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Kühlvorrichtung für Verkaufsapparate Die Erfindung betrifft einen
Verkaufsapparat für in Flaschen abgefüllte Waren und im besonderen eine Kühlvorrichtun-
für derartige Apparate mit dem besonderen Ziel, eine normale Bedienung des Verkaufsapparates
selbst zu sichern und gleichzeitig die in dem Apparat bereitgehaltenen Flaschen
auf einer geeigneten, genau bestimmten Temperatur zu halten.
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Eine der schwierigsten Aufgaben, die beim Bau derartiger Verkaufsapparate
zu lösen sind, besteht darin, dic in Flaschen abgefüllten Waren auf einer geei-nuten
Temperatur zu halten, und zwar so, daß der Inhalt der Flaschen trinkbar ist, wenn
sie von den Verbrauchern gekauft werden. Um vollkommen befriedigend zu arbeiten,
muß die Kühlvorrichtung sehr schnell wirken, denn die Flaschen können ja unmittelbar
nacht dein Laden des Apparates mit warnien I,iaschen verbraucht werden. Außerdem
muß die Vorrichtung den Flaschen die Wärme gleichmäßig entziehen und mit möglichst
geringen Kosten für den Kleinhändler. Das Problem wird \-erschärft durch den Umstand,
daß in den meisten heute auf dem Marktbefindlichen Verkaufsapparaten die Flaschen
in einer bestimmten Ordnung eingesetzt werden müssen, um die Maschine in Tätigkeit
setzen zu können; und werden nun die Flaschen so zugeführt, so sind sie schwierig
zu kühlen. Diese Schwierigkeit entsteht nicht nur durch die meist benötigte verwickelte
Bauart-der Trägervorrichtung, sondern auch durch den Umstand, daß die Maschine selbst
nicht klein und gedrungen ausgeführt werden kann, wenn eine umfangreiche Kältemaschine
in (lein Verkaufsapparat untergebracht ist.
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1)(r wichtigste Gegenstand dieser Erfindung ist also ein Verkaufsapparat
für in Flaschen abgefüllte \L'aren, der eine einzige Vorrichtung zum Unter-
].)ringen
oder Halten der Flaschen .hat, und zwar in Gestalt eines unterteilten Gehäuses,
das für jede einzelne Flasche eine Kammer darbietet. Dieses Gehäuse ist ganz aus
einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit hergestellt, was den Zweck hat, den %@7'ärineaustausch
mit der einen Teil des Gesamtapparates bildenden Kältemaschine möglichst wirkungsvoll
zu gestalten, wenn das Kühlmittel zwecks Wärmeentzug auf den Flaschenträger und
dadurch auch auf die Flaschen selbst einzuwirken beginnt.
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Weitere Gegenstände der Erfindung betreffen mehrere Einzelheiten der
Bauart, um die obengenannten Gegenstände der Erfindung und ihrer Vorteile im einzelnen
zu ermöglichen. All dies wird in der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen
klar heraustreten.
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Es bedeutet Fig. i eine Draufsicht eines Verkaufsapparates für in
Flaschen abgefüllte Waren, wobei der obere Deckel vollkommen entfernt ist und einige
Teile aufgebrochen dargestellt sind, um Einzelheiten der Konstruktion sichtbar zu
machen, und Fig. 2 eine Seitenansicht desselben Apparates, in der einigeTeile aufgebrochen
oderauchzumZwecke größerer Deutlichkeit im Schnitt dargestellt sind.
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Der in den Abbildungen beispielsweise dargestellte Verkaufsapparat,
der nun beschrieben werden soll. umfaßt ein schrankartiges Gehäuse, das im ganzen
mit io bezeichnet ist. Dieses Gehäuse io ist hohl und durch die Trennwand 12 in
eine obere Abteilung 14 und eine untere Abteilung 16 geteilt. Die Wandungen der
Abteilung 14 einschließlich der Trennwand 12 sind in der üblichen Weise mit Isolierplatten
18 umkleidet.
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Eine im ganzen mit 2o bezeichnete Trägervorrichtung für eine Mehrzahl
von Flaschen 22 ist in irgendeiner geeigneten Weise in der Abteilung 14 aufgestellt.
Diese Trägervorrichtung 2o ist so gestaltet, daß sie alle Flaschen 22 in aufrechter
Stellung hält, so daß sie für den Kunden erreichbar werden, nachdem durch Einwurf
einer Münze oder sonstwie der die Abteilung 14 überdeckende Verkaufsmechanismus,
der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, betätigt worden ist. Ein solcher Mechanismus
gibt die Flaschen,22 nach Einwurf einer Münze oder eines ähnlichen Hilfsmittels
einzeln zur Entnahme frei.
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Die Trägervorrichtung2o ist hohl und besteht aus einem festen Boden
24 und einer hoch stehenden und die auf dem Boden 24 stehenden Flaschen 22 umfassenden
Seitenwandung 26. Eine Mehrzahl von bienenwahenförmigen Trennwänden 28 trennen,
wie aus Fig; i klar zu ersehen ist, die Flaschen 22 voneinander und bilden für jede
derselben eine einzelne Kammer. Diese Trennwände 28 sind alle untereinander und
alle mit den Innenseiten der Seitenwandungen der Trägervorrichtung 2o verbunden.
Eine Anzahl Trennwände 28 ist auch mit der Bodenplatte 24 verbunden, wie aus Fig.
2 zu ersehen ist.
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Eine Kältemaschine 3o von irgendeiner bekannten Bauart ist in der
Abteilung 16 des Gehäuses io untergebracht. Diese Kältemaschine 3o besitzt Kühlschlangen
32 und 43, die in der Abteilung 14 des Gehäuses io untergebracht sind, sowie Rohrleitungen
34, 36, 38 und 40, die die Kühlschlangen 32 und 43 mit der Kältemaschine in der
Abteilung 16 verbinden. Die Rohrleitung 38 ist umgebogen understreckt sich
abwärts in die Abteilung 14, wie bei 39 zu sehen ist, und ist bei 41 seitwärts abgebogen
und umschlingt die Seitenwandung 26 der Trägervorrichtung 20 mindestens einmal in
Gestalt der Kühl-Schlange 43. Die die Kühlsclilange43bildende Röhre führt bei 45
abwärts und ist dort an die Windungen 42 der Kühlschlange 32 angeschlossen, die
unterhalb der Bodenplatte 24 der Trägervorrichtung 20 liegt. Die innerste Windung
42 der Kühlschlange 32 steht mit einem geschlossenen Vorratsbehälter 44 in Verbindung
und tritt bei 46 in der Nähe des Bodens in den Vorratsbehälter44 ein. Offensichtlich
ist die Kühlschlange32 einschließlich ihrer Windungen42, der Rohrleitungen 34 und
36 und der Abschnitte 38
und 40 von röhrenförmigem Querschnitt.
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Ein Auslaufrohr 48, das auch einen Teil der ganzen Kühlschlange 32
bildet, erstreckt sich vom Inneren des Vorratsbehälters 44 von einer kurzen Leitung
5o aus, die nahe des oberen Endes des Behälters 44 ein oitenes Ende hat, und verläuft
dann quer zu den Windungen 42 und unterhalb derselben, um schließlich die Leitung
4o zu erreichen. Somit gibt es also einen fortlaufenden Fluß des Kältemittels, das
von der Kältemaschine 30 in Abteilung 16 ausgeht, um die Trägervorrichtung
2o herumläuft, dann in die Abteilung 16 zurückkehrt, wo es wieder in die Kältemaschine
3o zurückkehrt. Die Bodenwandung 24, die Seitenwände 26 und alle Trennwände 28 der
Trägervorrichtung 20 sind vorzugsweise aus Metall hergestellt, das eine hohe Wärmeleitfähigkeit
besitzt.
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1@ie Windungen 42, die Kühlschlange 43 und der Vorratsbehälter44 stehen
finit ihren entsprechenden Teilen in enger Berührung mit der Trägervorrichtung 20.
Mit anderen Worten: Alle Windungen42 stehen in Berührung und sind vorzugsweise verbunden
mit der äußeren Fläche der Wandung 24 der Trägervorrichtung 20, und die Kühlschlange
43 steht in Berührung bzw. ist verbunden mit den Seitenwandunge126 der Trägervorrichtung
20.
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Der Vorratsbehälter 44 stellt einen geschlossenen länglichen Metallzylinder
dar, der in der Achse der Triigervorriclitung 2o mit ihren Trennwände1128 sitzt
und dessen Achse parallel finit den Achsen der Flaschen 22 verläuft. Wie in Fig.
2 dargestellt ist, erstreckt sich ein Teil des Vorratsbehälters 44 abwärts durch
eine Öffnung der Wandung 24 der Trägervorrichtung 20 hindurch, um die Kühlschlange
32 aufzunehmen, in deren System der Behälter eingeschaltet ist. Wenn nun das Kältemittel,
das in den Behälter44 eintritt, flüssig ist, so bewirkt der Umstand, daß die Ausflußöffnung
der Leitung 5o im Behälter 44 oberhalb des Spiegels der darin befindlichen Flüssigkeit
angeordnet ist, daß die Flüssigkeit daran gehindert wird, in die Kühlschlange 48
einzufließen. Die Temperatur der ganzen Vorrichtung wird durch einen nicht dargestellten
Thermostaten konstant gehalten, der mit seinem
Fühler-32 in der
'Frägervorrichtung2o durch die Leitung 34 verbunden ist. In der Zeichnung ist der
Fühler 5 2 unmittelbar auf der Seitenwandung 26 sitzend dargestellt, aber er kann,
wenn notwendig, auch irgendwo anders innerhalb der Trägervorrichtung 20 angeordnet
werden.
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_\its dem Gesagten geht klar hervor, daß die Wärmeableitvorrichtung
der Kältemaschine 3o in dü#r Abteilung 14 des Gehäuses io untergebracht ist und
i in Wärmeaustausch mit allen Flaschen 22 steht. Der Umstand, daß der größte Teil
der Kühlschlange 32 in unmittelbarer Berührung mit Teilen der '1'riigervorriclltullg
20, insbesondere mit deren Boden und Seitenwandungen 26 steht, bewirkt einen \\'ärnieaustauscli
zwischen der Kühlschlange 32 und den Flaschen 22. Da die Trägervorrichtung einschließlich
ihrer Trennwände 28 ganz aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit besteht, wird
die Wärme der Flaschen 22 und ihres Inhaltes schnell und leicht von der Kühlschlange
32 der Kältemaschine 3o aufgenommen. Offensichtlich stehen alle Flachen 22 in unmittelbarer
Berührung mit dem verhältnismäßig dünnen Boden 24 der Trägervorrichtung 2o, denn
die Flaschen stehen ja darauf und überdies werden die meisten Flaschen auch noch
in Berührung stehen mit den Trennwandtingeii 28 der einzelnen Kammern. Auf jeden
Fall stehen die Flaschen 22 verhältnismäßig sehr nahe an den Trennwandungen 28,
und die von den Flaschen 22 ausgestrahlte Wärme wird schnell von den Trennwandungen
28, den Seitenwandungen 26 und der Bodenplatte 24 absorbiert, um schließlich von
der Kühlschlange 32 abgeführt zu werden. Der Vorratsbehälter-I4 bewirkt eine weitere
und schnelle Kühlung wegen seiner Stellung inmitten der Flaschen 22 und weiter wegen
des Umstandes, daß er ebenfalls aus :Material hoher Wärmeleitfähigkeit besteht und
mit der Bodenplatte 24 eng verbunden ist.
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Wie besonders in Fig. i gezeigt ist, bildet dieser Vorratsbehä lter44
die mittlere Kammer, und deshalb koninit er auch in nahe Berührung mit einigen Flaschen
22 nicht nur vermittels der Trennwan<lungetl 28, sondern auch vermittels der
Bodenplatte 2.4. Der Zivisclienrauni zwischen dem Beli:iltei- 1.4 und den
Trennwandungen 28 ist mit einem besonderen Stoff -c9 ausgefüllt, wie z. B. Metall
oder Kunstmass:#sl>:ine, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen.
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Der Durchmesser der Leitung36 zwischen dem Kompressor 30 der
Kältemaschine ist verhältnisin i äßig 11 1 dein, 1 verglichen mit
demjenigen der Kühlschlange 32 und 43, und wenn nun unter Druck stellende Flüssigkeit
die Kühlschlangen43 und 32 erreicht. so sinkt der Druck infolge Ausdehnung. Durch
diese Bauart kann das Expansionsventil oder ein entsprechender anderer Teil weggelassen
werden.
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Aus dein vorstehenden wird ersichtlich, daß die beschriebene Vorrichtung
ein schnelles Abkühlen von Flaschen in Verkaufsapparaten gestattet, daß diese Vorrichtung
einfach aufgebaut ist und wirkungsvoll arbeitet. Eine verhältnismäßig kleine Liiergie
wird benötigt, um .die Flaschen 22 zu kühlen und auf der gewünschten Temperatur
zu halten, cla der Wärmeaustausch zwischen den Flaschen 22 und ihrem Inhalt einerseits
und den Kühlschlangen 32 und 43 andererseits unmittelbar durch ein :Material hoher
Wärmeleitfähigkeit erfolgt.