DE865645C - Verfahren zum Mattieren von Oberflaechen fester Gegenstaende - Google Patents

Verfahren zum Mattieren von Oberflaechen fester Gegenstaende

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DE865645C
DE865645C DEH8372A DEH0008372A DE865645C DE 865645 C DE865645 C DE 865645C DE H8372 A DEH8372 A DE H8372A DE H0008372 A DEH0008372 A DE H0008372A DE 865645 C DE865645 C DE 865645C
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DE
Germany
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matting
solid objects
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objects
glass
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DEH8372A
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English (en)
Inventor
Leopold Dr Hiesinger
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WC Heraus GmbH and Co KG
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WC Heraus GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C15/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by etching

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

  • Verfahren zum Mattieren von Oberflächen fester Gegenstände Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Mattieren von Oberflächen fester Gegengtände, insbesondere von Glas, wo eine feinkörnige Mattierung mit hoher Streuung für auffallendes und durchscheinendes Licht erwünscht ist, beispielsweise bei: optischen Mattscheiben oder bei mattierten Verzierungen auf Glasgefäßen.
  • Es sind bereits mechanische und chemische Mattierungsverfahren bekannt. Erstere beruhen vor allem auf der Benutzung eines Sandstrahlgebläses, letztere bedienen sich besonderer Mattierpulv er, vor allem aber der bekannten Eigenschaft, d=aß gasförmige oder wäßrige Flußsäure oder Verbindungen dieser die Silicatgläser angreifen unter Bildung der Kieselfluorwasserstoffsäu.re bzw. deren Salze.
  • In Verfolgung der Aufgabe, sehr feinkörnige, hochwertige Mattscheiben herzustellen, wurde nun überraschend gefunden, daß durch eine neuartige Vorbehandlung der zu mattierenden Oberflächen der Feinheitsgrad der durch Flußsäure erzielten Mattierung sehr weit gesteigert werden kann.
  • Nach der Lehre d!er Erfindung wird zuerst auf die glatte, polierte Oberfläche des Glases durch Kathodenzerstäubung in an sieh bekannter Weise eine sehr feine, visuell noch kaum sichtbare, dünne Schicht von Aluminiumoxyd im Vakuum aufgestäubt. Wird nun die derart vorbehan d!elte Oberfläche wie iü,blich der Einwirkung der Fl;ußsäure ausgesetzt, so erhält man eine sehr feine Mattierung.
  • Vermutlich beruht die durch das Erfindungsverfahren erzielte Verbesserung darauf, daß bei der Kondensation des kathodenzerstäubten A'luminiumoxyd@ auf der Glasoberfläche in seIhr gleichmäßiiger 'Verteilung submikroskopisch kleine, räumlich getrennte Kristallite entstehen, die nachher als Kondensationskeime für die Fl.uorsäuredämpfe bzw. als deren Hauptarngriffspunkte wirken. Auf diese Weise erfolgt dann .de Ätzung zuerst an den gleichmäßig verteilten Kristalliten und an den darunterliegenden begrenzten Bereichen der Glasoberfläche; um erst später auf benachbarte Flächenteile überzugreifen.
  • Es ist für das Verfahren wichtig, daß .die am Erde erzielte Mattierung dadurch in erwünschter Weise in gewissen Grenzen abgewandert werden kann, daß man sowohl durch versichiedene Zerstäubungtsgeschwindigkeiten und Zerstäubungsdich.ten feinere oder gröbere Kristallne auf der Glasoberfläche erzeugt als auch durch die Zeitdauer der Einwirkung der Flußsäuredämpfe bzw. durch deren Konzentration weitere Abänderungen ermöglicht, was durchaus dem Können des Fachmannes überlassen werden darf.
  • Beim Vergleich der erfindungsgemäßen, mit gewöhnlichen durch Flußsäu@reätzung hergestellten Mattscheiben ist die erzielte Verbes,serum!g auffallend. Zwar kann auch nach dem letzteren Verfahren eine derartige Mattierung hergestellt werden, daß für das Auge keine Durchsichtigkeit mehr besteht, jedäch sind die 'IichtstreuendLn Bereiche der Oberfläche höchstens nur mikroskopisch klein und :meist gerade noch dem Auge erkennbar. Die neuen Mattscheiben haben; dagegen eine optische Rau'higkeü.t, die von submilzros'kopischer Feinheit ist, ohne natürlich unterhalb ,einer kritischen, durch die Lichtwel'lienlängen bestimmten Größe zu sinken, wo der erwünschte Effekt der Lichtstreuung nicht mehr eintreten kann. Sie haben daher in fast milchg-lasähnliches Aussehen und trotz der Mattierung eine ebene, ausreichend glatte Oberfläche.
  • Außer mit Aluminiumoxyd läßt sich dieselbe für die Erfindung kennzeichnende Vorkeimung auch mit anderen zweckmäßig absorptionsfreien Metalloxyden, erzielen, beispielsweise mit den -Oxyden des: Chroms, Tautals und T'horiums. Es :ist dann für die Wirkung univesemtlich,'ob bei Gier Ätzung die Kristallne restlos oder -nur zum Teil abgetragen werden und dann im letzteren Pall auf der mattierten Fläche zurückbleiben.
  • Außer auf den Oberflächen gewöhnllicher Glasplatten zur Muttscheibenherstellung ist das Verfahren auch bei Gegenständen aus anderen keramischen Stoffen anwendbar, so z. B. zur Einätzung von Figuren, Verzierungen u. däl. Im letzteren Fall können die nicht zu ätzenden 'Oberflächenteile in: an sich bekannter Weise vor dem Angriff der Flußsäure geschützt werden bzw. beim Belegen mit der Oxydtkeimschicht durch zweckmäßig geformte Schablonen frei gehalten werden.
  • Es steht weiter nichts im Wege, das Verfahren auch auf metallischen Oberflächen. zur Erzielung eines samtartigen, matten Aussehens bzw.,Glanzes anzuvyenden, wo es ähnliche Verbesserungen und i beträchtliche Vorteile mit Sich bringt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Mattieren von Oberflächen fester Gegenstände, insbesondere Verfahren zur Herstellung von hochwertigen. -Mattscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu mattierenden Flächen zuerst nach dem an sich bekannten verfahren der Kathodenzerstäu.bung eine dünne, visuell noch nicht bzw. kaum wahrzunehmende Schicht aus einem Metalloxyd, insbesondere aus einem nicht absorbierenden Oxyd, beispielsweise des Aluminiums, Chroms, Tantai.s oder Thoriums" aufgebracht wird und danach in üblicher Weise die so vorbehandelten Flächen der Einwirkung ätzender Verbindungen., insbesondere von F?lußsäuredämpfen; ausgesetzt werden. z.. Verfahren zum Mattieren von Oberflächen fester Gegenstände, .insbesondere Verfahren zur 11erstellungvon hochwertigenMattscheiben nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß Belegungsdi,chte und Struktur der `oxydischen I,',eim-schiicht durch zweckmäßiges Einhalten bestimmter Kathodenzerstäubusugsbedingungen und/oder die Zeitdauer der Einwirkung der "atzenden Mittel und/oder deren Konzentration in einer zur Erzielung eines gewünschten Mattierungsgrades geeigneten Weise abgewandelt werden. 3. Gegenstände, insbesondere aiis Glas und keramischen Stoffen, die ganz oder teilweise gemäß der Verfahren nach dem Ansprüchen i und a hochwertig mattierte Oberflächen besitzen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117377B (de) * 1955-11-10 1961-11-16 Agfa Ag Lichtdurchlaessiger, im uebrigen diffus reflektierender Schirm fuer fotografische Geraete
DE3000954C2 (de) * 1980-01-12 1982-04-22 Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart Verfahren zum Ätzen von Glasoberflächen, insbesondere bei der Glasfaser-Lichtleiter-Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117377B (de) * 1955-11-10 1961-11-16 Agfa Ag Lichtdurchlaessiger, im uebrigen diffus reflektierender Schirm fuer fotografische Geraete
DE3000954C2 (de) * 1980-01-12 1982-04-22 Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart Verfahren zum Ätzen von Glasoberflächen, insbesondere bei der Glasfaser-Lichtleiter-Herstellung

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