DE879698C - Vorrichtung zum Schleudern und Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer - Google Patents

Vorrichtung zum Schleudern und Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer

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DE879698C
DE879698C DEST1358D DEST001358D DE879698C DE 879698 C DE879698 C DE 879698C DE ST1358 D DEST1358 D DE ST1358D DE ST001358 D DEST001358 D DE ST001358D DE 879698 C DE879698 C DE 879698C
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DE
Germany
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liquid
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tar
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DEST1358D
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Inventor
Bernhard Muenninghoff
Stefan Recnik
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Carl Still GmbH and Co KG
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Carl Still GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Schleudern und Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer Zum Trennen von rohem Teer, insbesondere Braunkohlenteer, der durch Feststoffe, in der Hauptsache Staub- und Aschebestandteile, verunreinigt ist, benutzt man Schleudervorrichtungen, in denen sich das flüssige Rohgut unter der Wirkung der Schleuderkraft in reinen flüssigen Teer und in weitere, die Feststoffe enthaltende Anteile schichtet. Es sind Schleudervorrichtungen dieser Art bekannt, wobei eine für Flüssigkeit undurchlässige Schleudertrommel vorgesehen und in derselben ein sogenanntes Schälrohr zum Abnehmen und Fortführen von geschleudertem, flüssigem Gut so verschiebbar angeordnet ist, daß es eine ungefähr radial zur Trommel gerichtete Bewegbarkeit besitzt. Das der Trommel zugewendete offene Ende des Schälrohrs taucht in die rotierende Oberflächenschicht des geschleuderten Teers ein und fängt dadurch stetig eine Teilmenge der Flüssigkeit ab, um sie über weitere Beförderungswege fortzuführen.
  • Die Erfindung betrifft Verbesserungen an einer derartigen bekannten Vorrichtung und hat die Aufgabe, die mit dem Fortführen der abgenommenen geschleuderten Flüssigkeit verbundenen Unzuträglichkeiten und Schwierigkeiten zu beheben. Da die Umfangsgeschwindigkeit der Schleudertrommel und damit der in ihr geschleuderten Flüssigkeit sehr hoch ist (es kommen praktisch hierfür Geschwindigkeiten bis zu 8o m/sec und mehr in Betracht), so schießt die durch das Schälrohr abgenommene Flüssigkeit mit sehr großer Strömungsgeschwindigkeit durch dieses Rolir"hindurch, reißt dadurch -auch in -der Schleuder-' trommel befindliche Luft und Dämpfe mit an und bildet mit diesen und mit eigenen Dämpfen und Gasen, die durch die meist-erhöhte-Temperatur und das Wirbeln der Flüssigkeit entwickelt werden, Emulsionen, welche sich beim Übertreten des Emulsionsgemisches in andere freie Räume, insbesondereauch in die Außenluft, teilweise trennen und zu Belästigungen durch frei werdende Dämpfe und Gase führen; zudem bedingt die sehr schnell strömende Flüssigkeit bei jedem Aufprall und jeder Richtungsänderung starke Stoßwirkungen mit Verschleuderung von Flüssigkeitsmassen und weiterer Entbindung von Dämpfen und Gasen, solange als sich der Strom nicht im ganzen beruhigt hat.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einer Vorrichtung der vorgeschilderten Gattung zum Schleudern und-Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer, die Anordnung getroffen, daß das Austrittsende des verschiebbaren Schälrohrs eine seine Bewegbarkeit nicht hindernde gasdichte, auch die Flüssigkeit gegen die Außenluft absperrende Verbindung mit einer feststehenden Rohrleitung hat, die in einen geschlossenen Sammel-und Scheidebehälter für Flüssigkeiten und Dämpfe bzw. Gase -einmündet. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform zur Schaffung dieser Verbindung besteht darin, daß das Austrittsende des Schälrohrs parallel der Verschiebungsrichtung desselben angeordnet und gegen das feststehende, gleichgerichtete Ableitungsrohr durch eine Stopfbüchse abgedichtet ist. Es sind noch andere geeignete Ausführungsformen zur Lösung dieser Aufgabe denkbar. Man kann z. B. das verschiebbare und das feststehende Rohr untereinander durch zwischengefügte gelenkige Rohrverbindungsstücke, deren Gelenke in dem erklärten Sinne gas- und flüssigkeitsdicht sind, so zusammenschließen, daß bei Schaffung eines durchlaufenden Rohrstranges die erforderliche Bewegbarken des verschiebbaren gegenüber dem feststehenden Rohr ermöglicht bleibt.
  • Bei dem vorbeschriebenen - Erfindungsgegenstand werden zunächst, weil zwischen dem Abnahmeende des Schälrohrs und dem Sammel- und Scheidebehälter eine durchlaufende geschlossene, überall gegen die Außenluft abgesperrte Rohrverbindung besteht, alle Unzuträglichkeiten zufolge von Emulsionsbildungen, Flüssigkeitsstößen, stoßartigen Gasdrucksteigerungen, Entbindungen von Dämpfen und Gasen und Übertritten von Flüssigkeitsmassen oder Dämpfen und Gasen in die Außenluft beseitigt. Außerdem wird in dem geschlossenen Sammel- und Scheidebehälter für Flüssigkeit und Dämpfe bzw. Gase infolge des gebotenen großen Fassungsraums eine Beruhigung der eingetretenen Flüssigkeitsmassen, Dämpfe und Gase . herbeigeführt, die ein leichtes Trennen der Emulsion in die flüssige und gasdampfförmige Phase zustande bringt. Man erhält daher eine saubere, von eingeschlossenen Dämpfen und Gasen freie Teerflüssigkeit als Schleudererzeugnis und ein aus dem Behälter abzuführendes Gas-Dampf-Gemisch, das im wesentlichen ebenfalls frei von flüssigen. Anteilen ist. Damit nun auch die von diesem abzuführenden Gasdampfstrom noch mitgerissenen Flüssigkeitsteilchen zurückgehalten werden, kann nach einem weiteren Erfindungsmerkmal der Sammel- und Scheidebehälter mit einem als Dämpfe- und Gasabzug dienenden Aufsatz versehen sein, der Vorrichtungen zum Abscheiden von Flüssigkeitströpfchen enthält, z. B. Prallböden, Stoßelemente, Füllwerkseinbauten geeigneter Art od. dgl.
  • Es ist weiter als vorteilhaft gefunden worden, daß der besagte Gasabzug des Sammel- und Scheidebehälters an einen als Luftkühler und Beruhigungsraum wirkenden leeren Behälter von großem Rauminhalt und Durchströmungsquerschnitt angeschlossen wird. Man benutzt hierzu zweckmäßig einen stehenden, turmartigen Behälter, der lediglich durch die Außenluft gekühlt wird und der im Innern keinerlei Einbauten besitzt. Der abgezogene Gas- und Dämpfestrom läßt in diesem Behälter infolge seiner durch den großen Behälterquerschnitt sehr geringen Strömungsgeschwindigkeit die durch die äußere Abkühlung kondensierten Teertröpfchen niederfallen, so daß sie sich im Fußteil des Behälters sammeln können. Durch diese Anordnung und Betriebsweise vermeidet man die Schwierigkeiten, die sich aus der beobachteten klebrigen -und zähen Beschaffenheit dieser abgeschiedenen Teerteilchen besonders dann ergeben, wenn man z. B. besondere Kühlelemente als Einbauten verwendet, die sich durch die anhaftenden Flüssigkeitsteile leicht verstopfen.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung.
  • Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist durch Abb. a mit einer Gesamtansicht, teilweise im senkrechten Schnitt, wiedergegeben, während Abb. 2 Einzelheiten in einer Seitenansicht, teils im senkrechten Schnitt, gemäß der Schnittlinie a-b-c der Abb. r zeigt.
  • Die Schleudervorrichtung z enthält in einem gegen die Außenluft im wesentlichen rings abgeschlossenen Gehäuse die Schleudertrommel 2, welche auf der waagerechten Welle 3 befestigt ist. Der Mantel und die Stirnwände der Schleudertrommel 2 bestehen aus flüssigkeitsundurchlässigem Blech oder Metall. Zur Zufuhr des Rohguts in die Schleudertrommel dient die Rohrleitung q, welche bei der Anschlußstelle 5 durch die vordere Gehäusestirnwand der Schleuder durchgeführt ist und mit einem zur Drehachse der Schleudertrommel parallelen Verteilungsrohrstück in den offen bleibenden Teil der Schleudertrommel, zweckmäßig bis in ihren hinteren Raum hineinragt. Ein im Innern der Trommel angeordnetes Schälmesser 6, welches mit dem Arm 7 um einen ebenfalls an der Gehäusewand festsitzenden Drehzapfen g durch ein besonderes (nicht gezeichnetes) Getriebe geschwungen werden kann, dient dazu, die sich unmittelbar am Trommelmantel festsetzende Schicht von verfestigtem, die Feststoffe enthaltendem Rückstand abzuschälen. Die damit in Verbindung stehenden Austragvorrichtungen für dieses abgeschälte Festgut sind in der Zeichnung weggelassen. Zum Abnehmen und Fortführen der geschleuderten Teerflüssigkeit aus der Schleudertrommel dient das Schälrohr g, dessen offenes, im vorderen Trommelraum liegendes Mundstück io gegen die mit dem Pfeil P bezeichnete Umfangsdrehrichtung der Schleudertrommel 2 abgebogen ist, so daß bei dessen Eintauchen in die oberste Flüssigkeitsschicht diese Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit in das Rohr g hineinschießt. Dieses Schälrohr g sitzt an einem die Gehäusewand umgreifenden Plattenpaar ii fest, das schlittenartig in entsprechenden Gleitführungen 12 waagerecht und dadurch mit seinem Mundstück io im wesentlichen radial zur Schleudertrommel verschoben werden kann. Das Fortsetzungsstück 14 des Schälrohrs ragt in den freien Raum außerhalb des Gehäuses heraus und besitzt ein Austrittsendstück 15, dessen Rohrachse parallel zur Verschiebungsrichtung des Schälrohrs bzw. der Schlittenführung 11, 12 angeordnet ist. Die Verschiebung selbst wird durch die Kolbenstange 16 des am Gehäuse der Schleuder fest angebauten hydraulischen Zylinders 17 bewirkt. Gemäß der Erfindung mündet das Rohrendstück 15 in das am Gehäuse durch die Konsolen 13 befestigte Endstück 18 des feststehenden Ableitungsrohrs ig ein, und zwischen beiden ist zur Abdichtung eine Stopfbüchse 2o angeordnet. Das feststehende Ableitungsrohr ig ist mit dem aus der Zeichnung erkennbaren schräg abwärts geneigten Teil durch den Rohrstutzen 21 an einen liegenden, geschlossenen Behälter 22 angeschlossen, der als Sammel- und Scheidebehälter für die eingeleitete Flüssigkeit, Dämpfe und Gase dient. Dieser Behälter besitzt einen als Dämpfe- und Gasabzug dienenden Aufsatz 23, der im Innern Prallplatten 24 oder andere geeignete Vorrichtungen zum Abscheiden von Flüssigkeitströpfchen aus dem durchgeleiteten Gasdampfstrom besitzt. Am unteren Teil des Ableitungsrohrs ig ist das Probenehmerröhrchen 25 so angeschlossen, daß sein Abfangende 26 dem unteren Teil der schrägen Innenwand des Rohrs ig nahe anliegt. Das entgegengesetzte Auslaufende -27 des Probenehmerröhrchens 25 steht frei über einem Auffangtrichter 28, so daß der Flüssigkeitsauslauf frei von außen beobachtbar ist. Das senkrechte Trichterabfallrohr 29 ragt in eine als Tauchverschluß dienende Tasse 3o hinein, die am oberen Ende mit einer Anzahl kleiner Austrittslöcher 31 versehen ist. Der Behälter 22 besitzt an seiner tiefsten Stelle zwei mit Absperrvorrichtungen 32 und 33 versehene Abgangsrohre 34 und 35. Die aus dem Aufsatz 23 des Behälters 22 abgehenden Dämpfe und Gase werden durch die Rohrleitung 36 zunächst in das untere Ende 37 einer Gasabgangsrohrleitung 38 eingeführt, welche an den Kopfstutzen 39 des Gehäuses der Schleuder i angeschlossen ist und zum Absaugen der in dieser entwickelten Dämpfe und Gase dient. Das Rohrende 37 mündet in den unteren Teil eines stehenden, turmartigen Behälters 4o ein, dessen Rauminhalt und waagerechter Durchströmungsquerschnitt groß sind und der sowohl als Luftkühler wie auch als Beruhigungsraum wirkt. Die in diesem Behälter sich unten ansammelnden Teerkondensate werden durch den absperrbaren Ablaß 41 entfernt. Um eine Beispielsangabe über die Größe des Behälters 40 zu machen, sei erwähnt, daß er bei Anwendung einer Schleudertrommel von etwa 2 m Durchmesser und o,8 m lichter Breite eine Höhe von etwa 5 m und einen Durchmesser von etwa i m besitzt. An den Kopf des Behälters 40 ist die Abgangsrohrleitung 42 für Gase und Dämpfe angeschlossen, welche mit ihrem Fortsetzungsstück 43 in den Saugstutzen eines Gasgebläses 4. einmündet. Das Druckrohr 45 dieses Gebläses führt die abgesaugten Dämpfe und Gase ins Freie.
  • Der Betrieb der vorbeschriebenen Vorrichtung wird, zum Teil weitgehend stetig, zum Teil absatzweise, wie folgt geführt: Als Schleuderausgangsgut möge ein roher, aus der Schwelung von feinkörniger Braunkohle gewonnener Teer angenommen werden, der ein spezifisches Gewicht von o,9 bis i,o aufweist und einen Wassergehalt von etwa i bis 3 Gewichtsprozent sowie einen Feststoffgehalt von etwa o,5 Gewichtsprozent besitzt; diese Feststoffe bestehen aus sehr feinen Kohlenstaub- und Aschebestandteilen mit spezifischen Gewichten von etwa 1,2 bis 2,5. Wenn die Schleudertrommel 2 zu Beginn des Betriebes leer, d. h. auch von den in einer früheren Betriebsperiode angesammelten Feststoffen vollständig geräumt ist, so wird zunächst unter ständiger Drehung der Trommel roher Teer, der praktisch meist eine höhere als die gewöhnliche Temperatur, z. B. go' C besitzt, durch die Rohrleitung 4 stetig eingefüllt, bis das Mundstück io des Schälrohrs g, das in der durch Abb. i gezeichneten, vom Trommelmantel weitest abgerückten Stellung steht, in die rotierende Flüssigkeit einzutauchen beginnt und geschleuderte Flüssigkeitsteile abnimmt. Es wird nun das Nachfüllen von Rohgut durch die Rohrleitung 4. und das Abnehmen von geschleudertem Gut durch das Schälrohr g ständig fortgesetzt. Die fortgeführte Flüssigkeit einschließlich der mitangesaugten Dämpfe und Gase wird durch die Fortsetzungsrohrstücke 14 und 15 des Schälrohrs in das Ableitungsrohr 18, ig und in den Sammel- und Scheidebehälter 22 überführt, worin die geschleuderte Flüssigkeit zunächst, solange sie ihre Beschaffenheit beibehält, aufgespeichert bleibt. Während dieses Schleuderbetriebes, unter ständigem Nachfüllen neuen Rohgutes, sammelt sich in der Schleudertrommel 2 unmittelbar am Trommelmantel eine Feststoffschicht und über derselben eine als Zwischenschicht zu bezeichnende Flüssigkeitsmasse an, die außer dem Wasser des Teers größere Mengen an Feststoffen in Schwebe hält und nicht als reines Schleudergut angesprochen werden kann. Schließlich erreicht diese Zwischenschicht auch das Mundstück io des Schälrohrs g. Dieser Übergang von vorher reinem Schleudergut auf unreine Teerflüssigkeit läßt sich an dem Auslauf 27 des Probenehmerröhrchens 25 beobachten. Die Auslaufmenge hierselbst und die Auslaufgeschwindigkeit sind so klein, daß sich Mißstände durch Berührung dieser Flüssigkeit mit der Außenluft praktisch nicht ausbilden. Andererseits verhindern die feinen Austrittslöcher 31 am Kopf der Tauchtasse 3o durch ihre strömungsdämpfende Wirkung, daß etwa der Flüssigkeitsablauf durch den Tauchverschluß hindurch unregelmäßig gestaltet oder durch Gasdruckstöße im Innenraum des Behälters 22 gestört wird. In diesem Schleuderstadium wird das weitere Nachfüllen von Rohgut durch die Rohrleitung 4 eingestellt und der Behälter 22 z. B. durch die Abgangsrohrleitung 34 entleert, die den Rennteer in einen Vorratsbehälter überführt. Nachdem somit der Behälter 22 leer gemacht und die Abgangsleitung 34 durch die Vorrichtung 32 wieder verschlossen worden ist, wird nun die in der Schleudertrommel angesammelte Zwischenschicht dadurch abgenommen, daß das Schälrohr g mittels der Schlittenführung 1i, 12 und des hydraulischen Zylinders 16, 17 langsam gegen den Trommelmantel hin verschoben wird. Die Flüssigkeitsmasse der Zwischenschicht gelangt dadurch ebenfalls in den Behälter 22. An dem Auslauf 27 des Probenehmerröhrchens 25 wird wieder der Zeitpunkt beobachtet, wo die abgenommene Zwischenschichtsflüssigkeit erschöpft ist. In diesem Stadium wird das Schälrohr g in seine Ausgangsstellung zurückgeschoben und die im Behälter 22 angesammelte unreine Teerflüssigkeit durch die andere Abgangsrohrleitung 35 in einen dafür bestimmten Vorratsbehälter überführt. Diese unreine noch Wasser enthaltende Flüssigkeit gelangt in den Vorrat des rohen Ausgangsguts zurück und wird demnach in einer späteren Betriebsperiode auf geschleuderten reinen Teer aufgearbeitet. Die danach in der Trommel 2 verbliebene Feststoffschicht ist nach Beendigung der beschriebenen ersten Betriebsperiode zunächst noch so dünn, daß ihr Entfernen nicht praktisch wäre. Man wiederholt daher zweckmäßig die vorbeschriebene Betriebsweise, unter Umständen mehrmals, so daß sich nach und nach eine stärkere Feststoffschicht ansammelt. Diese wird dann schließlich einmal durch das Schälmesser 6 abgenommen, indem dieses an seinem Hebel 7 durch eine besondere Vorrichtung dem Mantel der Schleudertrommel 2 allmählich mehr und mehr genähert wird. Das Austragen dieser Masse, die einen halb trockenen verfestigten Zustand aufweist, braucht hier nicht weiter beschrieben zu werden.
  • Während der ganzen Zeit des Einlaufens von geschleuderter Teerflüssigkeit durch die Abgangsrohrleitung 18, ig in den Behälter 22 hinein werden die ebenfalls in ihm hineingeratenen Dämpfe und Gase durch das ruhige Stehen des emulgierten Gemischs von der Flüssigkeit entbunden und durch den Aufsatz 23 über die Abzugsrohrleitung 36 weggeführt. Hierbei werden mitgerissene Flüssigkeitströpfchen durch die Abscheidevorrichtungen 24 zurückgehalten. Die durch das Rohr 36 abgeführten Gas- und Dämpfemengen werden in dem Rohrleitungsstück 37 mit den aus der Schleuder i abgesaugten Gasen und Dämpfen vereinigt und die gesamten Gas- und Dämpfemassen durch den Behälter 40 unter der Saugwirkung des Gasgebläses 44 durchgeleitet - und schließlich durch das Rohr 45 in die Außenluft abgeführt. Da das in die Schleudertrommel eingeführte Rohgut schon wegen der für den Schleuderbetrieb zu fordernden Dünnflüssigkeit immer eine gewisse erhöhte Temperatur haben muß, die z. B. bei Braunkohlenteer etwa go° beträgt, so sind die durch den Behälter 40 geführten Dämpfe und Gase immer warm und erfahren daher in ihm durch den abkühlenden Einfluß der Außenluft eine Kühlung und dabei eine Kondensation ihrer Dämpfebestandteile. Das Kondensat sammelt sich im Fußteil des Behälters 40 und wird durch den Ablaß 41 stetig oder von Zeit zu Zeit absatzweise abgeführt. Infolge des völligen Leerseins des Behälters 40 treten auch bei klebriger oder zähflüssiger Natur der Kondensate Ansätze von solcher Art, die zu Umständlichkeiten oder gar Verstopfungen führen könnten, nicht ein, und sonstige Ansätze können bei Bedarf durch einfache Reinigungsmaßnahmen leicht beseitigt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Schleudern und Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer, bei der in der Schleudertrommel ein Schälrohr zum Abnehmen und Fortführen von flüssigem Gut ungefähr radial verschiebbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsende des Schälrohrs eine seine Bewegbarkeit nicht hindernde gasdichte, auch die Flüssigkeit gegen die Außenluft absperrende Verbindung mit einer feststehenden Rohrleitung hat, die in einen geschlossenen Sammel- und Scheidebehälter für Flüssigkeit und Dämpfe bzw. Gase einmündet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. das Austrittsende des Schälrohrs parallel der Verschiebungsrichtung desselben angeordnet und gegen das feststehende gleichgerichtete Ableitungsrohr durch eine Stopfbüchse abgedichtet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammel- und Scheidebehälter (22) mit einem als Dämpfe- und Gasabzug diendenen Aufsatz (23) versehen ist, der Vorrichtungen zum Abscheiden von Flüssigkeitströpfchen enthält.
  4. 4. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasabzug des Sammel- und Scheidebehälters an einen als Luftkühler und Beruhigungsraum wirkenden leeren Behälter von großem Rauminhalt und Durchströmungsquerschnitt angeschlossen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die feststehende, in den Sammel- und Scheidebehälter einmündende Rohrleitung ein Probenehmerröhrchen (25) für die hindurchgeführte Flüssigkeit so angeschlossen ist, daß sein Flüssigkeitsauslauf (27) frei von außen beobachtbar ist.
DEST1358D 1944-03-28 1944-03-28 Vorrichtung zum Schleudern und Trennen von rohem, Feststoffe enthaltendem Teer, insbesondere Braunkohlenteer Expired DE879698C (de)

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