DE87302C - - Google Patents

Info

Publication number
DE87302C
DE87302C DENDAT87302D DE87302DA DE87302C DE 87302 C DE87302 C DE 87302C DE NDAT87302 D DENDAT87302 D DE NDAT87302D DE 87302D A DE87302D A DE 87302DA DE 87302 C DE87302 C DE 87302C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
heating
rings
thermopile
wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT87302D
Other languages
English (en)
Publication of DE87302C publication Critical patent/DE87302C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N10/00Thermoelectric devices comprising a junction of dissimilar materials, i.e. devices exhibiting Seebeck or Peltier effects

Landscapes

  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1895 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dampfkessel, bei welchem die von der Feuerung ausgehenden Heizgase durch eine möglichst grofse Anzahl von Heizröhren den Kessel im Innern der Höhe oder der Länge nach durchströmen und jede Heizröhre den Heizkanal einer Thermosäule bildet, deren cylindrischer äufserer Umfang dicht anschliefsend von einer zur Heizröhre concentrischen Kühlrohre, bestehend aus einer auf der Innenseite emaillirten Eisen- oder Stahlblechröhre, umgeben ist.
Der dieser Patentschrift zu Grunde liegende Erfindungsgedanke bezweckt die Herabminderung des inneren Widerstandes der Thermosäule auf ein Mindestmafs, ohne dadurch die beim Wärmedurchgang von der heifsen zur kalten Löthstelle auftretenden Verluste zu vergröfsern.
Es ist hierbei von folgendem Erfahrungssatz ausgegangen:
Vermittelst einer gegebenen Wärmequelle lä'fst sich pro Zeiteinheit die gleichmä'fsige Erhitzung einer gegebenen Metalloberfläche α (s. die schematische Fig. 8) erzielen.
Es sei angenommen, α α stelle den Querschnitt eines Kupferbleches, b b den Querschnitt einer um ein Vielfaches dickeren Eisen-, Kohlen - oder anderen Platte und c c wieder ein mit α α gleich dickes Kupferblech dar. Die Pfeile a1 a1 (ausgezogen) stellen die Strahlen einer Wärmequelle, die Pfeile C1C1 (punktirt) die Strahlen einer kalten Quelle dar. Es ist einleuchtend, dafs bei sonst gleichen Verhältnissen die Erzeugung der elektrischen Energie proportional dem Unterschied der Temperaturen von a1 und c1 und die Stromstärke proportional der Dicke der Platte b ist.
Es ist klar, dafs bei gleichen Gröfsen von a1 aL und C1C1 nach Fig. 8 und 9 die Erzeugung elektrischer Energie dieselbe bleibt, dafs aber, wenn die Plattendicke b, nach Fig. 9^ das Doppelte von der Dicke der Platte b in Fig. 8 beträgt, die Intensität in der Anordnung nach Fig. 9 nur halb so grofs ist als in der nach Fig. 8, da der Widerstand alsdann sich verdoppelt.
In Erkenntnifs des Vorhergehenden ergab sich das Bestreben, die Entfernung von a : c, d. h. von der kalten zur heifsen Löthstelle, auf ein Minimum zu reduciren.
Es ist leicht einzusehen, dafs die Erzeugung der elektrischen Energie nahezu dieselbe bleibt, wenn die Platte b und Bleche α und c durch Schnitte senkrecht zur Plattenoberfläche in der Richtung der Wärme- bezw. Kältestrahlen durch einzelne Abtheilungen zerlegt und durch Zwischenlagen isolirt werden.
Die Umsetzung von Wärmeenergie in elektrische bleibt ebenfalls dieselbe, wenn die einzelnen elektrischen Ströme dadurch addirt werden, dafs die heifse Löthstelle der einen Abtheilung mit der kalten Löthstelle der folgenden Abtheilung verbunden wird.
Es ist klar, dafs die Umsetzung der Wärmemenge, welche in den Fig. 8, 9 und 10 durch die Pfeile a1 a1 ausgedrückt ist, dieselbe bleibt, wenn bei sonst gleichen Verhältnissen die als
in einer geraden Ebene ausgestreckt gedachten Platten so zu einem Cylinder zusammengerollt werden, dafs ein nach aufsen vollständig geschlossener Cylinder mit cylindrischem Hohlraum nach Art der Fig. 11 und 12 entsteht.
Um nun die einzelnen Abtheilungen des nach Art der Fig. 11 und 12 gebildeten Cylinders zu einer Thermosäule in elektrisch leitende Verbindung zu bringen, d. h. die für die Fig. 8 und 10 vorausgesetzten Bedingungen der Wärme- und Kältezufuhr an einem technisch verwerthbaren Apparat zu erfüllen, wird auf die in den Fig. 1 bis 7 zeichnerisch dargestellte Weise verfahren.
Fig. ι und 2 stellen je eine Ansicht eines kreisrunden Thermoelementes dar, das aus einem inneren Ring ni1 und einem äufseren Ringm3, beide aus einem die Elektricitä't und Wärme gut leitenden Stoff, wie Kupfer, Messing u. s. w., und aus einem zwischen beiden eingeklemmten Ring m2 aus einem anderen thermoelektrisch verschiedenen Stoffe, wie Eisen, Kohle u. s. w., so dafs beide Materialien zusammen ein Thermoelement darstellen, gebildet ist. Zum Zweck der Durchführung des Leiters m4 vom inneren heifsen Ring m1 des einen Elementes zum äufseren kalten Ring m3 des nächsten Elementes sind die Ringe m2 und m3 bei jedem Element auf einer Seite aufgeschnitten und das Ende des Leiters mi wird in eine Einkerbung auf dem Rücken des Ringes mB so eingelegt, dafs beim Zusammensetzen der einzelnen Elementscheiben, d. h. durch Aufeinanderlegen derselben und Zwischenschaltung von Isolirscheiben F am äufseren Cylinderumfang keinerlei Vorsprünge oder Vertiefungen oder auch Unterbrechungen gebildet werden, durch welche beim Einsetzen des Säulencylinders ruhende, die strahlende Wärme schlecht leitende Luftschichten zwischen dem äufseren Ring m3 und der Kühlrohrwandung gebildet werden können.
Die einzelnen Scheiben, welche je ein Thermoelement bilden, folgen in der Säulenzusammensetzung so auf einander, dafs je eine Scheibe nach Fig. 1 mit Spalt links zur Führung des Leiters m4 mit einer Scheibe nach Fig. 2 mit Spalt rechts zur Führung des Leiters w4 abwechselt. In Fig. 3 ist dargestellt, wie die einzelnen Scheiben auf einander gelegt werden; die hier als nicht verbunden gezeigten Enden werden dann zusammen verlöthet.
Fig. 4 der Zeichnung stellt einen Längsschnitt durch eine Kühlrohre L dar, wobei die Thermosäule in der Ansicht gezeichnet ist.
Die cylindrische Fläche der Aufsenringe mz3 liegt dicht gegen die innere Emaillewandung L1 der eisernen oder stählernen Kühlrohre L an.
Die auf solche Weise zusammengesetzten Thermosä'ulen werden nun je einzeln in eine den Kessel von einem Ende zum anderen durchziehende Kühlrohre L eingesetzt, deren äufsere Blechwandung L allseitig vom Kesselwasser umspült wird.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch einen aufrechtstehenden Kessel,
Fig. 6 einen waagrechten Schnitt desselben Kessels.
Fig. 7 zeigt die gleiche Thermosäulenanordnung in einem liegenden Kessel im senkrechten Schnitt.
In diesen drei Figuren ist nur je eine Thermosäule näher dargestellt; selbstverständlich ist diese Anordnung in den übrigen Röhren dieselbe. . ■'
Der Dampf wird bei dem stehenden Kessel zweckmäfsig durch einzelne Röhren R oben aufgenommen, um einen freien Raum oberhalb des Wasserkessels zur Herausnahme der Thermosäulen für Aufbau und Abbau zu erhalten. Beim liegenden Kessel ist hierauf nach . oben keine Rücksicht zu nehmen. Die aus der Feuerung aufsteigenden Heizgase S durchströmen die Heizrohren E und entweichen durch die Kamine E1 (s. Fig. 5).
Es ist noch zu bemerken, dafs die Thermosäulen durch Schraubenbolzen G zu einem festen Ganzen zusammengehalten und so leicht in die Röhren L eingebracht und aus denselben wieder entfernt werden können. Die Schraubenbolzen G sind gegen die einzelnen Elementscheiben isolirt.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Die Anordnung von Thermoelementen in Dampfkesseln, deren Heizrohre, zugleich die Heizkanäle für die mit einer ringförmigen, als warme Löthstelle ausgebildeten und zur Aufnahme des Heizrohres dienende Oeffnung versehenen Elemente bilden, in der Weise, dafs die Aufsenwandung jedes einzelnen Elementes eine cylinderförmige ist und sich dicht an die emaillirte Innenwandung L1 einer zur Heizröhre E concentrischen, von Kesselwasser allseitig umgebenen Kühlrohre L aus Metallblech anschliefst.
  2. 2. Die Zusammensetzung der .unter 1. erwähnten , durch Aufeinanderlegen . eine Thermosäule bildenden Elemente aus einem inneren, die Heizrohrwandung dicht umschliefsenden Ring m1 und einem concentrischen äufseren Ring w3, beide aus Kupfer, Messing oder anderem die Elektricität und Wärme gut leitenden Stoffe, und einem zwischen beiden eingelötheten Ring m2 aus Eisen, Kohle oder anderem thermoelektrisch von dem ersteren verschiedenen Stoffe, wobei die leitende Verbindung des inneren Ringes m1 (heifse Löth-
    stelle) eines Elementes mit dem äufseren ,Ringe ms (kalte Löthstelle) des nächsten Elementes dadurch hergestellt wird, dafs ;die Ringe m2 und m3 eines jeden Elementes auf einer Seite ausgeschnitten, die Elemente abwechselnd mit den Ausschnitten rechts und links auf einander gelegt und die von den Ringen ausgehenden Leiter in Einkerbungen «i5 mit den Ringen m3 verlöthet werden, so dafs eine vollständig glatte cylindrische Aufsenwandung der Thermosäulen erhalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT87302D Active DE87302C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE87302C true DE87302C (de)

Family

ID=359289

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT87302D Active DE87302C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE87302C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2910855B1 (de) Rekuperatorbrenner mit Zusatzwärmetauscher
DE1932087A1 (de) Thermogenerator
DE1248308B (de) Vakuumofen zum kontinuierlichen Gluehen von Band aus reaktionsfaehigem Metall
DE87302C (de)
DE6901693U (de) Waermeaustauscher
DE1083446B (de) Einrichtung zur Erzeugung elektrischer Energie aus der bei Kernspaltungsreaktionen frei werdenden Waerme
DE60107390T2 (de) Vorrichtung für die katalytische behandlung von fluiden
DE3339242C2 (de) Rekombinator
DE142829C (de)
DE1916760C3 (de) Röhrenförmige Vorrichtung zum Erhitzen von gasförmigen Metallhalogenide!!
DE3700443C2 (de)
DE102019116478B3 (de) Wärmeübertrager mit Thermogenerator und Verfahren zur Herstellung von Wärmeübertragern mit Thermogeneratoren
DE542430C (de) Verfahren zum Betrieb von Thermosaeulen
DE2624688C3 (de) Wärmefibertraganlage für gasgekühlte Hochtemperaturreaktoren
DE368938C (de) Elektrischer Gluehofen fuer Haerte- und sonstige metallurgische Zwecke
DE554484C (de) Elektrischer Durchlauferhitzer mit mehreren hintereinandergeschalteten Heizelementen,die aus keramischen Zylindern bestehen und mit Kanaelen zur Aufnahme der Heizspiralen und zum Durchlauf des Wassers versehen sind
EP0994321B1 (de) Wärmeübertrager für brennstoffbeheizte Wassererhitzer
DE3005112A1 (de) Thermoelektrischer generator vorzugsweise fuer wasser-elektrolyse funktionell kombiniert mit waermetauscher-systemen
DE2204058A1 (de) Rückstrahl-Auskleidung
DE228366C (de)
DE86577C (de)
DE1947850C2 (de) Sinterofen
DE650352C (de) Heizkessel fuer Zentralheizungen
AT112012B (de) Wasserraumloser Dampfentwickler oder -Überhitzer.
DE417510C (de) Dampfkessel mit elektrischer Widerstandsheizung