DE84732C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/30—Power rails
- B60M1/34—Power rails in slotted conduits
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. August 1894 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende elektrische Strafsenbahn mit
unterirdischer Stromzuführung bezw. Stromleitung unterscheidet sich von den bis jetzt
bekannt gewordenen Bahnen dieser Art dadurch , dafs der oder die Leiter vollständig
von einer zähflüssigen oder consistentem Fett ähnelnden Isolirmasse eingehüllt ist, welche
den Kanal fast vollständig ausfüllt. Die Isolirmasse erhält am besten ein etwas gröfseres
specifisches Gewicht als Wasser, um durch das etwa m~ den Leitungskanal gelangende
Regen-, Schneewasser u. s. w. nicht fortgespült oder aus dem Kanal herausgehoben zu werden.
Der Kanal seinerseits wird im Querschnitt so klein als möglich gehalten, um zu seiner Ausfüllung möglichst wenig Isolirmasse
zu benöthigen; aufserdem wird derselbe, um sowohl das Eindringen atmosphärischer Niederschläge,
als auch fester Körper, z.B. kleiner Steine, Hufnägel und dergl., zu verhindern,
oben durch eine der Länge nach zweigetheilte Eisenschiene für gewöhnlich dicht geschlossen
gehalten. Diese Eisenschiene verhindert ganz besonders, dafs über das Geleis fahrende
Wagen kleine Steine oder Eisenstückchen mittelst der Räder in den Kanal hineintreiben.
Der die elektrischen Wagen mit der unterirdischen Leitung verbindende Stromabnehmer
durchschneidet während der Fahrt des Wagens fortgesetzt die zähflüssige oder teigige Isolirmasse
und streicht dieselbe zweckmäfsig wieder hinter sich glatt, so dafs sie den oder die
Leiter wieder von neuem vollständig einschliefst. Auch die Deckelschiene wird von
dem Stromabnehmer in der Mittelebene aufgeschnitten und bei dieser Gelegenheit ein gewisses
Stück über die Geleisoberkante hinausgeschoben , so dafs auf der betreffenden Strafse schon verhältnifsmäfsig viel Wasser
oder Schlamm stehen mufs, um selbst bei offenem Kanal (aufgeschnittener Deckelschiene)
in denselben hineinfliefsen zu können. Die Deckelschienen werden zweckmäfsig möglichst
lang genommen, damit sie durch den Wagen nur eine sanfte Biegung erfahren und dementsprechend
auch wenig Kraft zum Aufschneiden benöthigen.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen durch die Fig. 1 einen Längsschnitt
durch den oberen Theil des Kanals, wobei jedoch der Stromabnehmer im wesentlichen
in Seitenansicht erscheint. Die Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1.
Die Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch den Stromabnehmer nach der Linie A-B der
Fig. i.
Die Fig. 4 ist eine Uebersichtsskizze, welche einen Querschnitt durch das ganze Geleis veranschaulicht
und auch den Motorwagen andeutet.
Die Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ausführungsformen des Leiterkanals im Querschnitt, und
die Fig. 7 veranschaulicht den Einbau des Leiterkanals nach Fig. 6 in ein Geleis.
B bezeichnet in allen Figuren den bezw. die Leiter, welche auf hölzernen Isolirungen
ruhen und auch seitlich durch gleiche Isolirungen gegen Lagenänderungen gesichert sind.
Die Buchstaben b bezeichnen in allen Figuren diese hölzernen Isolirungen. Der die Leiter
und deren Isolirungen aufnehmende Kanal
kann, wie die Fig. 2, 5 und 6 zeigen, aus gewalztem Profileisen oder auch aus Gufseisen
hergestellt werden. Mit D ist die zvveitheilige Deckelschiene bezeichnet, welche in geeigneter
Weise am Wandern verhindert werden kann, und deren Aufsenseiten zweckmäfsig, wie die
Fig. 2, 5 und 6 erkennen lassen, abgeschrägt sind und sich in der Ruhelage gegen entsprechende
Seitenflächen des Kanals anlegen, um einerseits einen möglichst dichten Abschlufs
des Känalinnern gegen die Strafse und andererseits ein leichtes Herausheben der
Schiene D aus ihrem Lager durch das Gleitstück cc zu ermöglichen.
Mit A ist in den Zeichnungen der Stromabnehmer bezeichnet, welcher in seinem
oberen, aus dem Kanal hervorragenden Theil von einem isolirenden Gehäuse umgeben ist.
Das letztere ist in ganz beliebiger Weise mit dem Wagen verbunden. Mit diesem Gehäuse
ist fest verbunden das Führungsstück c c. Dieses gleitet beim Fahren zwischen den gehobenen
Deckelschienen und den Kanalrändern. Es läuft zweckmäfsig in zwei Schneiden aas,
welche das allmälige Aufschneiden des Kanalverschlusses bewirken und zugleich das
Glattstreichen der Isolirmasse über dem Leiter B besorgen. Auf dem Gehäuse sitzt
eine " Kappe F aus Isolationsmaterial. Diese dient zur Aufnahme der Feder E, welche den
Leiter B federnd anpreist. Zugleich nimmt diese Kappe die Verbindungsstelle des Stromabnehmers
mit dem nach dem Wagenmotor führenden Kabel auf.
Gewöhnlich liegen die Schienen D mit ihren Unterkanten auf schmalen Horizontalkanten
des Kanals. Wo sich der Stromabnehmer befindet, werden sie von den höchsten Theilen der schiefen Ebene c getragen, welche
sie bis zu der in Fig. 2 erkennbaren Lage in die Höhe heben. Nach dem Durchgange des
Stromabnehmers fallen die Schienen D selbstthätig in die für sie ausgeschnittene Kanalrille
zurück. Da sich die schrägen Aufsenseiten der Schienen D, wie die Fig. 2 erkennen
läfst, auch beim Durchgange des Stromab-nehmers wenig oder gar nicht von den schrägen
Kanalseiten abheben, so vermag auch an der aufgeschnittenen Kanalstelle nur dann Jeine
bemerkenswerthe Wassermenge in den Kanal einzudringen, wenn das Wasser auf der betreffenden
Strafse höher steht, als die Deckelschienen in die Höhe gehoben wurden. 'Den gröfsten Theil des eingedrungenen Wassers
verdrängen die Schienen D beim Zurücksinken in die Ruhelage auch wieder nach aufsen,
wenn der Leiterkanal ungefähr bis an die horizontalen Auflagerkanten für die Schienen
D mit der fettigen Isolirmasse ausgefüllt ist. In der Regel werden auch die unteren
und seitlichen Begrenzungsflächen der Schienen D mit der fettigen Isolirmasse behaftet
sein, so dafs überhaupt nur sehr schwer Schlamm und Wasser zu der Isolirmasse kommen und dieselbe verunreinigen kann.
Claims (2)
1. Stromzuführungseinrichtung für elektrische Bahnen, dadurch gekennzeichnet, dafs der
die Arbeitsleitung aufnehmende Kanal mit einer zähflüssigen oder consistentem Fett
ähnlichen Isolirmasse angefüllt ist, welche die bezw. den Leiter derart umgiebt, dafs
sie von dem Stromabnehmer durchschnitten werden mufs.
2. Die durch Anspruch 1 gekennzeichnete Einrichtung mit der besonderen Eigenschaft,
dafs die Isolirmasse zur Vermeidung ihres Herausspülens aus dem Kanal durch Regenwasser ein gröfseres specifisches Gewicht
als Wasser besitzen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84732C true DE84732C (de) |
Family
ID=356937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84732D Active DE84732C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84732C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010041206A1 (de) * | 2010-09-22 | 2012-03-22 | Siemens Aktiengesellschaft | System zur Energieversorgung eines elektrischen Triebfahrzeugs |
-
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010041206A1 (de) * | 2010-09-22 | 2012-03-22 | Siemens Aktiengesellschaft | System zur Energieversorgung eines elektrischen Triebfahrzeugs |
| DE102010041206B4 (de) * | 2010-09-22 | 2014-05-08 | Siemens Aktiengesellschaft | System zur Energieversorgung eines elektrischen Triebfahrzeugs |
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