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Lagerung für Drehtrommeln Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerung
von Drehtrommeln, z. B. Rohrmühlen.
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Für Drehtrommeln, die auf Tragringen oder anderen zylindrischen Laufflächen
rotieren, hat man bisher meistens die bekannten Rollenlagerungen verwandt. Der Nachteil
solcher Lagerungen ist folgender: Die Berührung zwischen Tragring und Laufrolle
erfolgt günstigenfalls in einer Linie. An dieser Linie, die den gesamten Druck durch
die Drehtrommel aufnehmen muß, treten infolge des hohen Flächendrucks leicht bleibende
Formveränderungen auf, die bei Ungleichmäßigkeiten im Werkstoff auch zu Ungleichmäßigkeiten
in den Laufflächen führen. Die Folge ist unruhiger Lauf der Drehtrommel. Man kennt
auch eine Lagerung der Drehtrommel mittels zweier oder mehr Gleitschuhen, die die
Trommel ungefähr unter demselben Winkel abstützen, wie es von den Laufrollen her
bekannt ist. Diese Gleitschuhe können sich in jeder Richtung der Lage des Tragringes
entsprechend einstellen, da jeder Gleitschuh auf einer kugeligen oder kreuzgelenkartigen
Unterstützung ruht. Diese Ausführung hat mehrere Nachteile. Die starren Kreissegmente
der Gleitschuhe können sich nicht genügend den Unebenheiten des kreisförmigen Tragringes
anpassen. Um innerhalb der Grenzen des spezifischen Flächendrucks zu bleiben, müssen,dieei@nzelnen
Gleitschuhe verhältnismäßlig breit ausgeführt werden.
1 )er Olhlm
ist ensprechend der Zälil der (@lcitschuhe zwei- oder mehrfach unterteilt.
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Diese Übelstände werden bei der Erfindung dadurch behoben, daß für
das Lager nur eine Gleitfläche 30 vorhanden ist, deren Zentriwinl#zel etwa
6o bis cgo° beträgt, daß die Gleitfläche auf einem kreisförmigen Tragbalken 4 vorgesehen
ist, der in unbelastetem Zustand einen größeren Kriimmungsradius aufweist als der
Tragring 3 und so elastisch ist, daß er erst bei Belastung den Krüninlungsradius
des Tragringes annimmt, sowie daß der Tragbalkcil auf zwei Stützen aufliegt, wovon
die erste, 5, 33, gelenkig und die zweite, 6, 34, in einer Ebene senkrecht zur Trommelachse
verschiebbar ausgebildet ist.
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Gegenstand des älteren Patents ist auch eine Lagerung für Drehtrommeln,
bei der ein mit einer Querwand der Trommel starr verbundener Rollring vorhanden
ist, welcher mit einem Umfangsabschnitt in einem starren, zu keiner Einstellbewegung
fähigen Gleitlager ruht. Das ältere Schutzrecht bezieht sich also nicht auf die
Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt.
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Man kennt zweiteilige Lagerstützen, wobei die beiden Teile durch ein
kugeliges Gelenk miteinander verbunden sind, ferner eine Lagerstütze, die oben mittels
eines kugeligen. Gelenkes und unten mittels einer Rollenlagerung geteilt ist. Diese
Lagerstützen sind im Brückenbau beschrieben worden, ebenso wie die bekannte Lagerung
für Balkenbrücken, die auf der einen Seite aus einem Gelenk und auf der anderen
Seite aus einem Rollenlager besteht.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch die Drehtrommel mit dem Lager, Fig. 2
einen Schnitt nach der Linie A-B, F ig. 3, 4, 5 und 6 mehrere andere Abstützungsarten
für das Trommellager.
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Auf der Trommel 1 ist ein konischer Ring 2 befestigt und auf diesen
ein Tragring 3 aufgeschoben. Der untere Teil des Tragringes liegt auf der Gleitfläche
3o. Diese ist auf dem Tragbalken 4 befestigt, der von den Stützen 5, 33 sowie 6,
34 getragen wird. Das Unterteil 33 der linken (ersten) Stütze ist mit der Bodenplatte
7 verbunden, und <las Oberteil sitzt mit dem Kugelgelenk 8 auf dem Unterteil.
Das Unterteil 34 der rechten (zweiten) Stütze ist fest mit dem Tragbalken verbunden
und liegt mit dem kugeligen Ende lo auf einer Grundplatte 11 frei auf. Die Stütze
hat also Bewegungsfreiheit nach jeder Richtung, und zwar insbesondere sowohl in
als auch senkrecht zur Zeichenebene. Die Bleche 12 und 13 bilden einen Kasten um
den Tragring. Dieser Kasten ist gegen die Trommel durch die Filzringe 14 abgedichtet,
die nach innen gegen die Winkelritlge 15, nach außen gegen die an den Blechen 12
angeschweißten Ringe 31 anliegen. Es wird hierdurch der Staubzutritt an die Lagerstelle
verhindert.
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Eine weitere vorteilhafte Bauart des Lagers zeigt die Abb. 3. Hier
besteht das Unterteil 17 der rechten Stütze aus einem Körper, der mit einer kugeligen
Fläche 37 auf der Grundplatte 11 aufgestellt ist. Das Oberteil dieser Stütze ist
in der gleichen Weise mittels eines Kugelgelcnl;cs mit dein Unterbeil verbunden
lvie das Oberteil der litllcen Stütze 4o. Durch das Kugelgelenk der Stütze Ao wird
der Tragllallcen an diesem Punkt fest ini l@atnn gehalten. Durch die sehr 1>eweglicl"e
Ausbildtitrg der Stütze 17 kann sich der Tlagl>allten leicht nach allen Richtungen
selbsttätig nach dem Tragring cinstcllen, so daß etwaige Ungenauigkeiten der Jlotit.ige
oder der Kreisform des Tragringes au@geglichcn werden.
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Abb.4zeigteine andere vorteilhafte Ausführungsform. Das Unterteil
18 der recliteti Stütze steht hier mit der ebenen Fläche 35 auf Kugeln 38 auf, die
durch einen nicht gezeiclnieten Kranz zusammengehalten werden. Das Oberteil 36 dieser
Stütze ist durch ein Kugelgelcllh 21 finit dein L; ntcrteil verbunden. Diese Stütze
kann also ebenso wie die Stütze 17 der Abb. 3 nach jeder Richtung hin ausweichen.
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Ein anderes Lösungsmittel, das selbsttätige Einstellen der Lagerschale
nach der Trommel zu ermöglichen und andererseits zu vermeiden, wird durch die :\hb.
5 und 6 vcranschau-Iicht. Die beiden durch je ein Kugelgelenk 4r finit dem Tragbalken
verbundenen Stützen 22 und 23 der Abb. 5 sind an ihrem unteren Ende mit Zylindersegmclltfläcllen
24 vei-selien. Diese sind so angeordnet, daß die Erzeugende der einen Z#-Iinderscgincntfläche
senkrecht zur Zeiclielicllene, die Erzcugetide der anderen parallel zur Zeiclicnelicne
liegt. Die beiden Stützen können sich also im rechten Winkel zueinander bewegen.
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Nach der Abb. 6 liegen die beiden Stützen 26 und 27 auf Rollen 28
auf. Die Drehachsen der Rollen unter der Stütze 26 liegen parallel zur Zciclicnebene,
und die Achsen der Rollen unter der Stütze 27 sind senkrecht zur Zeichcnellcne angeordnet.
Infolgedessen können sich auch diese beiden Stiftzen im rechten Winkel zueinander
bewegen. Die Rollen sind durch einen nicht dargestellten Käfig gehalten.
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Der Tragbalken 4, in dein die aus cinetn Lagermetall, z. B. Weißmetall,
bestehende Gleitfläche 30 fest eingelassen ist, ist elastisch. Der Tragbalken und
die Gleitfläche werden so ausgebildet, daß die Gleitfläche im unbelasteteil "Zustand
einen größeren Krümmungsradius aufweist als der Tragring. Bei Belastung durch die
Troninicl nimmt die Gleitfläche und der Tragbalken infolge elastischer Formänderung
den gleichen Krümmungsradius an wie der Tragring. Durch die richtige 1Vahl des Krüniniungsradius
im unbelasteten Zustand und des Träglieitsmomentes des Tragbalkens kann erreicht
werden, daß die Gleitfläche an allen Punkten mit gleichem oder nahezu gleichem Flächendruck
belastet wird.