DE855479C - Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Schleudergeblaese und Kolbenpumpe - Google Patents

Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Schleudergeblaese und Kolbenpumpe

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DE855479C
DE855479C DESCH1860A DESC001860A DE855479C DE 855479 C DE855479 C DE 855479C DE SCH1860 A DESCH1860 A DE SCH1860A DE SC001860 A DESC001860 A DE SC001860A DE 855479 C DE855479 C DE 855479C
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DE
Germany
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mixture
pump
flushing
piston
air
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DESCH1860A
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English (en)
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Otto Dipl-Ing Elwert
Adolf Dr-Ing Schnuerle
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B33/00Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2700/00Supplying, feeding or preparing air, fuel, fuel air mixtures or auxiliary fluids for a combustion engine; Use of exhaust gas; Compressors for piston engines
    • F02M2700/33Compressors for piston combustion engines
    • F02M2700/331Charging and scavenging compressors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Supercharger (AREA)

Description

  • Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Schleudergebläse und Kolbenpumpe Die Erfindung betrifft eine 7_w-eitakt-Brennkraftmaschine, die für einen großen Drehzahlbereich und insbesondere für den Antrieb von Straßenfahrzeugen geeignet sein soll und die mit Gemischverdichtung und Fremdzündung arbeitet.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine sowohl mit Luft als auch mit einem Gemisch aus Luft und Kraftstoff gespült werden und die Spülluft ohne Kraftstoffgehalt, die den Hauptteil der Spülmenge des Arbeitszylinders ausmacht, durch ein von der Kurbelwelle angetriebenes Schleudergebläse gefördert und das Spülgemisch, das erfindungsgemäß bei Vollast beispielsweise den zehnten Teil der Spülluftmenge beträgt, durch eine von der Kurbelwelle angetriel>etie Kolbenpumpe gefördert wird. Vorzugsweise wird das Gemisch aus Luft und Kraftstoff von der Kolbenpumpe aus durch getrennte Kanäle in den Arbeitszylinder eingeführt.
  • Die Erfindung bringt folgende Vorteile: Zur Ausspülung der Abgase und Füllung des Arbeitszylinders mit frischer Luft eignet sich ein Schleudergebläse bestens, da die von ihm verdichtete und geförderte Spülluft bei allen Motordrehzahlen einen richtigen zeitlichen und räumlichen Verlauf der Spülströmung im Arbeitszylinder ergibt, d. h. eine allen Drehzahlen angepaßte Spülströmung. Für die Förderung einer verhältnismäßig großen Spülluftmenge baut sich ein Schleudergebläse klein, leicht und billig, es eignet sich für hohe Motordrehzahlen, hat eine geringe Eigenreibung, besitzt große Betriebssicherheit und läßt sich in der Fördermenge durch Drosseln leicht und verlustlos regeln.
  • Für die Zerstäubung von Kraftstoff und Bildung eines guten Kraftstoff-Luft-Gemischs ergibt das Schleudergebläse jedoch insbesondere beim Anlassen und bei niedrigen Motor- und damit Gebläsedrehzählen nicht die nötige Energie, d. h. es ergibt nicht die erforderlichen Druckunterschiede.
  • Erfindungsgemäß wird daher für die Gemischbildung und Förderung eine Kolbenpumpe verwendet und die Gemischmenge verhältnismäßig klein gehalten. Eine Kolbenpumpe eignet sich für kleinere Mengen und größere Überdrücke und Unterdrücke und liefert diese Drücke auch beim Anlassen und bei geringsten Motordrehzahlen. Die Kolbenpumpe wird durch die kleine Gemischmenge in ihren Abmessungen ebenfalls klein, eignet sich für hohe Drehzahlen und ergibt schon beim Anlassen eine große Luftenergie für eine gute Zerstäubung des Kraftstoffs.
  • Die Verwendung von Kolbenpumpen auch für die gesamte Spülluftmenge würde zu große und auch zu .schwere Pumpen ergeben, da ihr Hubraum etwa doppelt so groß wie der des Arbeitskolbens sein müßte, so daß keine 'hohen Drehzahlen möglich wären und eine große Eigenreibung unvermeidlich wäre.
  • Es kann vorteilhaft sein, die Spülung des Arbeitszylinders mit Gemisch aus der Kolbenpumpe gleichzeitig mit der Spülung mit Luft aus dem Schleudergebläse beginnen und ebenfalls über die ganze Öffnungszeit dier Spülkanäle andauern zu lassen. Es besteht jedoch dabei die Gefahr, daß Gemischverluste durch den Auslaß entstehen, insbesondere wenn die Spülluftmenge oder die gesamte Spülmenge aus Luft und Gemisch zur Erzielung einer guten Zylinderspülung und damit hoher Motorleistung groß gehalten ist.
  • Es dürfte daher vorteilhaft sein, die Spülung mit Gemisch aus der Kolbenpumpe später als die Spülung mit Luft aus dem Schleudergebläse beginnen zu lassen, beispielsweise erst ab unterer Totpunktstellung,des Arbeitskolbens. Dieser spätere Beginn der Gemischspülung wird erfindungsgemäß vom Pumpenkolben selbst gesteuert.
  • Weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Kraftstoffverlusten während der Spülung durch den Auslaß sind außer dem späteren Beginn der Gemischspülung und der klein gehaltenen Menge des Spülgemischs nach der Erfindung folgernde: Es werden gesonderte Spülkanäle für das Gemisch angeordnet, und es wird das Gemisch nicht in die Spülluftkanäle des Arbeitszylinders eingeführt. Die Oberkante der Gemischspülkanäle kann höher als die Oberkante der Luftspülkanäle gemacht werden, so daß d.ie Gemischspülung länger andauert als die Luftspülung und das Gemisch weniger leicht von der Spülluftmenge bis zu den Auslaßkanälen mitgenommen werden kann. Die Oberkante der Gemischkanäle kann .sogar 'höher als die der Auslaßkanäle angeordnet sein, so daß sich an die Gemischspülung eine Gemisch nachladung des Arbeitszylinders anschließt.
  • Die Arbeitszylinder sind mit Umkehrspülung der Luftspülkanäle ausgebildet, bei der die Luftspülkanäle auf beiden Seiten neben den Auslaßkanälen liegen und die Spülluft auf die den Auslaßkanälen gegenüberliegende Zylinderwand richten, wo sie nach dem Zylinderkopf zu umgelenkt wird und dann von dort als Umkehrspülströmung zu den Auslaßkanälen weiterströmt. In Verbindung damit werden die Gemischspülkanäle an der den Auslaßkanälen gegenüberliegenden Zylinderwand angeordnet, also in möglichst großer Entfernung von den Auslaßkanälen. Die Gemischspülkanäle sind dabei vorteilhaft steil nach dem Zylinderkopf zu gerichtet, so daß der Gemischspülstrom von dem Luftspülstrom an die den Auslaß'kanälen gegenüberliegende Zylinderwand gedrückt wird und somit einen möglichst langen Weg bis zu den Auslaßkanälen vor sieh hat. Es kann noch vorteilhafter sein, auch die Gemischspülkanäle so auszurichten, daß eine Umkehrspülströmung auch des Spülgemischstromes und nicht nur des Spülluftstromes im Zylinder gebildet wird. Die Umkehrspülströmung des Spülgemischs ist dadurch der der Spülluft angepaßt. Dadurch stört bei niedrigen Motordrehzahlen und geringen Spülluftdrücken und Gesc'hwindig'keiten der aus dem Schleudergebläse kommenden Spülluft die energiereichere Gemischspülströmung die Spülluftströmung nicht, sondern unterstützt diese noch nach Art einer Strahlpumpe, indem die Spülluft durch das Gemisch beschleunigt wird.
  • Es ist auch möglich, das Spülgemisch mehr tangential zu der Zylinderwand mit einer starken Steigung nach oben, @d. h. dem Zylinderkopf zu, in den Arbeitszylinder einströmen zu lassen, damit Kraftstoffverluste durch die Auslaßkanäle nach Möglichkeit vermieden werden.
  • Die Spülluftmenge aus dem Schleudergebläse kann bei Vollast annähernd das i,o- bis i,5fache des Hubraumes des Arbeitskolbens betragen, während die Spülgemischmenge etwa den zehnten Teil davon beträgt. Infolgedessen sind auch die Querschnitte der Spülluftkanäle ein Vielfaches von dem der Gemischspülkanäle. Der Druck des Spülgemischs aus der Kolbenpumpe ist vorteilhaft höher als der Druck der Spülluft durch das Schleudergebläse, so daß das Gemisch verhältnismäßig spät und durch verhältnismäßig kleine Spülkanäle auch bei hohen Drehzahlen in den Arbeitszylinder eingebracht werden kann.
  • Bei Teillast wird die Spülluftmenge aus dem Schleudergebläse gedrosselt, nicht jedoch die Gemischmenge der Kolbenpumpe, wohl aber deren Kraftstoffmenge, damit das richtige Mischungsverhältnis von Kraftstoff und Luft im Arbeitszylinder gewährleistet ist und damit auch bei Teillast eine genügende Energie für die Gemischspülung vorhanden ist.
  • Bei geringer Teillast und bei Leerlauf ist die Spülluftmenge aus dem Schleudergebläse nahezu oder ganz abgedrosselt, so daß im wesentlichen nur noch die Gemischmenge aus der Kolbenpumpe als Spülmenge in den Arbeitszylinder einströmt. Bei verhältnismäßig groß bemessenen Kolbenpumpen oder bei sehr geringem Luftbedarf für den Leerlauf kann bei geringer Teillast und Leerlauf auch die Gemischmenge aus der Kolbenpumpe gedrosselt werden. Dabei wird die Luftmenge und die Kraftstoffmenge der Kolbenpumpe vermindert.
  • Der Kraftstoff kann der Luftmenge, die von der Kolbenpumpe angesaugt wird, zum Zwecke der Gemischbildung durch eine geregelte Kraftstoffpumpe zugeführt werden, oder es kann ein Vergaser an die Saugleitung der Kolbenpumpe angeschlossen werden. Die Kolbenpumpe saugt vorteilhaft das Gemisch durch Saugschlitze in der Pumpenzylinderwand an, die voni Pumpenkolben gegen Ende des Saughubs aufgesteuert werden. Der Pumpenzylinderraum steht dabei unter Unterdruck und wird von dem mit hoher Geschwindigkeit einströmenden Gemisch aufgefüllt.
  • Beim Förderhub des Pumpenkolbens werden zuerst die Saugschlitze geschlossen, darauf wird das angesaugte Gemisch durch einen Teil des Förderhubs auf einen bestimmten Druck vorverdichtet, und dann werden die Austrittskanäle im Pumpenzylinder durch den weiteren Hub des Pumpenkolbens aufgesteuert, wodurch die Gemischspülung beginnt. Das vorgespannte Gemisch strömt aus dem Pumpenzylinder zu den Spülkanälen des Arbeitszylinders und durch diese in den Arbeitszylinder ein.
  • Im folgenden wird die Erfindung am Beispiel eines Vierzylinder-V-Motors mit go°-V-Winkel an Hand von Abbildungen gezeigt und beschrieben. Es zeigt Abb. i einen Längsschnitt eines Vierzylinder-V-Motors durch die Mittelebene mit Schnitt des Schleudergebläses für .die Spülluft und vori zwei Pumpenzylindern für das Spülgemisch nach der Linie 1-I der Abb. 2, Abb. 2 einen Querschnitt des Motors der Abb. i nach der Linie II-II durch zwei Arbeitszylinder und zwei dazugehörige Pumpenzylinder, Abb. 3 einen Querschnitt durch den linken Arbeitszylinder des Motors nach A'bb. 2 nach .der Linie III-III in Höhe der Spülluft- und Auslaßkanäle. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Arbeitszylinder mit einem Gemischspülkanal versehen, Abb. 4 einen ähnlichen Querschnitt durch einen rechten Arbeitszylinder in Höhe der Spülluft- und Auslaßkanäle mit zwei Gemischspülkanälen für eine Umkehrspülströmung des Spülgemischs.
  • In den Abbildungen ist i ein Arbeitszylinder, 2 ein Arbeitskolben und 3 eine Pleuelstange der linken Reihe der Arbeitszylinder. 4, 5 und 6 sind die gleichen Teile der rechten Reihe der Arbeitszylinder. 7 ist die Kurbelwelle mit zwei um i8o° versetzten Kurbelzapfen, auf denen je zwei Pleuelstangen nebeneinandergelagert sind. 8 ist das Motorgehäuse. 9 ist ein großes Zahnrad am vorderen Ende der Kurbelwelle, io das Ritzel, ii die Welle und 12 das Laufrad des Schleudergebläses für die Spülluft. 13 ist hier ein Diffusor mit Leitschaufeln, 14 eine Druckspirale, 15 die Saugleitung des Schleudergebläses und 16 eine Drosselklappe für die Regelung der Spülluftmenge. 17 ist ein Zahnrad und 18 die Welle für den Antrieb der Gemischkolbenpumpe. Das Zahnrad 17 ist gleich groß wie das Kurbelwellenrad 9, so daß die Antriebswelle i8 die gleiche Drehzahl und den gleichen Drehsinn hat wie die Kurbelwelle. i9 ist hier ein Spülluftaufnehmer des Motorgehäuses. In Abb. i ist 20 ein vorderer und 21 ein hinterer Pumpenzylinder, 22 und 23 sind die dazugehörigen Pumpenkolben. Der Pumpenkolben 22 ist in seiner unteren und 23 in seiner oberen Totpunktstellung gezeichnet. 24 und 25 sind die Pleuelstangen der Pumpenkolben. 26 ist die Kurbelwelle der Kolbenpumpe, die hier zwei um i8o° versetzte Kurbelzapfen hat. Die Kolbenpumpe ist ebenfalls mit vier Zylindern in V-Form ausgebildet. Jedem Arbeitszylinder ist der nächstliegende Pumpenzylinder zugeordnet.
  • In Abb. 2 ist der linke Arbeitskolben in seiner unteren Totpunktstellun.g gezeichnet, so daß der linke Zylinder sich im Spülvorgang befindet. 27 sind Spülkanäle für die Spülluft vom Schleudergebläse, 28 sind die Auslaßk@anäle und 29 ist die als Linienzug eingezeichnete Umkehrspülströmung der Spülluft, die 'hier aus dem Spülluftaufnehmer i 9 kommt, wohin sie vom Schleudergebläse gefördert wird. Die Auslaßkanäle 28 sind nach außen gerichtet, damit die den Auslaßkanälen gegenüberliegenden Spülkanäle für das Gemisch möglichst nahe bei dem zugehörigen Pumpenzylinder liegen. 3o sind- Spüilkanäle für das Gemisch aus der Kolbenpumpe, die in Abb. 2 steil nach oben gegen den Zylinderkopf zu gerichtet sind. Sie haben hier gleiche Höhe wie die Spülkanäle für die Luft. 31 ist der als Linienzug dargestellte Weg des Spülgemischs von der Kolbenpumpe durch die Gemischkanäle in den Arbeitszylinder.
  • Die Drehrichtung der Kurbelwelle des Motors und der Kurbelwelle der Kolbenpumpe ist inAbb.2 durch Pfeile angegeben. Beide sind rechtsdrehend. In der gezeichneten Kurbelstellung der Motorkurbelwelle befindet sich der linke Arbeitskolben im unteren Totpunkt und der dazugehörige Pumpenkolben 32 etwa ¢$ bis 6o° vor seiner oberen Totpunktstellung bei seinem Förderhub. 33 ist ein Steuerkanal desPumpenkolibens, der in dergezeidhneten Stellung den Druckkanal 34 für :das Gemisch aufsteuert, so daß das durch den Pumpenkolben vorverdichtete Gemisch zu dem Gemischkanal strömen kann und die Gemischspülung dadurch beginnt.
  • 35 ist eine Saugleitung für das Gemisch für alle vier Pumpenzylinder, die an die Saugschlitze 36 der Pumpenzylinderwand angeschlossen ist. 37 in Abb. 2 ist eine regelbare Kraftstoffpumpe in scheinatischer Darstellung. Sie kann auch durch einen Spezialvergaser ersetzt werden.
  • In Ab b. 4 sind 38 und 39 zwei einander gegenüberliegende Spülkanäle für das Gemisch, die für eine Umkehrspülströmung des Gemischs ausgebildet und anschließend an die Spü-lluftkanäle, 27 auf der den Auslaßkanälen 28 entgegengesetzten Seite angeordnet sind. Alle Spülkanäle für die Luft und für das Gemisch bilden hier eine Umkehrspülströmung.
  • Der Arbeitsvorgang des Motors ist folgender: Die Luftspülung der Spülluft aus d)em Schleudergebläse erfolgt über ,die ganze Öffnungszeit der Spülluftkanüle. Der Pumpenkolben erzeugt durch seinen Saughub im Pumpenzylinder einen Unterdruck, da bei oder kurz nach dem Hubwechsel vom Förderhub zum Saughub des Pumpenkolbens der Arbeitskolben durch seinen Verdichtungshub die Gemischkanäle des Arbeitszylinders überfährt und abschließt. Nach Freigabe der Saugschlitze des Pumpenzylinders durch den Pumpenkolben strömt das Gemisch mit hoher Geschwindigkeit in den Pumpenzylinder ein. Beim Förderhub werden erst die Saugschlitze zugesteuert, dann erfolgt eine Vorderdichtung des Gemischs im Pumpenzylinder, und darauf steuert der Pumpenkolben die Austrittsschlitze für das Gemisch auf, wodurch dieGemischspülung beginnt. Das Ende der Gemischspülung Nvird durch den Arbeitskolben gesteuert, indem er die Gemischspülkanäle bei seinemVerdichtungshub zusteuert. Die Druckleitung für das Gemisch zwischen Pumpenzylinder und Arbeitszylinder wird durch den nach innen gahend-en Pumpenkolben wieder entspannt.
  • Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere für '<Totoren mit hohem Drehzahlbereich nach oben und unten und mit großem Belastungsbereich, also insbesondere für Fahrzeugmotoren.

Claims (18)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zw-eitakt-Brenn#,kraftmaschine mit Gernischverdichtung und Fremdzündung für großen Drehzahlbereich, insbesondere zum Antrieb von Straßenfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder sowohl mit Luft gespült wird, die von einem von der Kurbelwelle angetriebenen Schleudergebläse gefördert wird und die durch Spülkanäle für die Luft in den Arbeitszylinder einströmt, als auch mit einem Gemisch aus Luft und Kraftstoff gespült wird,,das durch eine von der Kurbelw.ll.e angetriebene Kolbenpumpe angesaugt und !-,.-fördert wird, wobei jedem Arbeitszylinder ein Hub eines Pumpenkolbens der Gemischpumpe zugeordnet ist.
  2. 2. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Kolbenpumpe angesaugte und geförderte Gerniscli durch einen oder mehrere gesonderte Gemisclispülkanäle in den Arbeitszylinder einströmt.
  3. 3. Zweitakt-Brennkraftniasehine nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeiähnet, daß die Spülkanäle für die von dem Schleudergebläse geförderte Spülluft an Querschnitt ein Vielfaches gegenüber den Spülkanälen für das von der Kolbenpumpe geförderte Gemisch aufweisen.
  4. 4. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höh. der Oberkante der Spülkanäle für das Gemisch aus der Kolbenpumpe in gleicher Höhe wie die Oberkante der Spülkanäle für die Spülluft aus dem Schleudergebläse angeordnet ist.
  5. 5. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, claß die Oberkante der Spülkanäle für das Gemisch aus der Kolbenpumpe höher als dieOberk,ante der Spülkanäle für die Spülluft aus dem Schleudergebläse angeordnet ist, so d@aß die Gemischspülung später als die Luftspülung beendet ist.
  6. 6. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkanu der Spülkanäle für das Gemisch aus der Kolbenpumpe höher als die Oberkante der Auslaßkanäle angeordnet ist, so daß sich an die Gemischspülung eine Gemischnachladung dcs :@rbeitszylinders anschließt. ;.
  7. Zweitakt-Brennkraftinaseliine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder mit Umkehrspülung ausgebildet sind, bei der die Spülkanäle für die Spülluft aus dein Schleudergebläse neben den Auslaßkanälen angeordnet sind, und daß die Spülkanäle für das Gemisch aus der Kolbenpumpe auf der den Auslaßkanälen gegenüberliegenden Seite angeordnet sind und steil nach oben in Richtung auf den Zylinderkopf zu gerichtet oder so angeordnet sind, d@aß sie eine Umkehrspülströmung #d-,-s Gemischstromes in dem Arbeitszylinder ergehen, so d@aß die Umkehrspülströmung des Gemischs die Umkehrspülströmung der Luft insbesondere bei niedrigen Motordrehzahlen strahlpumpenartig unterstützt. B.
  8. Z%N-eitakt-Brennl<raftinascliine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Saughub des Pumpenkolbens ein Unterdruck im Geinisclipuinpenzylinder erzeugt wird, wenn der Arbeitskolben die Spülkanäle des Arbeitszylinders für das Gemisch durch seinen Verdichtungshub bei Beginn des Saughubs des Pumpenkolbens abschließt, und daß die Saugschlitze des Pumpenzylinders durch den Pumpeirkoll> n erst gegen Ende seines Saughubs aufgesteuert werden, so daß das Gemisch in den unter L nterdruck stehenden Pumpenzylinderraum mit großer Geschwindigkeit einströmt. g.
  9. Zweitakt-Brennkraftmaschlne nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Förderhub des Pumpenkolbens ein Überdruck im Gemischpumpenzylinder vor Beginn der Gemischspülung erzeugt wird, wenn der Pumpenkolben, nachdem er bei seinem Förderhub die Saugschlitze des Pumpenzylinders zugesteuert hat, mit einem Teil seines Förderhubs das angesaugte Gemisch verdichtet, ehe er die Auslaßschlitze des Pumpenzylinders für das Gemisch aufsteuert, so daß derPumpenkolben den Beginn vier Gemischspülung steuert, und daß das Ende der Gemischspülung durch den Arbeitskolben gesteuert wird, indem dieser die Spülkanäle des Arbeitszylinders für das Gemisch durch seinen @-erdichtungshub abschließt. io.
  10. Zweitakt-13rennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3 und 9, dadurchgekennzeichnet, (aß das Gemisch durc'n die Kolbenpumpe auf einen höheren Druck verdichtet wird als die Spülluft durch das Schleudergebläse. i i.
  11. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, 9 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung des Arbeitszylinders mit Spülluft aus dem Schleudergebläse iil>^r T"- ganz: Öffnungszeit der Spülluftkanäle erfo:ht und daß die Spülung mit Gemisch aus d.°r Kollr iil>uinlie durch den Pumpenkolben später als die Spülung mit Luft aus dem Sclileudergelil<ise beginnt, beispielsweise erst ab unterer Totpunktstellung desArbeitskolbens.
  12. 12. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, (1a6 bei Vollast die Spülluftmenge aus denn Sclileudergelil<ise ein Vielfaches der Gemischmenge aus der Kolbenpumpe ist.
  13. 13. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Teillast die Spülluftmenge aus dem Schleudergebläse gedrosselt wird, die Gemischmenge aus der Kolbenpumpe nicht gedrosselt, wohl aber deren Kraftstoffmenge vermindert wird.
  14. 14. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei geringer Teillast und bei Leerlauf die Spülluftinenge aus dem Schleudergebläse nahezu oder ganz abgedrosselt ist und im wesentlichen nur noch die Gemischmenge aus der Koll>enl)unil)e als Spülmenge in denArbeitszylinder einstrcünt.
  15. 15. Zw.eitakt-Brennikraftmascliine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei geringer Teillast oder bei Leerlauf auch die Gemischmenige aus der Kolbenpumpe gedrosselt wird, d. h. deren Luftmenge undKraftstoffmenge.
  16. 16. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftstoff der Luftmenge für die Bildung des Gemischs, die von der Kolbenpumpe angesaugt wird, durch eine geregelte Kraftstoffpumpe zugeführt wird.
  17. 17. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüehen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Kolbenpumpe geförderte Gemischmenge annähernd das o,o5- bis o,afache des Huhraumes des Arbeitskolbens beträgt.
  18. 18. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vierzylinder-V-Motoren mit 9o° V-Winkel auch die Kolbenpumpe für das Gemisch als Vierzylinder-V-Pumpe mit 9o° V-Winkel ausgebildet ist, mit gleicher Drehzahl und mit gleichem Drehsinn wie die Kurbelwelle angetrieben ist und in dem V-Raum zwischen beiden Zylinderreihen angeordnet ist.
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