionsprodukte aus dem Reaktionsgemisch kann durch Wasserdampfdestillation oder gewöhnliche Destillation geschehen. In diesem Falle ist es notwendig, zuerst den Katalysator zu entfernen, da sonst Zersetzung oder Ketonisierung des Produktes stattfindet. Vorzugsweise verfährt man derart, daß man erst mit Wasserdampf destilliert, wodurch die niedriger siedenden Produkte, in der Hauptsache Isobuttersäure, entfernt werden, und dann den wasserhaltigen Rückstand mit einem Lösungsmittel für die Oxycarbonsäure extrahiert und diese durch Vakuumdestillation oder Kristallisation reinigt.
  • Die in den folgenden Beispielen. erwähnten Teile bedeuten Gewichtsteile.
  • Beispiel i Ein Gemisch aus 293 Teilen Rohisobutyraldoxan, das durch Kondensation von Isobutyraldehyd mit Hilfe von Alkali als Katalysator und nachträglichem Trocknen über Natriumsulfat und Abdampfen zwecks Entfernung der Lösungsmittel und unveränderten Aldehyds gewonnen wurde, o,42 Teilen Kobaltacetat, o,lo Teilen Kupferacetat, o,o2 Teilen Manganoacetat und lo Teilen Essigsäure wurde bei 43 bis 49° unter Rühren und Durchleiten von Sauerstoff oxydiert. Das Reaktionsprodukt wurde in Äther gelöst und das Katalysatorgemisch durch Waschen mit Wasser entfernt. Nach dem Abdestillieren des Äthers wurde der Rückstand mit Wasserdampf destilliert, wodurch Isobuttersäure und andere mit Wasserdampf flüchtige Produkte entfernt wurden. Die Oxysäure wurde darauf aus dem wäßrigen Rückstand mit Äther extrahiert, wobei I4¢ Teile eines Rohproduktes erhalten wurden, das zwischen 7o und 82° schmolz. Nach dem Umkristallisieren aus Petroläther hatte die reine Oxycarbonsäure den Schmelzpunkt 93 bis 9q.,5°.
  • Beispiel 2 Eine Mischung aus 27o Teilen Rohisobutyraldoxan, welches über Calciumchlorid getrocknet worden war, o,42 Teilen Kobaltacetat, o,i Teilen Kupferacetat, o,o2 Teilen Mangänoacetat und i2o Teilen Isobutylalkohol wurde, wie im Beispiel i geschildert, oxydiert. Nach dem Aufarbeiten wurden lii Teile Rohoxycarbonsäure erhalten.
  • Beispiel 3 Eine Mischung aus lo6o Teilen Isobutyraldoxan, I,48 Teilen Kobaltacetat, 0,4 Teilen Kupferacetat, o,o8 Teilen Mänganacetat und lo Teilen Essigsäure wurde, wie im Beispiel i beschrieben, oxydiert, nur wurde hierbei die Temperatur 79 Stunden auf 32 bis 47° gehalten. Das Endprodukt wurde auf die im Beispiel i beschriebene Weise isoliert mit der Ausnahme, daß die Maßnahme der Entfernung des Katalysatorgemisches durch Extraktion unterblieb. Es wurden 396 Teile Rohoxycarbonsäure erhalten.
  • Es ist ein wichtiger Vorteil der vorliegenden Erfindung, daß sie eine bequeme Methode für die Herstellung der Oxysäure liefert, deren Gewinnung man zwarnormalerweise durch Oxydation von Isobutyraldol erwarten konnte; diese Verbindung ist aber kostspielig und nicht leicht zugänglich.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von 2, 2 , 4-Trimethyl-3-ol-i-pentansäure, dadurch gekennzeichnet, daß 5,5-Dimethyl-2,4-diisopropyl-6-oxyi,3- dioxan in flüssiger Phase in Anwesenheit von Oxydationskatalysatoren unter schwach sauren Bedingungen mit einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas, vorzugsweise mit Sauerstoff hoher Konzentration, oxydiert und die erhaltene Oxycarbonsäure in bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxydationskatalysatoren Vanadiumpentoxyd, Vanadinsäure oder eine Verbindung von Kobalt, Kupfer, Uran, Wolfram oder dreiwertigem Mangan entweder einzeln oder im Gemisch verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung des zweiwertigen Mangans in Mischung mit einem oder mehreren der genannten Oxydationskatalysatoren verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß schwach saures, über Chlorcalcium getrocknetes 5, 5-Dimethyl-2,4-diisopropyl-6-oxy-i, 3-dioxan als Ausgangsprodukt verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, z. B. eines Alkohols, eines Ketons oder einer schwachen organischen Säure, durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch x bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei einer Temperatur, welche 6o° nicht überschreitet, vorzugsweise zwischen 3o und 45°, durchgeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Nebenprodukt bei der Oxydation gebildete Isobuttersäure durch Wasserdampfdestillation abgetrennt und die 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-i-pentansäure aus dem wäßrigen Rückstand der Dampfdestillation durch Extraktion mit einem Lösungsmittel gewonnen wird.
DEB13336A 1950-01-19 1951-01-13 Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansaeure Expired DE880291C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB880291X 1950-01-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE880291C true DE880291C (de) 1953-06-22

Family

ID=10631351

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB13336A Expired DE880291C (de) 1950-01-19 1951-01-13 Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansaeure

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE880291C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69318032T2 (de) Verfahren zur herstellung von carbonsäuren und ihren estern durch die oxydative spaltung der ungesättigten fettsäuren und ihren estern
EP0071140A2 (de) Vanadium/Phosphor-Mischoxid-Katalysator, Verfahren zu dessen Herstellung sowie dessen Verwendung
DE2741382A1 (de) Kontinuierliches verfahren zur herstellung von terephthalsaeure
EP0020952B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Epsilon-Caprolacton aus Cyclohexanon und Perpropionsäure
DE880291C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 4-Trimethyl-3-ol-pentansaeure
DE1004161B (de) Verfahren zur Seitenkettenoxydation von Monomethylnaphthalin
DE2136688B2 (de) Verfahren zur herstellung von gereinigtem bis-(beta-hydroxyaethyl)- terephthalat
DE2513910A1 (de) Verfahren zur herstellung von carbonsaeureestern des perillylalkohols
DE2759026C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure
DE965230C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Katalysatoren und Nebenprodukten aus den Mutterlaugen der Adipinsaeuregewinnung
DE2049113B2 (de)
DE60101020T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Sesamol Ameisensäure Ester und Sesamol
CH384565A (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Sorbinsäure
DE949564C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeuremonomethylester
DE1922095C (de)
DE1008279B (de) Verfahren zur Herstellung von m- und p-Phthalsaeure durch Oxydation von Dialkylbenzolen
DE1011411B (de) Verfahren zur Gewinnung reiner tert. Butylbenzoesaeuren
DE2108926C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Acyl-4-hydroxy-buten-(2)-saurelactonen
DE867243C (de) Verfahren zur Herstellung von ªÏ-Halogencarbonsaeuren
DE2729843A1 (de) Verfahren zur rueckgewinnung von tellur bei der herstellung von glykolestern
DE1518970C3 (de) Verfahren zur Herstellung von gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren
DE321567C (de) Verfahren zur Darstellung von Aldehyden und Ketonen
DE2808867C3 (de) Verfahren zur Entfernung von p-Toluylsäure und ggf. anderen aromatischen Carbonsäuren von Terephthalaldehydsäuremethylester oder Terephthalaldehydsäuremethylester enthaltenden Gemischen
US2623068A (en) Oxidation of isobutyraldoxan
DE1959621B2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Adipinsäure aus 6-Hydroperoxyhexansäure