DE85601C - - Google Patents

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DE85601C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N7/00Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour
    • G01N7/10Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by allowing diffusion of components through a porous wall and measuring a pressure or volume difference

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Der Zweck dieser Erfindung war, eine Vorrichtung zu construiren, welche das aus den freigelegten Kohlenstöfsen aussickernde oder oft auch in grofsen Massen ausströmende sogen. Grubengas »schlagende Wetter« selbstthätig anzeigt, und die praktisch auch so gebaut ist, dafs sie jedem Bergmann mitgegeben werden kann und an jedem Ort (nicht blos in den Hauptstrecken) zu verwenden ist.
Das Wesen dieser Vorrichtung beruht in den Diffusionseigenschaften luft - oder gasförmiger Körper, welche Eigenschaften sich zwar nach bestimmten und bekannten Gesetzen äufsern, für eine praktische Verwerthung derselben jedoch einer Vorrichtung bedurften, die zu einer Wirkung in genau berechneten Fern- und desgl. Mafsverhältnissen gebaut sein mufs.
In dem Boden des cylinderförmigen Kastens h (Fig. 1) ist ein metallenes trichterförmiges Gefäfs c (Fig. ι und 7) eingesetzt, welches unten mittelst einer dünnen, porösen Platte d von gebranntem, unglasirtem Thon gasdicht geschlossen ist. Während die cylindrische Seitenwandung sich noch über die Platte d erhebt, schliefst sich die obere Hälfte des Gefäfses trichterförmig (Fig. 7) und verläuft hier in einen Cylinder (Hals) b (Fig. 1, 3 und 7).
Im oberen Theil dieses Halses ist ein leichter, oben kegelförmig gestalteter Kolbenpfropfen a von geprefstem Leder oder präparirtem Holz eingefügt, der zwar gasdicht schliefst, dabei aber fast ohne jede Reibung oder Pressung, der Ausdehnung der Luft nachgebend, sich leicht bewegen, d. h. steigen kann (Fig. 1, 3 und 7 a). In die obere Fläche dieses Pfropfens ist ein auf Stiften befestigter dünner Platinring t (Fig. i, 3. und 4) eingesetzt. Der Pfropfen selbst ist in die Röhre (den Hals) b so eingelassen, dafs der Platinring auf nur 0,5 mm Abstand zur Wandung des Halses reicht. Dieser Hals b ist bei η abschraubbar. Die Endfläche (Mündung) des Halses ist mittelst eines aufgelegten dünnen Gummiringes ρ (Fig. 5 und 4)"" isolirt.
Zu beiden Seiten des Halses sind auf dem Gefäfs die Träger 0 o1 angeordnet, welche im Kopf die elektrische Klemmschraubenvorrichtung s s l zur Aufnahme der Platinspitzen / /2 enthalten, welche letztere die Enden der Leitungsdrähte m bezw. ml bilden und sich einander nähern und dicht über dem Isolirring ρ sitzen.
Seitlich des Gefäfses c ist im Kasten das Trockenelement^ bezw. die elektrische Glocke g so angeordnet, dafs, während der eine Leitungsdraht R Element und Glocke unmittelbar verbindet, die anderen Pole durch die Leitungen m bezw. m1 mit der elektrischen Stromschlufsvorrichtung in s bezw. s1 verbunden sind.
Ueber das Ende des Halses und somit über die ganze Stromschlufsvorrichtung ist aufserdem die Sicherheits- und Verschlufskapsel χ aufgeschraubt.
Der Cylinderkasten h (Wetterkasten benannt), welcher bei einer Weite von ungefähr 45 cm nur eine Höhe von höchstens 20 cm benöthigt, ist durch den Deckel q vermittelst Gummiring und Schraube k luftdicht verschlossen und hat oben in seiner Mitte zum Tragen oder Auf-
hängen der Vorrichtung einen Griff i. (Fig. 6 äufsere Ansicht des geschlossenen Wetterkastens mit eingesetztem Sammelschirm e.)
Im Hohlraum des Bodens unter der Platte d kann noch ein sogen. Sammelschirm e eingeschraubt sein, um die anströmenden Gase zur Platte zuzuführen bezw. dort zurückzuhalten. Derselbe ist sehr flach gehalten und je nach Ort beliebig weit zu nehmen.
Bei Benutzung des Wetterkastens darf der Bergmann denselben nur vor der Arbeitsstelle an der Decke aufhängen. Die sich entwickelnden , hochströmenden Gase schliefsen den niederen Kasten rasch ein und werden im Sammelschirm gewissermafsen zur Platte d geführt.
Durch die schnellere Diffusion des leichten Kohlenwasserstoff-, oder Wasserstoffgases durchdringt dasselbe auf einer Fläche von 20 bis 22 cm Durchmesser diese Platte und tritt hier in reine atmosphärische Luft in den über der Platte sich plötzlich verengenden Raum, wodurch eine raschere Spannung (Expansion) dieser Luft und somit ein Druck auf die Gefäfswandungen und vorzüglich nach oben, also auf den Boden des Pfropfens α erzielt wird. Die Construction (Fig. 7) des Gefäfses bewirkt aber den Eintritt der nöthigen Spannung zur (wenn auch nur minimalen) Hebung des Pfropfens a, bevor durch die Rückdiffusion der Luft ein Ausgleich stattfindet, d. h. bevor die Spannung im Gefäfs dadurch wieder ausgeglichen wird.
Durch die erfolgte Bewegung des Pfropfens a wird mittelst des Platinringes t mit den Leitungsenden (Platinspitzen) Z und Z1, welche dicht über t sitzen, sofort der elektrische Stromschlufs hergestellt und dadurch die Warnungsglocke in Thätigkeit gesetzt. Immerhin wird die Vorrichtung bei plötzlicher Massenergiefsung von Kohlenwasserstoffgasen so frühzeitig arbeiten, bevor die nöthige Mengung mit atmosphärischer Luft bewerkstelligt ist, welche Mischung ja erst die Explosionsgefahr bedingt, d. h. die »Schlagwetter« bildet.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprdch:
    Vorrichtung zum Anzeigen schlagender Wetter, dadurch gekennzeichnet, dafs in einem luft-l und wasserdicht verschlossenen Gehäuse h ein trichterförmiges Gefäfs (c) angeordnet ist, welches unten durch eine dünne, poröse Thonu. s. w. Platte verschlossen ist und oben in einen Cylinder ausläuft, in dem ein Pfropfen (a) durch die die porösen Platten durchdringenden Gase gehoben wird und hierdurch eine Lärmleitung schliefst, wobei noch gegebenenfalls unten am Gefäfs (h) ein Sammelschirm (e) für die Gase vorgesehen sein kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008064617A1 (de) * 2008-08-24 2010-02-25 Horstmann, Stefan Samuel Sicherheitsmechanismus / Sicherheitsmechanik eines Bunsenbrenners bzw. Gasbrenners

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008064617A1 (de) * 2008-08-24 2010-02-25 Horstmann, Stefan Samuel Sicherheitsmechanismus / Sicherheitsmechanik eines Bunsenbrenners bzw. Gasbrenners

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