DE877358C - Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk - Google Patents
Kunstbein mit physiologischem KniegelenkInfo
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Description
- Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk Die Erfindung bezieht sich auf ein Kunstbein mit sog. physiologischem Kniegelenk. Hierunter versteht man in der Fachwelt ein künstliches Kniegelenk, das weitgehend die Funktionen des natürlichen Kniegelenks beim Gehen übernimmt, insbesondere beim Biegen des Kniegelenks das Zurückgleiten des Unterschenkels und eine Verkürzung des Beines zuläßt und gleichzeitig bei leichter Beugung eine volle Belastung des Gelenks ermöglicht, ohne daß das Kunstbein einknickt.
- Die Erfindung geht von der Erkienntnis aus, daß es trotz der hohen Entwicklung der Kunstbeintechnik bisher nicht gelungen ist, dem Amputierten ein Kunstbein zur Verfügung zu stellen, dessen Kniegelenk entsprechend der verringerten WIuskelkraft ohne besondere Anstrengung zu bewegen und ihm zusatzlicheKraftaufwendungen und zusätzliche Bewegungen zu ersparen, so daß der mit dem Kunstbein Ausgestattete anstrengungslös wieder zum Dauerläufer wird.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der sagittalen Mittelebene des Kunstbeins eine Platte so angeordnet ist, daß sie einerseits mittels Bolzens mit dem Unterschenkelkniestück und an!dererseits mittels eines zweitenBolzens mit dem Obersdenkelkniestück verbunden ist und daß die Platte selbstfedernd die Gelenkkopfflächenbeim Gehen gleitend aufeinander abwälzen läßt Mit dem erfindungsgemäßen Kunstbein erhält man erstmals vollendet die physiologischen - Wir- kungen des natürlichen Kniegetenks auf denkbar einfachste Art, weshalb das Kunstbein selbst in bisher unerreichbarer Weise leicht ausgeführt werden kann und den Träger zu sportlichen Leistungen befiähigt. Das Gewicht des erfindungsgernäßen Kunstbeins ist also sehr gering.
- Während manche der bekannten Konstruktionen die Kompliziertheit einer Maschine besitzen und auf diese Weise viele Fehlerquellen eröffnen, sind diese bei dem erfindungsgemäßen Kunstbein wegen der Einfachheit seines Aufbaues von vornherein ausgeschaltet.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
- Fig. I bringt einen Längsschnitt von der Seite gesehen bei gestrecktem Kniegelenk; Fig. 2 zeigt den gleichen Längsschnitt bei gebeugtem Knie; Fig. 3 zeigt einen Fig. I entsprechenden' Längsschnitt von vorn gesehen; Fig. 4 zeigt die Fig. I entsprechende Ansicht des Kunstbeins von vorn.
- Im einzelnen bedeutet A das Oberschenelkniestück dies Kunstbeins, wiährend B entsprechend das Unterschenkelkniestüick darstellt.
- Wesentlich für die Erfindung ist nun die Verbindung beider durch die Führungsplatte C, die, wie aus Fig. I und 2 in Verbindung mit Fig. 3 ersichtlich, in der sagittalen Mittelebene des Kunstbeins angeordnet ist.
- Wie ersichtlich, hat bei dem Ausführungsbeispiel die Platte C im wesentlichen die Form einer Niere, die gegenüber dem natürlichen Knie entgegengesetzt abgewinkelt ist. Währendr am oberen Ende der nierenförmigen Platte C bei D ein Bolzen zur gelenkigen Verbindung mit dem Oberschenkelkniestück A vorgesehen ist, ist an der Abwinklung bei E ein !Bolzen zur Verbindung mit dem Unterschenkelkniest;ü;ck B vorgesehen.
- Wie aus Fig. 3 ersichtlich, können diese Bolzen mit versenktem Kopf und versenkter Mutter versehen werden; jede entsprechende andere Ausfülhrung kommt hierfür in Frage. Wesentlich ist, daß die Bolzen in den Kniegelenkstücken sich nicht seitlich verschieben bzw. nicht herausfallen dürfen.
- Es ist also unerheblich, ob die Bolzen in die Gelenkstücke eingetrieben sind oder sich in diesen drehen können.
- Im Ausführungsbeispiel wurde für die Platte C die Nierenform deshalb gewählt, damit auch bei stark gebeugtem Knie, wie aus Fig. 2 ersichtlich, das untere Ende der Platte C noch gut in den Hohlraum des Unterschenkelkniestücks B hineinpaßt.
- Wie aus den Fig. I und 2 weiter ersichtlich, führt die Nierenform für die Platte C insofern zu übersichilichen Raumverhältnissen; als eine kleine Druckfeder F genügt, um während des Gehens die Gelenkkopffläche des Oberschenkels A mit einer solchen Reibung an die Gelenkkopffiäche des Unterschenkels B zu driiiicken, daß unter dem Einfluß des Körpergewichts das durchgebeugte Knie in den beim Schreiten entstehendenLagen nicht zusammenknicken kann.
- Ferner ist die Lage der Bohrungen für die Bolzen D und E so gewählt, daß/, wie beim natürlichen Gelenk, also physiologisch richtig, beim leichten Abwinkeln während des Gehens der Unterschenkel B gegenüber dem Oberschenkel A zurückgleitet. JEs ist nicht möglich, allgemein gültig in Zahlen die Abstände der Bolzen D und E voneinander anzugeben, da diese Abstände durch die Körpergröße des Patienten weitgehend bestimmt sind. Allgemein kann man nur so viel sagen, daß mit einer Verschiebung des Bolzens nach vorn, also bei Fig. I und 2 nach links in Richtung des eingetragenen Pfeils, die Reibung vergrößert wird, mit welcher die Gelenkkopffläche des Oberschenkels =4 auf die Gelenkkopffläche des Unterschenkels B drückt. Wie aus Fig. I ersichtlich, hat gegenöber der Vertikalen die Verbindungslinie D-E der beiden Bolzen bei gestrecktem Knie eine Neigung, die zwischen 20 und 300 liegt.
- Es steht nichts im Wege, der Platte C eine andere Form wie die Nierenform zu geben, beispielsweise die in Fig. 1 gestrichelt angedeutete. In diesem Fall kommt der untere Teil der Platte C einschließlich der Feder F in Wegfall. Der notwendige Anpreßdruck kann in solchem Fall durch eine Verstärkung des Gummizuges G, der gleichzeitig eine Streckung des Beines bewirkt, hervorgerufen werden.
- H zeigt noch die an sich bekannte Kniescheibe, während der Puffer J das Vorschwingen des Beines begrenzt bzw. das Durchknicken des Kniegelenks nach hinten verhindert. Ferner ist K ein Belag aus Leder, Fiber oder Metall in der Gellenkkopffläche des Unterschenkels B; dieser Belag hat für eine gleichrnäßige Reibung zu sorgen. Es besteht auch die Möglichkeit, entweder den Unterschenkel allein oder zusätzlich auch den Oberschenkel zu belegen.
- Bei zusätzlichem Belag empfiehlt es sich, verschiedene Stoffe für den Belag zu wählen.
- Die erfindungsgemäße Platte C wird vorzugsweise aus Holz hergestellt, kann aber auch aus Kunststoff oder Metall angefertigt werden.
- Zur Gewährleistung einer guten Verwindungsfestigkeit ist es wichtig, daß die Platte C sowohl in den Schlitz des Oberschenkels A als auch in den Schlitz des Unterschenkels B spielirei im Gleitsitz eingepaßt ist.
- Endlich ist darauf hinzuweisen, daß die strichpunktierten Kurven im Unter- und Oberschenkelteil von Fig. I und 2 die Form der natürlichen Knochengelenke am Knie angeben; man erkennt, daß die Bewegung des Kunstbeins denkbar der natürlichen Beinbewegung entspricht.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk, dadurch gekennzeichnet, daß in der sagittalen Mittelebene des Kunstbeins eine Platte (C) so angeordnet ist, daß sie einerseits mittels Bolzen (E) mit dem Unterschenkelkniestück (B) und andererseits mittels eines zweiten Bolzens (D) mit dem Oberschenjkelkniestück (A) verbunden ist und daß die Platte (C) selbst federnd die Gelenkkopfflächen beim Gehen gleitend aufeinander abwälzen läßt.
- 2. Kunstbein nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (C) nierenförmig ausgebildet und gegenüber dem natürlichen Knie entgegengesetzt abgewinkelt ist.
- 3. Kunstbein nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem für die Aufnahme des Bolzens (D) entgegengesetzten Ende der Platte (C) eine Feder angreift, die während des Gehens die Gelenkkopffläche des Oberschenkels (A) mit einer solchen Reibung an die Gelenkkopffläche des Unterschenkels (B) drückt, daß unter dem Einfluß des Körpergewichts das durchgebeugte Knie in den beim Schreiten entstehenden Lagen nicht zusammeuknicken kann.
- 4. Kunstbein nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder als Druckfeder (Fj ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF1788D DE877358C (de) | 1944-06-28 | 1944-06-28 | Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF1788D DE877358C (de) | 1944-06-28 | 1944-06-28 | Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE877358C true DE877358C (de) | 1953-05-21 |
Family
ID=7083021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF1788D Expired DE877358C (de) | 1944-06-28 | 1944-06-28 | Kunstbein mit physiologischem Kniegelenk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE877358C (de) |
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1944
- 1944-06-28 DE DEF1788D patent/DE877358C/de not_active Expired
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